Aggregat

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Beitragvon Andreas_Bucher » 26.04.2004, 14:27

Hallo,

also, ich hatte das aggregat früher ca. 1-2x im jahr für eine party auf der grünen wiese verwendet, da hing dann ein kühlschrank, eine lichterkette, ein kleiner bierkühler und ein \"ghettoblaster\" dran - alles problemlos. wir mußten es nur mit 40m kabel weit genug wegstellen, sonst hätte man die musik nicht mehr gehört :-)

die frequenz ist eigentlich auch völlig unerheblich (solange sie im rahmen bleibt), ob jetzt 40 oder 60Hz ist völlig banane. lediglich für netzbetriebene uhren (die aber auch aus der mode kommen - eine quarzuhr ist billiger und genauer) würden sich daran stöhren. ja, und der wirkungsgrad von induktivitäten ändert sich, ein transformator arbeitet umso besser, je höher die frequenz ist. wenn du also ein gerät mit netztrafo mit 100Hz betreibst (bei 220V), dann liefert der trafo eine höhere ausgangsspannung, und das gerät könnte kaputt gehen. bei einem schaltnetzteil (=PC) ist das wieder wurscht, da werden die 220V sowieso gleichgerichtet, auf 220V mit 1-2kHz umgewandelt, dann durch den transformator gejagt und dann wieder gleichgerichtet ... das aber nur am rande.

kritischer für elektronische geräte sind spannungsspitzen oder längere überspannungen über 240V, deshalb das gerät lastfrei anwerfen (sowieso pflicht, sonst läuft\'s nicht vernünftig an), und dann erst die geräte zuschalten. und vielleicht nicht gerade ein elektronisches gerät zusammen mit einer flex oder säge am gleichen aggregat betreiben - durch das (mechanische) ausregeln des einschaltstromes entstehen nämlich die gesagten schwankungen.

ach ja, und für drehstrommotoren ist die frequenz auch interessant, daraus ergibt sich die drehzahl... dürfte hier aber auch egal sein, da einphasig.

bei größeren aggregaten wird übrigens spannung und frequenz meist getrennt geregelt: frequenz über die drehzahl, fest vorgegeben mit lastabhängiger regelung. die spannung über den erregerstrom in den generatorwicklungen.

genug aggregatetheorie ? :-)
im grunde genommen ganz einfach: sprit rein, anwerfen, gerät einstecken, gut is !
wenn das gerät sauber läuft, ist auch die stereoanlage kein problem - ich würde nur nicht gerade die teuerste nehmen :-)

ich werd\' demnächst mal das aggregat wieder anwerfen zum heckenschneiden auf der wiese, dann kann ich\'s nochmal nachmessen.

mfg,
Andreas
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Beitragvon mogverrückter » 26.04.2004, 15:55

Ok, das beruhigt mich doch schonmal! Naja, die \"Partykonfiguration\" sieht bei mir ähnlich aus wie bei dir! Und ne Flex oder Kreissäge werden wir da wohl nicht brauchen! ;)
Noch zwei kurze Fragen :
Wie sieht ein professioneller Erdstab aus? Kann man da selber was bauen?
Wieviel Öl is etwa in dem Motor? Ich möcht erst das Öl kaufen und dann zum wechseln ablassen!
Gruß Markus!
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Beitragvon mogverrückter » 30.04.2004, 22:45

Gut, die frage nach dem Öl kann ich jetzt sekbts beantowrten, es ging knapp ein Litwer rein! Bleibt die Frage der erdung, ich hätte einfach ein besseres Gefühl bei der Sache!
Gruß Markus!
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Beitragvon Helmut-Schmitz » 02.05.2004, 23:08

Ein professioneller Erdungsstab ist meißt ein Alustab mit kreuzförmigem Querschnitt, aber ein verzinktes Winkeleisen tuts genausogut. Mindestens einen halben Meter einschlagen und mit 10mm² mit dem Aggregat verbinden. irgenwo ist auch eine dafür vorgesehene Verschraubung, ansonsten Hauptsache gute Masseverbidung.
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Beitragvon mogverrückter » 03.05.2004, 14:09

Danke für die kurze und kompetente Antwort, Helmut!
Gruß Markus!
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Beitragvon Andreas_Bucher » 06.05.2004, 16:52

Hallo,

die erdstäbe, die ich bisher gesehen hatte, waren verzinkte T-profileisen (format: gartenzaunpfosten), ca. 1.5-1.8m lang, evtl. oben mit angeschweißten querlaschen zum wieder rausziehen - mit einem frontlader am mog geht das prima ;) und unten angespitzt. optimal sind natürlich + oder x - profile, wegen der größeren oberfläche.
ich hab\' aber auch schon normalen runden baustahl gesehen - das geht auch. für das mini-aggregat reicht dann auch 1m, oben eine lasche (ca. 10cm vom ende des stabel weg, wegen dem reinschlagen) dranschweißen, da eine bohrung rein und das erdkabel mit kabelschuh anschrauben.

ansonsten so, wie helmut sagte: je nach bodenbeschaffenheit 0.5-1m einschlagen und mit einem flexiblen kabel mit dem aggregat-massepunkt verbinden. der kabelquerschnitt richtet sich nach dem zu erwartenden maximalstrom und der länge der erdkabels, also auch nach der größe des aggregats.
bei dem miniteil müßten auch 2.5-4qmm reichen ...

ach ja, und normalerweise muß nach VDE0100 der erdwiderstand gemessen und geprüft werden, und darf einen bestimmten wert nicht überschreiten (weiß ich gerade nicht, müßte ich wieder nachlesen ...). bei zu trockenem boden hilft da nur: erdstab gießen ... :D

wie auch immer :-)

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Beitragvon mogverrückter » 06.05.2004, 21:18

Ich bin vom erdstab wieder etwas abgekommen, da du ihn ja für entbehrlich hälst und ein Bekannter von der Feuerwehr gemeint hat, die würden deutlich größere Teile nicht erden, und das sei nach der Maschinistenausbildung auch korrekt so! Aber wenn mir mal ein passendes Stück eisen in die Hand fällt, werd ichs wahrscheinlich trotzdem machen! Kann der Erdwiderstand eigentlich auch zu gering sein oder nur zu groß?
Gruß Markus!
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Beitragvon Helmut-Schmitz » 06.05.2004, 23:36

Die erdung macht nur dann Sinn, wenn die Verbraucher auch geerdet sind. Ansonsten ist wie die \"Maschinenausbildung\" es lehrt schon korrekt, ein Stomkreis muß geschlossen sein. Der Erdwiderstand kann nur zu groß sein, nie zu klein.
bei zu trockenem boden hilft da nur: erdstab gießen ... wie auch immer :-)
na denn ma prost
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