Herzlich willkommen in der Unimog-Community

  • Großartige Ideen für den Umbau deines Unimog

    Heute findest du auf dem Markt so viele Unternehmen, die sich mit der Produktion der Renovierung und Restaurierung von gebrauchten Unimog, Trucks, Vans und Trailern beschäftigen, aber wenn du Ideen und vor allem die Fähigkeiten hast, kannst du diese Arbeit vielleicht sogar selbst erledigen. Unabhängig davon, ob dieser Umbau deine Haupteinnahmequelle wird, oder nur zum reinen Vergnügen dient –  der erfolgreiche Start deines Traums auf Rädern kann durchaus wahr werden und in diesem Artikel findest du ein paar Ideen dazu:

    Fahrbare Imbissbude, Casino auf Rädern oder Luxus Camping Unimog?

    Privates Casino auf Rädern – Einen eigenenMan Cave“ zu besitzen ist der Traum jedes Mannes. Familienleben und Platzbeschränkungen diktieren oft, dass dein besonderer Platz schließlich in den Schuppen oder möglicherweise eine Garage verbannt wird. Wenn du deinen Van oder den Campingwagen umbaust, kannst dein Hobby überall mitnehmen und sogar Glückspielabende mit Freunden würde nichts mehr im Weg stehen. Ob Roulette, Poker oder Würfelspiele – in einem privaten Online Casino ist alles möglich und du kannst deine Freunde damit sicher beeindrucken.

    Fahrbarer Imbiss oder Catering – Die Beliebtheit von mobilen Catering-Einrichtungen wächst täglich. Dies wird am besten durch die Tatsache veranschaulicht, dass viele bekannte Franchisemarken diese Idee schon lange hatten. Zunächst solltest du den idealen Standort für eine Catering-Einrichtung finden. Die Lage ist einer der wichtigsten Faktoren, die eine gute oder schlechte Veranlagung für den Erfolg deiner Geschäftsidee geben. Aber dein Service ist schließlich mobil und wenn der Ort die falsche Wahl war, kannst du dies immer noch ändern. Sei vor allem kreativ und nutze jeden Zentimeter von deinem Truck, Bus oder Van.

    Luxus-Camping Unimog –  Warst du jemals auf einer dieser „wirklich“ langen Autofahrten, bei denen du dir wünschen würdest, dass du stehenbleiben könntest, um ein richtiges Nickerchen abzuhalten? Oder wolltest du immer schon einmal eine Reise durch ferne Länder unternehmen, ohne ständig für die Unterkunft bezahlen zu müssen? Immer mehr Menschen lieben es im Urlaub zu campen und es ist mittlerweile Trend und Mode geworden. Gut – noch besser – Luxus; oftmals wird das Camping auch zur persönlichen Herausforderung, denn man möchte gerne zeigen was man hat. Ein DIY-Luxus Campingbus kann einer ganzen Familie, samt Hund, den Komfort auch unterwegs bieten und man muss auf nichts verzichten.

     

    DIY –  der Herzenswunsch wird zur Realität

    Weißt du, was an DIY-Projekten so großartig ist? Alles. Du kannst Projekte auswählen, die deinem Geschmack entsprechen und dann nach Herzenslust verwenden. Mit einem Lieferwagen, Van, Truck oder Bus bekommt man ein bisschen mehr Freiheit. Du kannst ästhetisch das tun, was du möchtest, also wenn du deinen Geschäftsnamen und deine Nummer auf das Fahrzeug kritzeln willst, nur zu – niemand kann dich aufhalten. Die Mobilität bietet Flexibilität in allen Bereichen – egal ob es Designer-Schuhe, ein Wassertaxi, ein Online Casino, ein Man Cave oder ein Snack-Truck wird – es gibt viele kreative Möglichkeiten um deinen Traum zu verwirklichen. Ob es um Effizienz, Dekoration, Spaß oder Selbstversorgung geht, auf dicht wartet ein tolles DIY-Projekt und dein persönlicher Traum.

  • Trauer um Manfred Florus

    Manfred Florus, dieser Name wird für Freunde des Unimog aus Gaggenau für immer mit dem Universalmotorgerät verbunden sein. Am Sonntag in der Frühe ist der Unimog-Veteran und ehemalige Leiter des Unimog-Exports verstorben. Am 4. Mai wäre er 94 Jahre alt geworden. Seine Wiege stand in Strümpfelbach, einem kleinen Dorf im Remstal.

