Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Der Mogler steht im Vordergrund: Unimogtreffen, Ausfahrten, Berichte, TV-Tipps, Unimog-Witze.

Moderator: -Martin.Glaeser-

Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon ret » 07.11.2013, 00:54

Lieber Martin,

die Story ist ganz nett und am Vokabular hast Du auch gearbeitet. :)

Doch die gelieferten Bilder sind eine absolute Katastrophe. :roll:

Wer interessiert sich noch für eine "versiffte" Banane und deren Innenleben??????????????????????????????????? :mauer

Bilder eines vollgesauten, beleidigten, entsetzten, tief frustierten und zutiefst enttäuschten Restaurators hätten die Leser garantiert mehr interessiert. (vielleicht sogar amüsiert) :lol:
Liebe Grüße,

Reiner (jetzt mit Edelmog)

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Meine Unimoggeschichte - „Woher bekomme ich ein HKH-Gestänge

Beitragvon martin71 » 07.11.2013, 19:24

Liebe UCler, Geschichten-, Bildinteressierte und insbesondere Bananenliebhaber :wink: ,
heute geht´s zum nächsten „Adventstürchen“. Heutige Geschichte: „Woher bekomme ich schnell ein Gestänge für den Heckkraftheber?“
Beim Kauf des Unimogs hab ich selbst gar nicht so detailliert auf die Ausstattung geachtet. Ich hab mich da ganz auf die Expertise vom „Luggi“ verlassen. Mir war nur wichtig, dass er einen Heckkraftheber und eine Zapfwelle hinten hatte. Dass er das große G-Getriebe mit der Doppelkupplung hat, haben wir erst bei der Erneuerung der Kupplung angenehm überrascht festgestellt. Der typische zweifache Druckpunkt der Doppelkupplung war vorher nicht spürbar.
Das Fehlen des HKH-Gestänges wurde mir erst so richtig bewusst, als ich mir überlegte, wie ich den Holzspalter und die Seilwinde, die ich kurzfristig erstehen wollte, transportieren sollte. Also hab ich den Schwiegersohn vom Vorbesitzer angerufen. Achja, ich hab noch gar nichts zum Vorbesitzer (dem Erstbesitzer :D ) gesagt: Es war ein ca. 80 jähriger Zuckerrübenbauer aus der Straubinger Gegend. Er ist bis zuletzt mit dem Unimog als „Fortbewegungsmittel“ gefahren, bis seine Familie zu der Ansicht kam, es würde zu gefährlich werden, für Ihn und vor allem für die anderen Verkehrsteilnehmer. Also wurde er, zum Glück für mich, verkauft, und das noch zu einem akzeptablen Preis :party .

Der Schwiegersohn sagte mir am Telefon, dass Sie das Gestänge jahrelang nicht mehr am Unimog hatten und es irgendwo in der Gegend herum lag. Irgendwann hat es vermutlich gestört und wurde weggeworfen …..! Er wollte aber nochmal nachsehen. Das hat er, aber mit negativem Ergebnis. Es war weg.
Ich hab mich in der Zwischenzeit schon mal im Internet umgesehen und war wieder überrascht über die Preise. Eine einzelne Hubspindel ging teilweise in der Bucht für 250-300 € weg. Ich brauchte zwei und den Rest des Gestänges. Erschrocken hab ich dann mal hochgerechnet, was mich es kosten wird und hab tief geschluckt. Da wurde mir das erstemal so richtig bewusst, dass aufgrund der großen Nachfrage für Einzelkomponenten insbesondere der Sonderausstattungen ein zerlegter Unimog wesentlich mehr wert ist bzw. am Markt Geld bringt, als ein kompletter. Eigentlich ein Frevel, ist aber leider so, auch wenn einem das Herz blutet.
Zum Glück hab ich in der Zwischenzeit mal wieder ein kleines Schwätzchen mit einem Nachbarn gehalten, der nicht nur Unimogliebhaber sondern auch mehrfacher Besitzer ist. Ich habe nebenbei mein Problem geschildert. Er sagte mir, Du musst nur Geduld und etwas Glück haben, dann findest Du zum akzeptablen Preis ein Gestänge. Nur ich hatte kaum Geduld, ich wollte Spalter und Winde kaufen und in Betrieb nehmen. Aber auch da wurde mir geholfen. Der Nachbar hatte passend zu Jahreszeit wieder den Salzsteuer auf seinem Mog montiert und brauchte das Gestänge vorerst nicht. „Kannst es Dir gerne ausleihen“. Also bin ich nix wie los, das Gestänge abgeholt und montiert. Somit stand einer Abholung des Spalters und der Winde nichts mehr im Weg.
In der Zwischenzeit bin ich sogar zweifacher Besitzer eines eigenen Gestänges. Eines mit Schnellfanghaken und eins mit den Kugeln.
Mehr dazu die nächsten Tage und jetzt erstmal wieder ein paar „katastrophale“ Bilder. Ich hoffe die Bilder langweilen richtig, gell ret, aber Du kannst ja gerne wegschaun… :roll: .

