Ärger mit den Radbremszylindern

Spezial-Forum zur Unimog-Baureihe U 404 S.

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Re: Ärger mit den Radbremszylindern

Beitragvon mhame » 10.11.2018, 13:40

Hallo,

nein, ich habe nicht alles gelesen. Mir fällt aber zum 404 ein, dass es hier ein Werkzeug zum Ausrichten der RBZ gibt. Vielleicht stehen diese nicht ganz parallel und die Kolben werden schräg hinein gedrückt. Dann müssten die die RBZ noch gedreht werden.

Falls ihr das schon hattet, vergesst meinen Kommentar.

Gruß
Markus
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Re: Ärger mit den Radbremszylindern

Beitragvon kinzigsegler » 10.11.2018, 19:09

Hallo Günter,

wie weit musstest Du denn jetzt die Excenter drehen um die Bremsbeläge richtig einzustellen?
Wenn die Bremsbeläge jetzt richtig eingestellt sind und dann nur gringfügig zurückgedreht werden, müsste die Bremstrommel abnehmbar sein. Wäre durchaus interessant wie dann die Backen / Kolben stehen.
Hast Du nochmals die Belagdicke und den Trommldurchmesser geprüft?
Bis dene
Gruss
Jürgen von der hessischen Kinzig

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Re: Ärger mit den Radbremszylindern

Beitragvon günter.404 » 11.11.2018, 08:36

Hallo Jürgen,

die Exzenter habe ich jeweils noch um ca. 45 Grad nach außen gedreht. Die Trommeln habe ich nicht gleich wieder abgenommen, ich will jetzt erst mal eine Probefahrt machen und die Beläge auch etwas "einbremsen", danach mache ich die Trommeln nochmal runter, auch um die Dichtigkeit der RBZ zu prüfen. Immerhin hat das entlüften jetzt problemlos geklappt und auch ein kräftiger Tritt aufs Bremspedal hat funktioniert.

Die Trommeln haben 349mm
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Die Beläge habe ich nicht mehr nachgemessen, bestellt habe ich 6,5mm und laut Rechnung wurden auch 6,5mm geliefert. Ich kann ja nochmal nachmessen wenn die Trommel wieder entfernt ist.

Die von Christoph ermittelten 4mm erscheinen mir ein wesentlicher Punkt. So wie ich die Bremsen jetzt montiert habe macht man das normalerweise ja nicht, also erst die Manschette entfernen und dann den Exzenter so einstellen daß der Kolben nicht zu tief in den Zylinder geht. Normal wird der Exzenter maximal nach innen gedreht und dann sind die 4mm deutlich überschritten, nicht nur bei meinem Mog, das ist ja auch so an der überholten BW-Achse die ich mit noch angeschaut habe (mit original RBZ). Der Kolben geht dann kurzzeitig über die Bohrung und nach dem einstellen der Bremse auch wieder zurück. Wenn dann aber vor dem einstellen entlüftet wird kann die Bremsflüssigkeit da austreten.

Bis zur Probefahrt wird es noch ein paar Tage dauern, ich hab noch einiges zu tun an meinem Mog. Und über den Winter sollte ich dann den Hauptbremszylinder und die RBZ an der Hinterachse auch noch erneuern. Ich hoffe daß das etwas problemloser läuft :roll:

Grüße
Günter
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Re: Ärger mit den Radbremszylindern

Beitragvon kinzigsegler » 11.11.2018, 12:00

Hallo Günter,

vielleicht ist genau dieses Zusammenspiel der neuen Bremstrommel mit den neuen aber zu dicken Bremsbelägen Dein Problem.
Die Bremsbacken schwenken ja um den Lagerbolzen oben. Damit hier die "dicken" Bremsbeläge weitgenug nach innen Schwenken um die Bremstrommel für die (De-)Montage genügend frei zu geben müssen sie unten umso mehr zusammen gedrückt werden.