    1949 hatte er am Werkstor von Boehringer in Göppingen ein Schild gelesen: „Arbeitskräfte für den Unimog gesucht!“ Der Rest ist Unimog-Geschichte – und damit Gaggenauer Geschichte. Nicht zuletzt, weil Sohn Christof Florus seit 2007 Oberbürgermeister in der Benzstadt Gaggenau ist. 1951 kam Manfred Florus von Göppingen nach Gaggenau. Er wurde 1959 Leiter der Verkaufsförderung und schließlich 1966 bis zu seiner Pensionierung 1989 Leiter des Unimog-Exports. Bis ins hohe Alter pflegte er viele Kontakte zu ehemaligen Geschäftspartnern in aller Welt.

    Besonders stolz ist er auf eine Goldmedaille, die er aus Anlass der Olympischen Spiele 1964 in Innsbruck erhielt, denn in dem schneearmen Jahr hatten unter seiner Regie viele Unimog mit ihren Schneetransporten die Winterspiele gerettet. Als Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied des Unimog-Club Gaggenau brachte er seine Erfahrungen auch bei der Konzeption des Unimog-Museums ein.

    Als früherer Leichtathlet und leidenschaftlicher Skifahrer spielte Manfred Florus noch bis ins neunte Lebensjahrzehnt hinein gerne Tennis. Der Verstorbene hinterlässt seine Frau Ursula, vier Kinder, sechs Enkel und neun Urenkel.

    Thomas Senger im Badischen Tagblatt vom 17. April 2018

    Foto: av/Michael Wessel

  • Baubeginn der U407 und U417 vor 30 Jahren

    Der Unimog 407, die leichte Baureihe des Unimog, mit den Scheinwerfern im Kühlergrill – Fotos: Daimler AG

    Carl-Heinz Vogler schrieb am 5. April im Badischen Tagblatt:

    Eine komplett überarbeitete „Familie“

    Vor 30 Jahren: Beginn zweier neue Unimog-Baureihen U407 und U417

    Gaggenau – Im März 1988 begann in Gaggenau der Serienanlauf des Unimog 407, und im April folgte der Unimog 417. Nach über 20 Jahren kam in die mittelschweren und leichten Baureihen mal wieder etwas Bewegung. Es waren bis dahin primär nur Modellpflegeaktionen und kleinere Detailverbesserungen, mit denen man die leicht ergraute, untere Unimog-Palette aufpolierte. Unimog-Buchautor Carl-Heinz Vogler zeigt zum kleinen 30-jährigen „Jubiläum“ hier die Besonderheiten dieser beiden Fahrzeuge auf.

    Die „Leichte Baureihe Unimog (LBU)“ mit dem neuen U407 ging als Nachfolgemodell für den U421 an den Start. Potenzielle Kunden waren sehr gespannt und die Erwartungen groß, denn in den Hochglanzprospekten, zur IFAT in München 1987, ist die Rede von einer komplett überarbeiteten Unimog-Familie. Des Weiteren wurde betont, dass Wünsche der Kunden sowie der Geräthersteller noch stärkere Berücksichtigung finden. Erstmals mussten auch die neuen Euro 0-Abgasvorschriften, mit dem ansonsten fast baugleichen Motor OM 616 des Vorgängermodells, berücksichtigt werden.

     

    Als Getriebe wurde das vom MBtrac bekannte und besser schaltbare UG 2/30, mit Schrägverzahnung und pneumatischer Zwischengangschaltung, eingebaut. Der U407 besteht aus sechs Baumustern (beim Vorgänger U421 sind es deren 27 Baumuster). Die Verkaufsbezeichnungen lauten U600, U650, U650L, die Radstände liegen bei 2250 beziehungsweise 2605 Millimeter. Optional war eine Zulassung als Lkw bei den längeren Radständen angedacht.

