Announcement: Herzlich willkommen auf der neuen Unimog-Community 3.0

  • Announcement: Herzlich willkommen auf der neuen Unimog-Community 3.0

    Herzlich willkommen auf der neuen Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln. Du suchst einen Unimog oder ein ein passendes Ersatzteil – dann wirst Du bestimmt im Kleinanzeigenmarkt fündig. Viel Spaß auf unserer 4×4-Plattform wünschen Andre & Thilo

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  • Unimog mit Benzinmotor kommt aus der Luft

    Der Unimog 411.114 kurz vor der Landung

    Der Unimog 411.114 kurz vor der Landung

    Der Dreizackstern von Mercedes symbolisiert „Mobilität zu Lande, zu Wasser und in der Luft“. Der Unimog ist zu Lande fast grenzenlos mobil und auch die hohe Wattiefe mancher Modelle erlaubt das Durchfahren von Flüssen und flachen Seen. Aber in der Luft?

    Die französische Armee machte im Juni 1958 und im Oktober 1959 dazu Versuche. Wenn auch nicht in der Luft sondern nur aus der Luft, wie einige Fotos belegen.

     

    Der Unimog 411.114 mit Benzinmotor ist gut gelandet

    Der Unimog 411.114 mit Benzinmotor ist gut gelandet Die Fahrzeuge waren auf einer Abwurfpalette festgezurrt und der Aufprall wurde durch Strohballen „abgefedert“.

     

    Aber das wirklich Besondere daran war, dass diese Fahrzeuge mit dem Baumuster 411.114 mit Benzinmotoren M 121 ausgerüstet waren.

    UCOM U 411 114 3 Motorraum

    Der Aufprall wurde durch Strohballen zwischen Abwurfpallette und Fahrgestell "abgefedert".

    Der Aufprall wurde durch Strohballen zwischen Abwurfpalette und Fahrgestell “abgefedert”.

    In einer technischen Beschreibung des Unimog 65 PS, Typ 411.114 heißt es:

    „Der 1 t gl. Unimog mit 65 PS ist wegen seiner schmalen Spur von 1292 mm insbesondere als Transport- oder Zugfahrzeug für Gebirgs- und Luftlandetruppen geeignet.

    Das Fahrzeug ist in seinen wesentlichen Bauteilen wie: Kupplung, Getriebe, Achsaggregate mit dem LKW 1,5 t gl. UNIMOG „S“, Typ 404 und der Zugmaschine UNIMOG 30/40 PS Diesel, Typ 411 gleich. Damit ist die Bedienung, die Wartung und Ersatzteilversorgung bei diesen Bauteilen praktisch gleich. Das Fahrzeug hat:

    • Einen 4-Zylinder Otto-Motor, Typ 121 mit max. 65 PS bei 4000 U/min.;
    • Das gleiche vollsynchronisierte Wechsel-Getriebe mit 6 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgängen wie der gl. LKW UNIMOG „S“, Typ 404;
    • Eine Spurweiter von 1292 mm und einen Radstand von 2120 mm; der Spurkreis-Durchmesser beträgt 9 m und die Bodenfreiheit unter dem Differential 380 mm. Aufgrund dieser Abmessungen ist das Fahrzeug für obengenannte Zwecke besonders geeignet;
    • Der Geschwindigkeitsbereich beträgt 1,5 bis 90 km/h und die zur Verfügung stehende Zughakenkraft max. 2500 kg.
    • Vorder- und Hinterachsen sind mit zwangsweise geschalteten Differentialsperren ausgerüstet. Das Fahrzeug besitzt deshalb eine dem LKW UNIMOG „S“ entsprechende Geländegängigkeit.

    Das Fahrzeug kann sowohl mit offenem Fahrerhaus, umlegbarer Windschutzscheibe und Klappverdeck, als auch mit geschlossenem Fahrerhaus und Dachluke geliefert werden. Der Einbau von Heizungen in beide Fahrerhäuser ist möglich. Auf das Fahrgestell kann eine Pritsche mit der lichten Weite von ca. 1500 x 1875 mm aufgebaut werden. Die Pritsche kann sowohl in Holz- als auch in Stahlausführung erstellt werden. Mit der für die UNIMOG-Fahrzeuge entwickelten Bodengruppe ist das Aufsetzen von Koffer-Aufbauten gegeben.

