Mai 2016

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  • Unimog in der Forstwirtschaft im Einsatz

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    Bäume ziehen, Holz spalten, Futterkrippen befüllen, Ballen verladen – die Forstverwaltu
    ng van Meeteren verlangt ihrem Unimog alles ab.

    Seit einem Jahr hat die Forstverwaltung Udo van Meeteren in Eifeldörfchen Wallersheim einen Unimog U 318 im Einsatz. Damit wird ein Landstrich von 760 Hektar Wiesen und Mischwald instandgehalten, zu dem auch ein üppiger Rotwildbestand gehört. Wie macht sich der neue Geräteträger im Forstalltag?

     
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    Der Unimog U 318 der Forstverwaltung Udo von Meeteren hat sich zum unentbehrlichen Helfer gemausert. Er erledigt den Job von drei Fahrzeugen – er zieht, sägt, spaltet, krant und baggert.

    Klack, der Haken schnappt zu. Karl-Heinz Dringen wirft einen prüfenden Blick auf die Stahlschlinge, die er um den mächtigen Stamm gelegt hat, dann drückt er auf seine Fernbedienung. Schlagartig spannt sich das Stahlseil, die hydraulisch angetriebene Seilwinde am Heck des tannengrünen Unimog sorgt für Bewegung in der Lichtung. Bis auf wenige Meter Abstand wird der Stamm herangezogen, dann klettert der Forstwirt hinters Steuer. Die vier grobstolligen XM47-Michelins setzen das 177 PS starke Kraftpaket in Bewegung. Auf der Wiese wird der Stamm abgehängt und wartet nach dem Entrasten auf die Kettensäge – die liegt stets griffbereit im Eigenbaukasten aus Leichtmetall auf der Pritsche des U 318.

    Auch beim Holzmachen zeigt der neue BlueTec 6-Unimog, dass er multitaskingfähig ist und viel mehr kann als ein gewöhnlicher Schlepper: Die Seilwinde wird mittels Heckkraftheber an ihren angestammten Platz in der Maschinenhalle gestellt, stattdessen der hydraulische Holzspalter angedockt. Ein hydraulischer Oberlenker sorgt als obere Verbindung zwischen Heck und Hilfsaggregat fürs Anheben, nur die 80 kW-Zapfwelle vom Fahrzeugausstatter Söder, eine Sonderausstattung für das sogenannte „Agrarheck“, muss noch mit dem Wellenanschluss des Spalterantriebs verbunden werden. Die benötigten 540 U/min der Heckzapfwelle erfordern beim 5,1-l-Motor gerade mal 1550 U/min, dazu muss nur das Standgas leicht erhöht werden. Dann kann es mit dem Spalten losgehen. Das gesamte ofenfertige Brennholz landet wenig später auf dem Anhänger. „Ohne den Hauer-Frontlader wäre das ganz schön zeitraubend“, erklärt Dringen, während er mit einem Handgriff die Deichsel an die Scharmüller-Anhängerkupplung des Unimog hängt. „Mit der Ringfeder-Kupplung am alten U 300 war das oft ein Eiertanz. Wenn die Flucht nicht gestimmt hat, gab‘s oft Probleme beim Ankoppeln.“

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    Wirtschaftlicher Wechsel: vom MB-Trac zum Unimog.

    Fünf Jahre lang, bis 2006, erledigte Karl-Heinz Dringen all seine forstwirtschaftlichen Transport-, Mäh-, Saat-, Pflanz-, Räum- und Wegearbeiten ausschließlich mit einem MB trac 900 turbo. Dann entschied sich der Forstverband erstmals für einen Unimog. Ein echter Neuanfang bei van Meeteren – aber ein wirtschaftlicher: Der erste U 300 Geräteträger mit 4,2-l-Hubraum war mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,5 l Diesel pro Betriebsstunde noch sparsamer. Schon der U 300 verfügte über eine vollproportionale Arbeitshydraulik, die beiden Hydraulikkreise mit Durchflussmengen von 25/50 l/min leisteten 200 bar Maximaldruck. Doch im Nachhinein schien manches an der ab dem Jahr 2000 produzierten Unimog-Generation zumindest für die Forstwirtschaft verbesserungsbedürftig.

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    Komfortabel und optimiert: jetzt ein zuverlässiger Alleskönner.

