Herzlich willkommen in der Unimog-Community

  • UX 100 im Winterdienst – wer sammelt Aufkleber?

    UX 100 Schnee Aufkleber

     

    In lang anhaltenden Wintermonaten mit viel Schnee sagten wir in Gaggenau immer: „Das ist Unimog-Wetter!“, denn dann konnte der Unimog zeigen, dass er der Konkurrenz weit überlegen war.

    Jetzt fiel mir ein Aufkleber und ein Schlüsselanhänger mit dem UX 100 im Winterdienst in die Hände, und ich fragte mich: „Gibt es auch Sammler für Unimog-Aufkleber außer mir?“ – Zugegeben: Ich sammle alles rund um den Unimog!

    wessel-gaggenau@t-online.de

    Michael Wessel

    UX 100 Anhaenger Winter

  • Unimog-Museum: Familiensonntag am 22. Januar 2017

    Fuehrung

    Familientag im Unimog-Museum mit neuem Ausstellungsfahrzeug, spannendem Vortrag und Kinderprogramm – nicht das einzige Highlight im Museumswinter

    Im Unimog-Museum dreht sich in diesem Winter vieles um die Automobilherstellung im Murgtal, die eine 122 Jahre alte Geschichte aufzuweisen hat. In der Ausstellung „Vom Orientexpress bis zum Unimog“ sind einige teils über 100 Jahre alte Fahrzeuge zu bestaunen und zum Teil auch zu erleben, denn der 100 Jahre alte LKW aus Gaggenauer Produktion wird an besonderen Aktionstagen zur Freude der Besucher auch schon mal „angeworfen“.

    Ein solcher besonderer Tag ist am 22. Januar 2017 der schon traditionelle „Familientag“. Da gibt es nicht nur einen knatternden LKW, sondern auch Basteltische zum Thema „Automobilbau“ für Kinder. Am Nachmittag kommen Kasper und Seppl vorbei und erleben spannende Abenteuer mit ihren Erzfeinden Hexe Tunichgut und Räuber Hotzenplotz und mit einem verzauberten Prinzen.

    Für die großen Besucher berichtet Martin Walter in Wort und Bild über die Geschichte der legendären Rennwagenschmiede Veritas, offiziell „Veritas Badische Automobilwerke GmbH Rastatt Werk Muggensturm“.

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    Am Familiensonntag hat man übrigens beim Besuch der Winterausstellung die letzte Möglichkeit sich für eine exklusive Führung durch das Mercedes-Benz Werk Gaggenau zu bewerben. Sie wird am Freitag, dem 3. Februar vormittags stattfinden.

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    Ausblick

    Der Familientag ist Teil eines attraktiven Winterprogramms im Unimog-Museum. Dazu gehört neben den sonntäglichen Sonderführungen jeweils um 11 Uhr und um 14 Uhr auch das traditionelle Tischeisenbahnwochenende am 11. und 12. Februar: Die Fahrgemeinschaft Tischeisenbahn, eine Gruppe engagierter Sammler, veranstaltet zusammen mit dem Unimog-Museum wieder ihre Ausstellung von historischen Modellbahnen. Mit über 30 Ausstellern und bis zu 1500 Besuchern ist diese Veranstaltung eine der größten und zugleich auch informativsten Ausstellungen ihrer Art.

    Details zu allen Veranstaltungen finden Sie auf der Museums-Homepage unter: www.unimog-museum.de/Veranstaltungen

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  • Hans Liska und der Unimog

    Zeichnung eines Unimog U25, Baureihe 2010 bei der Feldarbeit

    Als langjähriger Fan des Zeichners Hans Liska glaubte ich, alle seine Unimog-Zeichnungen zu kennen. Jetzt begegnete mir im Archiv von Daimler doch noch ein mir bis dahin unbekanntes Bild mit einem Unimog mit 25 PS bei der Feldarbeit. Es könnte in einem Kalender mit anderen Fahrzeugmotiven veröffentlicht worden sein. So wie das Motiv „Weinlese“. Wer kann etwas darüber sagen?

    Besonderer Humor: Weil auch das Lenkrad fehlt, ist der Unimog "steuerfrei".

    Besonderer Humor: Weil auch das Lenkrad fehlt, ist der Unimog „steuerfrei“.

    2016 haben wir monatlich die Zeichnungen vorgesellt, die der begnadete Zeichner für den Unimog-Kalender von 1957 anfertigte. Auch in seinen Skizzenbüchern, die er Anfang der 1950er Jahre für Mercedes-Benz gestaltete, sind immer mal wieder Unimog-Szenen zu finden.

