Der alte Apfelbaum

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Moderator: -Martin.Glaeser-

Der alte Apfelbaum

Beitragvon OPTI-MOG » 18.10.2019, 20:58

Liebe Unimog-Freunde,

er muss weg, sagt mein Freund - und ich kann ihn gebrauchen, meine ich.
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Re: Der alte Apfelbaum

Beitragvon OPTI-MOG » 18.10.2019, 21:01

... und was ich mit ihm vorhabe, verrate ich lieber noch nicht. Denn es könnte ja nicht klappen. :wink:
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Re: Der alte Apfelbaum

Beitragvon OPTI-MOG » 20.10.2019, 20:37

Liebe Unimog-Freunde,

nun doch: Ich möchte den Baum längs vierteln und in der Küche als Skuptur in einer Ecke des Raumes aufstellen. Entweder mit Wurzel oder Krone an der Decke.

Es geht also ums Trocknen (er ist schon ziemlich tot), Vierteilen (Laser, Kettensäge ...), Entrinden, Konservieren, Oberflächenbehandlung ...

Wer hat entsprechende Erfahrung und kann mir bitte entsprechende Hinweise geben?
Liebe Grüße

Christoph

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Re: Der alte Apfelbaum

Beitragvon amuell » 20.10.2019, 22:00

Servus Christoph,

glaub´s oder glaub´s nicht. Genau das habe ich auch schon vor gehabt. Auch Apfelbau, auch Deko.
Aber ich wollte ihn nicht vierteilen, sonder komplett verwenden.

Vor zwei Wochen habe ich ihn in Brennholz verwandelt - liegt noch im Hof, der Baum. Habe den Platz benötigt und einfach zur Zeit zu viele Baustellen.

Nachdem ich seit einigen Jahren Bergstöcke fertige (nicht verkaufe, sondern nur für Famile und Freunde als Geschenk) ein paar Hinweise (Bergstöcke müssen auch konserviert werden):

Ideal ist es den Baum oder auch Bergstock im Januar zu schlagen. Dann ist das Holz schön trocken. Aber die Frage stellst sich bei Dir nicht mehr, ist nicht schlimm, geht so auch.
Gehe mal davon aus, dass das Holz mindestens zwei/drei Jahre benötigt um "trocken" zu sein.
Es gibt auch eine Faustformel pro cm mindestens ein Jahr. Na ja, da brauchst bei dem Oldtimerbaum nicht zu warten.
Luftig und vor allem tocken lagern.

Die erste Frage ist, ob du die Rinde am Baum lassen willst, oder ob Du ihn ohne Rinde aufstellen willst.
Egal ob du ihn mit oder ohne Rinde verwenden willst, würde ich die Rinde am Holz lassen.
Wenn Du die Rinde enfernst und luftig und evtl. in der Sonne trocknest, wird das Holz "grau". Besser ist es die Rinde nach dem Trocknen zu entfernen, zumindest mache ich das immer so.

Was man nicht tun sollte ihn in einen geheizten Raum stellen, oder in einen Raum ohne Luftzufuhr.

Wenn der Baum (mit Rinde) trocken ist, abbürsten mit einer groben Bürste, mit einem Lappen abwischen und dann mit Öl einlassen. Öl dringt viel tiefer ins Holz als Lack. Es gibt hier sehr gute Holzöle, man kann aber auch das gute, alte Balistolöl nehmen, oder auch einfach Leinöl. Es geht auch beides, ich verwende immer beide Öle.
Aber bitte beachten, wenn Du den Baum einölst und er ist noch nicht trocken sperrst Du die Feuchtigkeit im Baum ein. Ein geölter Baum mit Rinde sieht recht urig aus, Deko-Äpfel mit Deko-Blätter sind denkbar und sind auch stimmig z.B. in der Küche.
Wenn Du die Rinde nicht magst, dann gibt es auch wieder verschiedene Möglichkeiten. Meine Tochter wollte einen bemalten Wanderstock. Den musste ich dann entrinden. Habe ich mit einem Zugmesser recht gut hinbekommen und dann mit groben Schleifpapier die Reste entfert. Geht auch mit einer Schrubbscheibe auf kleiner Flex.

