Januar 2016

Monthly Archives

  • Bilder der Woche: Unimog im Winterdienst II

     

     

    Verschiedene Mercedes-Benz Fahrzeuge, darunter einige Unimog der Baureihen 401 und 411 bei einer Ausstellung in Finnland im Jahr 1958

    Verschiedene Mercedes-Benz Fahrzeuge, darunter einige Unimog der Baureihen 401 und 411 bei einer Ausstellung in Finnland im Jahr 1958

    Am 17. Januar stellten wir einige Winterbilder mit Unimog 2010 und 401 vor. Außerdem war nachzulesen, wie der erste Schneepflug durch Schmidt St. Blasien an einen Boehringer-Unimog angebaut wurde. Hier setzen wir die Serie mit Unimog 411 im Wintereinsatz fort und lassen anschließend wieder Alfred Schmidt zu Wort kommen, wie es nach dem ersten Schneepflug weiterging.

    Unimog U30, Baureihe 411 mit Schmidt K1 Keilschneepflug bei einer Vorführung vor Exportkunden

    Unimog 411 mit Schmidt K1 Keilschneepflug bei einer Vorführung vor Exportkunden

     

    Unimog Baureihe mit Schneepflug im Winterdienst

    Unimog 411 mit festem Fahrerhaus  mit Schneepflug

     

    Unimog Baureihe 411 mit Schmidt Schneeschleuder mit Pflugzuführung

    Unimog 411 mit Schmidt Schneeschleuder mit Pflugzuführung

     

     

     

    Unimog Baureihe 411 mit Schmidt Schneeschleuder mit Pflugzuführung

    Unimog 411 mit Schmidt Schneeschleuder mit Pflugzuführung

     

    Unimog Baureihe 411 mit Aufbaumotor und Schmidt Schneeschleuder mit Pflugzuführung

    Unimog 411 mit Aufbaumotor und Schmidt Schneeschleuder mit Pflugzuführung

     

    Unimog Baureihe 411 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor, bei der Räumung des Großen St.Bernhard-Passes 1968

    Unimog 411 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor  bei der Räumung des Großen St.Bernhard-Passes 1968

     

    Unimog Baureihe 411 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor bei Räumarbeiten am Stilfserjoch

    Unimog 411 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor bei Räumarbeiten am Stilfserjoch

     

    Unimog Baureihe 411 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor,bei der Räumung des Großen St. Bernhard-Passes 1968

    Unimog 411 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor bei der Räumung des Großen St. Bernhard-Passes 1968

     

    Unimog Baureihe 411 mit Schmidt Schneefräse beim Räumen einer Gasse

    Unimog Baureihe 411 mit Schmidt Schneefräse beim Räumen einer Gasse

    Der Schneepflug geht in Serie

    Nachdem Alfred Schmidt mit seinem Mitarbeiter Walter Hirt 1952 den ersten Schneepflug an einen Boehringer-Unimog angebaut und ihn erfolgreich getestet hatten, wurde Kontakt mit dem Daimler-Benz-Werk im Murgtal aufgenommen. Alfred Schmidt schreibt dazu im Band 1 der Geschichten rund um den Unimog:

    „Stolz stellten wir unsere Neuentwicklung dem Konstruktionschef, Herrn Rößler und dem Versuchsleiter, Herrn Dietrich, im Werk Gaggenau vor. Der Pflug fand ihren Beifall. Ein neuer Einsatz für den Unimog! Lediglich die mechanische Hebevorrichtung imponierte Herrn Rößler nicht. Sie war ihm zu umständlich. Er schlug vor, in ein zweites von uns zu lieferndes Exemplar in Gaggenau einen einfach wirkenden Druckluftkraftheber einzubauen.

    Als der nächste Winter kam, machten wir uns mit den beiden Pflügen in Blasiwald beim Schluchsee einen Vergleichstest mit den beiden Pflügen. Voraus fuhr der Schneepflug mit der Gaggenauer Hebevorrichtung. Es trat ein, was wir erwartet hatten: Der Unimog kam nicht vorwärts, denn der Schnee drückte den Plug immer wieder nach oben. Sehr zum Ärger der Herren Lademacher und Rinkel. Wir hatten mit dem von uns ausgerüsteten Modell kein Problem, denn die mechanische Hebevorrichtung hielt den Pflug am Boden.

