Announcement: Herzlich willkommen in der Unimog-Community

  • Announcement: Herzlich willkommen in der Unimog-Community

    Herzlich willkommen auf der  Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln. Du suchst einen Unimog oder ein ein passendes Ersatzteil – dann wirst Du bestimmt im Kleinanzeigenmarkt fündig. Viel Spaß auf unserer 4×4-Plattform wünschen Andre & Thilo

    Unsere Premium-Partner

    Buch&Bild – Literatur und Accessoires für Ihre Unimog & MBtrac
    Autoersatzteile.de – Shop für Mercedes-Benz Ersatzteile

  • Bilder der Woche: Unimog im Winterdienst II

     

     

    Verschiedene Mercedes-Benz Fahrzeuge, darunter einige Unimog der Baureihen 401 und 411 bei einer Ausstellung in Finnland im Jahr 1958

    Verschiedene Mercedes-Benz Fahrzeuge, darunter einige Unimog der Baureihen 401 und 411 bei einer Ausstellung in Finnland im Jahr 1958

    Am 17. Januar stellten wir einige Winterbilder mit Unimog 2010 und 401 vor. Außerdem war nachzulesen, wie der erste Schneepflug durch Schmidt St. Blasien an einen Boehringer-Unimog angebaut wurde. Hier setzen wir die Serie mit Unimog 411 im Wintereinsatz fort und lassen anschließend wieder Alfred Schmidt zu Wort kommen, wie es nach dem ersten Schneepflug weiterging.

    Unimog U30, Baureihe 411 mit Schmidt K1 Keilschneepflug bei einer Vorführung vor Exportkunden

    Unimog 411 mit Schmidt K1 Keilschneepflug bei einer Vorführung vor Exportkunden

     

    Unimog Baureihe mit Schneepflug im Winterdienst

    Unimog 411 mit festem Fahrerhaus  mit Schneepflug

     

    Unimog Baureihe 411 mit Schmidt Schneeschleuder mit Pflugzuführung

    Unimog 411 mit Schmidt Schneeschleuder mit Pflugzuführung

     

     

     

    Unimog Baureihe 411 mit Schmidt Schneeschleuder mit Pflugzuführung

    Unimog 411 mit Schmidt Schneeschleuder mit Pflugzuführung

     

    Unimog Baureihe 411 mit Aufbaumotor und Schmidt Schneeschleuder mit Pflugzuführung

    Unimog 411 mit Aufbaumotor und Schmidt Schneeschleuder mit Pflugzuführung

     

    Unimog Baureihe 411 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor, bei der Räumung des Großen St.Bernhard-Passes 1968

    Unimog 411 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor  bei der Räumung des Großen St.Bernhard-Passes 1968

     

    Unimog Baureihe 411 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor bei Räumarbeiten am Stilfserjoch

    Unimog 411 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor bei Räumarbeiten am Stilfserjoch

     

    Unimog Baureihe 411 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor,bei der Räumung des Großen St. Bernhard-Passes 1968

    Unimog 411 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor bei der Räumung des Großen St. Bernhard-Passes 1968

     

    Unimog Baureihe 411 mit Schmidt Schneefräse beim Räumen einer Gasse

    Unimog Baureihe 411 mit Schmidt Schneefräse beim Räumen einer Gasse

    Der Schneepflug geht in Serie

    Nachdem Alfred Schmidt mit seinem Mitarbeiter Walter Hirt 1952 den ersten Schneepflug an einen Boehringer-Unimog angebaut und ihn erfolgreich getestet hatten, wurde Kontakt mit dem Daimler-Benz-Werk im Murgtal aufgenommen. Alfred Schmidt schreibt dazu im Band 1 der Geschichten rund um den Unimog:

    „Stolz stellten wir unsere Neuentwicklung dem Konstruktionschef, Herrn Rößler und dem Versuchsleiter, Herrn Dietrich, im Werk Gaggenau vor. Der Pflug fand ihren Beifall. Ein neuer Einsatz für den Unimog! Lediglich die mechanische Hebevorrichtung imponierte Herrn Rößler nicht. Sie war ihm zu umständlich. Er schlug vor, in ein zweites von uns zu lieferndes Exemplar in Gaggenau einen einfach wirkenden Druckluftkraftheber einzubauen.

