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Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Verfasst: 26.02.2014, 19:38
von martin71
Die Gschicht zu den Bilder gibt´s auf der Seite davor.

Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Verfasst: 26.02.2014, 19:55
von mogsammler87
Hallo Martin,

wiedermal ein schöner Bericht! Weiter so.
Ich glaube du musst noch einen Mog restaurieren damit du eine neue Geschichte für uns hast ;)

gruß
Robert

Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Verfasst: 27.02.2014, 12:52
von martin71
Servus Robert,
:danke für die nette Rückmeldung. Das mit dem weiter so bezweifle ich. Es wären zwar noch der eine oder andere restaurationswürdige Mogl und somit ausreichend Stoff vorhanden, aber das mit dem Schreiben geht dann doch ziemlich in die Zeit und die möchte ich erstmal in andere Dinge als das Schreiben stecken. Außerdem überrascht es immer wieder, wie wenig an den Gschichten interessiert sind. Die meisten sind nur reine Bilderanschauer und es ist gerade mal einem Drittel der Leute werte, eine Seite zurückzublättern um evtl. die neben den Bilder die Gschichte zu lesen.
Ich werde wie angekündigt die UVGs über die Restauration meines Mogls hier noch zu Ende erzählen, und dann bin ich erstmal weg. Also Viel Spaß noch mit den verbleibenden 4-5 UVGs. Heute Abend gibt es schon die nächste, wie sind ja jetzt im Endspurt :wink: .

Viele Grüße
Euer Martin

Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Verfasst: 27.02.2014, 13:25
von norbi99
Hallo Martin

Gratulation zu deiner Restauration wie auch zu der Geschichte.

Woraus schliesst du, dass so wenige interessiert sind an der Geschichte? Ich bin auch nur stiller Geniesser deiner Geschichte... Nur weil keine Antworten eintreffen muss das Ganze nicht uninteressant sein. Und wenn alle zufrieden sind - reklamiert auch keiner :D

Gruss und weiter so

Norbert

Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Verfasst: 27.02.2014, 13:44
von martin71
Servus Norbert,
Danke für die aufmunternden Worte, ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich meine Zeit auf andere Dinge lenken muss bzw. will.
Das mit dem Interesse schließe ich daraus, das die Bilder auf der letzten Seite 75 Klicks haben, die Bilder und die UVG auf der Seite davor gerademal 25, also rund ein Drittel. Oder ist das ein Trugschluss und funktioniert die Zählfunktion nicht richtig?

Viele Grüße
Martin

Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Verfasst: 27.02.2014, 14:26
von mj1309
Hallo Martin

ich kann mich Norbert nur anschließen. Ich bin auch nur ein stiller Leser und freue mich schon immer auf die Fortsetzung. Ich bewundere Dich, wie du diese Restauration durchgezogen hast. Mach weiter so!!!

Viele Grüße Jens
aus dem Norden (Hannover)

Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Verfasst: 27.02.2014, 14:32
von dr.doolittle
Hallo Martin,
Ich oute mich hier auch (wieder einmal) als stiller Genießer, Danke für deine Geschichten!
Natürlich verstehe ich auch, wenn du dich danach wieder um andere Tätigkeiten kümmern willst, die meisten hier haben auch noch andere Hobbies als das Internetz :wink:
Vielleicht sehen manche die Bilder öfter an, um weitere Details zu entdecken, während man den Text nur einmal zu lesen braucht um alles zu verstehen? Oder seh nur ich die versteckten Botschaften zwischen deinen Zeilen nicht? :wink:

Gruß Hannes

Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Verfasst: 27.02.2014, 14:40
von rm411
Hallo Martin,

eindeutig eine falsche Schlussfolgerung, zumindest bei mir. Ich lese den Text und schaue mir die vorhandenen Bilder dazu an, hatte aber noch nie das Bedürfnis diese anzuklicken, also zu vergrößern. Mag eventuell auch daran liegen, das ich mit einem Mac arbeite und dieser einfach einen großen und sehr gut auflösenden Bildschirm hat.
Also....weiter so.

