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406 Bremspedal weich + Kupplung rutscht
Verfasst: 22.01.2012, 21:45
von fremder73
Hi,
ich bin der Michael 38j und komme aus Hessen, habe mich hier angemeldet weil ich meinem Bruder etwas helfen möchte.
Er hat seid ca 20 Jahren ein 406 Unimog aus Baujahr 70 (Gerät wird nur ab und an genutzt und steht auch schon mal 2 Jahre), dass Problem ist die weiche Bremse (Bremspedal).
Wir haben gemeinsam vorne die beiden Bremszylinder und die richtige straffe Feder geweselt (was ein Kampf), sowie die Metallleitung neu gebogen.
Soweit alles ohne Probleme, das Gerät bremst nun auch wieder gleich rechts wie links.
Das Problem ist: wir haben schon mindest 10 mal die Bremse vorne rechts und links entlüftet sowie es in der Beschreibung beschrieben ist. Das Pedal hat aber irgendwie kein Druckpunkt, es lässt sich beim ersten betätigen komplett drucken, pumpt man bissel ist es etwas besser aber wie gesagt wir haben schon oft entlüftet.
Ich würde meinem Bruder gerne helfen und hoffe auf das Forum

.
Nun die Kupplung...was mir dazu bekannt ist, dass die anfängt zu rutschen wenn er stark ziehen muss weil er z.B beladen ist.
Irgendwas habe ich im Kopf, dass mein Bruder sagt das man diese nachstellen kann dies aber auch schon komplett ausgereizt ist. Irgendwo hat er gehört das er die Kupplung mit Bremsenreiniger sauber machen soll weil dort irgendwie Öl drauf gekommen sein könnte!?
Vielleicht könnt Ihr ja auch hierzu etwas tippen.
Vielen Dank im voraus
Gruß
Michael
PS: suchen im Forum habe ich schon versucht...leider ohne Erfolg
Verfasst: 22.01.2012, 22:29
von Jürgen-Fahlbusch
Hallo Michael,
erst einmal herzlich willkommen hier im Forum.
Du schreibst:
wir haben schon mindest 10 mal die Bremse vorne rechts und links entlüfte
was ist den mit dem Rest? Es muss immer alles entlüftet werden.
Ich vermute hier die Ursache. Also hintere Bremsen, Anhängeransteuerung, Hauptbremszylinder ..
(kenne leider den 406 nicht genau)
Habt Ihr bei der Aktion gleich die gesamte Bremsflüssigkeit gewechselt?
Dies sollte auch regelmäßig passieren.
Warum habt Ihr die Metallleitungen neu gebogen?
Was ist mit den Bremsschläuchen, sind die auch neu?
Verfasst: 22.01.2012, 23:02
von fremder73
wo ist meine Antwort hin?
Verfasst: 22.01.2012, 23:11
von fremder73
Hallo Jürgen,
meine erste Antwort hat das Netz verschlugt

...nun nochmal.
Danke für Deine Antwort.
- wir haben nach dem tauschen der vorderen Zylinder nicht mehr hinten entlüftet.
- die Metallleitungen haben wir aus Liebe getauscht und natürlich die kurzen Gummischläuche auch.
- Hauptbremszylinder haben wir nicht entlüftet, wo ist denn die Schraube dafür? Hat jemand mal ein Bild...ansonsten schauen wir die Tage mal am Gerät direkt
- ich habe nun etwas weiter gelesen, wo bekommt man den Rep.Kits für Bremskraftverstärker und Hauptbremszylinder her?
Hat noch jemand Antworten für die Kupplung?
Über jede weiter Antwort freuen wir uns sehr, sicher habt Ihr selbst genug Erfahrung wenn der Unimog nicht richtig bremst oder so bremst das man fast den Sprung durch die Scheibe macht