    Unter den Schaulustigen war auch Herr Kaiser, der einen der Domänenhöfe im Blaiwald betrieb. Das neue Fahrzeug fand bei ihm großes Interesse. Er lud am Ende der Vorführung die verfrorene Mannschaft in seine warme Stube zum Vesper ein. Ich kann mich nicht erinnern, jemals Speck, selbstgebackenes Brot und Schwarzwälder Kirschwasser so sehr genossen zu haben!

    Obwohl Bauer Kaiser als eher zurückhaltend und wortkarg galt, machte er aus seiner Begeisterung für das Fahrzeug keinen Hehl … und kaufte sich kurze Zeit später auch einen Unimog mit Schneepflug bei uns.

    Sehr viele Bestellungen für Schneepflüge sollten folgen. Bald ersetzten wir die Kurbel durch einen Lichtmaschinen-Elektro-Motor, und 1955 bauten wir eine doppelwirkende Hebe- und Senkvorrichtung auf Druckluftbasis – sicher sehr zur Freude von Herrn Rößler – ein. ….

    Die ersten Schneefräsen am Unimog

    Die Firma Peter in der Schweiz hatte bereits in den 1930er Jahren eine Schneefräse entwickelt. Wir waren bis 1944 Lizenznehmer. Das auslaufende Patent und unser inzwischen großes Zutrauen in den Gaggenauer Unimog ermunterte uns, 1952 mit einer Eigenentwicklung zu beginnen.

    Schon im Dezember 1953 konnten wir unsere erste Schneefräse testen. Wir waren begeistert: Eine überzeugende Kombination von Schneeräummaschine und Trägerfahrzeug. Die französische Besatzungsmacht erteilte uns bald darauf den ersten größeren Auftrag.“

    Wird fortgesetzt.

    Die Bände 1 und 3 der Geschichten rund um den Unimog sind noch erhältlich über www.buchundbild.de

    Fotos: Daimler AG

     

     

     

  • Bilder der Woche: Unimog im Winterdienst

    Unimog U25, Baureihe 2010 eingesetzt als Futtermitteltransporter bei der Wildfütterung im Winter

    Unimog 2010 eingesetzt als Futtermitteltransporter bei der Wildfütterung im Winter

     

    Nachdem es nun doch in weiten Teilen Deutschlands geschneit hat, hier einige Aufnahmen aus den 1950er Jahren mit Unimog 2010 und 401 beim Winterdienst.

    Unimog U25, Baureihe2010 mit Schneepflug im Winterdienst

    Unimog 2010 mit Schneepflug

     

    Unimog U25, Baureihe 401 beim Transport von Wildfutter

    Unimog 401 beim Transport von Wildfutter

     

    Unimog U25, Baureihe 401 mit Schneepflug im Winterdienst

    Unimog  401 mit Schneepflug

     

    Unimog U25, Baureihe 401 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor

    Unimog  401 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor

     

    Unimog U25, Baureihe 401 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor

    Unimog  401 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor

     

    Unimog U25, Baureihe 401 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor

    Unimog 401 mit Schmidt Schneefräse und Aufbaumotor

     

    Unimog U25, Baureihe 2010 mit Schneefräse, deren Antrieb erfolgt über einen Aufbaumotor auf der Pritsche

    Unimog  2010 mit Schneefräse, deren Antrieb erfolgt über einen Aufbaumotor

     

    Den ersten Schneepflug an einen Boehringer-Unimog ließ Alfred Hitz anbauen. Dazu schreibt er im Band 1 der Geschichten rund um den Unimog: „Im Februar 1951 teilte mir Herr Knobloch mit, dass ich bereits vorzeitig einen Unimog  erhalten könnte, da ein Kunde den Kaufpreis von DM 13.300 in bar nicht aufbringen konnte. Die Chance ließ ich mir natürlich nicht entgehen und brachte in kurzer Zeit die geforderte Geldsumme zusammen, setzte mich mit einer Tasche voll Geld in den Zug nach Immendingen und bekam daraufhin von Herrn Knobloch den Unimog übergeben.