Grüße

Ralf

Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Verfasst: 27.02.2014, 18:42
von martin71
Servus Jens, Hannes und Ralf, liebe Community
Danke für die netten Worte und das positive Feedback. Es wird aber dennoch nichts daran ändern, dass ich vorhabe hier erstmal kürzer zu treten und weg zu sein. Wie gesagt, es hat mehrere Gründe. Ich baue nebenbei ein Haus um, da gibt es noch genügend zu tun, wie es die Bilder aus der Rubrik Unimog im Einsatz zeigen, dann habe ich einen Schrauberstammtisch gegründet, da ich persönliche Kontakte vorziehe, dann will ich mehr Zeit haben, mal wieder eine Restauration anzugehen frei nach dem Motto "Schrauben statt Schreiben" um dann mal wieder was zum UVG-Schreiben zu haben, wenn mir danach ist, und nicht zuletzt ärgert mich das Verhalten der schweigenden Masse frei nach dem Motto „ned gschimpft ist scho globt gnug“. Das ist vielleicht das, was Du Hannes zwischen den Zeilen herausgelesen hast.
Sobald in der UC jemand nicht ganz was korrekt macht finden sich genügend Meckerer und Kritisierer, aber bei was positiven mal Lob und Anerkennung auszudrücken, das bringen nur die wenigsten hin. Find ich schade :? Schade dass die schweigende Masse so groß ist. Mich nervt die nur Konsumentenhaltung, eine Community lebt von interessanten und positiven Beiträgen, Erfahrungsgeschichten und schönen Gschichten, ansonsten verkommt die UC mehr und mehr zu einem Verkaufs- und Meckerforum. Da hilft selbst die intensive Arbeit im Technikforum von einigen wenigen hier, vor deren Tätigkeit ich hier anerkennend den Hut ziehen möchte :danke , nichts.
Jens, Hannes und Ralf, ihr seid da jetzt die falschen Adressaten, da ihr zuvor schon eine der wenigen positiven Ausnahmen wart. So jetzt genug gemeckert, mal wieder was Positives, eine neue UVG, auch wenn die heutige Gschicht nicht nur Positives hat, aber eine Gschicht übers Scheitern kann auch sehr unterhaltend sein, und das ist, was ich letztendlich bieten möchte - Unterhaltung, aber dazu gehören bei einer guten Unterhaltung mindestens zwei, sonst wird es ein Monolog. Und zu dem habe ich zukünftig keine Lust mehr. Ich hoffe ihr könnt das nachvollziehen. Also bewegt Euch ein bißchen aus Eurer Komfort- und Konsumentenhaltung und tragt selbst mehr zur UC bei und überlasst es nicht einiger weniger!

