Auferstehung eines Unimog 411.119 Bj. 1974

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

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Auferstehung eines Unimog 411.119 Bj. 1974

Beitragvon mhame » 07.04.2016, 19:53

Hallo,

es ist so weit, mein Unimog 411.119 kann wieder zusammengebaut werden. Der Rahmen ist vom Strahlen zurück. Die Strahlexperten aus Lünen haben gute Arbeit geleistet. Bin sehr zufrieden damit. Kann man nur weiterempfehlen. Der Rahmen, die Spinne und die Pritsche waren zu groß um sie zuhause zu strahlen.

Den Rahmen grundieren und lackieren hat fast 6h gedauert, bis jede Ecke getroffen war. Jeweil 1l Grundierung und Decklack sind verarbeitet worden. Die Pritsche wird grauschwarz RAL 7021 Deutsche Bundesbahn grau.

Gruß
Markus
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Strahlen 005 (Small).JPG
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Re: Auferstehung eines Unimog 411.119 Bj. 1974

Beitragvon mhame » 07.04.2016, 19:57

Hier noch ein paar Impressionen vom Lackieren.

Markus
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Rahmen 008 (Small).JPG
Rahmen 004 (Small).JPG
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Re: Auferstehung eines Unimog 411.119 Bj. 1974

Beitragvon mhame » 07.04.2016, 19:58

Pritsche und Rahmen

Die Pritsche hat keine Durchrostungen nur ein paar Löcher von einem Feuerwehraufbau. Die Rückwand war total verbogen und wurde ersetzt. Der Rahmen ist auch wie neu.
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Rahmen 007 (Small).JPG
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Re: Auferstehung eines Unimog 411.119 Bj. 1974

Beitragvon UFH » 07.04.2016, 20:03

Hallo Markus,
Sehr gute Arbeit! Sieht gut aus!
Wenn es Berg aufgeht, dann hebt sich auch die Stimmung wieder nach dem langen zerlegen und überholen.
Viele liebe Grüße Hannes
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Re: Auferstehung eines Unimog 411.119 Bj. 1974

Beitragvon mhame » 07.04.2016, 20:35

Hallo Hannes,

danke. Ja, der Unimog hat wirklich die Substanz zum Neufahrzeug. Gib mir mal einen Tipp zum Getriebeeinbau. Erst Achsen und Getriebe zusammenbauen und den Rahmen drüberheben oder Getriebe in den aufgebocksten Rahmen einbauen?

Markus
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Re: Auferstehung eines Unimog 411.119 Bj. 1974

Beitragvon UFH » 07.04.2016, 20:57

Hallo Markus,
ich habe erst dae Getriebe eingebaut, dann kannste das im variablen Winkel einbauen, dann die Achsen(um Vorderachse einbauen zu können muss das Getriebe entweder vorne hoch oder der gesamte Mog, sonst klappt das mit der Schubkugel nicht) und dann dem Motor, den man erst ans angehoben Getriebe baut und dann ablässt.
Achte aber auf die Schraube unten links an der Schubkugel, die kannste wenn das Schubkugelgehäuse am passenden Platz ist nicht mehr ins Loch Bekommen, da heißt es dann vorher einsetzen.
Bei der Kupplungsglocke solltest du keine Probleme haben, da du an der Stelle keine Traverse hast, sonst musst du auch dort die eine Schraube auf der Unterseite vorher einsetzen.

Probleme gibt's ja immer wieder mit dem Einbau der Kupplung, ich habe Durckplatte und Mitnehmerscheibe vorher auf die Eingangswelle geschoben(Achtung, normalerweise nimmt man einen Zentrierdorn da sonst schnell ein Grat entsteht)und die Druckplatte durch die Öffnung in der Kupplungsglocke angeschraubt(schön über Kreuz natürlich.
Viele liebe Grüße Hannes
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Re: Auferstehung eines Unimog 411.119 Bj. 1974

Beitragvon mhame » 07.04.2016, 21:14

Hannes,

ich habe vor eine alte Getriebewelle als Zentrierdorn der Kupplung zu nehmen. mal sehen, wie das alles passt, zum Glück ist nichts mehr schmieríg und dreckig.

Markus
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Re: Auferstehung eines Unimog 411.119 Bj. 1974

Beitragvon mhame » 08.04.2016, 17:39

Anbauteile für den Rahmen sind lackiert, genauso wie die komplette Pritsche. Neuer Pedalbolzen montiert, Panharbstablagerung für die Hinterachse angeschraubt und die Getriebetraverse montiert. Fahrehauslagerböcke sind ebenfalls am Rahmen. Jetzt muss nur noch das Kriechganggetriebe wieder vom Getriebe ab, da ich sonst die Getriebeglocke nicht montiert bekommen. Die Betätigungsstange ist im Weg. ggf. baue ich das Kriechganggetriebe auch wieder um für die Einfachkupplung. Dazu müsste ich aber einen neuen Hebel beschaffen, da der "krumme" Hebel nicht unter dem Schaltrohr durchpasst, wenn die Betätigungswelle des Kriechganggetriebes durch die Kupplungsglocke geht.