    Als der nächste Winter kam, machten wir uns mit den beiden Pflügen in Blasiwald beim Schluchsee einen Vergleichstest mit den beiden Pflügen. Voraus fuhr der Schneepflug mit der Gaggenauer Hebevorrichtung. Es trat ein, was wir erwartet hatten: Der Unimog kam nicht vorwärts, denn der Schnee drückte den Plug immer wieder nach oben. Sehr zum Ärger der Herren Lademacher und Rinkel. Wir hatten mit dem von uns ausgerüsteten Modell kein Problem, denn die mechanische Hebevorrichtung hielt den Pflug am Boden.

    Unter den Schaulustigen war auch Herr Kaiser, der einen der Domänenhöfe im Blaiwald betrieb. Das neue Fahrzeug fand bei ihm großes Interesse. Er lud am Ende der Vorführung die verfrorene Mannschaft in seine warme Stube zum Vesper ein. Ich kann mich nicht erinnern, jemals Speck, selbstgebackenes Brot und Schwarzwälder Kirschwasser so sehr genossen zu haben!

    Obwohl Bauer Kaiser als eher zurückhaltend und wortkarg galt, machte er aus seiner Begeisterung für das Fahrzeug keinen Hehl … und kaufte sich kurze Zeit später auch einen Unimog mit Schneepflug bei uns.

    Sehr viele Bestellungen für Schneepflüge sollten folgen. Bald ersetzten wir die Kurbel durch einen Lichtmaschinen-Elektro-Motor, und 1955 bauten wir eine doppelwirkende Hebe- und Senkvorrichtung auf Druckluftbasis – sicher sehr zur Freude von Herrn Rößler – ein. ….

    Die ersten Schneefräsen am Unimog

    Die Firma Peter in der Schweiz hatte bereits in den 1930er Jahren eine Schneefräse entwickelt. Wir waren bis 1944 Lizenznehmer. Das auslaufende Patent und unser inzwischen großes Zutrauen in den Gaggenauer Unimog ermunterte uns, 1952 mit einer Eigenentwicklung zu beginnen.

    Schon im Dezember 1953 konnten wir unsere erste Schneefräse testen. Wir waren begeistert: Eine überzeugende Kombination von Schneeräummaschine und Trägerfahrzeug. Die französische Besatzungsmacht erteilte uns bald darauf den ersten größeren Auftrag.“

    Wird fortgesetzt.

    Die Bände 1 und 3 der Geschichten rund um den Unimog sind noch erhältlich über www.buchundbild.de

    Fotos: Daimler AG

     

     

     

  • Bilder der Woche: Unimog im Winterdienst

    Unimog U25, Baureihe 2010 eingesetzt als Futtermitteltransporter bei der Wildfütterung im Winter

    Unimog 2010 eingesetzt als Futtermitteltransporter bei der Wildfütterung im Winter

     

    Nachdem es nun doch in weiten Teilen Deutschlands geschneit hat, hier einige Aufnahmen aus den 1950er Jahren mit Unimog 2010 und 401 beim Winterdienst.

    Unimog U25, Baureihe2010 mit Schneepflug im Winterdienst

    Unimog 2010 mit Schneepflug

     

    Unimog U25, Baureihe 401 beim Transport von Wildfutter

    Unimog 401 beim Transport von Wildfutter

     

    Unimog U25, Baureihe 401 mit Schneepflug im Winterdienst

    Unimog  401 mit Schneepflug

     

    Unimog U25, Baureihe 401 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor

    Unimog  401 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor

     

    Unimog U25, Baureihe 401 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor

    Unimog  401 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor

     

    Unimog U25, Baureihe 401 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor

    Unimog 401 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor

     