Viele Grüße
Euer Martin

Der Unimogvirus & Ich - Oben ohne zum TÜV–mit Ölbad

Verfasst: 27.02.2014, 18:50
von martin71
Liebe UVGler,
es war soweit, der TÜV Termin war schon seit Tagen vereinbart. Der Mogl war zwar noch nicht ganz komplett (Stoßstange, Verdeck, Pritsche und die unteren Halbschalen der Bremsabdeckungen fehlten), aber das war für einen erfolgreichen TÜV nicht notwendig. Für Stoßstange, Verdeck und Pritsche war mir die Zeit ausgegangen, das wollte ich am Abend noch nachholen. Die Halbschalen hatte ich bewusst noch nicht montiert, damit nach der erster Probefahrt bzw. Fahrt zum TÜV die Bremsen noch eingestellt werden können.
Alle Flüssigkeiten waren drin, und somit konnte bzw. vielmehr sollte es los gehen. Der Motor sprang sofort an und zauberte mir ein breites Grinsen aufs Gesicht. Nach kurzem Lauschen wollte ich aus der Halle rausfahren, doch es tat sich nichts .... Schreck. Also Motor aus und nach der Ursache gesucht. Ich hatte schon alle mögliche Horrorszenarien im Kopf, aber die Ursache war recht simpel und schnell gefunden. Der Wählhebel für die Zwischengänge war in einer Zwischenstellung. Ich war einfach mit dem Hebelwald einfach noch nicht vertraut, auch verständlich, bei der wenigen Unimogfahrpraxis die ich bis dato hatte. Also Hebel rein und den Motor ein zweites mal neu gestartet. Wieder Grinsen, das mir aber gleich wieder verging. Der Spezl, der dabei war, winkte ganz hektisch: Ausmachen! Der Mog war leider "inkontinent". Hinten bei einer offenen Hydraulikrücklaufleitung saute Öl raus. Ich hatte ein der Eile keine "Endkontrolle" gemacht und logischerweise übersehen, dass ich am Ende der Leitung keine Kupplungsstück verbaut hatte und so die Leitung ungehindert sauen konnte. Also mal eben den Mog abgewischt. Um die Ölpfütze am Boden wollte sich mein Spezl und mein Vater kümmern, der bei dem besonderen Ereignis natürlich auch dabei war. Das Sägemehl konnte auch ohne mich seine Aufgabe verrichten. Ich schaute dass ich weg komme.
Also ging es an den dritten Versuch. Wieder sprang der Motor sofort an, ich konnte auch rausfahren und der Unimog war "dicht", insofern man von dicht bei Unimogs, das einem einzigen großen selbstfahrendem Getriebe gleicht, überhaupt sprechen kann.
Die 2 km offene Fahrt "oben Ohne" durch die herrlich oberbayrische Landschaft war ein Traum. Begeistert wurde ich auch von dem TÜV-Prüfer begrüßt, der ebenfalls Unimogliebhaber ist und dem übrigens der 403er gehört, den ich mir als Referenz ausgeliehen hatte.
Erste sehr gebührende Blicke und Worte, bis er sich die den Unimog genauer angesehen hatte. Da war Alles voller Öl, hinten wie vorne und das bis auf eine Höhe von ca. 1,2 m, besonders arg war es auf der rechten Seite. Mit dem Ölaustritt hinten konnte ich mir das nicht erklären. Es musste von vorne kommen. Also hab ich die Motorhaube aufgemacht und die Quelle des Öl war schon gefunden.
43A Nachschauen wo´s Öl herkommt.jpg
43A Nachschauen wo´s Öl herkommt.jpg (52.94 KiB) 1679 mal betrachtet
Ich hatte massiven Ölaustritt am Hydrauliktank im Bereichs des Rückflussflansches, der mit vielen kleinen Schrauben und eine Dichtung am Tank verschraubt war. Der Grund war mir schnell klar. Ich wollte den Hydrauliktank in meinem Erneuerungswahn lackieren und dafür komplett zerlegen. Das Schauglas hatte ich schon draußen, da war ohnehin eine Ecke abgebrochen (war zwar nur ein Schönheitsfehler, aber es zählen ja vor allem die inneren Werte), beim Lösen der vielen Schrauben kaum wir was dazwischen. In der Zwischenzeit hatte ich mich jedoch auf ein Besseres besonnen und beschlossen den Flansch einfach abzukleben. Das Demontieren der vielen Schrauben wollte ich mir sparen. Dass ich die Schrauben noch nicht wieder angezogen hatte, sollte mir leider erst wieder durch das Ölbad bei der TÜV-Vorstellung in den Sinn kommen. Etwas Öl wäre nicht so schlimm gewesen, aber das Öl hatte sich über die Räder und den Fahrtwind komplett auf dem Unterwagen inkl der Bremsen verteilt. Das war der Knackpunkt. Da ich die Bremsen ggf. noch einstellen wollte, waren die unteren Halbschalen nicht montiert und so konnte sich das Öl komplett auf den Bremstrommeln und den Bremsbelägen verteilen. Alles weitere erübrigte sich.
Gefrustest ging es wieder nach Hause bzw. in die Werkstatt, wo das Sägemehl vom weiteren peinlichen Vorfall mit dem Ölfleck von heute zeugte.
43B Ölfleckbeseitigung.jpg
43B Ölfleckbeseitigung.jpg (56.18 KiB) 1679 mal betrachtet
Wenn ich Pech hatte, brauchte ich wieder neue Bremsbeläge, wenn nicht sogar neue Bremstrommeln. Am besten wäre es gewesen, alle Räder gleich abzumachen, Trommel abziehen und mit Bremsenreiniger sauber machen. Aber es war schon 21:00 Uhr und ich hatte vor allem keine Lust mehr. Es mußte bis morgen früh warten. Und Ihr dürft auch bis morgen warten, dann gibt´s die nächste UVG.