    Kalenderblatt Weinlese aus einem Mercedes-Kalender mit verschiedenen Fahrzeugmotiven

    Kalenderblatt „Weinlese“ aus einem Mercedes-Kalender mit verschiedenen Fahrzeugmotiven

    Wir wurden immer mal wieder gefragt, wer denn Hans Liska war. In meinem Band 3 der „Geschichten rund um den Unimog“ habe ich eine von ihm selbst geschriebene Biographie veröffentlicht, die ich hier gerne wiedergebe. Das Buch ist im Unimog-Museum erhältlich oder

    über www.buchundbild.de zu beziehen.

    Michael Wessel

    Selbsbildnis in einem seiner Skizzenbücher

    Selbsbildnis in einem seiner Skizzenbücher

    Hans Liska, 1907 – 1983

    Der zeichnende Reporter

    Dem Zeichner Hans Liska verdanken wir in der Unimog-Szene reizvolle Darstellungen des Unimog in seinen vielfältigen Einsatzgebieten. Einige davon wurden in seinen „Skizzenbüchern“, die er in den 50er Jahren für Mercedes-Benz zeichnete, veröffentlicht. Mancher wird sich daher die Frage gestellt haben, wer war dieser Zeichner?

     1907 in Wien geboren, wäre er 2007 einhundert Jahre alt geworden. Dies gab Anlass für eine Liska-Ausstellung im Unimog-Museum.

    Die Töchter von Hans Liska bei der Ausstellung im Unimog-Museum 2007

    Die Töchter von Hans Liska bei der Ausstellung im Unimog-Museum 2007

    Noch zu Lebzeiten hat Hans Liska 1985 in dem Buch „malerisches Kulmbach“, im Verlag E. C. Baumann KG in Kulmbach erschienen, seine Biographie geschrieben:

    „Geboren wurde ich in Wien und bin glücklich, mütterlicherseits eine Portion Humor geerbt zu haben. Mein braver Vater wurde 1914 am Tage meiner Einschulung zum Kriegsdienst eingezogen. Meine Mutter – selbst unmusikalisch – zwang mich, Violine und Klavier zu lernen; ich erwähne dies besonders, weil ich später ohne diese musikalischen Kenntnisse nie hätte studieren können. Ein Lehrer, der mir aus einer amerikanischen Hilfsspende Zeichenmaterial schenkte, weckte mein Talent, und ich wollte unbedingt Zeichner werden. Vorerst musste ich aber zwei Jahre eine Handelsschule besuchen. Schon in dieser Zeit spielte ich in einem heute bekannten Wiener Fußballklub alle Sonntage Klavier, mit einem Teller für Honorarspenden auf dem Piano. Bei den Schwerathleten „untermalte“ ich musikalisch das Heben der Gewichte mit den Lieblingsmelodien der Sportler.

    Meine erste Stelle als Kontorist hatte ich in einem Glashäuschen mitten zwischen schweren Schmiedehämmern, wo ich die Löhne ausrechnete. Später wechselte ich in ein fensterloses Büro einer wesentlich leiseren Großkonditorei, um Lieferscheine und Rechnungen auszustellen. Abends war ich zweimal die Woche in einer Tanzschule als „Orchester“ eingesetzt.

    In einem Saal des Hotels „Post“ im ersten Bezirk, wo die Schüler nach meinem Klavier übten, fand eine große Veranstaltung statt, bei der auch zwei beliebte Wiener Volkssänger auftreten sollten. Da der Pianist noch vom Vortag k. o. war, fragte der Veranstalter mich, ob ich aushelfen könnte. Nach einer kurzen Probe hinter dem Vorhang saß ich mit Lampenfieber vor dem Publikum. Die Sänger waren natürlich auch nervös. Der eine übersprang eine Textpassage, doch da ich mehr auf die Künstler als auf die Noten schaute, schaltete ich sofort, improvisierte ein paar Takte Zwischenmusik und führte das Duett wieder ins Gleis. Wie ich später erfuhr, hat das Publikum nichts gemerkt. Natürlich waren die beiden Sänger sehr froh und machten mir das Angebot, sie ständig zu begleiten. Da das Duo Svoboda und Ullrich sehr beschäftigt war und jeder vom Honorar ein Drittel bekam, verdiente ich nun mehr als im Büro.

