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421 zum Räderwechsel anheben wo und mit was am besten?
Verfasst: 05.10.2012, 12:55
von JohannesD
Servus,
bei meinem 421 möchte ich die Räder (mit den neuen Reifen) von der VA auf die HA
ummontieren.
An der VA kann ich den Mog recht gut an der Anbauplatte mit einem 1 to Hochhubwagen
anheben, der ist da von der Hubkraft her aber schon "am Ende". An der HA geht das
definitiv nicht.
Die meisten handelsüblichen Rangierwagenheber haben "nur" 40 bis 50 cm Hubhöhe, das
ist zum Anheben schon etwas knapp. Die mit 80 cm Hubhöhe sind gleich deutlich teurer.
(am Auto bin ich bisher mit meinem 25 EUR Aldi Teil zufrieden, natürlich nur zum Räder-
wechsel! nicht zu Arbeiten unter dem Auto).
Zudem wäre der Rangierwagenheber im Fall des Falles im Wald unbrauchbar weil er ja
beim Anheben "verfahren" können muss.
Die Üblichen Stempelwagenheber bringen auch nicht ausreichend Hubhöhe, könnte man aber
relativ einfach mit dicken Bohlen / Balken unterlegen.
Die Auflagefläche "oben" ist jedoch recht klein, da hätte ich Angst das der zB von der
Achse abrutscht.
Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Evlt. einen Tip für einen konkreten Wagenheber?
cu
Johannes D.
Verfasst: 05.10.2012, 13:20
von Tobs406
Hallo Johannes,
ich würde dir einen Wagenheber empfehlen wie er original zur Bordausstattung gehört. War denke ich von Weber und hat so ca. 4 t Hubkraft.
Der passt in den Kasten unterm Beifahrersitz und ist somit immer griffbereit.
Er sieht so aus wie der in folgendem Threat:
http://www.unimog-community.de/index.ph ... ic&t=73589
Aber den von Westfalia würde ich nicht kaufen - nein hat nichts mit der balligen Aufstandsfläche zu tun (ist auch beim originalen leicht ballig) sondern der ist schlicht und einfach zu teuer.
Schau mal in die Bucht oder bei den Aufkäufern von BW-Ware, da bekommst du den wesentlich preiswerter.
Gruß
Tobias
Verfasst: 05.10.2012, 14:00
von allradler
Moin,
ich nutz solche Unterstellböcke (2Paar):
http://www.tola-tools.de/Wagenheber---K ... -Paar.html
Gut übedimensioniert und grössere Standfläche als die 3t-Ausführung.
Dem Mog vorne mit dem Hochhubwagen und hinten mit ´nem Wagenheber aufzuheben ist
LEBENSGEFÄHRLICH
Wenn der Hubwagen auch nur ein wenig rollt, kippt jeder Wagenhber, ob Stempel oder Rangierteil, um.
Wenns nicht komplett geht, dann erst links, dann rechts anheben, da bleiben immer 2 Reifen, am Boden, die man mit Keilen sichern kann.
Gruß Claus
Verfasst: 05.10.2012, 14:01
von kronprinz
Der Originale den ich kenne ist von Bilstein und hat eine den Achsrohren angepasste Aufnahme.
Gibt's ab und an in der Bucht, ist aber nicht ganz billig.
Leider habe ich auch keinen, sondern benutze einen herkömmlichen wie von Dir beschrieben. Gegen abrutschen lege ich immer ein Stück Fahradschlauch unter, ist aber zugegebenermassen eher zur Gewissensberuhigung. Deswegen arbeite ich zusätzlich auch immer mit einem Unterstellbock, den ich nachführe, falls der Mog doch mal abrutscht.
der Unterstellbock hat eine Aufnahme, die perfekt ums Achsrohr passt. trotzdem habe ich dem auch einen Gummistrumpf aus altem Fahrradschlauch verpasst.
Für unterwegs ist aber m.E. der originale am besten geeignet.
Schönes WE
Henning
Verfasst: 05.10.2012, 14:29
von JohannesD
Servus,
danke schon mal für die Tipps. Ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt, ich habe
nicht vor dem Mog mittels Hubwagen + Wagenheber komplett anzuheben.
