Antrieb beim Rad-Bagger

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Antrieb beim Rad-Bagger

Beitragvon mogli406 » 26.10.2004, 09:56

Hallo zusammen!

Wir haben vor einiger Zeit einen alten Radbagger gekauft um entwässerungsleitungen zu graben...

Soweit auch ganz gut die alte Schüssel. Jetzt ist allerdings eine Steckwelle in der Vorderachse abgerissen.

Meine überlegung ist nun:
Wenn ich einfach hergehe und am Verteilergetriebe die Kardanwelle nach vorne abschraube dürfte doch nichts mehr passieren. Da die ( zumindest so wie ich weiss) Verteilergetriebe die Kraft 50/50 verteilen müsste mir dann doch Theoretisch 50% der Kraft nach wie vor an der hinteren Achse zur Verfügung stehen und der Bagger sich bewegen oder??

Kann mir jemand sagen ob es funktionieren würde??

Vielen dank Gruss Michael
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Beitragvon thorsten.schlote » 26.10.2004, 10:44

Hab mir noch keinen Bagger von unten angesehen, aber
das klappt nur, wenn er kein Zentraldifferential hat.
Bei pemanentem Allradantrieb würde ich davon ausgehen das dem so ist.
Vielleicht lässt es sich sperren.

Thorsten
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Beitragvon thorsten.schlote » 26.10.2004, 11:20

Hm, du könntest den kaputten Abtriebsflansch festsetzen.
Dann läuft er sogar doppelt so schnell. :roll:

Thorsten
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Beitragvon OliverKroh » 26.10.2004, 12:13

Hallo Michael,

ganz so einfach wie Thorsten es darstellte ist es nicht. Wenn Du den Abgang nicht festsetzt, bewegt der sich kein Stück, sofern er nicht über eine mechanische Sperre verfügt. Besser wäre Abgang festsetzen und nur über die heile Welle antreiben lassen. Aber dabei aufpassen, dass er keine Zwangsverteilung des Verteilers hat, dann mußt du ihn leer drehen lassen, sonst zerreißt es Dir das Verteilergetriebe.

Das heißt aber nicht, dass er dann doppelt so schnell ist, das bezieht sich nämlich nur auf die Drehmomentverteilung des Hauptantriebes.


Gruß

Oliver
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Beitragvon thorsten.schlote » 26.10.2004, 12:28

Hallo Oliver.

So war das gemeint. Die defekte Achse still legen.

Wenn er ein herkömmliches Zentraldifferential hat, dreht die verbleibende
Antriebswelle doppelt so schnell wie vorher, da die Ausgleichsräder am jetzt feststehenden
Abtriebsrad abrollen.

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Beitragvon 411albi » 27.10.2004, 10:14

Aber wenn dann die ganze Kraft nur noch auf eine Achse geht, dann verreckt die Welle dort wohl auch in Kürze oder?

Gruß Albi
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Beitragvon thorsten.schlote » 27.10.2004, 10:40

Man muss es ja nicht übertreiben.
Außerdem sollte ein Antriebsstrang so ausgelegt sein, dass ein einzelner Radantrieb das gesamte Drehmoment übertragen kann.
Das ist nämlich (fast) der Fall, wenn die restlichen angetriebenen Räder durchdrehen.
Steckachsen geben meist auf, wenn sie zuviel Spiel haben und es dadurch zu Stoßbelastungen bei Lastwechseln kommt.

Thorsten
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Beitragvon mogli406 » 28.10.2004, 07:46

Hmm

Viele gute Antworten...

Wie kann ich feststellen was das für ein Differential ist? die Kiste wurde irgendwann Anfang 70 gebaut.....

Und wie kann man die Welle wenn es denn so sein soll am besten festsetzen?
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Beitragvon thorsten.schlote » 28.10.2004, 09:18

-Wie kann ich feststellen was das für ein Differential ist? die Kiste wurde irgendwann Anfang 70 gebaut.....

Den Bagger komplett aufbocken.
Die Kardanwelle der kaputten Seite bei stehendem Motor und eingelegtem Gang so rum drehen, wie es sich für "Vorwärtsfahrt" gehört. Die heile Achse muss dann "Rückwärtsfahren"
Wenn sich nichts drehen lässt ist wohl auch kein Differential drin. Gang raus, drehen, fahren dann beide Achsen "Vorwärts",
brauchst du nur den Kardan der kaputten Seite abzuschrauben. (Ohne festsetzen)

Falls das Ding Sperren hat, musst die Sperre für das Zentraldifferential lahm gelegt werden. Nicht, dass du dir aus Versehen was zerreißt.

-Und wie kann man die Welle wenn es denn so sein soll am besten festsetzen?

Hm, ich kenne ja die Verhälnisse nicht. Vielleicht ein ensprechend stabiles U-Eisen auf den Abtriebsflansch schrauben und beidseitig am Rahmen verschweißen. Dürfte kein großer Aufwand sein. Ist ne Sache für die Zeit bis zur Frühstückspause. Mach doch mal 'n Foto.

Thorsten
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Beitragvon Jochen.Schäfer » 29.10.2004, 22:22

Hallo Michael,
ich hatte mal einen Atlas 1200 Radbagger,Bj1962,mit dem gleichen Problem.Habe einfach die Kardanwelle zur Achse ausgebaut und mich nur mit einer Achse fortbewegt,Verteilergetriebe ist 100% gesperrt.
Vielleicht trifft das bei Dir auch zu?
mfg Jochen
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Beitragvon mogli406 » 05.11.2004, 12:37

Danke müsste eigentlich auch ein alter Atlas sein...

Bilder sind im Moment leider schwer zu machen da er seit letzem Jahr steht und ich erstmal die ganzen Hecken wegreissen muss... *ächz*

Aber soweit bin ich schonmal ein ganzes Stück schlauer!

Vielen Dank für Eure Hilfe!!

Gruss Michael
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