    Ich war somit der erste Besitzer eines Unimog im Hochschwarzwald. Der Besitz eines solchen Fahrzeuges war damals noch eine Sensation. …

    In den Wintermonaten wurde zur damaligen Zeit die Schneeräumung mit Ochsengespannen ausgeführt. Dies geschah meist einmal pro Tag. Herrn Bürgermeister Kern – von der Nachbargemeinde Altglashütten – war natürlich auch bekannt, dass ich einen Unimog besaß, und so wurde in Erwägung gezogen, diesen zur Schneeräumung einzusetzen. Was uns dazu fehlte, war ein Schneepflug. Aber Bürgermeister Kern kannte den damaligen Chef der Firma Schmidt in St. Blasien, und so haben wir beide im Oktober 1951 über den Anbau eines Schneepflugs an meinen Unimog verhandelt. Herr Schmidt glaubte, dass ein kleiner Keilpflug für das Fahrzeug geeignet wäre. Dieser wurde noch im November des gleichen Jahres angebaut.

    Von der Firma Schmidt wurden später alle Neuerungen bezüglich des Schneepfluges, wie Hebe- und Senkvorrichtung, am Unimog kostenlos zur Probe angebaut und getestet. Anfangs musste der Pflug mit einer Handkurbel hoch- bzw. heruntergedreht werden.“

    Alfred Hitz und Alfred Schmidt mit dem ersten Schneepflug an einem Boehringer-Unimog.

    Alfred Hitz und Alfred Schmidt 1952 mit dem ersten Schneepflug an einem Boehringer-Unimog.

    Im gleichen Band 1 der Geschichten rund um den Unimog beschreibt Alfred Schmidt wie er die Zusammenarbeit mit Alfred Hitz erlebte und wie sich die Zusammenarbeit mit der Konstruktion und dem Versuch des Unimog-Bereichs bei der weiteren Entwicklung von Schneepflügen, Schneefräsen und Schneeschleudern gestaltete. Der Bericht endet mit dem Fazit: “ Insgesamt haben wir in 46 Länder unsere Schneefräsen geliefert. Sie waren eine wesentliche Basis für die Entwicklung unserer Firma und der Anfang für die Erweiterung unseres Sortiments, das heute komplette Gerätereihen für den Sommer- und Winterbetrieb in der kommunalen Straßenunterhaltung umfaßt. Ganz am Anfang stand unser Interesse für den Unimog, und wir sagten uns: Wenn Daimler-Benz Vertrauen in dieses Fahrzeug hat, dann haben wir es auch.“

    Die Bände 1 und 3 sind noch erhältlich über www.buchundbild.de

    Alfred Schmidt 2014 im Unimog-Museum vor seinem Bild als einer der Väter des Unimog-Erfolgs.

    Alfred Schmidt 2014 im Unimog-Museum vor seinem Bild als einer der Väter des Unimog-Erfolgs.

    Fotos: Daimler AG (1 – 8), privat, Michael Wessel

  • 70 Jahre Unimog-Idee – Januar 1946

    Bei Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd wurde zur Jahreswende 1945 auf 1946 mit der Entwicklung des späteren Unimog begonnen.

    Bei Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd wurde zur Jahreswende 1945 auf 1946 mit der Entwicklung des späteren Unimog begonnen.

     

    Im Mai 2015 starteten wir die Serie „70 Jahre UNIMOG-Idee“ – nachzulesen hier in der Unimog-Community. Monatlich wird der Weg zum späteren Unimog dokumentiert.

    Im Januar 1946 begann die entscheidende Phase der Unimog-Entwicklung, denn Heinrich Rößler stieß zur kleinen Entwicklungsmannschaft bei Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd. Es gelang ihm, Albert Friedrich von seinen konstruktiven Ideen für ein allradgetriebenes Universalfahrzeug zu überzeugen und so wurden die bisherigen Pläne verworfen.