    Unimog U25, Baureihe 2010 mit Schneefräse, deren Antrieb erfolgt über einen Aufbaumotor auf der Pritsche

    Unimog  2010 mit Schneefräse, deren Antrieb erfolgt über einen Aufbaumotor

     

    Den ersten Schneepflug an einen Boehringer-Unimog ließ Alfred Hitz anbauen. Dazu schreibt er im Band 1 der Geschichten rund um den Unimog: „Im Februar 1951 teilte mir Herr Knobloch mit, dass ich bereits vorzeitig einen Unimog  erhalten könnte, da ein Kunde den Kaufpreis von DM 13.300 in bar nicht aufbringen konnte. Die Chance ließ ich mir natürlich nicht entgehen und brachte in kurzer Zeit die geforderte Geldsumme zusammen, setzte mich mit einer Tasche voll Geld in den Zug nach Immendingen und bekam daraufhin von Herrn Knobloch den Unimog übergeben.

    Ich war somit der erste Besitzer eines Unimog im Hochschwarzwald. Der Besitz eines solchen Fahrzeuges war damals noch eine Sensation. …

    In den Wintermonaten wurde zur damaligen Zeit die Schneeräumung mit Ochsengespannen ausgeführt. Dies geschah meist einmal pro Tag. Herrn Bürgermeister Kern – von der Nachbargemeinde Altglashütten – war natürlich auch bekannt, dass ich einen Unimog besaß, und so wurde in Erwägung gezogen, diesen zur Schneeräumung einzusetzen. Was uns dazu fehlte, war ein Schneepflug. Aber Bürgermeister Kern kannte den damaligen Chef der Firma Schmidt in St. Blasien, und so haben wir beide im Oktober 1951 über den Anbau eines Schneepflugs an meinen Unimog verhandelt. Herr Schmidt glaubte, dass ein kleiner Keilpflug für das Fahrzeug geeignet wäre. Dieser wurde noch im November des gleichen Jahres angebaut.

    Von der Firma Schmidt wurden später alle Neuerungen bezüglich des Schneepfluges, wie Hebe- und Senkvorrichtung, am Unimog kostenlos zur Probe angebaut und getestet. Anfangs musste der Pflug mit einer Handkurbel hoch- bzw. heruntergedreht werden.“

    Alfred Hitz und Alfred Schmidt mit dem ersten Schneepflug an einem Boehringer-Unimog.

    Alfred Hitz und Alfred Schmidt 1952 mit dem ersten Schneepflug an einem Boehringer-Unimog.

    Im gleichen Band 1 der Geschichten rund um den Unimog beschreibt Alfred Schmidt wie er die Zusammenarbeit mit Alfred Hitz erlebte und wie sich die Zusammenarbeit mit der Konstruktion und dem Versuch des Unimog-Bereichs bei der weiteren Entwicklung von Schneepflügen, Schneefräsen und Schneeschleudern gestaltete. Der Bericht endet mit dem Fazit: “ Insgesamt haben wir in 46 Länder unsere Schneefräsen geliefert. Sie waren eine wesentliche Basis für die Entwicklung unserer Firma und der Anfang für die Erweiterung unseres Sortiments, das heute komplette Gerätereihen für den Sommer- und Winterbetrieb in der kommunalen Straßenunterhaltung umfaßt. Ganz am Anfang stand unser Interesse für den Unimog, und wir sagten uns: Wenn Daimler-Benz Vertrauen in dieses Fahrzeug hat, dann haben wir es auch.“

    Die Bände 1 und 3 sind noch erhältlich über www.buchundbild.de

    Alfred Schmidt 2014 im Unimog-Museum vor seinem Bild als einer der Väter des Unimog-Erfolgs.

    Alfred Schmidt 2014 im Unimog-Museum vor seinem Bild als einer der Väter des Unimog-Erfolgs.

    Fotos: Daimler AG (1 – 8), privat, Michael Wessel

  • 70 Jahre Unimog-Idee – Januar 1946

    Bei Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd wurde zur Jahreswende 1945 auf 1946 mit der Entwicklung des späteren Unimog begonnen.

