Feuerwehr-Unimog kämpfen gegen Fischsterben

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Es gibt immer wieder besondere Einsätze für den Unimog. Das Badische Tagblatt meldet am 20. Juli unter Elchesheim-Illingen/Steinmauern:

Das anhaltende sommerliche Wetter und der niedrige Wasserstand des Rheins riefen am Wochenende die Feuerwehren aus Steinmauern und Elchesheim-Illingen an den Goldkanal. Ein See nahe dem dort ansässigen Paddelclub wurde wegen des niedrigen Wasserstands nicht mehr mit Sauerstoff versorgt, weshalb er „kippte“ und zahlreiche Fische verendeten. Über den Durchbruch zum Goldkanal konnte aufgrund eines Wasserpegels von gerade mal noch rund 440 Zentimetern kein Frischwasser mehr zuströmen, erklärt Manuel Haubrich von der Feuerwehr Elchesheim-Illingen. Zusätzlich habe sich der nun nur noch drei Meter tiefe Tümpel auf mehr als 25 Grad erhitzt. Dadurch sei der für Fische kritische Sauerstoffwert von mindestens vier Milligramm pro Liter deutlich unterschritten gewesen. Die zur Einsatzstelle geeilte Wasserschutzpolizei konnte nur noch einen Wert von 0,9 Milligramm pro Liter messen.

Auch das Umweltamt des Landkreises Rastatt kam bereits in der Nacht zum Samstag an die Einsatzstelle, um die Einsatzkräfte der Feuerwehr zu beraten, teilt die Feuerwehr mit. Letztlich habe man sich entschlossen, eine sogenannte Belüftungsmaßnahme durchzuführen. So wurden am Freitagabend bis spät in die Nacht sowie den ganzen Samstagvormittag stündlich 100 Kubikliter Frischwasser aus dem Goldkanal in den See gepumpt und zusätzlich mit den Tanklöschfahrzeugen das Wasser belebt. Des Weiteren galt es, die toten Fische vom Uferbereich zu entfernen. Wertvolle Unterstützung und Entscheidungshilfen erhielten die Helfer auch von ihren Bürgermeistern Rolf Spiegelhalder (Elchesheim-Illingen) und Siegfried Schaaf (Steinmauern), heißt es in der Pressemitteilung. Beide waren vor Ort. Insgesamt waren zwei Fahrzeuge, zwei Pumpen und 30 Einsatzkräfte, unter der Leitung des Kommandanten von Steinmauern, Jürgen Ganz, rund zehn Stunden im Einsatz.

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