    70 Jahre Unimog_Idee

    Rößler selbst beschreibt es in seinen „Auszügen aus einer kaum glaublichen Geschichte“ wie folgt: „Am 2.1. 1946 fing also auch ich bei Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd an – mit großen Bedenken, denn nichts stand dort für eine solche Arbeit zur Verfügung, nicht einmal die notwendigsten technischen Unterlagen. Ich selbst hatte auch nichts Derartiges. … Bei meinem Antritt ergab sich, dass noch kein Gesamtentwurf vorlag, lediglich die Projektzeichnung von Friedrich und eine Überlegung für ein Fahrzeug mit Mittelmotor, von der keine Zeichnung zu finden ist. … Es bestand bald Einigkeit darüber, dass man meinen Vorschlag einmal aufzeichnen sollte. Den ersten Gesamtentwurf hatte ich am 28. 1. 1946 fertig, noch mit schrägen Schubrohren zu den Achsen und einem in der Fahrzeug-Längsachse liegenden Motor- und Getriebeblock.“

    Obwohl das in der zweiten Jahreshälfte 1945 entwickelte Konzept verworfen wurde, so waren die Vorarbeiten – insbesondere natürlich die erfolgreich beantragte Produktionsgenehmigung von Prototypen des „motorgetriebenen Allzweckfahrzeugs“ wertvoll für die weiteren Schritte.

    So schreibt Hans Zabel in seinen Erinnerungen: „Im Dezember 1945 wurde nicht nur mit dem Konstruieren begonnen, sondern auch ohne Unterlagen in der Hand Lieferkontaktgespräche mit den wichtigsten Zulieferfirmen, wie ZF Friedrichshafen, Bosch Stuttgart, Tewes Frankfurt, Gelenkwellenbau Düsseldorf, Kühler-Behr Zuffenhausen, Kugellagerindustrie usw. geführt.“

    Michael Wessel

    Quellen: Eva Klingler, Michael Wessel: „Geschichten rund um den Unimog“, Band 1, Ettlingen 1992, Michael Wessel: „Geschichten rund um den Unimog“, Band 2, Gaggenau 2007

    Wird monatlich hier in der Unimog-Community fortgesetzt.

    An der Stelle der früheren Fabrik von Erhard & Söhne hat heute die Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes Schwäbisch Gmünd seine Zentrale.

    An der Stelle der früheren Fabrik von Erhard & Söhne hat heute der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes Schwäbisch Gmünd seine Zentrale.

    Fotos: Daimler AG und Michael Wessel

  • Bild der Woche: Unimog-S in der Murg

    Gaggenau Unimog Murgdurchquerung Unimog S ????

    Ein Bild mit besonderer Atmosphäre: Kinder mit Schulranzen beobachten einen Unimog-S, der in der Murg fährt. Das Bild entstand sicherlich Mitte der 1950er Jahre im Zusammenhang mit der Produktion eines Werbefilms durch den Abenteurer Martin Schließler in Gaggenau.

    Eine Szene mit dem Unimog-S in der Murg war auch in dem 45-minütigen SWR3-Film über den Unimog zu sehen, der am 1. Weihnachtsfeiertag gezeigt wurde.

     

    Foto: Daimler AG

  • Streckenpflege im neuen Daimler Test- und Prüfzentrum.

    Die erste Teststrecke im neuen Test- und Prüfzentrum Immendingen ist vor kurzem für die Daimler AG in Betrieb gegangen. Hier sorgt der Unimog U 430 Geräteträger für laborähnliche Bedingungen, indem er die sogenannte „Schlechtwegverschmutzungs-Strecke“ gezielt mit Kies, Sand und anderen Materialien präpariert. Auf dieser Rundstrecke werden neue Automobile, Prototypen und Versuchsträger schweren Verschmutzungen ausgesetzt.

    Gezielte Verschmutzung der Strecke für laborähnliche Testbedingungen.

