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Bremskolben auspressen - wie gehts am besten?

Verfasst: 06.06.2009, 23:06
von Daniel_Buck
Hallo,

ich hab an meinen diversen /8ern schon des öfteren die Bremskolben mit neuen Dichtungen und Manschetten versehen.
Wenn dabei ein Kolben etwas oder sehr fest war, hab ich ihn noch am Fahrzeug mit Hilfe des Bremspedals und der Bremsflüssigkeit ausgepresst.
(Bremsbelag raus, dünnere Brettchen rein und dann den Kolben schrittweise rausgedrückt. Dann erst Sattel ausgebaut.)

Jetzt hab ich hier meinen letzten Stricher in der Garage, der nach drei Jahren Stillstand wieder auf die Straße soll.
Dabei möchte ich alle vier Sättel ausbauen und mit neuen Dichtungen, Manschetten, Belägen und Lack wieder einbauen.

Jetzt brauch ich ein anderes Bremskolben-Ausbau-Werkzeug.
Druckluft?
Fettpresse?
Oder gibts noch andere schicke Lösungen?

(keine Sorge, rostige Kolben werd ich nicht mehr einbauen.)

Gruß, Daniel

Verfasst: 06.06.2009, 23:15
von ölfuß
Fettpresse, bei 250 bar geht immer was...auch der festeste Kolben kommt !!
Hab mir ausner Fettpresse ein Einspritzdüsenprüfgerät gebaut. Funzt einwandfrei. Nur nach dem auspressen Fettreste gründlich enfernen aus dem Sattelgehäuse, sonst gibts Quelldichtungen !!!! Und die neuen nur mit entsprechender Montagepaste montieren z.B. ATE Paste.
Gruß Holger

Verfasst: 06.06.2009, 23:20
von JAS
Hi, jo entweder mit Fett oder halt DruLu.....ich finde die feinste Methode direkt am FZG mittels Bremsdruck, ist aber auch die Schmierigste...

PS: Zeig doch mal bitte Bilder vom /8`er! Ich liebe die Baureihe W114/115....280CE währe mein Auto.....

Verfasst: 09.06.2009, 12:47
von Daniel_Buck
Hallo Jens-Alexander,

hier meine (Ex-)Strich-Achter ...

Der ist leider verschrottet:
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Der hier Gott-sei-Dank vertickt:
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Der hier verkauft - wäre ne größere Baustelle geworden:
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Und den hab ich noch - ein Opa-Auto mit noch nicht mal 100.000km:
Bild

Gruß, Daniel

Verfasst: 12.06.2009, 14:44
von Erksi-Stapler
Moin.

Mit Druckluft auspressen, da hab ich mir jedesmal die dummen Fingerchen gequetscht. :( :(

Das letzte Mal versuchte ich es mit der Fettpresse. Geht ohne Finger quetschen.

Den Hydraulikanschluss habe ich mit einer passenden Schraube verschlossen.
Den M6er Entlüfternippel durch einen "Adapter" für einen M5er Schmiernippel versehen.
(Hatte keine M6er Schmiernippels zur Hand).
Dort, wo der Inbusschlüssel ist, gibt es eine Berabeitungsbohrung, die ich zum "Entlüften", vor der Fettfüllung benutzte.

Mit der Fettpresse lässt sich "gemächlich" der/die Kolben herausdrücken.


Was etwas länger dauert, ist das Entfernen des Fettes. (Heizöl, Diesel, Bremsenreinigerspray usw.)

Bild unten vom Beispiel, allerdings eine DoKoBremse einer Güllepumpe, soll nur so als Beispiel zu sehen sein.

Grüsse
WolFgang

Verfasst: 12.06.2009, 18:32
von Daniel_Buck
Hallo,

danke für die Tips,
ich werde auch den Weg "Fettpresse" gehen.

Gruß, Daniel