Announcement: Herzlich willkommen in der Unimog-Community

  • Announcement: Herzlich willkommen in der Unimog-Community

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  • Unimog-Museum: Sonderausstellung „Vom Orientexpress bis zum Unimog“ eröffnet

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    Von Nicole Zerrath im Badischen Tagblatt vom 29. November 2016

    Sonderausstellung gewährt Einblicke in die Geschichte des Automobilstandorts Gaggenau

    Angefangen hat er mit der Herstellung von Thermosflaschen, Luftgewehren und Fahrrädern: Theodor Bergmann, in dessen Werkshallen das erste Auto im Murgtal gefertigt wurde. Die Geschichte des Standorts Gaggenau als Produktionsstätte für Automobile mit dem Beginn 1895 bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts erzählt die neue Sonderausstellung des Unimog-Museums, die am Sonntagvormittag eröffnet wurde.

    Hildegard Knoop, Geschäftsführerin des Museums und Kuratorin dieser Ausstellung führt durch das Museum

    Hildegard Knoop, Geschäftsführerin des Museums und Kuratorin dieser Ausstellung führt durch das Museum

    Als „schönes Thema für das Jubiläumsjahr“ und eine „weiterführende Brücke zum Unimog“ bezeichnete Geschäftsführerin und Kuratorin Hildegard Knoop die neue Schau. Die ersten 60 der insgesamt 122 Jahre währenden Produktion seien in der Ausstellung, die mit dem Titel „Vom Orientexpress bis zum Unimog“ überschrieben ist, veranschaulicht. Dies sei nun der abschließende Höhepunkt der vielen Veranstaltungen anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Museums, über deren Vielzahl sie sich im Rückblick selbst erstaunt habe.

    Der älteste noch erhaltene Lastwagen der Welt stammt aus der Süddeutschen Automobilfabrik Gaggenau

    Der älteste noch erhaltene Lastwagen der Welt stammt aus der Süddeutschen Automobilfabrik Gaggenau

    Stefan Schwaab, Vorsitzender des Unimog-Museum-Vereins dankte „der Hauptmacherin Hilde für die wunderschöne Ausstellung“. Besonders stolz blicke man in diesem Jahr auf die Besucherzahlen zurück. Den Rekord von 40000 Besuchern 2007 habe man in diesem Jahr bereits im November überschritten.

    Von 1902 stammt dieser wunderschöne Bergmann-Wagen - dahinter der Liliput

    Von 1902 stammt dieser wunderschöne Bergmann-Wagen – dahinter der Liliput

    Kreisarchivar Martin Walter beleuchtete in seinem Vortrag die ersten drei Jahrzehnte der Automobilherstellung im Murgtal. Angefangen bei dem von Bergmann 1895 erstmals hergestellten Automobil, das unter dem Markennamen „Orientexpress“ verkauft wurde, über die Gründung der Süddeutschen Automobilfabrik 1905, den Kauf durch Benz&Cie. 1911 bis hin zur Fusion von Benz und Daimler 1926. Als Manifestation der Erfolgsgeschichte des Gaggenauer Autobaus nannte Walter zwei Ereignisse: Die 630 Tage dauernde Afrika-Fahrt des Paul Graetz in den Jahren 1907-09 mit dem „ersten Geländewagen“ der damaligen SAG und die mehr als 300 Siege in den 1920er Jahren des aus Gernsbach stammenden Rennfahrers Charly Kappler, dem „Niki Lauda der Weimarer Jahre“.

    Der Benz-Gaggenau von 1916

    Der Benz-Gaggenau von 1916

    ... auch von der anderen Seite

    … auch von der anderen Seite

    Nach einer Pause bei Sekt und Häppchen erhielten die Besucher die Gelegenheit, sich in der Ausstellung umzusehen. Zum Beweis für die neue Fahrtüchtigkeit des 100 Jahre alten Benz-Lkw, der zuletzt Probleme mit der Kupplung hatte und mit Hilfe der Firma LUK wieder in Ordnung gebracht werden konnte, wurde dessen Motor angelassen.