.
Vielen Dank
Gruß
Michael
Verfasst: 22.01.2012, 23:24
von Helmut Schmitz
Hallo Michael
Fangen wir mal ganz von vorne an
Weiches Bremspedal kann sein Luft im System. oder Bremskarftverstärker defekt,
Wie habt ihr entlüftet, man beginnt mit der längsten Leitung.Beim Einkreissystem müssen alle Leitungen entlüftet werden.
Mit dem Pedal gepumpt, den Nippel beim Rückhub immer ordentlich geschlossen? Oder mit einem Druckgerät von oben nach unten oder von unten nach oben?
Ist eine Anhängerbremsanlage mit hydraulischem Anhängersteuerventil verbaut?
sind die Radbremszylinder überprüft worden und dicht?
Sind die Beläge auf den Bremsbachen noch fest oder evtl lose?
Was die Kupplung betrifft. Wenn dein Bruder bereits festgestellt hat, das die Stellmöglichkeit am Nehmerzylinder ausgereizt ist, wird die Kupplung verschlissen sein, dann muss sie erneuert werden.
Mit Bremsenreiniger spritzen ist bei einer verölten Kupplung sinnlos, die muss dann zerlegt werden.
Welche Kupplung ist verbaut, Einfach- oder Doppelkupplung.
Die Doppelkupplung hat meist eine Cerasinter-Reiblelag, der ist porös und kann ganz toll Öl aufnehmen.
Erkläre bitte genau, was gemacht wurde.
Verfasst: 23.01.2012, 15:36
von fremder73
Hallo zusammen,
habe gerade nochmal mit meinem Bruder gesprochen.
Er sagt folgendes:
- er meint der Unimog 406 BJ70 hat gar kein Bremskraftverstärker!?
- Bremsflüssigkeit wude gewechselt
- entlüftet von hinten rechts, hinten links, vr, vl
- entlüftet wurde mit drücken aufs Pedal, Schraub mit Schlauch im leicht gefüllten Behälter öffnen, raus laufen lassen etwas, Pedal gedrück halten, Schraube komplett zu, Pedal los lassen. war das falsch?
- Anhängerbremsanlage mit Ventil ist nicht verbaut
- Hauptbremszylinder ist dicht
- alle 4 Radzylinder sind neu
- Bremsschläusche sind neu
- Beläge sind sind fest
- Rückstellfeder der Backen ist neu
Nun die Kupplung:
- es ist eine doppelt Kupplung...Unimog hat Zapfwelle
- an der Kupplung ist bisher nix gemacht worden
- irgend jemand sagte Ihm mit Bremsreiniger und sehr heissem Wasser abspritzen.
Danke für Euere Hilfe...wir sind weiterhin gespannt
lg michael
Verfasst: 23.01.2012, 15:54
von lugge
Das kann dann aber auch aus falscher Einstellung resultieren. Also die Backen zuweit weg von der Trommel. Sollte SW22 sein, die Exzenter ensprechend einstellen, dass die Belänge gerade nicht anliegen an der Trommel. Dann nochmal versuchen.
Kupplung ist dann einfach hinüber, defekte Teile ersetzen und gut.
Verfasst: 23.01.2012, 16:08
von Michael_Weyrich
Hallo,
- er meint der Unimog 406 BJ70 hat gar kein Bremskraftverstärker!?
Auch wenn es beim Unimog viele Dinge nur als Sonderausstattung gab, der Bremskraftverstärker war Serienausstattung. Der 406er Bj. 1970 hat eine druckluftunterstützte (Einkreis-Druckluftanlage) hydraulische Bremsanlage (Serie: Einkreis-Hydraulik, Sonderausstattung: Zweikreis-Hydraulik mit vorne/hinten-Auftrennung). Ebenfalls gab es als Sonderausstattung eine Druckluft-Anhängerbremsanlage (einkreisig) als Einleiter-, Zweileiter oder kombiniertes System. Der Bremskraftverstärker ist der größere Klotz direkt zwischen Pedal und Hauptbremszylinder.
- Anhängerbremsanlage mit Ventil ist nicht verbaut
Korrekt, bei dem Baujahr gab's das nicht, die Anhängerbremsanlage hat keine hydraulische Ansteuerung, die läuft bei dem sofern vorhanden rein pneumatisch.
- Bremsschläusche sind neu
Alle? Es gibt Schläuche vom Fahrerhaus zum Rahmen, dann in Höhe des Getriebes an den Schubrohren und schließlich noch an den Achsschenkeln vorne. Vor allem die am Fahrerhaus und an den Schubrohren werden gern mal übersehen.
- es ist eine doppelt Kupplung...Unimog hat Zapfwelle
Es gibt auch 406er mit Zapfwelle und Einfachkupplung.
Gruß,
Michael
Verfasst: 23.01.2012, 16:09
von fremder73
Hallo Lukas,
was bedeutet den SW22?
Wir werden nun nochmal alles entlüften was die Bremse angeht, dann werden wir die Backen etwas näher an die Trommel stellen. Ich glaube ist beschrieben in der Bedienungsanleitung.
Nun ist was ganz dolles raus gekommen, vor ca 1000 Betriebsstunden wurde Kupplung gewechselt, der Unimog ist in der leichten Landwirtschaft zuhause gewesen.
Hat man uns hier etwas über den Tisch gezogen und die alte Kupplung nur gereinigt?
1000 Stunden für eine Kupplung ist doch kein Grund aufzugeben oder?
Und nein der Unimog wurde nicht dauernt mit schleifender Kupplung bewegt