    Beim neuen U 318 wurde der Frontlader vom Gerätehersteller besser ans Fahrwerk angepasst und so die notwendige Bodenfreiheit gewährleistet. Auch den nun über 300 mm höheren Gerätedrehpunkt (3.620 mm, statt wie beim U 300 3.310 mm) hat der Mann hinterm U 318-Steuer beim Stapeln der Gitterboxen in seiner Maschinenhalle schnell zu schätzen gelernt. „Jetzt ist das Aufsetzen selbst in dritter Reihe völlig entspannt möglich“, konstatiert er.

    Schnell gewöhnt hat sich der Forstwirt außerdem an den Hydrostat, der als besonderes Feature der neuen Unimog-Generation im Fahrbetrieb einen fliegenden Wechsel mit dem Schaltgetriebe erlaubt und für stufenlosen Vortrieb bis zu 50 km/h sorgt. Arbeiten mit dem Frontlader gehen durch diese Antriebsart wesentlich flüssiger von der Hand als mit einer weiteren Untersetzung, die zuvor unerlässlich war. Als enorme Arbeitserleichterung empfindet Karl-Heinz Dringen den neuen, ergonomischen Kombi-Joystick, mit dem zwei Hydraulikstellbewegungen – im Schaufelbetrieb etwa „hoch“ und „kipp“ – gleichzeitig ausgeführt werden können.

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    Mit Euro VI zeigt sich der Motor kraftvoller.

    Beeindruckend auch das neue Euro VI-Aggregat – nicht nur wegen des auf 750 Nm erhöhten Drehmoments, sondern auch durch die thermische Standfestigkeit des neuen Vierzylindermotors. „Die neue Anordnung des Kühlers hinter dem fahrerseitigen Radkasten war goldrichtig“, ist sich der Forstspezialist sicher. „Und die Zusatzmaßnahme, dass hier ein automatischer Wendellüfter zum Ausblasen eingebaut wurde, macht den Motor gerade jetzt im Herbst alltagstauglicher! Auch wenn der Auspuff durch die aufwändige Abgasreinigung mittlerweile in etwa so viel wie ein Kleinwagen kostet“, frotzelt Dringen.

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    Zwingend notwendig für den Forstwirt: Die hydraulischen Sonderfunktionen am Heck – Zapfwelle sowie Heckkraftheber zur Montage von Seilwinde oder Holzspalter – sollten sich von außen separat schalten lassen, ohne dass er vorne Kugelhähne bedienen bzw. ins Fahrerhaus klettern musste. Über die Zusatzbedienmöglichkeit neben dem Hinterrad können von dort alle hydraulischen Front- und Heckfunktionen einzeln geschaltet werden.

    Die Arbeit selbst geht dem Wallersheimer Forstverwalter nie aus, doch alles läuft mit dem Unimog leichter und viel flotter. „Es gibt immer was zu tun – Zäune reparieren, Hochstände fürs Jagdrevier bauen, Wege instandhalten, Wildschäden in Ordnung bringen … Der Unimog wird dabei ständig eingesetzt – mit den hydraulischen Zusatzgeräten wie Arbeitskorb, Schaufel, Mähwerk oder Kreiselegge kann er praktisch alles.“ Im Winter geht’s freilich etwas ruhiger zu. „Wenn es richtig kalt ist, verteilen wir Wildfutter-Siloballen, die von den Bauern im Sommer hergestellt werden.“ Dazu hat der U 318 jüngst für den Frontladebetrieb eine spezielle Ballenzange erhalten. Mit ihr kann der Forstwirt die genormten Ballen auf- oder abladen, im Hydrostatbetrieb geht dies ruckzuck und sogar zentimetergenau. Karl-Heinz Dringen hat für den Winter vorgesorgt und einen ordentlichen Vorrat angelegt.

    Weitere Informationen:

    Broschüre bestellen

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  • Unimog U 530 punktet beim DLG-PowerMix-Test.

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    Das DLG-Testzentrum in Groß-Umstadt hat Anfang 2016 den Unimog U 530 in landwirtschaftlicher Ausstattung dem DLG-PowerMix-Test unterzogen. Fazit: Ab jetzt darf der U 530 das Prüfsiegel „DLG-anerkannt 2016“ tragen.