    Das Fahrzeug wird normal mit einer Bereifung 7.50-18 geliefert. Die Verwendung der Übergrösse 10-18 ist möglich. …

    Sämtliche für die UNIMOG-Fahrzeuge entwickelten Geräte, für die ein Zapfwellenantrieb benötigt wird, wie Seilwinden, Wasser-Pumpen, Kompressoren, Licht- und Schweiss-Generatoren usw. und die für die Pionier-Fahrzeuge wichtigen Anbau-Geräte wie Schneepflüge und Schneefräsen bzw. Schneeschleudern, Strassenbaugeräte, Erdlochbohrer, Grabenräumgeräte, Lader usw. können auch bei diesem Fahrzeug angebaut bzw. betrieben werden.

    Der Einbau einer Druckluftanlage für eine direkte, indirekte oder Zweileitungsbremse ist möglich.“

    Soweit der Auszug aus der Technischen Beschreibung.

    Vom Unimog 411.114 mit 65 PS-Benzinmotor wurden nur wenige Prototypen für Testzwecke beim Militär gebaut. Das Baumuster 411.114 ging dann aber ab 1968 als U 36 – allerdings wieder mit dem Motor OM 636.914 – mit einem “überlangen” Radstand von 2.570 mm in Serie.

    Siehe hierzu auch den Beitrag “U 411 mit 65 PS-Maschine” von Carl-Heinz Vogler im “UNIMOG-Spezial 411″ des Unimog-Club Gaggenau.

    Fortsetzung folgt

  • 70 Jahre Unimog-Idee – Mai 1945

    Erich Grass Mitte der 1950er Jahre in Debra Dun, Kaschmir

    Erich Grass Mitte der 1950er Jahre in Debra Dun, Kaschmir

    Die Süddeutsche Zeitung preschte am 28. Februar 2015 mit einem Bericht zu „70 Jahre Unimog“ vor und machte darauf aufmerksam, dass vor 70 Jahren eine Erfolgsgeschichte begann. Ab Mai 1945 gab es tatsächlich die ersten nachvollziehbaren Aktivitäten für die spätere Entwicklung und letztliche Realisierung des Unimog. Wir starten daher hiermit eine neue Serie “70 Jahre UNIMOG-Idee”, in der monatlich die Ereignisse in Erinnerung gerufen werden. Später wird sie in “70 Jahre UNIMOG” umbenannt.

    Die Idee des Universalen Motorgerätes ist sogar älter

    Albert Friedrich Mitte der 1950er Jahre

    Albert Friedrich Mitte der 1950er Jahre

    Ideen für ein Universal-Motorgerät gab es bereits vor Ende des Zweiten Weltkrieges. So hatte der Leiter der Flugmotorenentwicklung der Daimler-Benz AG, Albert Friedrich, einer der Väter des Unimog, nach Aussagen seiner Tochter Ursula Lebert bereits nach der Verkündigung des Morgenthau-Plans – August 1944 – erste Überlegungen für ein landwirtschaftliches Allzweckgerät angestellt.

    Heinrich Rößler 1970er Jahre

    Heinrich Rößler 1970er Jahre

    Ideen für ein Sonderfahrzeug, das auf Feldflughäfen universell einsetzbar sein könnte, hatte 1944 auch Heinrich Rößler, ein Mitarbeiter von Albert Friedrich, entwickelt. Das Fahrzeug sollte sich im Gelände bewegen, Personen befördern und durch mitgeführte Fässer die Flugzeuge betanken können. Viel Kraft, Allradantrieb und eine hohe Bodenfreiheit waren dafür erforderlich. Also Anforderungen, die später auch an den Unimog gestellt wurden. Dies hat Rößler sowohl 1948 Rolf Maurer, seinem ersten Praktikanten in der Maschinenfabrik Boehringer, als auch dem Mitinhaber der Metallwarenfabrik Erhard & Söhne, Albert Köhler, ausführlich geschildert.

    70 Jahre Unimog_Idee

    Nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 nahm Albert Friedrich zu ehemaligen Mitarbeiter aus der Flugmotoren- und Automobilentwicklung Kontakt auf und stellte ihnen seine Ideen vor. Gleiches unternahm er bei Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd.

    So erinnerte sich der Diplom-Landwirt Erich Grass, der bei Erhard & Söhne beschäftigt war, an erste Gespräche mit Albert Friedrich.

    Die Situation im Mai 1945 beschreibt Erich Grass zuvor wie folgt: „Mein Schwiegervater war mit Fritz Erhard von Erhard & Söhne befreundet. In dieser Metallwarenfabrik, die im 2. Weltkrieg zum Zulieferbetrieb für die Flugzeugindustrie geworden war, überlegte man fieberhaft, wie eine Weiterbeschäftigung aussehen könnte. Zu diesen Gesprächen wurde ich hinzugezogen.

