Unimog-Prospekt des Monats Juli 2018

Der vierte Prospekt der Abteilung Unimog der Daimler-Benz AG mit Druckdatum Dezember 1951 ist primär dem Einsatz in der Forstwirtschaft gewidmet. Dies wird bereits auf dem gezeichneten Titelblatt mit dem lustigen Eichhörnchen deutlich.

Im einleitenden Text auf der zweiten Seite des vierseitigen Prospekts heißt es: „Seit seinem Erscheinen in deutschen Wäldern findet der UNIMOG bei Forst- und Holzfachleuten besondere Beachtung. Seine Leistungen schufen einen völlig neuen Wertmaßstab in der Land- und Forstwirtschaft. Seine Zugkraft überzeugt auch den kundigen Experten“. Und das bei den damals 25 PS!

Sechs Einsatzfotos zeigen den Unimog mit Standketten oder Seilwinde und beim Holzrücken und Kalkstreuen, bei der Schädlingsbekämpfung oder beim Fahren im Schlamm.

 

Schmunzeln muss man immer wieder über das Foto mit den acht Männern auf der Unimog-Pritsche.

Dieser Prospekt zeigt noch keinen Mercedes-Stern und ist somit vermutlich älter, als der von Wilfried Scheidemann als Nummer 4 eingestufte Prospekt mit Stern aber ohne Druckdatum. Beide erwähnen bereits die im Jahr 1951 erhaltene Silberne Preismünze der DLG.

Sammlung Wessel

 

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Ein Kommentar

  1. amuell

    Hallo Mike,
    zuerste ein herzliches Dankeschön für die echt klasse Bilder, Dokus, Prospekte vom Mog. Schön, dass Du Dir die Arbeit machst uns mit diesem einmaligen Material aus vergangen Zeiten zu versorgen.
    Dazu ein paar Anmerkungen: Mir läuft jedesmal „die Gänsehaut“ auf, wenn ich Bilder sehe, auf den Personen ungeschützt Spritzmittel ausbringen. In der Holledau sind viele, viele Hopfenbauern an Leukämie verstorben, weil Spritzmittel in den Hopfengärten versprüht wurde, nach dem Motto „viel hilft viel“. Klar…man wusste es nicht besser und man war sich auch keiner Gefahr bewusst. Auch im Forst sind noch bis vor 30 Jahren viele Holzarbeiter an Leukämie verstorben, da die Motorsägen mit Gemisch gefahren wurden. Jetzt gibt es Motormix das deutlich wenig kanzerogene Stoffe frei setzt. Da hat sich viel, viel, getan, aber die „gute alte Zeit“ war´s damals def. nicht.
    Noch eine Anmerkung zum „Bassen“ auf dem Mog (Hauptschwein). Da waren sicherlich 4 – 6 Personen nötig um diesen Keiler auf die Brücke zu stemmen. Ich gehe seit 45 Jahren zur Jagd und habe das auch schon zig mal hinter mir, allerdings nur mit deutlich kleineren Sauen. Das Einzige was geht ist eine Heckwanne die man ebenerdig über die Heckhydraulik ablassen kann. Meist gehen die Sauen nach einem Schuss noch einige Meter und die Bergung, bzw Nachsuche ist immer so eine Sache, zumal man nie weiß ob der Keiler nicht doch noch am Leben ist. Dann wird es sehr gefährlich. Dieses Schwein dann zu bergen und auf den Mog zu bringen ist eine sehr schweißtreibene Arbeit. Aber die Stimmung die von den Bildern ausgeht ist echt schön. Danke nochmal für diese Prospekte!
    Viele Grüße aus Nordbayern
    Axel

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