    DLG-Vergleichsportal für Praktiker.

    csm_2016-3_News2_Contentbild_PowerMix_DE_1348c3c9d4Der DLG-PowerMix-Test hat sich als anerkanntes Messverfahren für den Kraftstoffverbrauch bei Traktoren unter Voll- und Teillast etabliert. Zahlreiche Hersteller lassen ihre neuesten Fahrzeugmodelle von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft auf die Probe stellen.

    Der Test bietet eine praxisgerechte Vergleichsmöglichkeit für den Verbrauch von Arbeitsmaschinen unter standardisierten Einsatzbedingungen. Die Ergebnisse werden in Form von Prüfberichten in einer Datenbank der DLG veröffentlicht und können in der DLG-PowerMix-App unter unterschiedlichen Einsatzbedingungen verglichen werden.

    Der Unimog U 530 ist das Top-Modell aus der Unimog-Geräteträger Baureihe. Mit 299 PS Motorleistung in Euro-6-Technologie kann das Allroundtalent ein Gesamtgewicht von bis zu 16,5 t auf die Waage bringen und bewegt problemlos ein Gesamtzuggewicht von 40 t. Der Test beweist, dass der Unimog insbesondere bei den Transportaufgaben eine außerordentlich wirtschaftliche Lösung darstellt.

    Weitere Informationen:

    www.dlg.org/traktoren.html

    www.dlg-test.de/powermixapp/

  • Jubiäumstreffen der Unimog- und MBtrac-Freunde Niederbayern im vollen Gange

    IMG_0120Ihr zwanzigjähriges Vereinsjubiläum feiern die Unimog- und MBtrac-Freunde Niederbayern bis 29. Mai 2016 in Laberweitingen. Es ist gleichzeitig das Jahrestreffen des Unimog-Clubs Gaggenau.

    Hier einige Eindrücke. Weitere Bilder auf facebook  Alles rund um den Unimog

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    Fotos: Michael Wessel

  • Unbedingt gleich abonnieren: Das Unimog Magazin kostenlos erhalten!

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    Das Unimog Magazin ist seit Jahrzehnten das offizielle Journal zum Sonderfahrzeug Unimog von Mercedes-Benz Special Trucks. Nach mehrjähriger Pause steht das Unimog Magazin von 2016 an in Deutschland wieder in gedruckter Form zur Verfügung. Interessierte können sich in den Verteiler aufnehmen lassen und das Journal zweimal jährlich kostenlos per Post erhalten.

    Unimog. Das Magazin für den multifunktionalen Einsatz.

    Das Magazin informiert über aktuelle Neuigkeiten, attraktive Angebote und unterschiedlichste Einsatzberichte vor Ort. Schließlich bietet der Unimog als „Universelles-Motor-Gerät“ mit tausenden von möglichen Aufbauten und Anbaumaschinen gezielte Unterstützung bei professionellen Arbeitseinsätzen auf Straße, Schiene und im Gelände.

    Was passiert in der Welt des Unimog, welche Einsatzgebiete gibt es, welche Vorteile bieten technische Weiterentwicklungen? Insbesondere Reportagen über den Unimog aus Anwendersicht sind von Anfang an ein wichtiger Bestandteil der Redaktion. Vorstellung neuer Geräte und technische Details zählen zusätzlich zu den regelmäßigen Inhalten. Auch Veranstaltungen und Messen, Neues aus dem Gaggenauer Unimog-Museum oder von anderen Partnern der Unimog Welt stehen auf der Agenda des Magazins.

    Die erste Ausgabe des Unimog Magazins erschien im Jahr 1953. Ihren Namen hat die Publikation seither oft geändert: vom „Unimog Ratgeber“ über das „Unimog Journal“ bis zum „Unimog Magazin“. Doch noch heute ist das Magazin das, was es immer sein sollte: ein wertvoller Ratgeber, der wichtige Informationen professionell und zugleich unterhaltsam vermittelt.

    Jetzt Unimog Magazin abonnieren

    Quelle: Unimog eNewsletter

  • Messen und Events zeigen Unimog im Einsatz für Kommunen, Forstwirtschaft und mehr

    In den kommenden Wochen ist der Unimog bei zahlreichen Veranstaltungen in Deutschland live zu sehen. Hier ein Ausblick auf die Termine und Ereignisse.