An der VA kann ich Ihn mit dem Hubwagen anheben (gerade noch Gewichtsmäßig), da
sichere ich dann aber den Hubwagen noch zusätzlich mechanisch wenn ich das Rad
abnehme.
Ein Ersatzrad habe ich ja, dh es reicht mir wenn ich ein Rad vernünftig anheben kann, dann
kann ich nach und nach tauschen. Das dauert zwar etwas, aber da mach ich ja net so arg
oft

.
Den Hubwagen kann ich nur nicht so ansetzten das nur ein Rad angehoben wird, daher eben
die gesamte VA anheben.
Die verlinkten Unterstellböcke gefallen mir auch ganz gut, das wäre was für unter den
Weihnachtsbaum

.
Den "originalen" Wagenheber (oder ähnliche) mit der "Halbschale" oben dran kann ich
halt bei den Schleppern net so gut brauchen, weil ich da nicht unbedingt an ner Runden
Achse anhebe. Na ja mann kann nicht alles haben
cu
Johannes D.
Verfasst: 05.10.2012, 14:57
von OPTI-MOG
Hallo Johannes,
ich verwende auch WEBER 4t Standard-Wagenheber.
Da ich vorne "falsch herum" bereift habe, wechsle ich diagonal. Das geht sehr gut gleichzeitig mit zwei Wagenhebern. Und der MOG steht trotzdem sehr stabil, da er sowohl vorne/hinten als auch links/rechts mit einem Rad auf dem Boden steht.
Verfasst: 05.10.2012, 15:24
von Helmut Schmitz
Hallo Johannes
laut Herstelle-Vorgabe soll der Wagenheber so nahe wie möglich am Rad/Vorgelege angesetzt werden.
Das Anheben mit einem Hubwagen bedeutet aber, dass du irgendwo in der mitte anhebst.
Bedenke bitte, dass die Achsen am Differential-Gehäuse nur geschraubt sind.
Verfasst: 05.10.2012, 15:45
von JohannesD
Hi Helmut,
ich habe habe den Mog an der Anbauplatte die wiederum am Rahmen befestigt ist angehoben,
also nicht den Hubwagen in der Mitte an der Achse angesetzt und angehoben.
In so fern sollte also keine zu Große last auf die Verschraubung der Achsen zum Differential
gewirkt haben.
cu
Johannes D.
Verfasst: 23.10.2012, 10:28
von JohannesD
Servus,
nach dem guten Erfahrungen mit meinem billig Rangierwagenheber vom Discounter habe ich
im Baumarkt einen 2 to Stempelwagenheber für 15 EUR gekauft. Hat im Prinzip auch funktioniert
mit unterlegen von ausreichend großen Kanthölzern hat auch die Hubhöhe ausgereicht. Beim
vierten mal Anheben hat er dann allerdings die Last nicht mehr gehalten.
Wohlgemerkt, hebt er angeblich 2 to, dh selbst wenn ich eine Seite der VA anhebe, sollte
er immer noch deutlich unter 1 to heben müssen.
Das Billig-Teil hab ich nun zurückgegeben und konnte heute bei ebay einen 10 to Unimogwagenheber
für 45 EUR inkl. Versand ergattern. Der ist zwar gebraucht, schaut aber eigentlich wie der
10 to Weber Heber aus. Dank 63 cm Hubhöhe sollte er den Mog auch ohne exta Unterleg-
klötze anheben.
Wäre es dennoch sinnvoll ein Stück Holz oder so unterzulegen? Oder ein Stück Gummi
so als Anti-Rutsch?
Vielen Dank für eure Tips!
Johannes D.
Wer liegt unter dem Wagenheber?
Verfasst: 23.10.2012, 10:52
von Stationsvorsteher
Werter Johannes!
JohannesD hat geschrieben:Wäre es dennoch sinnvoll ein Stück Holz oder so unterzulegen?
Eine ordentliche Unterlage ist stets nützlich, weil sie die
Punktlast des Wagenhebers auf eine größere Fläche verteilt.
Meine Empfehlung:
Besuchen Sie mal einen Treppenbauer und schauen Sie, ob Sie
ein ordentliches Reststück einer schichtverleimten Treppenstufe
bekommen.