    In der Straßenunterhaltung ist der Unimog Geräteträger eigentlich bekannt und zuständig für saubere und sichere Fahrwege. In Immendingen gewährleistet er gleichbleibende Testbedingungen mit schweren Verschmutzungen auf der Strecke. An der Front des U 430 ist ein Erdhobel mit Sprühmittelanlage montiert, der die Teststrecke bei Bedarf glättet und bewässert. Ein 4200-Liter-Tank auf der Pritsche führt Wasser mit sich, um den gewünschten Feuchtigkeitsgrad herzustellen. Falls Streckenabschnitte bereits durch Testfahrten allzu sehr verdichtet sind, lockert ein am Unimog Heck montierter Aufreißer den Boden wieder auf. Die Anbaugeräte lassen sich einfach und komfortabel vom Fahrersitz aus über den Multifunktions-Joystick steuern und via Monitor überwachen.

    Die für diesen Einsatz benötigte Fahrzeuglösung hat Mercedes-Benz Special Trucks als Bereich der Daimler AG konzipiert und bei der Beschaffung unterstützt. Dank jahrzehntelanger Erfahrung in unterschiedlichen Branchen hat der Fahrzeughersteller selbst für ungewöhnliche Aufgabenfelder passende Gerätepartner und das entsprechende Know-how – auch über kommunale Dienste, Feuerwehr und Landwirtschaft hinaus.

     

    Durch die Flexibilität des Geräteträgers werden in der finalen Ausbaustufe des Prüfgeländes mit einer Vielzahl von Modulen noch weitere Einsatzgebiete dazukommen.

     

    Reduzierung von Testfahrten auf öffentlichen Straßen.

    Mit dem neuen Test- und Prüfzentrum Immendingen verlagert die Daimler AG weiter ihre Testfahrten von öffentlichen Straßen auf firmeneigenes Gelände. Auf der rund 5,2 km2 großen Fläche werden unter anderem Verbrennungsmotoren optimiert und alternative Antriebe wie bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen mit Batterie oder Brennstoffzelle weiter entwickelt. Auch an neuen Sicherheitstechnologien und Assistenzsystemen bis hin zum autonomen Fahren soll in Immendingen weiter gearbeitet werden.

     

    Die Daimler AG investiert 200 Millionen Euro und schafft rund 300 Arbeitsplätze am Standort Immendingen. Neben den Tests auf den Schlechtwegverschmutzungskursen finden bereits weitere erste Erprobungen auf dem Gelände statt, wie etwa zum autonomen Parken. Dazu kommen zeitweise bis zu 100 Daimler-Ingenieure auf das Gelände. Wesentliche Testmodule des geplanten Prüfgeländes sind der dreispurige Ovalrundkurs sowie die Stadt- und Landstraßen, die typischen Straßenverkehr realitätsnah abbilden. Der hochmoderne Erprobungsstandort soll 2017 fertiggestellt werden.

     Quelle: Daimler AG, Unimog e-Newsletter

     

  • Unimog Testfahrt zeigt: „Nur fliegen ist schöner!“

    Die Hauptgewinner des Preisrätsels von der Demopark 2015 waren zu Besuch im Produktionswerk Wörth und auf dem Unimog Testgelände in Ötigheim. Über zwei Tage durften die interessierten Gäste den Geburtsort und die Teststätte des Unimog kennenlernen und buchstäblich „erfahren“.

    Atemberaubende Testfahrten mit dem Unimog.
    Bei Fahrten im Straßenverkehr möchte der Fahrer kritische Fahrsituationen niemals erleben. Im Unimog Testgelände in Ötigheim werden diese provoziert! Da ist auch extrem unwegsames Gelände kein Hindernis! Äußerst sicheres Fahrverhalten und große Verwindungsfähigkeit zeichnen den Unimog aus. Auch Steigungen und Gefälle von über 100 Prozent werden problemlos gemeistert. Davon konnten sich auch die Demopark-Gewinner unter fachkundiger Führung von professionellen Testfahrern überzeugen. Atemberaubende Fahrsituationen zauberten bei manchen Gästen ein deutlich sichtbares Lächeln ins Gesicht. Ganz begeistert bemerkte ein Teilnehmer: „Nur fliegen ist schöner!“