    Mein Chef, der meine Neigung zur Zeichnerei unterstützte, kündigte mir auf meine Bitte. Als „Arbeitsloser“ konnte ich nun endlich meine Eltern überreden, mich an eine Kunstschule zu lassen. Damals sah ich in der Presse die ersten Zeichnungen des genialen Zeichners Theo Matejko, und es war vom ersten Tag an mein Wunsch, ihm nachzueifern. Auch Egon Erwin Kisch, dessen „Rasenden Reporter“ ich unzählige Male verschlang, hatte ich mir als Vorbild gewählt.

    Nach dem Besuch der graphischen Lehr- und Versuchsanstalt ging ich in die Wiener Kunstgewerbeschule, die unter der Leitung des großen Alfred Roller stand. Ich war Schüler Berthold Löfflers, eines Freundes von Oskar Kokoschka.

    Über die Schule, in der man mir für später eine Assistentenstelle in Aussicht gestellt hatte, wurde ich in die Schweiz als Gebrauchsgraphiker vermittelt. Bei meiner Ankunft in St. Gallen war die betreffende Firma allerdings längst pleite; man verschaffte mir jedoch umgehend eine Stelle in Zürich. Nach einem Jahr bekam ich das Angebot, das Atelier in einer großen Werbeagentur zu leiten.

    In Zürich nahm ich einige Sprachstunden bei einem gewissen James Joyce. In der ersten Stunde fand jeder Schüler auf seinem Platz die Visitenkarte des Lehrers, auf der etwa ein Dutzend seiner Ehrendoktor-Titel der berühmtesten Universitäten der Welt standen. Ich hielt dies im Hinblick auf das schäbige Aussehen des Mannes für einen billigen Reklameschwindel. Erst später musste ich beschämt erfahren, dass ich, wenn auch nur kurz, Schüler des berühmten Dichters von „Ulysses“ gewesen war.

    Als ich genügend Geld gespart hatte, ging ich zur Fortsetzung meines Studiums nach München. An einem windigen regnerischen Tag stand ich verlassen am Bahnhofsplatz, ohne zu wissen, an welche Schule ich nun eigentlich wollte. Auch hatte ich noch keine Unterkunft. Da trieb mir der Wind eine nasse Buchseite vor die Füße, welche wohl – es waren Erdbeerflecken darauf – als Einwickelpapier gedient hatte. Ich las die Verse von Wilhelm Busch:

    „Wenn wer sich wo als Lump erwiesen,

    so bringt man in der Regel diesen

    zum Zwecke moralischer Erhebung

    in eine andere Umgebung.

    Der Zweck ist gut, der Ort ist neu,

    der alte Lump ist auch dabei.“

    Dass mir daraufhin die Sonne geschienen hat, können Sie sich lebhaft vorstellen. Ich meldete mich an der Kunstgewerbeschule an und wurde nach einer Aufnahmeprüfung in die Klassen von Professor Emil Prätorius und Walther Teutsch aufgenommen.

    Nach zwei Jahren schickte ich an den Verlag Ullstein eine Zeichnung. Es war einer der schönsten Tage meines Lebens, als man mir mitteilte, dass die Zeichnung für die „Berliner Illustrierte“ angenommen war. Sei erschien als Rückseite der Silvesternummer 1932/33. Der Verlag bot mir an, nach Berlin zu kommen, wo ich am 1. Mai mit dem Zug auf dem Anhalter Bahnhof eintraf. Der Verlagsdirektor Szafranski verpflichtete mich mit der Auflage, dass ich auf Kosten des Verlages einige Jahre an der Kunsthochschule weiterlernen sollte, um dann bei der Illustrierten eingestellt zu werden. Der damalige Chefredakteur, Herr Korf, emigrierte übrigens einige Monate später nach den USA und gründete die Zeitschrift „Life“. Ich meldete mich also an der Kunsthochschule am Steinplatz an. Professor Ferdinand Spiegel, dem ich mit meinen 25 Jahren schon zu alt war, wollte mich erst nicht aufnehmen. Aber dann ließ er sich doch durch meine Arbeiten überzeugen. Er war ein großartiger Lehrer, Freund und Vater für uns, seine Schüler. Für mich war also ein Jugendziel in Erfüllung gegangen: Ich durfte neben Matejko in der damals größten Illustrierten der Welt Zeichnungen veröffentlichen.

    Die Aufgabe eines zeichnenden Reporters besteht darin, so zu berichten, dass beim Betrachter der Eindruck entsteht, dabei gewesen zu sein. Ich wurde zu verschiedenen Autorennen – auch in die USA – geschickt, ebenfalls zum Königsbegräbnis nach London und Windsor, um nur einige Anlässe zu nennen.