Wie setzt Du die Bremstrommel auf, vermutlich ja genauso wie ich: ohne Führung einfach von Hand ansetzen und versuchen sie mit so wenig wie möglich verkanten über die Backen schieben. Dabei kann dann in dem Bereich bevor die Bremstrommel auf die Führung der Radnabe kommt schon ein bisschen hin und her gewackelt werden und das überträgt sich dann über die Bremsbacken auf die Bremskolben. Wenn jetzt die Bremskolben auf Grund der zu dicken Bremsbeläge weiter als normal zusammen gedrückt sind kann ich mir vorstellen dass eben dieses ungleiche Überfahren der Mitte passieren könnte.
Bis dene
Gruss
Jürgen von der hessischen Kinzig

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Re: Ärger mit den Radbremszylindern

Beitragvon günter.404 » 11.11.2018, 15:05

Hallo Jürgen,

je dicker Belag und Trommel sind, desto höher ist das Risiko daß es wie von dir beschrieben läuft. Die Beläge hätte ich bei Bedarf auch noch abdrehen können, aber sie haben sich jetzt erstaunlich gut montieren lassen. Ich hab die Trommeln von Hand drauf geschoben, das ging recht leicht und da ich die Exzenter vorher auf die 5mm ausgerichtet habe, kann zumindest jetzt bei der Montage ein Überschreiten der Bohrung nicht vorgekommen sein.

Grüße
Günter
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Re: Ärger mit den Radbremszylindern

Beitragvon OPTI-MOG » 11.11.2018, 16:20

Hallo Günter,

bevor Du mit Deinem Mog wieder auf die Straße gehst, würde ich versuchen ein Tragbild auf den Bremsbelägen zu erzeugen. Das habe ich zwar noch nicht gemacht. Aber es könnte wie folgt funktionieren.

Bremsbeläge mit Schulkreide vollflächig "anmalen". Trommel möglichst ohne Berührung aufsetzen und festziehen. Ein paar mal kräftig die Bremse betätigen, damit sich die Backen zentrieren. Dann leicht anbremsen und Trommel mit Hebel ein paar mal durchdrehen. Trommel abnehmen und Tragbild beurteilen. Falls nicht über den gesamten Umfang der Bremsbeläge verteilt wenigstens einige Kontaktbereiche zu sehen sind, müssen Trommel und Beläge erst mal genau angepasst werden.

Das Verfahren könnte aber gefährlich werden, wenn Trommel- und Belagdurchmesser zu stark voneinander abweichen. Denn die Trommel könnte dabei platzen. Deshalb hatte ich gehofft, dass Du die 60 mm zwischen den Kugelbolzen - vor deren Verkürzung - hättest verifizieren können. Das wäre ein Zeichen dafür gewesen, dass doch alles einigermaßen zusammen passt.

Du bewegst Dich leider auf sehr dünnem Eis. Der beste Ratschlag ist, den Mog in die Fachwerkstatt zu bringen.
Liebe Grüße

Christoph

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Re: Ärger mit den Radbremszylindern

Beitragvon Jochen.Schäfer » 11.11.2018, 18:14

Ich ermittele das Tragbild der Beläge immer mit Schleifpapier.
Beläge mit groben Schmirgel anschleifen, Trommel montieren, einstellen, hydraulisch anbremsen und dann die Trommel von Hand drehen. Das Schleifbild der Beläge wird an den Kontaktstellen wieder blank/glatt.
Beläge an den Blankstellen beiarbeiten bis das Tragbild gleichmäßig ist.
Abdrehen der Beläge mit Bremsbackenabdrehgerät wäre die andere Möglichkeit.

Gruß
Jochen
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Re: Ärger mit den Radbremszylindern

Beitragvon ruadria » 12.11.2018, 21:42

So wie Jochen beschrieben hat habe ich das auch gemacht
Gute drei mal die Bremstrommeln abgebaut
Dann war das Tragbild ok
Vorne 340/340
Hinten 200/200
Feststellbremse 200/170
Grüße Rudolf
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Re: Ärger mit den Radbremszylindern

Beitragvon Holzwurm56 » 20.12.2018, 23:34

Hallo,
unabhängig von den Problemen hier, mal eine Frage zu den Nachbauradbremszylindern.
Es gibt ja wohl welche aus Belgien und von div. anderen Firmen. Gibt es auch Nachbauzylinder die ihr empfehlen könnt oder sind die alle eher schlecht? Die werden ja dauernd angeboten
da müssten ja auch welche funktionieren.
MfG
Hans
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