    Sehen Sie den Unimog bei Testfahrten in Ötigheim:

  • Neue Unimog Flotte für die Tschechische Republik

    Die Straßen- und Autobahndirektion der Tschechischen Republik (RSD CR) verwaltet über 750 Kilometer Autobahn in 24 regionalen Zentren. Grund genug, 18 leistungsfähige neue Wartungsfahrzeuge über eine Ausschreibung zu ordern. Erfolgreichen Zuschlag erhielt das Unternehmen Croy, autorisierter Unimog Importeur der Daimler AG in der Tschechischen Republik. Vor kurzem lieferte der Händler den letzten von insgesamt 18 Unimog Geräteträgern, die von RSD CR nun flächendeckend zur Straßenunterhaltung eingesetzt werden.

    Unimog U 427 mit Mulag Böschungsmähgerät.

    Die 18 Unimog U 427 sind zum Beispiel mit Böschungsmähgeräten (MHU 800) oder mit absaugendem Mähgerät (SB 500) von Mulag ausgerüstet, mit denen rechts und links des Straßenrands das ganze Jahr über für einwandfreie Grünflächen gesorgt werden kann. Weitere Ausstattungen sind unter anderem: Mähtür, Arbeits- und Kriechganggruppe, Frontzapfwelle und Leistungshydraulik „VarioPower“. Die Fahrzeuge haben ein zulässiges Gesamtgewicht von 14 Tonnen und leisten mit modernsten BlueTec 6 Common-Rail-Dieselmotoren 272 PS (200 KW).


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    RSD CR – die Straßen- und Autobahndirektion der Tschechischen Republik.

    Die Straßen- und Autobahndirektion der Tschechischen Republik (RSD CR) ist ein staatliches Dienstleistungsunternehmen des Landesverkehrsministeriums, das im Jahr 1967 gegründet wurde. Neben der Unterhaltung sind unter anderem Straßenbau und Modernisierung von Autobahnen die Aufgaben.

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    Quelle: Daimler AG, Unimog e-Newsletter

  • Energieholzgewinnung, Winterdienst und Landschaftspflege

    Im Nationalpark Schwarzwald setzt der Chef des Lohnunternehmens Spinner, Dominik Treyer (26), voll auf die Leistungsfähigkeit und Flexibilität des Unimog. Ob Energieholzgewinnung, Landwirtschaftspflege oder Winterdienst: Der Jungunternehmer aus Oppenau kann mit seinen Unimog U 400 und U 430 wirtschaftlich arbeiten und eine Vielzahl an Einsätzen übernehmen.

    Unimog als Basisfahrzeug für eine Vielzahl an Dienstleistungen.

    „Der Unimog ist unser Basisfahrzeug, bei dem wir alle verfügbaren An- und Aufbauräume für unsere Dienstleistungen nutzen. Mit ihm bin ich im Wald ebenso gut unterwegs wie auf der Autobahn“, freut sich der Schwarzwälder Unternehmer. Gemeinsam mit seiner Mutter hat der gelernte Fahrzeugkonstrukteur den Lohnbetrieb Spinner vom Großvater übernommen.

    Seitdem sind neue unternehmerische Schwerpunkte hinzugekommen: Neben reinen Forstarbeiten und Winterdienst bietet er nun auch Energieholzgewinnung und Hackschnitzel-Verkauf sowie Landschaftspflege an. Auch Baggerarbeiten und Transportfahrten gehören zu seinen Dienstleistungen. Die ausschließliche Stammholz-Rückarbeit seines Großvaters stellt nur noch einen kleinen Teil der Arbeiten dar und ist wegen starkem Wettbewerb heutzutage weniger lukrativ. Drei feste Mitarbeiter unterstützen den jungen Firmenchef und bei Bedarf kommen Saisonarbeiter hinzu.

    Unimog Gerät für viele Einsätze 365 Tage im Jahr.