    Abenteuer Allrad.

    Vom 26. bis 29. Mai 2016 gibt es in Bad Kissingen wieder zahlreiche spannende Fahrzeuge zu erleben. Darunter auch Unimog und Zetros von Mercedes-Benz Special Trucks. Für Extremeinsätze im Gelände – ob als Allterrain-Wohnmobil, Expeditionsfahrzeug oder Freizeit- und Weltreisemobil, wie am Stand Nr. M 10 von Hellgeth & Mercedes-Benz zu sehen ist.

    www.abenteuer-allrad.de

     

    IFAT.

    Vom 30. Mai bis 03. Juni 2016 ist der Unimog wieder auf der Weltleitmesse für Entsorgungswirtschaft und Kommunaltechnik in München. Ausgestellt sind auf dem Mercedes-Benz Stand Nr. 341 in Halle C4 und bei vielen Aufbauherstellern unter anderem verschiedene Unimog für die Straßenunterhaltung und für den Winterdienst.

    www.ifat.de

    KWF-Tagung.

    Die größte Forst-Messe Mitteleuropas findet vom 09. bis 12. Juni 2016 im bayerischen Roding statt. Mercedes-Benz Special Trucks zeigt am Stand B6-205 und bei Aufbauherstellern zahlreiche Unimog mit Gerät für Forstwirtschaft, Agrar- und Kommunal-Einsatz.

    www.kwf-tagung.org

    ADAC Truck-Grand-Prix.

    Vom 01. bis 03. Juli 2016 ist der internationale ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring mit spektakulären Rennen und Live-Acts ein Muss für jeden Truck-Fan. Mercedes-Benz bietet am Stand Fahrpräsentationen, Showtruck, Drivers INN, Kinderbereich und mehr. Ebenfalls mit dabei: ein Unimog Geräteträger!

    www.truck-grand-prix.de

    Quelle: Unimog eNewsletter

  • Unimog Challenge 2016.

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    Ein ganz besonderes Event bietet die Unimog Challenge 2016. Unter dem Motto „Alleskönner gesucht!“ treten an drei Standorten in Deutschland jeweils 30 Kandidaten in den Wettstreit mit dem Unimog. In einem Parcours meistern sie mit dem Unimog spezielle Aufgaben, die es in sich haben. Sehen Sie den Teilnehmern mit dem Unimog bei knallharten Herausforderungen zu, wie zum Beispiel dem Unimog Billard!

    In Herborn und Ulm sind noch wenige Restplätze für Starter frei, melden Sie sich jetzt an!Wenden Sie sich dazu an Ihre jeweilige Unimog-Generalvertretung, dort erhalten Sie Ihren  persönlichen Teilnahme-Code. Danach einfach unter www.unimog-alleskoenner.de aktivieren und alles Wissenswerte zu Preisen und den Teilnahmebedingungen erfahren.

    Tour-Daten:

    Samstag, 4. Juni 2016 bei der Unimog Generalvertretung Ahlborn in Hildesheim,www.ahlborn-unimog.de

    Samstag, 11. Juni 2016 bei der Unimog Generalvertretung Minufa in Herborn,www.minufa.de

    Samstag, 18. Juni 2016 bei der Unimog Generalvertretung Wilhelm Mayer, auf dem Messegelände Ulm, www.wilhelm-mayer.com

    Beginn ist jeweils um 10 Uhr und der Eintritt ist frei.

    Familie und Freunde sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

    www.unimog-challenge.de

    Quelle: Unimog eNewsletter

  • Paulchen bleibt Pink!

    Bernadette mit ihrem Paulchen in Aufenau - Foto Michael Wessel

    Bernadette mit ihrem Paulchen in Aufenau – Foto Michael Wessel

    Es ist schon ein Wechselbad der Gefühle, das Bernadette Grob dank ihres pinkfarbenen Unimog – die weitere Bezeichnung lasse ich hier mal weg – durchlebt. Jetzt hat Berandette niedergeschrieben, wie sich alles entwickelt hat und wie es ihr dabei ergangen ist. Zugegeben, ich fand die Farbe „gewöhnungsbedürftig“, als ich Paulchen das erste mal beim großen Unimog-Treffen 2001 in Gaggenau sah. „Wie kann man nur!“ war mein erster Gedanke. Heute gehören Beradette mit ihrem Paulchen zur Szene, und ich freue mich jedesmal sehr, wenn ich beide sehe.  Michael Wessel

    Hier ihr „offener Brief“:

    Liebe Unimog-Freunde

    Ich habe nun lange überlegt, ob ich mich zu der ganzen Diskussion äussern soll oder nicht. Da das Thema ja nicht neu ist, sondern schon immer zu diskutieren gab, seit ich Paulchen besitze und ich eigentlich mal alles richtig stellen möchte, habe ich mich entschlossen, hier mal meine Geschichte zu erzählen.