.
Was kostet eine neue Kupplung inkl. Einbau?
Fragen über Fragen sorry.
Gruß
Michael
Verfasst: 23.01.2012, 16:15
von fremder73
Hallo zusammen,
wir haben nun einige Infos von Euch erhalten...super danke
Nun müssen wir erstmal alles prüfen und bissel am Gerät schrauben.
Ich werde weiter berichten was sich so tut, dauert aber leider ein paar Tage da uns die Zeit etwas fehlt und es zu kalt ist.
Bitte antwortet fleißig weiter.
Danke
Gruß
Michael
Verfasst: 23.01.2012, 16:50
von lugge
Schlüsselweite
Ein Begabter kann in 1000 Stunden eine Kupplung niederheizen.
Bei uns hält die - allerdings Organische- ca ein Jahr, aber liegt am Einsatzzweck.
Verfasst: 23.01.2012, 17:50
von fremder73
Gut dann war die Kupplung niemals NEU.
Jedes "längere" schleifen tut im Herzen weh

Verfasst: 23.01.2012, 18:47
von boettger
fremder73 hat geschrieben:Gut dann war die Kupplung niemals NEU.
Hi!
Gibts da ne Rechnung zu? Eventuell wurde nur die Belagscheibe getauscht, wenn die Federn müde sind rutscht auch eine "Neue" Kupplung durch. Du schriebst was von Öl, auch das wäre für eine neue nicht gut... da kann die Scheibe noch 99% Belagsdicke haben, hinüber ist sie trotzdem.
Grüße,
Klaus
Verfasst: 24.01.2012, 08:17
von fremder73
Moin,
ja Rechnung gibt es noch, müssen wir mal suchen und schauen was drauf steht.
Was mein ihr, wenn die Kupplung verölt, bekommt man das ab oder ist die Kupplung dann hin?
Was kostet denn eine Kupplung vom Material inkl. Zubehör?
Und was kostet das tauschen?
Gruß
Michael
Verfasst: 24.01.2012, 09:52
von boettger
fremder73 hat geschrieben:
Und was kostet das tauschen?
Gruß
Michael
Hi!
Mit dem Satz hat sich das mit dem Reinigen eh erledigt, wenn Du nicht selbst schraubst und die gereinigte Kupplung nach dem Einbau wieder nicht funktioniert wird der Arbeitslohn für das erneute Aus/Einbauen höher sein als der Preis für eine neue Reibscheibe. Die Stahlteile ( Druckplatte und Schwungscheibe ) können ja bei Ölschäden weiterverwendet werden, so sie mechanisch o.k. sind.
Grüße,
Klaus