    Das gefederte, kastenförmige Ganzstahl-Fahrerhaus wurde in der Unimog-Fahrerhauskonstruktion unter engen Budgetvorgaben in kurzer Zeit erstellt und dem Stand der Technik beziehungsweise Ergonomie angepasst. Manche Bauteile konnte von den Baureihen 406/416 und 421 übernommen werden. Die Kabine erfüllte damit alle gesetzlichen Vorgaben wie auch die der OECD. Diese strengen Vorschriften ließen keinen Spielraum für Cabrio-Ausführungen. Es wurde um knapp 20 Zentimeter erhöht und die Windschutzscheibe um 25 Prozent vergrößert. Die Leistungsbandbreiten des 4-Zylinder-Viertakt-Vorkammerdiesels liegen zwischen 52 und 60 PS. Bei den Trommelbremsen- und Kupplungsbelägen kamen asbestfreie EG-konforme Werkstoffe zum Einsatz. Der Grundpreis lag zum Serienstart beim U600, Baumuster 407.100 bei etwa 56000 DM. Heute geht man davon aus, dass diese Baureihe, bis zur Einführung des U408, eher eine strategische Funktion hatte. Zum Ende der Produktionszeit lagen die Stückzahlen bei 789 Einheiten. Die Alternative zum U407, der stärkere U417, wurde mit etwas mehr Erfolg parallel produziert.

    Ein Unimog 417. Charakteristisch sind die Scheinwerfer im Stoßfänger

    Das Zeichenbrett hatte ausgedient

    Der Unterschied zwischen dem U 407 und U 417 ist etwa so, wie zwischen dem Pkw-Basisfahrzeug der A-Klasse und dem GLA mit Offroadpaket. Der U417 und zuvor schon der U407 sind die ersten Unimog, die in Gaggenau per CAD (Computer Aided Design) erstellt wurden. Das Zeichenbrett hatte somit sukzessive ausgedient und eine neue Zukunft begann.

    Mit der Baureihe 417 waren das Baugewerbe, die Kommunen, die Geräteherstelle, Transportgewerbe und etwas abgespeckt auch die Land- und Forstwirtschaft im Fokus. Das anvisierte „Unimog-Programm 1988“ musste wegen Stückzahlenrückgängen bei anderen Baureihen sofort greifen. Große Hoffnungen setzte man daher auf die Baureihe 417. Beim Radstand konnte der Kunde typbezogen zwischen 2380, 2900 und 3400 Millimeter wählen.

    Als Diesel-Antriebsaggregate wurden der OM 352 oder OM 314 eingebaut. Die letzten U417 fanden den Weg mit dem OM 366 zum Kunden. Die Leistungsbandbreiten gingen von 75 bis 110 PS. Die Technik des gekröpften, verwindung-fähigen Rahmens aus zwei U-Längsträgern und mit eingeschweißten Rohrquerträgern, übernahm man vom U406/U416. Wie damals bei den großen Unimog üblich, baute man die Scheinwerfer in die Stoßstange ein (Erkennungsmerkmal). Die druckluftunterstützte 2-Kreis-Festsattelscheibenbremse wurde entsprechend der EG-Ausführung auch mit der bewährten Achslastbremsregelung (ALB) ausgestattet, die für deutlich mehr Sicherheit in der Bremsphase beitrug. Beim Fahrerhaus hielten sich die Konstrukteure an die Vorgaben des U407.

    Den Stückzahlenprimus U900 mit 84 PS gab es mit verschiedenen zulässigen Gesamtgewichten von 6500 bis fast 7500 Kilogramm. Bis zum Produktionsende 1993 wurden vom U417 2275 Stück gebaut. Zur Erinnerung: Beim Vorgänger, der Baureihe 406, waren es 37069 Einheiten. Der Listenpreis bei einem U900, Baumuster 417.101, lag 1989 bei 80000 DM. 1993 begann der Serienanlauf der lange erwarteten Baureihen 408 und 418.

    Unimog mit Mercedes-Stern

    In der Gaggenauer Ära von 1951 bis 2002 wurden 35 Baureihen mit über 250 Baumustern gebaut. 1953, mit Einführung des Unimog 401, hat der Konzern zentralseitig die Mercedes-Benz-Baureihen mit Erkennungsbuchstaben belegt. Der Unimog bekam dabei das „U“, Pkw das „W“ und Omnibusse das „O“. Seit diesem Zeitpunkt durften die Unimog auch den Mercedes-Stern tragen. Unimog mit der höchsten Einzelstückzahl ist der Unimog-S mit knapp 65000 Stück. Betrachtet man die Unimog-Familien wie die des Unimog 406, dann kommt man auf über 90000 Stück. Dazu zählen die Baureihen 406, 416, 403, 413, 419, 426 und UR 416. In den erweiterten Kreis dieser Familie gehört auch der U 417.