    Auch neue Erfindungen und Utopien real im Bild darzustellen, gehörte zu meinen Aufgaben. Sehr oft musste ich nach Plänen für Bauprojekte den späteren Fertigzustand zeichnen. Diese Gabe brachte mich später ein paar mal im Krieg mit der Abwehr in Schwierigkeiten. Da ich manchmal beispielsweise Panzer oder Flugzeuge, welche noch nicht gezeigt werden durften, verändert wiedergeben musste, stellte sich zuweilen nachträglich heraus, dass ich künftige Entwicklungen vorweggenommen hatte. Nach Ausbruch des Krieges wurde ich zu einer Propaganda-Kompanie eingezogen und einer Sonderstaffel zugeteilt. Ich war fast an allen Fronten und bei fast allen Waffengattungen eingesetzt. Am liebsten zeichnete ich aber Flugzeuge. Noch heute bin ich stolz darauf, dass viele dieser Zeichnungen schon damals in neutralen Ländern veröffentlicht wurden.

    Mein gegen Ende 1944 herausgekommenes Kriegs-Skizzenbuch war schnell vergriffen. Noch heute werde ich oft wegen dieser Arbeit angeschrieben, vor allem aus dem Ausland. Ich bin daher sehr glücklich, dass dieser vorliegende Nachdruck möglich wurde. Das Ende des Krieges erlebte ich in einem kleinen fränkischen Dorf. Eines Morgens wollte ich zu unserer Kompanie im Nachbardorf, als mich amerikanische Panzer, voll gepfropft mit deutschen Gefangenen, überholten. Ich schulte sofort auf Landarbeiter um und wohne bis heute fern der Städte.

    In dem Dorfe entfaltete sich damals eine rege Tätigkeit. Von den Zurückgebliebenen wurde ein Zeitschriftenprojekt entwickelt, eine der heute großen Illustrierten, bei der ich dann einige Jahre später weiterarbeitete. In den folgenden Jahren – und bis heute – habe ich auch rein gebrauchsgrafische Arbeiten gemacht, dabei allerdings immer Wert darauf gelegt, mich nur für erstklassige Produkte einzusetzen. Diese Einschränkung hat den Vorzug, dass im Laufe der Zeit aus der beruflichen Zusammenarbeit freundschaftliche Bindungen entstanden sind.

    Ich arbeite sehr gerne. Mein durchschnittliches Pensum sind 8 – 12 Stunden. Natürlich habe ich Fehlschläge einzustecken. Die Unzulänglichkeit zwischen Wollen und Können geht zwar an die Nieren, aber das Gefühl trotz des vorgerückten Alters noch Lebender sein zu können, macht mich sehr froh. Wenn es mir gelungen ist, zeichnerische Berichterstattung mit etwas Qualität zu machen, bin ich zufrieden.

    Oft werde ich nach meiner Meinung über moderne Kunst gefragt. Nun, ich stehe ihr, wo es sich um echte Qualität handelt, sehr positiv gegenüber.

    Das einzige Bild, das in meiner Werkstatt hängt, ist eine große abstrakte Malerei, welche ich mir von einem Kollegen gekauft habe und die mir jeden Tag Freude macht. Von den Malern unserer Zeit verehre ich vor allem Oskar Kokoschka, die geniale, vielseitige Kunst Picassos und Max Ernst. Natürlich habe ich auch für mich zum Spaß versucht, gegenstandslose Motive zu gestalten. Sie sind manchmal sogar gut gelungen, wären aber von meiner Hand gelogen. In einem Fernsehinterview sagte einmal ein konstruierender Künstler: „Realität ist unerträglich.“

    Er hat wahrscheinlich Recht.“

     

    Der kleine Unimog und sein großer Bruder

    Der kleine Unimog und sein großer Bruder

     

  • Unimog 411 mit Schmidt-Vorbaufräse: Der Schnee kann kommen!

    Andreas Burren hat nicht nur einen Unimog 411 mit einer Schmidt-Vorbaufräse instand gestellt sondern darüber auch ein eindrucksvolles Video produziert. Er schreibt dazu auf Youtube: „Vor über 40 Jahren wurde diese Vorbaufräse VF 1H mit MB 6-Zylinder-Zusatz-Motor auf einen Unimog 411 aufgebaut und als eines der letzten solchen Exemplare ausgeliefert. Sie wird noch heute in betriebsbereitem Zustand gehalten und kommt ab und zu zum Einsatz. Die Fräsleistung ist imposant.“

    Das Gerät wird übrigens alle drei bis vier Montate von Andreas zur Probe laufen gelassen, um Standschäden zu vermeiden, denn der nächste Einsatz kommt bestimmt.