Gruß,
Markus
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Re: Auferstehung eines Unimog 411.119 Bj. 1974

Beitragvon mhame » 10.04.2016, 20:26

Der erste Kabelbaum ist auch eingezogen.

Gruß,
Markus
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Re: Auferstehung eines Unimog 411.119 Bj. 1974

Beitragvon 702-411abss » 11.04.2016, 00:26

hallo Markus
schöner bericht,aber deinen text zum kriechganggetriebe verstehe ich nicht recht!
der krumme hebel ist immer nur bei doppelkupplung!
dann hat eh die schaltwelle ein andere position,deswegen haben die kriechganggetriebe spätere baujahre die zweistufen haben ja auch zwei löcher um die richtiege wahl zu treffen.bei doppelkupplung ist auch nur ein position möglich.
hattest du vorher doppelkupplung?

liebe grüsse arne
wer keinen weg mehr weiß,fährt unimog,der findet immer einen!!
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Re: Auferstehung eines Unimog 411.119 Bj. 1974

Beitragvon mhame » 11.04.2016, 08:42

Lieber Arne,

der 411.119 hatte weder Doppelkupplung noch Kriechganggetriebe (KGG). Als ich das Getriebe gemacht habe, habe ich in meinem Fundus noch ein 1-stufiges KGG mit dem Schaltwelle durch die Kupplungsglocke und ein 2.stufiges mit zwei Schaltrohrpositionsmöglichkeiten gefunden.

Um die Ölmenge im Getriebe zu erhöhen, habe ich mich für das 2-stufige KGG entschieden. Angebaut habe ich es zuerst mit der Schaltrwellenposition durch die Getriebeglocke (da Einfach-Kupplung am Fahrzeug). Der Funktionstest mit dem abgewinkelten Hebel hat aber gezeigt, dass in dieser Position der Hebel mit dem Schaltrohr für die Gangwahl kollidiert. Also KGG ab und die Schaltwellenposition umgebaut (auf Doppelkupplung). Jetzt passt der Hebel unter dem Schaltrohr durch und die Schaltwelle ist seitlich neben der Kupplungsglocke. Jetzt läßt sich aber die Kupplungsglocke nicht montieren. Schaltwelle ist bei der linken Schraube der Kupplungsglocke im Weg. Man muss also erst die Kupplungsglocke anbauen!

Da das KGG nun noch einmal abmontiert werden muss, überlege ich die Schaltwelle wieder für Einfach-Kupplung umzubauen und einen neuen KGG Hebel (gerade Version) zu kaufen. Den sehr seltenen abgewinkelten Doppelkupplungs-Hebel will ich nicht zerstören. Denke da stimmst du mir zu.

Schließlich müssen auch in der Kabine entsprechende Ausschnitte für die Schaltwelle gemacht werden.

Jetzt alles klar?

Gruß,
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Re: Auferstehung eines Unimog 411.119 Bj. 1974

Beitragvon mhame » 11.04.2016, 21:12

Das Tagewerk von heute:

Kriechganggetriebehebel umgebaut
Pilotlager 6202 der Kupplung gegen abgedichtetes getauscht
Getriebe eingebaut
Motor eingebaut
Hinterachse eingebaut

Gruß,
Markus
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Re: Auferstehung eines Unimog 411.119 Bj. 1974

Beitragvon UFH » 11.04.2016, 22:01

Wow...bei dir gehts ja richtig voran :party
Sieht besser wie neu aus :wink:
Viele liebe Grüße Hannes
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Re: Auferstehung eines Unimog 411.119 Bj. 1974

Beitragvon mhame » 11.04.2016, 22:16

Hallo Hannes,

das ist ja auch Ziel der Übung. Einen neuen 411er original im Neuzustand wie er heute vom Band laufen würde. Mein anderer 411er bleibt mit Patina wie er ist, dieser soll aber "besser als neu" werden.

Veränderungen durch mich zum Auslieferzustand von 1974 sind:

Zapfwelle hinten
bodenkonstante Ackerschiene
Kriechganggetriebe 2 stufig
und die Farbe: nicht meergrün sondern schwarzgrau, die Farbe der Deutschen Bahn RAL 7021

Gruß,
Markus
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Re: Auferstehung eines Unimog 411.119 Bj. 1974

Beitragvon UFH » 11.04.2016, 22:27

...und das verschlossene Lager 6202 :wink:
Ich habe aber auch ein metallisch verschlossenes eingebaut und er hoffe mir, dass das Lager eine höhere Standfestigkeit auf weißt da das Fett bei Wärme nicht so einfach verschwinden kann.

Hast du kein 2/3 Wege Thermostat?
Viele liebe Grüße Hannes
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