    Bei Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd wurde zur Jahreswende 1945 auf 1946 mit der Entwicklung des späteren Unimog begonnen.

     

    Im Mai 2015 starteten wir die Serie „70 Jahre UNIMOG-Idee“ – nachzulesen hier in der Unimog-Community. Monatlich wird der Weg zum späteren Unimog dokumentiert.

    Im Januar 1946 begann die entscheidende Phase der Unimog-Entwicklung, denn Heinrich Rößler stieß zur kleinen Entwicklungsmannschaft bei Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd. Es gelang ihm, Albert Friedrich von seinen konstruktiven Ideen für ein allradgetriebenes Universalfahrzeug zu überzeugen und so wurden die bisherigen Pläne verworfen.

    70 Jahre Unimog_Idee

    Rößler selbst beschreibt es in seinen „Auszügen aus einer kaum glaublichen Geschichte“ wie folgt: „Am 2.1. 1946 fing also auch ich bei Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd an – mit großen Bedenken, denn nichts stand dort für eine solche Arbeit zur Verfügung, nicht einmal die notwendigsten technischen Unterlagen. Ich selbst hatte auch nichts Derartiges. … Bei meinem Antritt ergab sich, dass noch kein Gesamtentwurf vorlag, lediglich die Projektzeichnung von Friedrich und eine Überlegung für ein Fahrzeug mit Mittelmotor, von der keine Zeichnung zu finden ist. … Es bestand bald Einigkeit darüber, dass man meinen Vorschlag einmal aufzeichnen sollte. Den ersten Gesamtentwurf hatte ich am 28. 1. 1946 fertig, noch mit schrägen Schubrohren zu den Achsen und einem in der Fahrzeug-Längsachse liegenden Motor- und Getriebeblock.“

    Obwohl das in der zweiten Jahreshälfte 1945 entwickelte Konzept verworfen wurde, so waren die Vorarbeiten – insbesondere natürlich die erfolgreich beantragte Produktionsgenehmigung von Prototypen des „motorgetriebenen Allzweckfahrzeugs“ wertvoll für die weiteren Schritte.

    So schreibt Hans Zabel in seinen Erinnerungen: „Im Dezember 1945 wurde nicht nur mit dem Konstruieren begonnen, sondern auch ohne Unterlagen in der Hand Lieferkontaktgespräche mit den wichtigsten Zulieferfirmen, wie ZF Friedrichshafen, Bosch Stuttgart, Tewes Frankfurt, Gelenkwellenbau Düsseldorf, Kühler-Behr Zuffenhausen, Kugellagerindustrie usw. geführt.“

    Michael Wessel

    Quellen: Eva Klingler, Michael Wessel: „Geschichten rund um den Unimog“, Band 1, Ettlingen 1992, Michael Wessel: „Geschichten rund um den Unimog“, Band 2, Gaggenau 2007

    Wird monatlich hier in der Unimog-Community fortgesetzt.

    An der Stelle der früheren Fabrik von Erhard & Söhne hat heute die Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes Schwäbisch Gmünd seine Zentrale.

    An der Stelle der früheren Fabrik von Erhard & Söhne hat heute der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes Schwäbisch Gmünd seine Zentrale.

    Fotos: Daimler AG und Michael Wessel

  • Bild der Woche: Unimog-S in der Murg

    Gaggenau Unimog Murgdurchquerung Unimog S ????

    Ein Bild mit besonderer Atmosphäre: Kinder mit Schulranzen beobachten einen Unimog-S, der in der Murg fährt. Das Bild entstand sicherlich Mitte der 1950er Jahre im Zusammenhang mit der Produktion eines Werbefilms durch den Abenteurer Martin Schließler in Gaggenau.

    Eine Szene mit dem Unimog-S in der Murg war auch in dem 45-minütigen SWR3-Film über den Unimog zu sehen, der am 1. Weihnachtsfeiertag gezeigt wurde.

     

    Foto: Daimler AG