Mercedes-Benz lässt den hochgeländegängigen Unimog von der Leine

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6 bis U 530 seit dem Frühjahr auf breiter Front ihren Dienst angetreten haben, meldet sich jetzt die hochgeländegängige Baureihe zum Dienst: Der Unimog U 4023 / U 5023 startet in den Markt. Auf dem hauseigenen Offroad-Gelände in Ötigheim stellten sich die Fahrzeuge den Tests der Presse und wurden dem Anspruch gerecht – der neue Unimog markiert den neuen Maßstab für Geländegängigkeit.

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Der neue hochgeländegängige Unimog macht den Generationswechsel der Unimog Familie komplett: Nachdem die Profi-Geräteträger der Baureihe U 21
Die Einführung der Dieselmotoren nach der europäischen Abgasnorm Euro VI führte beim hochgeländegängigen Unimog zu einer entscheidenden konzeptionellen Änderung – der Verwirklichung eines Mittelmotorkonzepts. Denn die neue saubere BlueTec-6-Technologie, die bis zu 90 Prozent weniger Emissionen und Partikel gegenüber den Vorgängermodellen ausstößt, nimmt deutlich mehr Volumen ein. Die Ingenieure von Mercedes-Benz Special Trucks haben hier ganze Arbeit geleistet: Der Motor wurde um einen Meter nach hinten verlegt, was den Schwerpunkt des Fahrzeugs absenkte und so die Geländegängigkeit des Fahrzeugs weiter verbessert.

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Herzstück des neuen Mittelmotorkonzepts ist der neue Euro VI-Dieselmotor. Zum Einsatz kommt der neue drehmomentstarke BlueEfficiency Power-Motor aus der Baureihe OM 934, ein Vierzylinder-Motor mit 170 kW (231 PS) Leistung und einem Hubraum von 5,1 l. Der hohe Wirkungsgrad zeigt sich am Drehmoment von 900 Nm, das über den gesamten Hauptfahrbereich von 1.200 U/min bis 1.600 U/min konstant zur Verfügung steht. Die technische Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h prädestiniert den Unimog gerade auch für längere Transportwege auf Autobahnen.

Trotz des hohen konstruktiven Aufwands zur Einhaltung der Abgasnorm Euro VI kombinieren die neuen hochgeländegängigen Unimog einen niedrigen Kraftstoffverbrauch mit reduzierten Schadstoffemissionen, Robustheit und Zuverlässigkeit sowie langen Wartungsintervallen. Ebenfalls optimiert und leistungsgesteigert präsentiert sich das Unimog Getriebe. Es zeichnet sich durch kürzere Schaltzeiten bei gleichzeitiger Erhöhung der Lebensdauer aus. Wie bisher stehen acht Vorwärts- und sechs Rückwärtsgänge zur Verfügung, optional auch eine Geländegruppe für Offroad-Einsätze im Geschwindigkeitsbereich zwischen 2,5 bis 35 km/h. Gesteigert wurde auch die Sicherheit: Die neue Motorbremse ist eine doppelt getaktete Dekompressionsbremse, die eine Bremsleistung bis zu 180 kW entfaltet. Weiterhin Standard ist das Antiblockiersystem ABS.

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Das Fahrerhaus des Unimog ist bereits seit 1974 stilprägend. Im Vergleich zum Vorgänger wurde das neue Fahrerhaus deutlich modernisiert: Anwender profitieren von der neuen Ausstattung – Multifunktionslenkrad, verstellbare Lenksäule, Lenkstockhebel, Multifunktionstasten, Kombiinstrument mit großem Display sowie vom neuen, stärkeren Heizungs- und Lüftungssystem. Auch zu mehr Komfort und Bedienungssicherheit im Gelände leistet das neue Interieur einen wichtigen Beitrag. Beim Exterieur zeigen der dynamisch gestaltete Kühlergrill und die neuen Stoßfänger mit modernen Leuchten auf den ersten Blick, dass hier eine neue Unimog Generation am Werk ist.

Völlig neu konzipiert wurde die Reifendruck-Regelanlage tirecontrol plus. Sie verfügt nun über die praxisgerechten Voreinstellungen „Straße“, „Sand“ und „Schlechtweg“. Und auf Wunsch verbessert ein neues Kamera-Monitorsystem zusätzlich die Sichtverhältnisse, vor allem im Nahbereich unmittelbar vor dem Fahrzeug – ein echter Vorteil etwa beim Betrieb einer Seilwinde oder beim Andocken von Frontanbaugeräten.

Die große Stärke des hochgeländegängigen Unimog bleiben klar seine optimalen Fahreigenschaften in schwerem Gelände. In einigen Punkten wurde diese Kompetenz sogar weiter ausgebaut, beispielsweise durch den verwindungsfähigen Rahmen mit Dreipunktlagerung von Fahrerhaus, Motor und Getriebe oder den niedrigeren Schwerpunkt bei gleichzeitig hoher Bodenfreiheit, was die Fahreigenschaften im Offroad-Einsatz verbessert. Dass der Rahmen des neuen hochgeländegängigen Unimog geschweißt ist, einschließlich der Rohrquerträger, garantiert die extrem hohe Verwindung von bis zu 600 Millimetern. Die Achsverschränkung von bis zu 30 Grad macht die Schubrohrtechnik in Verbindung mit den Schraubenfedern möglich. Den Führungsanspruch des Unimog im Gelände unterstreichen auch folgende Details: Portalachsen, der niedrige Fahrzeugschwerpunkt und extrem günstige Werte bei Böschungswinkel (vorn 44 Grad, hinten 51 Grad), Rampenwinkel (34 Grad), Neigungswinkel (38 Grad) und Steigfähigkeit (45 Grad) sowie die Watfähigkeit von bis zu 1,2 m – und natürlich der zuschaltbare Allradantrieb. Auch die neuen Unimog sind auf ein extrem langes Fahrzeugleben ausgelegt. Dafür stehen unter anderem der komplett geschweißte Rahmen, die gekapselten Fahrwerksteile, die verstärkten Achsen sowie die Unterbringung aller wichtigen Aggregate im geschützten Bereich zwischen dem Rahmen.

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Die zahlreichen Konzeptvorteile beweisen, warum der hochgeländegängige Unimog einen solch hervorragenden Ruf auf der ganzen Welt genießt. Extremeinsätze im Gelände steckt das Fahrzeug locker weg, ob im schweren Winterdienst, bei der Waldbrandbekämpfung, im Katastrophenschutz, bei Kraneinsätzen, im Pipelinebau, bei Expeditionen, der Bergung von Menschen und nicht zuletzt auch im Personentransport – überall, wo Straßen in schlechte Wege und freies Gelände übergehen, erreichen die Unimog U 4023 und U 5023 ihr angestammtes Terrain.

Quelle: Unimog eNewsletter

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