    Der Veritas-Scheunenfund

    Der Veritas-Scheunenfund

    Eine weitere Rarität in der Ausstellung ist das Cabriolet der einst in Muggensturm ansässigen Firma Dyna Veritas. Der Oldtimer aus der nur Sammlern bekannten Auto-Schmiede zeigt sich in unrestauriertem Zustand. Für alle Modell-Auto-Fans ist zum Start der aktuellen Ausstellung ein neues Modell erhältlich. Ein Mercedes-Benz-Langhauben-Lkw L6600, der auf seiner Pritsche einen Unimog 411 transportiert. Darüber, ob es sich bei dem eingelegten Foto um die Abbildung von Tor 1 oder Tor 2 handelt, waren sich die meist fachkundigen Besucher uneinig. Die Ausstellung endet am 23. April.

    Stolz prangt am Kühler der DIESEL-Stern. In Gaggenau wurden 1923 erstmals Diesel-Motoren in ein Automobil eingebaut.

    Stolz prangt am Kühler der DIESEL-Stern. In Gaggenau wurden 1923 erstmals Diesel-Motoren in ein Automobil eingebaut.

     

    Fotos: Michael Wessel

  • Unimog-Club Gaggenau: Michael Schnepf mit 110 zu 107 Stimmen wieder gewählt

    Unimog-Parade vor der historischen Reithalle in Rastatt anlässlich der Mitgliederversammlung

    Unimog-Parade vor der historischen Reithalle in Rastatt anlässlich der Mitgliederversammlung

    Kampfabstimmung hinterlässt den Unimog-Club in zwei Lagern

    Mit drei Stimmen Mehrheit bestätigen die Mitglieder ihren bisherigen Vorsitzenden gegen Herausforderer René Dusseldorp

    Rastatt/Gaggenau (hap) – In geheimer Wahl haben die Mitglieder des Unimog-Club Gaggenau ihren Vorsitzenden im Amt bestätigt. Michael Schnepf erhielt bei der Kampfabstimmung 110 Stimmen, sein Herausforderer René Dusseldorp kam auf 107 Stimmen. Im Verlauf der Mitgliederversammlung in der Reithalle in Rastatt hatte sich herausgestellt, dass der im Mai 1993 gegründete Verein mit weltweit aktuell 6600 Mitgliedern offensichtlich in zwei Lager gespalten ist.

    Obwohl im Vorfeld bekannt geworden war, dass mit René Dusseldorp ein Gegenkandidat für den Posten des Vorsitzenden antreten wird, begann die Versammlung wie gewohnt. Der Vorsitzende gab seinen Rechenschaftsbericht ab. Er beendete ihn mit der Anmerkung, dass das Verhältnis zwischen dem Unimog-Club Gaggenau (UCG) und dem Unimog Museum (UM) gestört sei und dass darüber viele reden würden. Allerdings würden sie die Hintergründe nicht kennen und nur spekulieren. Der UCG hätte gerne ein entspanntes Verhältnis zum UM, doch sei aus seiner Sicht eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit dem Vorsitzenden des Museumsvereins, Stefan Schwaab, nicht möglich.

    Michael Schnepf

    Michael Schnepf

    So habe dieser den im Mai 2010 vorgelegten Vorschlag von Hans-Jürgen Wischhof zur zukünftigen Zusammenarbeit trotz ausgiebiger Diskussion im Protokoll nicht aufgeführt und anschließend das Konzept schlichtweg abgelehnt. Daher habe der Vorstand des UCG bereits 2011 in einer Sitzung die Aufhebung der Zusammenarbeit mit ihm beschlossen.

    Darüber hinaus habe der UCG mehr oder weniger aus der Presse über eine geplante Kapitalerhöhung für die UM-Betriebs-GmbH erfahren, obwohl er mit 20 Prozent Einlage Gesellschafter ist. Als Fazit stellte Schnepf fest, dass der UCG-Vorstand zwar zum UM stehe, aber nicht zum „undemokratischen Führungsstil“ seines Vorsitzenden.