Apfelholz ist ein wunderschönes Holz. Warum den Baumstamm nicht mittig mit einem Längsschnitt aufschneiden, hobeln, schleifen und so das tolle Holz sichtbar machen.

Nochmal in Kurzform:
Trocknen lassen mindestens zwei Jahr, besser drei Jahre. Mache ich zumindes mit den Bergstöcken so.
Rinde erst nach dem Trocknen entfernen oder falls diese entfernt wird, dunkel lagern, ohne direkte Sonnenenstrahlung. Oder was auch geht...bei jemanden nachfragen, der eine Holztrockungsanlage hat.
Wenn das Holz trocken und bearbeitet wurde, einölen ("Holz anfeuern"), oder mit Klarlack überziehen.
Ich stelle ein paar Bilder vom Bergstock meiner Tochter ein. Ist ein "Diorama" Bergstock mit Bienenstock geworden.

Viele Grüße
vom
Axel
Zuletzt geändert von amuell am 20.10.2019, 22:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Der alte Apfelbaum

Beitragvon amuell » 20.10.2019, 22:42

..und nochmal...

ein paar Bilder vom "Bienenstock". Meine Tochter ist Hobbyimkerin und deshalb wurde der Wanderstock auf "Bienen "getrimmt".

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Viele Grüße
Axel
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Re: Der alte Apfelbaum

Beitragvon OPTI-MOG » 21.10.2019, 18:16

Servus Axel - Du alter Holzwurm,

danke für Deine Tipps. Die "flache" Version wäre auch zu überdenken. Vielleicht schafft man sogar beides gleichzeitig. Dafür würde man aber eine horizontale Bandsäge mit sehr großem Durchlass benötigen (mobiles Sägewerk?). Mit der Kettensäge gäbe es zu viel Verschnitt und es wäre auch sehr schwierig einen geraden und glatten Schnitt hinzubekommen.

Den Baum werde ich in den nächsten Tagen genauer vermessen um die gestalterischen Möglichkeiten näher zu erkunden.

Wieder ein spannendes Projekt, wo ich doch schon mehr als genug habe. :evil:
Liebe Grüße

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Re: Der alte Apfelbaum

Beitragvon OPTI-MOG » 25.10.2019, 19:44

Liebe Unimog-Freunde,

eine Woche später und schon viel klarer: Mit dem Viertel in der Ecke wird es nichts. Aber die Hälfte könnte sich ganz gut machen. Auch in dünnen Schichten. Das Apfelbaumholz ist jedenfalls extrem farbig.
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Liebe Grüße

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Re: Der alte Apfelbaum

Beitragvon ret » 25.10.2019, 22:02

Das Apfelbaumholz ist jedenfalls extrem farbig.


Moin Christoph,

und deshalb eignet es sich auch sehr gut zum Drechseln.

Wenn von deinem Bäumchen also nocht "Reste überbleiben"........ :)
Liebe Grüße,

Reiner (jetzt mit Edelmog)

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Re: Der alte Apfelbaum

Beitragvon OPTI-MOG » 26.10.2019, 14:54

Moin Reiner,

die Reste hat sich mein Nachbar schon genommen, als Lohn für's Helfen.

Übrigens, ich bin auch Drechsler seit meiner Jugend. Das letzte mal in Aktion bei der 950-Jahrfeier unseres Dorfes vor drei Jahren.

Die Drechselbank von 1860 hatte zunächst einen Wippenantrieb, ab ca. 1930 wurde sie mit einem Drehstrommotor und Lederriemen in drei Stufen angetrieben. Ich habe dann 1975 auf dreistufigen Keilriemenantrieb umgerüstet. Die größten Objekte waren ein Kerzenleuchter aus einem alten Telegrafenmast und ein Teller aus Kambalaholz mit 40 cm Durchmesser am umgedrehten Spindelstock gedreht.
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Liebe Grüße

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Re: Der alte Apfelbaum

Beitragvon OPTI-MOG » 26.10.2019, 20:42

Liebe Unimog-Freunde,

nach dem Entsorgen des Reisigs waren alle Spuren im Apfelgarten beseitigt.
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