    Anno 2005 besassen wir einen alten, seltenen Hürlimann Traktor. Ein Mann aus der Schweiz wollte diesen unbedingt in seiner Sammlung haben. Da wir den Traktor eigentlich nicht brauchten, entschlossen wir uns, diesen zu verkaufen. Der Käufer bot uns im Verkauf einen Unimog aus der Schweizer Armee an. Mein Mann sagte zu, weil er fand, warum auch nicht.

    BIS ZU DIESEM ZEITPUNKT WUSSTE ICH NICHT, WAS EIN UNIMOG WAR.

    Gut, der neue Besitzer kam und holte den Hürlimann und brachte uns gleichzeitig den Unimog mit der Fahrgestell Nummer 401 101 450 167 7.  Weiters stand im Ausweis UNIMOG 25 PS, erste Inverkehrsetzung 1.1.1952. (Dies kann nicht sein…das war ein Feiertag…da haben die vom Amt bestimmt nicht gearbeitet!!!! )

    Ich habe da natürlich ziemlich die Nase gerümpft, was um Himmelswillen sollte ich mit einem Militärfahrzeug. Es gibt genug Krieg auf dem Globus, sodass ich da nicht mit einem solchen Teil herumfahren muss. Die Überlegung war dann auch da, ihn gleich weiter zu verkaufen. Da er aber zum Transportieren und arbeiten doch ganz praktisch war, hat mein Mann ihn überholt und vorgeführt.

    Durch’s Googeln erfuhren wir, dass es einen Club gibt, der diverse Aktivitäten anbot. Und als nächstes war da Ampfing angesagt. Mein Mann fand, dass er da mit seinem MBtrac hinfahren könnte und hat mich bearbeitet, dass ich ihn mit dem Unimog begleiten könnte.

    Die Leute, die wir dort kennen lernen durften und das Treffen im Ganzen war so genial (das könnt Ihr bestimmt alle bestätigen!!), sodass wir das Militärfahrzeug nicht mehr verkaufen wollten und uns entschieden, es von Grund auf zu restaurieren.

    Schon vor der Grundierung der Blechteile kam dann in der Familie die Frage auf, welche Farbe er bekommen sollte. Einig waren wir nur, dass er nicht mehr militärgrün sein sollte. Ich hätte gerne blau metalisé gehabt, doch da stiess ich auf den Widerstand bei meinem Mann. Der wollte grün. Jedoch gibt es viele grüne Unimog (dies alles immer im Unwissen, was die Unimogler sind!!!!) Irgendwann kam unser Sohn mit einem Bild eines rosa Hummers an und wir fanden alle, dass dies perfekt wäre, da der Unimog in der Familie ja schon mir zugesprochen war. Der Lackierer, bei dem wir die ganz flachen Teile spritzen liessen, empfahl uns aber, keine solche gemischte Farbe zu nehmen, sondern uns für eine RAL-Farbe zu entscheiden. Da rosa immer noch in unseren Köpfen war, entschieden wir uns für die Farbe, die Paulchen jetzt trägt.

    Paulchens erste Ausfahrt war das grosse Treffen in Gaggenau. Nun entschuldige ich mich wirklich mal, denn scheinbar hat meine Auffahrt da bei vielen grosses Entsetzen ausgelöst. Das war damals in keinster Weise meine Absicht, sowas hätte ich nie erwartet. Ich konnte damals gar nicht verstehen, warum ich auf diese massive Ablehnung stiess.

