August 2009

Monthly Archives

  • Peter Schneider – UNIMOG Alle Modelle seit 1948

    von Michael Weyrich

    Ein recht interessantes Buch mit vielen Informationen, die in bisherigen Unimog-Büchern nur teilweise oder gar nicht vorhanden waren. Insbesondere die Auflistung der einzelnen Typen mit Anzahl gefertigter Fahrzeuge nach Baureihen und teilweise sogar Baujahren ist so detailliert bisher nicht beschrieben worden. Ebenso informativ teilweise die kompletten Ausstattungsübersichten und insbesondere die Preislisten. Die Texte zu den einzelnen Baureihen sind allerdings machmal eher formuliert, als wären sie aus einem Werbeblatt entnommen. (mehr …)

  • Handbuch für Traktor- und Landmaschinenfreunde – Clubs international

    Für die Landmaschinen- und Traktorenfreunde beginnt jetzt wieder die Saison. Einen hervorragenden Überblick über die Szene vermittelt das Buch Handbuch für Traktor- und Landmaschinenfreunde – Clubs international von Robert Geyer.
    Über 1 100 meist farbige Fotos und Abbildungen dokumentieren auf 432 Seiten das Vereinsleben zigtausender Freunde alter Traktoren, Dampf- und Landmaschinen, Stationärmotoren sowie des Modellbaus in verschiedenen Varianten.

    Es werden 231 Clubs vorgestellt. Natürlich sind darunter auch viele Unimog-Freunde.

    Jetzt online bestellen.

  • Geschichten aus unserem Benzwerk

    0der: Wie kommt das Unimog-Werk in den Nordschwarzwald?

    Wie kommt das Gaggenauer Unimog-Werk in den Nordschwarzwald, in das Murgtal? Diese Frage haben sich sicher schon Viele gestellt. Die bekannten Standort-Faktoren greifen beim ersten Hinsehen nicht.

    Als Personalmann sah sich auch Michael Wessel häufig mit Fragen zur Werksgeschichte konfrontiert. Er recherchierte. Dies zunächst, um Bewerbern und neuen Mitarbeitern Rede und Antwort stehen zu können. 1981 erschien sein erster Aufsatz darüber im Heimatbuch des Landkreises Rastatt.

    Mit dem Hamburger Automobil-Historiker und heutigen Leiter der Deutschen Automobilhistorischen Gesellschaft, Hans-Otto Neubauer veröffentlichte Wessel 1986 das Buch Die Automobile der Benzstadt Gaggenau. Erstmals wurde darin dokumentiert, welche besondere Bedeutung dem Gaggenauer Mercedes-Werk zukommt und welch breite Fahrzeugpalette im Murgtal in den letzten 100 Jahren gefertigt wurde. Auch die zweite Auflage ist leider vergriffen. (mehr …)

  • „Ein Gaggenauer kommt zurück nach Gaggenau“

    Das Unimog-Museum sucht Unterstützung für die Rückholaktion eines Lastwagens von 1916

    Ein Schmuckstück soll an seinen „Geburtsort“ zurück

    Gaggenau (Badisches Tagblatt, 1. August 2009)- Er hat jahrzehntelang Lasten geschleppt und Baumstämme im Schwarzwald gerückt, nun soll er an seinen „Geburtsort“ zurückgeholt werden. Der Benz 3K2 von 1916. Noch schmückt der Lastwagen das Carl-Benz-Museum in Ladenburg, ab November soll er ein Glanzstück des Unimog-Museums sein. 65800 Euro kostet das seltene Stück, jetzt werden Sponsoren gesucht.

    „Ein Gaggenauer kehrt zurück nach Gaggenau“ heißt die Kampagne, für die gestern der offizielle Startschuss fiel. Über den symbolischen Kauf von Einzelteilen soll genügend Geld hereinkommen. Im Gegenzug gibt es Spendenbescheinigungen. 206 Einzelteile sind es, vom Kotflügel über Lampen, Motorkurbel, Lüfterflügel bis zu den 150 Gliedern der Antriebskette. Letztere zum Einzelpreis von 50 Euro. „Wunderbare Geburtstagsgeschenke“, wirbt Ute Kretschmer-Risché vom Museumsverein augenzwinkernd, „ich könnte mir vorstellen, eine Lenkschubstange zu verschenken – zumindest symbolisch.“ In einem Jahr soll das Geld beisammen sein.

    Die Liste der Teile steht im Internet. Für den Kühler ohne Plakette (1000 Euro) oder die Kühlerplakette (800 Euro) muss man schon tiefer in die Tasche greifen. Der Kuratoriumsvorsitzende des Museums, Hans-Jürgen Wischhof, hat das bereits getan; 10000 Euro für die Pritsche, das teuerste Teil der Aktion, steuert das Gaggenauer Bauunternehmen Grötz bei. Es darf an der Seite auch seinen Schriftzug aus dem Jahre 1916 anbringen.

    Für Stefan Schwaab, Vorsitzender des Museumsvereins, ist es nicht nur Nostalgie: Fahrzeuggeschichte in Gaggenau bedeute nicht „nur“ Unimog. Am ältesten noch aktiven Automobilfabrikationsstandort wurden bereits 1894, bei den Bergmann-Werken, Autos gebaut. Sie hießen „Orient-Express“. 1905 wurde aus Bergmann die „Süddeutsche Automobilfabrik GmbH Gaggenau“, die 1911 zu den Benz-Werken wurde.

    Der 3K2 soll schon bei der nächsten Winterausstellung eine wichtige Rolle im Museum spielen, erläutert Unimog-Experte Michael Wessel. Gaggenau als Wiege des Nutzfahrzeugbaus bei Daimler; in diesen Kontext passe die Rückholung des Lastwagens. Allerdings, so Stefan Schwaab, werde das gute Stück bis auf weiteres nur zu besonderen Anlässen im Museum zu sehen sein. Doch derer wird es in den kommenden Jahren genug geben: 2011 feiert man 100 Jahre Benz in Gaggenau und 125 Jahre Automobilbau.

    Schon vorher wollen die Verantwortlichen des Museums einen Schritt weiter sein. Sie hoffen auf weitere ehrenamtlich Aktive. Eine neue Gruppe soll sich um Wartung und Ausfahrten der Ausstellungsstücke kümmern; in der zweiten Gruppe geht es um die Konzeption des Museums. „Auch Frauen sind willkommen“, betont Kretschmer-Risché. Neben dem neuen Konzept für die Vitrinen denkt sie daran, die regionale Bedeutung des Fahrzeugbaus aufzuarbeiten. „Es wird eine neue, spannende Ausstellung geben, aber wir brauchen Zuarbeit.“

    Stefan Schwaab richtet den Blick noch ein bisschen weiter. Der 3K2 biete „Chancen für die Zukunft“, hält er eine bauliche Erweiterung des Museums für denkbar; auf der jetzigen Fläche sei auf Dauer nur der Unimog angemessen zu präsentieren. Das Museum an sich sei „wirtschaftlich erfolgreich unterwegs, die Besucherzahlen stimmen“. Man werde wohl auch in diesem Jahr 30000 Besucher begrüßen können, so Geschäftsführerin Christina Palma Diaz.

    Informationen unter (07225) 981310 oder unter www. unimog-museum.com