    Was man hatte, das waren noch große Vorräte an Aluminiumblech. Ich schlug vor, diese in Melkeimer, Schaufeln, Striegel oder ähnliches zu verwandeln.

    Fritz Erhard sagte dann eines Tages: ‚Morgen kommt ein Direktor vom Daimler vorbei. Der will mit uns einige Ideen zur Beschäftigung unserer Firma diskutieren. Kommen Sie bitte dazu!’ – Fritz Erhard stellte mich anderntags dem ‚Herrn von Daimler’, Herrn Albert Friedrich vor, der tatsächlich viele Ideen entwickelte. Unter anderem schlug er vor, ‚etwas Motorgetriebenes’ für die Landwirtschaft zu entwickeln. Das war Ende Mai 1945.“

    Quellen u. a.:

    Eva Klingler, Michael Wessel: „Geschichten rund um den Unimog“, Band 1, Ettlingen 1992 – zu beziehen über www.buchundbild.de

     

     

  • Unimog-Museum: Zweiwege-Ausstellung eröffnet

    Neben dem Museum wurden für Einsatzdemonstrationen 80 Meter Schienen verlegt

    Neben dem Museum wurden für Einsatzdemonstrationen 80 Meter Schienen verlegt

    Badisches Tagblatt vom 18. Mai 2015

    Von der Straße auf die Schiene

    Von Hans-Peter Hegmann

    Das Universal-Motor-Gerät, kurz Unimog genannt, kommt fast überall durch. Dabei bleibt es aber immer mit den Rädern auf dem Boden oder was davon noch vorhanden ist. Dass es noch mehr Möglichkeiten gibt, zeigt die aktuelle Sonderausstellung im Unimog-Museum. “Von der Straße auf die Schiene” ist eine weitere Mutation des Alleskönners.

     

    Wolfgang Zappel erhält von der Leiterin des Museums, Hildegard Knoop, die ersten Sondermodelle Zweiwege

    Wolfgang Zappel, Inhaber der  ZAGRO Bahn- und Baumaschinen GmbH, erhält von der Leiterin des Museums, Hildegard Knoop, die ersten Sondermodelle Zweiwege als kleinen Dank für die großzügige Unterstützung der Ausstellung

    Nach dem großen Erfolg und der dadurch notwendig gewordenen Verlängerung der Sonderausstellung zum Unimog “S” folgt nun das nächste Glanzlicht. Bis zum 11. Oktober besteht die Möglichkeit, neben dem Museum eine außergewöhnliche Rangierlok bei der Arbeit zu beobachten. Dafür wurde von den unermüdlichen ehrenamtlichen Helfern des Museums sogar eine 80 Meter lange Schienenstrecke aufgebaut. Zwar meinte einer von ihnen, dass die Deutsche Bahn der “Berg- und Talbahn” vermutlich nicht ihren Segen gegeben hätte, aber das sei auch nicht notwendig. Erstens wiege ein Unimog nur ungefähr ein Fünftel einer Rangierlok und die Geschwindigkeit, mit der auf der Demonstrationsstrecke ein leichter Waggon gezogen werden wird, entspreche ungefähr der eines Spaziergängers.

    Führung bei der Ausstellungseröffnung

    Führung bei der Ausstellungseröffnung

    Einer der Hauptgründe für die Entwicklung der Technik des Zweiwege-Einsatzes: Eine Rangierlokomotive kostete laut einem ausgestellten Prospekt von Mercedes Benz zwischen 120000 und 200000 Deutsche Mark. Der Unimog als Zweiwegefahrzeug rund 75000. Eine Rangierlok muss viele Umsetzfahrten über Weichen machen und steht bei ungünstigen Bedingungen stundenlang vor einem Prellbock. Beim Unimog werden einfach die Spurhalteräder hydraulisch angehoben, und er fährt auf seinen eigenen Rädern zum nächsten Arbeitsplatz.

    Führung bei der Ausstellungseröffnung

    Führung bei der Ausstellungseröffnung

    Abschleppfahrzeug für defekte U-Bahnen

    Eine Rangierlok in einem Industriebetrieb steht mehr als sie rangiert – der Unimog kann in dieser Zeit als Lkw mit Anhänger eingesetzt werden. Die Möglichkeiten, die in diesem Konzept stecken, wurden in den 50er Jahren entdeckt und an die Verantwortlichen des Produktbereichs Unimog herangetragen. Von den Firmen Zweiwegefahrzeuge und Ries wurden drei unterschiedliche Systeme für diverse Spurweiten entwickelt. Schon zu Beginn wurde auch bei den Zweiwege-Fahrzeugen an einen weltweiten Einsatz gedacht.