    Je nach Situation nutzt Dominik Treyer seine Unimog mit verschiedenen Geräten: Die Hackschnitzel-Produktion übernimmt der U 430, der über die Heckzapfwelle einen Jenz Hacker HEM 540 Z antreibt. Dank Nebenantrieb wird die volle Motorleistung von nahezu 300 PS auf die Welle hinten übertragen. Von der Pritsche des U 430 und einer dort montierten Baggerkabine aus lässt sich der Greifarm des Jenz Hackers steuern. Innerhalb von 30 Minuten sind die Hackschnitzel in die zwei Containermulden mit 38 m3 Volumen gefüllt und können von einem weiteren Unimog U 400 mittels Hakenanhänger abtransportiert werden.

    Zum Mähen und Mulchen verwendet Treyer Anbaugeräte von Mulag. Der Frontmähausleger FME 500 hat eine Reichweite von 6,5 m mit einem Schwenkbereich von 210 Grad und kann links oder rechts des Fahrzeugs betrieben werden. Ein weiterer Ausleger, der FME 600, bietet sogar 7,2 m Reichweite. Als Mähköpfe hat der Lohnbetrieb einen Universalmähkopf UMK 1200 für Straßenbegleitgrün im Einsatz sowie einen Gestrüppmähkopf GMK 1200 und einen Buschhacker BRK 1200 für Schnittstärken bis zu 6 bzw. 15 cm. Mit dieser Ausstattung sind so genannte „Lichtraumprofilarbeiten“ und die Instandsetzung von Straßenbankett und Gräben sehr wirtschaftlich umsetzbar. Für große Flächen wird eine Mähkombination von Kuhn verwendet, die über ein Front- und zwei Heckmähwerke etwa 7 m Breite erreicht. Damit sind Grünflächen auf Flughäfen, Golfplätzen oder in Parkanlagen schnell gemäht und gesäubert.

    Den Winterdienst erledigen Dominik Treyer und sein Team im Schichtdienst mit eigenen 2,5 m3-Streuern und Schneepflügen von Schmidt. Auftraggeber sind hier Straßenmeistereien, örtliche Gemeinden, Firmen und Privatleute. Insbesondere im Nationalpark Schwarzwald kann der Winterdienst auf 150 bis 1000 Höhenmetern für das Lohnunternehmen eine Herausforderung sein, die nur durch leistungsfähige Fahrzeuge und professionelles Gerät gemeistert werden kann.

    Die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten des Unimog machen das Fahrzeug nicht nur zum technischen Rückgrat der Firma Spinner. Die Leistungsfähigkeit in der Breite trägt auch wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg des Lohnunternehmens bei.

    Sehen Sie den Unimog bei der Hackschnitzelproduktion:

    Quelle: Daimler AG, Unimog e-Newsletter

  • Im Unimog-Ratgeber geblättert – Unimog-Fortschritt – Teil 2

    UCOM Ratgeber Fortschritt Foto

     

    „Den Weg frei – für eine glückliche Fahrt in ein erfolgreiches Neues Jahr!“ ist dieses Bild mit einem Unimog mit Schneefräse betitelt, das ganzseitig im Unimog-Ratgeber Nummer zwei veröffentlicht wurde, der zum Jahreswechsel 1953 auf 1954 erschien. Das wünschen wir auch allen UCOM-Lesern für 2016.

    Im Innenteil wird eine Doppelseite „Unimog-Fortschritt“ dem Thema Schneeräumung gewidmet. Es ist beeindruckend, wie umfangreich die Angebotspalette an speziellen Anbaugeräten bereits war. Interessant sind auch die Beschreibungen. So war das Heben und Senken des Pfluges mittels Handrad oder bereits durch eine elektrische Vorrichtung möglich.

    UCOM Ratgeber 1953 Fortschritt 2

    UCOM Ratgeber 1953 Fortschritt 2 Seite 2

    Ein Nachdruck der seltenen Hefte 1 bis 10 des Unimog-Ratgebers ist als Nachdruck in Buchform über www.buchundbild.de erhältlich.

    UCOM Ratgeber Buchtitel 2