  • Der Unimog-Club auf der Techno Classica und der Retro Classics

    Unimog U 1000, Baujahr 1978 mit Schaeff Aufbaubagger auf der Techno Classica (Bild: Philipp Deppe/Mercedes-Benz Passion Blog)

    Essen/Stuttgart Es ist wieder Messe-Zeit für alle Liebhaber historischer Automobile und Nutzfahrzeuge. Zeitgleich finden dieses Jahr die Besuchermessen Techno Classica in Essen sowie Retro Classics in Stuttgart statt.

    Nicht fehlen darf dabei natürlich der Unimog. Während sich der Unimog-Club Gaggenau e.V. (UCG) auf der Retro Classics in Essen mit einem Unimog U 1000 mitsamt Schaeff Aufbaubagger, vormals eingesetzt beim Kampfmittelräumdienst des Landes Nordrhein-Westfalen präsentiert – wartet das Messeteam des UCG in Stuttgart gleich mit einem Triumvirat an Universal-Motor-Geräten auf.

     

    So gibt es in der Landeshauptstadt neben einem Unimog U 401 einen Unimog U 406 mit Bundeswehr Erdarbeitsgerät sowie Frontlader zu bestaunen. Ein Unimog U 1300 mit Feuerwehraufbau der Firma Schlingmann rundet den Auftritt inmitten der automobilen Klassiker von Mercedes-Benz ab.

    Ein weiteres Highlight aus Unimog-Sicht gibt es vor dem Eingang Ost der Messe Stuttgart zu erleben. Das Unimog-Museum präsentiert dort die Leistungsfähigkeit des Unimog mit einer mobilen Überfahrrampe, die in regelmäßgien Abständen von einem Unimog U 1450 und einem neuen Unimog U 5023 erklommen wird.

    Noch bis Sonntag sind die Tore der Messen geöffnet.

  • Um vier Uhr nachts wird der Unimog gestartet

    Winterliche Temperaturen, Schneemassen und vereiste Straßen. Im Hochschwarzwald herrscht tiefer Winter. Dort, in der kleinen Gemeinde Häusern bei St. Blasien, zählen Markus Kessler und sein neuer Mercedes-Benz Unimog U 427 zu den Frühaufstehern: Um vier Uhr morgens startet der 36-jährige Kessler seinen mit Schneepflug, 2 m³-Streuautomat und Schneeketten ausgerüsteten Unimog. Es gilt, 25 km Landstraße zu räumen. Zur gleichen frühen Stunde schwingt sich auch sein Vater Helmut ans Steuer eines Unimog U 1400. Bis sechs Uhr muss der Schnee auch auf den innerörtlichen Straßen der Gemeinde Häusern geräumt sein, noch bevor der Berufsverkehr einsetzt und der Bäckerladen öffnet.

    Gefährliche Gefällstrecken

    Für Markus Kessler geht es ohne Pause weiter: Ist die erste Räumschleife beendet, führt ihn sein nächster Einsatz hinauf in die Bergwelt des Hochschwarzwalds. Dort macht er die Wanderwege zwischen Schwarza und Albstausee begehbar. Dabei kann der Unimog seine Stärken im Gelände voll ausspielen, da auch gefährliche Gefällstrecken zu räumen sind. Schneeketten sind hier ein Muss.

    An seinem Unimog U 427 schätzt Markus Kessler neben der Zuverlässigkeit die Ausrüstung mit Schneepflugentlastung, elektropneumatischer Schaltung und zwei Zapfwellen, an Front und Heck. Vor allem im Winterdienst ist die Frontzapfwelle von besonderem Vorteil: Sie ermöglicht den Betrieb einer Schneeschleuder, wenn der Schnee besonders hoch liegt.

    „Am neuen Unimog U 427 sind jedoch nicht nur diese Features genial, sondern auch der Fahrkomfort und die hohe Endgeschwindigkeit“, lobt Markus Kessler, der dies auf seinen Räumstrecken sehr zu schätzen weiß.

    Schon seit 1959 räumt das Team von Kessler Holztransporte im Winter die Straßen der Gemeinde Häusern – mittlerweile in der siebten Generation. Für schnee- und eisfreie Straßen und Wanderstrecken setzt das alteingesessene Schwarzwälder Familienunternehmen ausnahmslos Unimog ein. Ist der Winter vorbei, so rüstet das Familienunternehmen seine Unimog Fahrzeuge wieder zu Holz-Rückewagen mit Ladekran um. Mit ihnen transportieren die Kesslers dann Rundholz zu ihren Kunden, bis der Winter wieder Einzug hält.