    UCOM UM Schiene Fuehrung 4 - Wessel

    Führung bei der Ausstellungseröffnung

    Führung zur Ausstellungseröffnung durch Roland Kaufmann und Wolfgang Zappel

    UCOM UM Schiene Fuehrung 3 - Wessel

    In der Ausstellung sind Fahrzeuge verschiedener Generationen zu sehen. Vom Spezialfahrzeug auf Basis eines U 416-Triebkopfes mit gelenkter Hinterachse für den Schmalspurbetrieb bis hin zu Fahrzeugen der neuesten Generation der Firma Zagro. Ihre Einsatz- und Aufgabengebiete reichen vom Rangieren über den Einsatz als Werkstattfahrzeug bei der Reparatur von Hochspannungsleitungen bis zum Abschleppfahrzeug für defekte Straßen- oder U-Bahnen.

    Soweit der Bericht des Badischen Tagblatts

    Die Percussion-Gruppe spielt auf dem Waggon

    Die Percussion-Gruppe spielt auf dem Waggon

    Auftritt der Brass Band MG Oberrüti aus der Schweiz

    Auftritt der Brass Band MG Oberrüti aus der Schweiz

    Die Oberrüti Brass Band auf Schienen 

    Einer der Höhepunkte der Eröffnung der Sonderausstellung war zweifellos der Auftritt der 35ig-köpfigen Brass Band Musikgesellschaft Oberrüti aus der Schweiz mit ihrer Mischung aus traditioneller Blasmusik einerseits und eigenwilligen Arrangements von Klassik-, Jazz und Popmusikstücken andererseits. Die Band war auf der Rückreise vom Musikfest Baden-Württemberg, auf dem sie mit großem Erfolg konzertiert hatte. Mindestens ebenso umjubelt wie in Karlsruhe war dann der Auftritt im Außengelände des Museums, zumal die exzellenten Perkussionisten der Band eine eindrucksvolle Showeinlage auf dem Waggon gaben, der in diesem Sommer auf Schienen im Außengelände zu bewundern ist. Von einem gelben U406-Zweiwegefahrzeug wurden die Musiker über die gesamten 80 Meter Schiene gezogen und trommelten dabei ein mitreißendes Perkussions-Solo. Anschließend bewiesen sie, dass man auch auf Barhockern exzellente Musik machen kann.

    Zuhörer spenden 680 Euro für die Nepalhilfe

    Der Aufforderung seitens der Museums-Geschäftsführerin Hildegard Knoop, für die Opfer des Erdbebens in Nepal zu spenden, falls ihnen die Musik gefallen habe, kamen die Ausstellungs- und Konzertbesucher nur allzu gerne nach. So können nun 680Euro an den Freundeskreis Nepalhilfe e.V. überwiesen werden. Alexander Schmidt, der Gründer und Vorsitzende der Nepalhilfe, die in Kathmandu ein Kinderdorf mit Wohnheim und Schule hat, war im vergangenen Sommer auf dem Weltenbummlertreffen zu Gast und hat Nepal und die Projekte des Vereins dort vorgestellt.

    Link zur Band: http://www.mg-oberrueti.ch/

    Link zum Freundeskreis Nepalhilfe: http://www.nepalhilfe.de/

     

    Auftritt der Brass Band MG Oberrüti aus der Schweiz

    Auftritt der Brass Band MG Oberrüti aus der Schweiz

    Fotos: Michael Wessel

  • Ein besonderer Zweiwege-Prospekt

    UCOM Zweiwege-Prospekt 1

    Die Sonderausstellung “Unimog auf Schienen”, die bis 11. Oktober 2015 im Unimog-Museum gezeigt wird, nehmen wir zum Anlass, einen besonderen Unimog-Prospekt aus dem Jahr 1974 vorzustellen. Verglichen wird das Rangieren mit einer Lok und einem Unimog-Zweiwegefahrzeug. Prägnant sind die Überschriften mit den großformatigen Bildern. Ihnen folgen anschauliche Sachinformationen. Abgerundet wird dies durch Aussagen von fünf Kunden und technische Daten.

    Durch Anklicken können die folgenden Prospektseiten vergrößert werden.

     

    UCOM Zweiwege-Prospekt 2UCOM Zweiwege-Prospekt 3UCOM Zweiwege-Prospekt 4UCOM Zweiwege-Prospekt 5UCOM Zweiwege-Prospekt 7UCOM Zweiwege-Prospekt 8