Lassen Sie sich zwei Stücke von etwa 30 x 20 cm zuschneiden;
stellen Sie den Wagenheber mittig auf einen der Treppenstücke und
bauen mit kleinen Holzleisten so eine Art "Pferch", daß der
Heber nicht seitlich wegrutschen kann.
Dann schrauben Sie noch einen Möbelgriff seitlich an die Treppenstücke,
so können Sie den Heber paßgenau unter die Achse schieben.
Viel Erfolg!
Gruß (ohne Punkt und Komma)
Stationsvorsteher
Verfasst: 23.10.2012, 17:54
von phil435
Moin Johannes.
Eine absolute Billiglösung wäre diese hier:
Wenn Du ein kräftiges Stück Holz hast, zum Beispiel von einem Baumstamm, dann sägst Du Dir ein Stück zurecht, das 5 - 10 cm länger ist, als der Abstand vom Boden zum Achsrohr. Nun bekommt das gute Stück noch eine leichte Kerbe. Fertig ist Dein Offroad-Wagenheber.
Mit dieser Kerbe verklemmst Du das Holz zwischen Achsrohr (in Radnähe) und Boden. Nun alle Sperren einlegen und vorsichtig so fahren, dass das Stück Holz sich aufstellt und Dein Rad in der Luft hängt.
Grüße vom:
Phil
Verfasst: 23.10.2012, 20:48
von moggl48
Hallo zusammen,
es ist schon erstaunlich wie man aus ganz simplen Arbeiten eine Wissenschaft machen kann.
Wie Helmut schon geschrieben hat, soll der Wagenheber weit außen an der Achse angesetzt werden. Nicht in der Mitte.
Vor einem längeren Holzklotz zwischen Wagenheber und Achse kann nur abgeraten werden. Wenn der nicht ganz exakt senkrecht ist, kann er zum Geschoß werden.
Gruß Lothar
Verfasst: 24.10.2012, 17:09
von mogimann
[colorJa Lothar du hast schon recht ,natürlich immer das ganze absichern soweit es geht !
In der Unimoggeländefahrschule vom Gisbert Hindenach wird ja genau gezeigt wie das mit dem Holzbalken funktioniert ! Ist doch eine gute Idee !
Ansonsten sollte man zu seinem Unimoghändler des Vertrauens fahren der macht dann für einen kleinen Obulus den Radwechsel, perfekt .
=green][/color]

Unimog aufbocken
Verfasst: 24.10.2012, 23:55
von unimogklaus1
Hallo zusammen, mein Vorschlag:
1. Die räder die auf dem Boden bleiben sollen mit Keilen gegen wegfahren sichern,
2. Im Baumarkt einen normalen Rollwagenheber kaufen
3. ein oder mehrer Kanthölzer auf den Boden legen darauf den Wagenheber mit den Rädern einfachen draufstellen und ein 30 bis 50 mm dickes Brett zwischen Achse und Wagenheber legen, damit sich der Wagenheber nicht in die Achse eindrückt wird.
Die dicke der Kanthölzer so wählen , dass der Wagenheber nur noch wenige cm anheben muss.
Alternativ mehrere dicke 100mm Rundholzcheiben unterlegen anstatt der Kanthölzer unterlegen. Dann ablassen und dann erst hantieren.
Unterstellböcke sind immer eine Mausefalle.
Unfallfreies Arbeiten
Gruss Klaus
Man
Verfasst: 25.10.2012, 09:14
von moggl48
Hallo zusammen,
weshalb sollten Unterstellböcke eine Mausefalle sein?
Das Gegenteil ist der Fall, wenn man die massiven Böcke nimmt, die auf den Fotos in vielen Restaurationsberichten hier in der Community zu sehen sind.
Ich verwende einen normalen hydraulischen Wagenheber 3,5t, weil ich da beim Unterbauen viel weniger Arbeit habe als mit dem 5t Rangierwagenheber.
Daß man auch noch darauf hinweisen muß, daß das Fahrzeug gegen Wegrollen zu sichern ist, ist klar. Von selber käme da ja keiner drauf.
Gruß Lothar