Viele Grüße
Euer Martin

Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Verfasst: 27.02.2014, 19:08
von mogsammler87
Hallo Martin,

solche Rückschläge treffen einen natürlich, vorallem wenn man so viel gemacht hat.
Bei mir gab es auch einen, auch wenn nur sehr kleinen, Rückschlag. Wir hatten den 411er zur BayWa gebracht um neue Reifen aufziehen zu lassen, und Tüv zu machen. Mein Vater fuhr den Unimog und ich fuhr mit den 4 neuen Reifen im Kofferraum meines Kombis hinterher. Als wir dort Waren und alles abgegeben hatten fiel mir auf dass ich die Schläuche daheim vergessen hatte..... Zuhause dann die Schläuche eingepackt und noch schnell abgegeben. TÜV war am Ende kein Problem, keine Mängel :D H-Kennzeichen sowiso ;)

gruß
Robert

Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Verfasst: 27.02.2014, 19:15
von martin71
Servus Robert,
ja, nervt schon etwas, aber leider trifft ab und zu folgender Spruch zu:
"je besser man plant, desto härter trifft einem der Zufall!" Man kann nicht Alles perfekt bis ins letzte Detail planen, irgendwann vergißt man was, vor allem wenn es soviel ist was man vergessen kann :wink: . Das hab selbst ich mal einsehen müssen. Aber das ist ja auch ein gute Erfahrung :D .

Viele Grüße
Martin

Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Verfasst: 27.02.2014, 20:42
von pelisol
Einen schönen guten Abend Martin,

danke für deine Gutenachtgeschichte, ich freue mich immer sehr auf deine UVG und kann es kaum erwarten diese dann auch zu lesen, - da wird mir sicher Etwas fehlen - aber eine Weisheit besagt: -"du mußt alte bekannte Wege verlassen um neue noch Interessantere zu finden, auch wenn manchmal Sackgassen dazwischen liegen".
Mach deine Auszeit und deine anderen Projekte und dann kommst du einfach wieder.
Aber jetzt freue ich mich auf die restlichen UVG´s.

Bis bald dann - Stefan

Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Verfasst: 28.02.2014, 09:40
von MatzeR
Hallo Martin,

Ich oute mich hier auch mal als leider nur stiller Mitleser der sich das Lob gespart hat. (ich komme aus besagtem Bundesland deines Zitates und behaupte mal es liegt in meinen Genen :roll: ). Dazu ist mein Projekt noch in den Kinderschuhen und ich kann leider mit Rat wenig zur Seite stehen. Außer jemand hat zufällig eines der Fahrzeuge die ich schon fertig habe.

hatte mich vor einen Jahr hier vorgestellt mit der Anschaffung meines 411ers:
http://www.unimog-community.de/phpBB3/p ... ml#p406184

Mein Arbeitgeber hat mir einen großen Strich durch die Rechnung gemacht und daher sitze ich seit 9 Monaten in Shanghai ohne alle Fahrzeuge. Da ich für drei Jahre oder länger hier sein werde und mit dem guten Gewissen dass die Teile des 411 auf drei Orte verteilt eingelagert sind, ist dein Bericht meine Medizin gegen den Virus.

Lese täglich den Bericht nach und würde ohne dich sterben.
Daher meine Bitte doch weiterhin etwas aktiv zu sein (soweit es die Zeit natürlich erlaubt).
Wenn möglich schreibe doch noch 2 Jahre und 3 Monate weiter. Denn wie soll ich sonst meine Sucht überbrücken :wink:

Ansonsten zum Schluss so ein kleiner Schmunzler, Wie du aus einem Farbeimer die Halterung gebastelt hast.
Ich habe aus einer alten Pferdetrense auch eine Halterung gemacht. Damit ist meine Kurbel am Allgaier befestigt, die leider das letzte mal am 24.12 Geschwungen wurde.

Gruß aus Schanghai,
Matze

Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Verfasst: 28.02.2014, 09:58
von OPTI-MOG
Tja Martin,

bei der verständlichen Ungeduld kurz vor dem Ziel (TÜV) waren die Pannen regelrecht zu erwarten. :wink:

Aber da bist Du nicht alleine: Ein frisch restaurierter Unimog in meiner näheren Umgebung hatte bei den ersten Ausfahrten meist irgendeinen anderen Fehler. Nun werden sie langsam weniger.

Danke für Deine ausführlichen und aufschlussreichen bebilderten Reportagen, die ich oft interessiert gelesen und geguckt habe. Und allzeit gute Fahrt und viel Freude mit Deinem neuen Spielzeug!