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    Kassierer Hans-Karl Westermann gab Einblick in die Finanzen des Vereins, die mit einem Überschuss für die Rücklagen bilanziert wurden. Die Kassenprüfer schlugen die Entlastung des Kassierers sowie des gesamten Vorstands vor, die auch einstimmig erteilt wurde.

    Nach der Pause nahm Stefan Schwaab Stellung zu den Vorwürfen. Er habe bisher immer versucht, dieses Problem intern aus der Welt zu schaffen. Er zitierte ebenfalls aus diversen Schriftwechseln nach Treffen zwischen dem Vorstand des UM und dem UCG in den vergangenen Jahren. Diese Schreiben seien vonseiten des Clubs in der jüngsten Zeit wohl einfach nicht mehr beantwortet worden.

    Unter anderem wurde in seinem Vortrag bekannt, dass sich der Unimog-Club wegen Zweifeln an deren Fähigkeiten 2012 sehr vehement gegen die Bestellung von Hildegard Knoop zur neuen Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft des Museums gestellt habe. Schwaab betonte dazu, dass sich die Entscheidung im Nachhinein als optimal bestätigt habe, da durch ihre „vorzügliche Arbeit“ in diesem Jahr ein erneuter Besucherrekord im Museum aufgestellt werden wird. Er appellierte zum Schluss leidenschaftlich an die Mitglieder, eine Entscheidung zu treffen, die die Möglichkeit biete, die Interessen beider Lager wieder zusammenzuführen.

    Redaktionsleiter nimmt den Hut

    Wahlleiter Hans-Jürgen Wischhof forderte die Kandidaten zu einer Vorstellungsrunde ihrer beabsichtigten Aktivitäten und der Strategie für die nächsten beiden Jahre auf. Michael Schnepf stellte dabei heraus, dass er bereits das 25-jährige Vereinsjubiläum 2018 auf der Agenda stehen habe. Es solle im Raum Gaggenau stattfinden. Weiter sollen die regionalen Aktivitäten ausgedehnt werden. Dazu zähle auch die Heranführung von jungen Menschen an den Verein.

    René Dusseldorp

    René Dusseldorp

    René Dusseldorp betonte mehrmals, dass er das ehemalige „Wir-Gefühl“ im gesamten Club wieder erstarken lassen will und der Unimog im Mittelpunkt aller Aktivitäten stehen müsse. Der Vorstand des UCG werde unter seiner Führung seine Arbeit transparenter machen, so dass nicht nur 150 Mitglieder von über 6000 erfahren würden, in welche Richtung es gehen soll. Außerdem werde er die Zusammenarbeit mit dem UM forcieren.

    Die anschließende Wahl endete mit dem Sieg von Michael Schnepf.

    Pikanterweise erklärte nach der Wahl auch der Redaktionsleiter des „Unimog-Heft’l“, Axel Otersen, seinen sofortigen Rücktritt. Er begründete diesen Entschluss damit, dass er die „ständigen Eingriffe“ in seine Arbeit durch den Vorstand des UCG leid sei.

    Der Kapitalerhöhung bei der UM-Betreibergesellschaft um 25000 Euro stimmte die Mitgliederversammlung zu.

    Mit einem Vortrag und Präsentation von Fotos und Dokumenten aus den 1990er Jahren stellte Hans-Jürgen Wischhof zum Schluss seinen damals ausgelösten Paradigmenwechsel in der Unimog-Geschichte dar.

    .... und vor dem Landratsamt

    …. und vor dem Landratsamt

    Hans-Peter Hegmann im Badischen Tagblatt vom 28. November 2018

    Fotos: Michael Wessel

  • Viedeo: Unimog beim Holzrücken

    Andreas Burren hat wieder ein interessantes Video zum Einsatz des Unimog anzubieten. Diesmal geht es um das Holzrücken mit einem 411er, Baujahr 1961 mittels Heros-Rückewinde. Es ist schon sehr beeindruckend, was er leistet. Viel Spaß!