    Mittlerweile weiss ich genau, um was es geht. Ich verstehe es sogar! Das wäre so ungefähr das gleiche, wie wenn ich den Testarossa pink spritzen würde. Ich würde das nie mehr machen, das verspreche ich Euch! ABER: ich habe auch die andere Seite kennen gelernt. Paulchen hat mittlerweile schon fast einen Fan-Club! Ich bekomme so viele eMails mit persönlichen Einladungen für Treffen, sodass ich von April bis Oktober eigentlich Ferien machen müsste!

    Dies war jetzt die Geschichte, wie die Mutter zum Kinde kam.

    Bis dahin ging es ja hauptsächlich um die Farbe, über die disputiert oder auch geschmunzelt wurde. Als sich dies gelegt hatte, begann das mühsame Diskutieren um den Typ, der Paulchen ist/war…

    Wir haben uns gleich zu Beginn mit Literatur eingedeckt, denn wir wollten die Unimog ja auch kennen lernen. Wenn wir etwas machen, dann voll und nicht nur oberflächlich. Mit dem Jahrgang 1952 aus den Papieren sahen wir aus den Büchern, dass es ein 2010er sein muss. Wir fanden es allerdings etwas komisch, dass die Fahrgestell Nummer mit 401 begann. Da es aber in den Papieren des eidgenössischen Fahrzeugregisters in Bern stand, haben wir uns keine grossen Gedanken darüber gemacht.

    Es fiel dann aber bei der Restaurierung auch auf, dass er auch gewisse Merkmale des 401er trägt, aber das meiste vom 2010er war.

    Claudio Lazzarini vom Unimog Club Schweiz hatte dann die geniale Idee, eine Liste aller „Diesel“ (www.dieseli.ch) zu erstellen und hat begonnen, weltweit alle zu erfassen. Paulchen war da natürlich auch dabei. Claudio hat mich dann einmal kontaktiert und gefragt, wo Paulchen sei. Ganz erstaunt antwortete ich, dass der brav in seiner Garagenbox bis zum nächsten Treffen ausruhe. Auf meine Gegenfrage warum er das wissen möchte, meinte er, ich soll mal nachschauen, ob dem auch so sei, ansonsten hätte Paulchen einen Zwilling!!! Dank Claudios Engagement, Wissen und seiner grossen Sammlung konnte ich Paulchens Zwilling (natürlich war Paulchen mir treu und stand brav in seiner Garage wie ich es erwartet hatte) in Deutschland finden. Sprich: es gibt zwei Dieseli mit identischer Fahrgestell Nummer.

    NUR: wer ist der echte???? Wem gehört nun die Nummer 401 101 450 167 7??? Solange beide in unterschiedlichen Ländern stehen, dürfte dies nie zu einem Problem werden.

    Ich habe den Zwilling mit Paulchen besucht. Bei diesem gibt es ein paar Merkmale, die daraus schliessen, dass der wiederum eher ein 411er als ein 401er ist.

    Nun wünsche ich mir, dass das Diskutieren einfach aufhört. Paulchen ist Paulchen. Ober er ein 2010er, 401er oder ein 411er ist (vielleicht möchte er ja mal, wenn er gross ist, ein U 4000 werden?), ob er einen Stern oder meinen Berna Schriftzug trägt. Die Farbe wird nie von mir geändert werden, egal was er ist. Paulchen ist Paulchen. Paulchen ist ein UNIMOG. Paulchen bleibt Paulchen. Paulchen bleibt ein Unimog. Ich liebe ihn, so wie er dasteht. Lasst mir doch einfach die Freude an ihm. Schaut ihm ins Herz und nicht ins Technische. Lasst ihn weiter, den Leuten auf der Strasse ein Grinsen, ein Lächeln entlocken oder sie den Stinkefinger zeigen.

    Und vergisst nicht: wenn Ihr fachkundigen Männer, darüber nicht einig seid, was Paulchen ist, wie kann ich das als Frau, die davon nichts versteht, wissen???

    Übrigens: mein Besuch am Geburtstagstreffen der 411 in Gaggenau war als Gratulation aufzufassen. Ich wollte ihn nicht aufdrängen.