     

    Andreas schreibt dazu: „Jahrelang schuftete der UNIMOG 411 mit aufgebauter Heros-Rückewinde in den Wäldern der „Forstkooperation Luftseilbahn Engstligenalp“ im Berner Oberland. Nichts wurde ihm geschenkt aber gut zu ihm geschaut. Danke. Seine Arbeitstage waren gezählt. Markus der Schwyzer Unimogfahrer richtete ihn wieder für seine Forstarbeiten her und noch etwas dazu. Das Resultat lässt sich sehen und der UNIMOG 411 zeigt sich in seinem Element, wie in früheren Jahren.“

  • Wiking-Sondermodelle zur Winterausstellung im Unimog-Museum

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    Sondermodelle, Saumagen und andere Besonderheiten zur Eröffnung der Winterausstellung

    Pünktlich zum Start der Winterausstellung im Unimog-Museum „Vom Orientexpress bis zum Unimog“ ist das Sondermodell eingetroffen, das das Kreativ-Team des Museums gemeinsam mit der Modellbaufirma Wiking in Lüdenscheid passend zum Thema aufgelegt hat.

    Das Modellset, das einer historischen Aufnahme nachempfunden wurde, zeigt einen Mercedes-Benz L6600 Hauben-LKW, der mit einem Unimog der Baureihe 411 beladen ist. Zusätzlich verfügt der Unimog auf der Pritsche über einen Werbeaufsteller, der auf den Produktionsort hinweist. Der Einleger in der Schachtel zeigt ein Foto des Tors 1 des Werks Gaggenau, durch das fertiggestellte Fahrzeuge herausgefahren werden. Links im Bild ist übrigens ein VW-Brezelkäfer zu sehen. Wenn man da nicht ins Schwärmen kommt!

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    Die Zusammenarbeit mit dem Modellhersteller Wiking in Lüdenscheid hat im Unimog-Museum eine lange Tradition. Schon anlässlich des Spatenstichs zum Bau des Museums gab es 2005 das erste Sondermodell im klassischen H0-Maßstab 1:87. Seitdem kam jedes Jahr mindestens ein Modell dazu – in diesem Jahr erstmals eines anlässlich einer Winterausstellung. Das Besondere an all diesen Modellen ist, dass sie exklusiv, limitiert und bis auf wenige ausgesuchte Ausnahmen auch nur direkt im Museumsshop zu erhalten sind. So wie jetzt das neue Set, das ab dem 27. November im Regal stehen wird.

    Passend zum Modell-Set schickte uns  Markus Mösching ein Foto mit seinen beiden gehegten und gepflegten Oldtimern aus Gaggenau.

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    Ebenfalls am Eröffnungs-Sonntag gibt es ein weiteres „Schmankerl“. Die Regionalgruppe Pfalz des Unimog-Clubs Gaggenau bietet insgesamt 50 Pakete einer edlen Kombination aus Pfälzer Saumagen und guten Tropfen vom Weingut Reichsrat von Buhl in Deidesheim zum Verkauf an. Der Erlös wandert auf das Bausteinkonto des Museumsvereins – nach Bodensee-Whiskey, Holländer Käse und Schweizer Schokolade ist das der vierte kulinarische Beitrag einer Regionalgruppe des Unimog-Clubs zur Unterstützung der Erweiterungspläne.

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    Noch einen guten Grund gibt es, am 27. November oder in der Zeit danach die Winterausstellung zu besuchen. Einmalig und nur für Besucher der Ausstellung bietet das Werk Gaggenau der Daimler AG im Februar 2017 eine Werksführung an. Wer an dieser Führung Interesse hat, kann sich in eine Bewerberliste eintragen, die in der Ausstellung ausliegen wird. Vielleicht klappt es, und man gehört zu den Glücklichen, die in der Führung erfahren werden, was heute am ältesten noch existierenden Automobilproduktionsstandort der Welt hergestellt wird.

    historisches Foto: Daimler AG; Gaggenauer Oldtimer: Markus Mösching