    Liebe Grüsse, ich freue mich auf Euch, wenn Ihr ihn am nächsten Treffen in Niederbayern einfach als PINK PAULCHEN begrüsst! Und wenn jemand findet, dass es besser sei, wenn er nicht mehr aufkreuzt, darf man mir das auch gerne sagen (verstehe es auch!!!). Allerdings müsste der mir dann schon ein sehr gutes Kaufsangebot machen… J

    Herzlichst
    Bernadette

    Passend zur Sonderausstellung „Unimog-Exoten“ parkte Paulchen zwischen dem Aktionstag „60 Jahre Unimog 411“ und dem Jubiläumstreffen in Laberweiting (vom 27. bis 29. Mai) im Unimog-Museum.

    facebook Paulchen

  • 60 Jahre Unimog 411 – Landwirtschaft

    Unimog U30, Baureihe 411 mit Bodenfräse

    Unimog U30, Baureihe 411 mit Bodenfräse

    Unimog Baureihe 411 mit Gitterrädern und Säkombinmation bei der Bodenbearbeitung

    Unimog Baureihe 411 mit Gitterrädern und Säkombinmation bei der Bodenbearbeitung

    Die Foto-Serie zum 60. Geburtstag des Unimog 411 setzen wir mit Bildern vom Unimog in der Landwirtschaft fort. Auf dem ersten Bild ist die alte Unimog-Schulung zu sehen,  neben der vor zehn Jahren das Unimog-Museum errichtet wurde. Auch das zweite Bild entstand – wie viele weitere – auf dem dortigen Vorführgelände.

     

    Unimog Baureihe 411 mit Ladewagen

    Unimog Baureihe 411 mit Ladewagen

     

     

     

    Unimog Baureihe 411 mit Mähbalken und Fahr Heuwender

    Unimog Baureihe 411 mit Mähbalken und Fahr Heuwender

    Unimog Baureihe 411 mit Mähbalken und Amazone Einhängestreugerät bei der Ausbringung von Kalksalpeter

    Unimog Baureihe 411 mit Mähbalken und Amazone Einhängestreugerät bei der Ausbringung von Kalksalpeter

    Unimog Baureihe 411 mit Mähbalken und Amazone Einhängestreugerät bei der Ausbringung von Kalksalpeter

    Unimog Baureihe 411 mit Mähbalken und Amazone Einhängestreugerät bei der Ausbringung von Kalksalpeter

    Unimog Baureihe 411 mit Kreiselmähwerk

    Unimog Baureihe 411 mit Kreiselmähwerk

    Unimog Baureihe 411 mit Mähbalken, Speiser Seitenwagenhäcksler und Ladewagen bei der Maisernte

    Unimog Baureihe 411 mit Mähbalken, Speiser Seitenwagenhäcksler und Ladewagen bei der Maisernte

    Unimog Baureihe 411 mit Mähbalken bei Setzarbeiten

    Unimog Baureihe 411 mit Mähbalken bei Setzarbeiten

    Unimog Baureihe 411 mit Mähbalken, Aufsetztank und Spritzeinrichtung

    Unimog Baureihe 411 mit Mähbalken, Aufsetztank und Spritzeinrichtung

    Unimog U30, Baureihe 411 mit Bodenfräse und Pflug bei der Bodenbearbeitung

    Unimog U30, Baureihe 411 mit Bodenfräse und Pflug bei der Bodenbearbeitung

    Unimog Baureihe 411 mit Speiser Rapid Seitenwagenhäckslerbei der Getreideernte

    Unimog Baureihe 411 mit Speiser Rapid Seitenwagenhäcksler bei der Getreideernte

    Unimog U30, Baureihe 411 mit Fronthackgerät

    Unimog U30, Baureihe 411 mit Fronthackgerät

    Unimog Baureihe 411 mit Schwadmäher

    Unimog Baureihe 411 mit Schwadmäher

    Unimog U30, Baureihe 411 mit Stalldungstreuer

    Unimog U30, Baureihe 411 mit Stalldungstreuer (Murghof neben dem Unimog-Museum)

    Bildunterschriften und Copyright Daimler AG

  • UCOM wünscht frohe Pfingsten

    UCOM Anzeige SL

     

    Mit dieser wunderschönen historischen Anzeige wünschen wir allen Usern der Unimog-Community ein frohes Pfingstfest.  Sie zeigt, dass es zudem preiswert ist, mit dem Unimog ein Mercedes-Cabrio zu fahren. Schließlich kann man mit dem Unimog nicht nur zur Arbeit, sondern auch zum Vergnügen fahren.