Viele Grüße
Euer Martin
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Mog I Montage vom ausgeliehenen Gestänge Heckkraftheber.jpg
Abendliches Schrauben
Mog I Gestänge HKH.jpg
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon krabbler » 07.11.2013, 23:44

moin,

hier macht das Lesen (und Bilder ansehen ;) ) richtig Spaß! Vielen Dank für den Thread!
Toll geschrieben, interessante Geschichten und Erlebnisse, genial!

mfg
Fabian
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 07.11.2013, 23:48

Servus Fabian,
:danke für das Lob! Tut gut, wenn mal fürs Fingerwundschreiben positives Feedback kommt :mrgreen: . Dafür gibt's ein "Say Thanks".
Morgen gibt es die nächste UVG (UnimogVirusGeschichte). Es geht um die "Geschichte rund um den Frontkraftheber".

Viele Grüße
Martin
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 08.11.2013, 18:36

Liebe UCler, Geschichten- und Bildinteressierte,
auf dem heutigen UVG-Türchen (Unimogvirusgeschicht) steht: „Warum und wie bekam mein Mogl ein Hardtop?“.

Wie oben schon geschrieben, hatte mein Unimog (Spitzname „Mogl“, hast sich später mit dem Kauf von Mog II aus der Nummerierung von Mog I abgeleitet) schon Tauschsitze, damit ich mir beim Fahren nicht mehr den Rücken aufscheuere. Als nächstes stand das Verdeck an. Das alte war undicht und ich hab immer eine alte Markise drüberwerfen müssen, wenn es stand.
Mein Konzept war, mit Tauschkomponenten für Sitz und Verdeck erstmal den Unimog solange wie möglich fahrbereit zu halten, um dann über die Weihnachtsferien gemäß Luggi „a bisserl mehr zu machen“. Also überlegte ich mich, ein Hardtop wäre nicht schlecht, gerade für die Herbst- und Wintersaison. Also habe ich etwas recherchiert und dann in der Nähe von Landsberg eins gefunden und gekauft. Ich hatte vorher das Verdeck abgemessen und war der Meinung, das Hardtop würde in meinen Kombi passen. Hat es leider nicht, es fehlten wenige aber entscheidende 2-3 cm. Also bin ich wieder zurück und hab am nächsten Nachmittag einen Transporter angemietet, bin wieder nach Landsberg gedüst, das Hardtop eingeladen, das Hardtop bei meinem Eltern, wo der Unimog stand, abgeliefert und wieder nach Hause. War mal eben eine kleine Spritztour von ca. 400 km.
Also war ich jetzt stolzer und glücklicher :D Besitzer eines Eller-Hardtops mit Dachluke und Innendämmung, die jedoch mitsamt dem Stoff zerbröselte und mit „ohne Fenster“ :( . Ich dachte, so ein Fenster kann nicht so teuer sein. Glücklich war ich auch noch, also ich bei Eller eine Ersatzteileliste mit allen den Sachen bekam, die ich für das Hardtop brauchte. Die umlaufende Dichtung und vor allem ein Schiebefenster. Beim Kontakt mit der Firma Eller kam es auch einmal dazu, dass ich Herrn Eller Senior am Telefon hatte. Ich war erstmal völlig perplex, da er für mich zum Unimog und seiner Geschichte mit dazu gehört und wenn ich mich recht entsinne, auch schon im Büchlein „Geschichten rund um den Unimog“ über ihn gelesen hatte und er für mich ein gefühltes „Unimogurgestein“ ist.
Als ich von den Preisen für die Ersatzteile erfuhr, war nicht nur mein Glück deutlich geschmälert, sondern auch mein Geldbeutel. Aber Ihr wisst ja selbst, sobald es um das Hobby geht, schließt sich der Verstand und öffnet sich das Portemonnaie.
Das Schiebefenster war schnell im Hardtop eingebaut, das in der Zwischenzeit schon den Platz auf dem Mog gefunden hat. Also zog es jetzt beim Fahren nicht mehr ganz wie Hechtsuppe und es sind mir auch nicht mehr soviele Schaumbrösel in den Nacken gefallen.
Also war mein Unimog jetzt richtig herbsttauglich. Nur blöd, dass ich meinen 3 wöchigen Jahresurlaub auf Ende das Jahres gelegt hatte, und vom Hardtop nicht mehr viel hatte, da ich in den Weihnachtsferien mit der Restauration angefangen hab.
Aber in der Zwischenzeit habe ich wieder eine gute Verwendung gefunden. Also greife ich mal etwas vorweg. Wie Ihr evtl. in der Community an den ein oder anderen Bildern gesehen habt, habe ich mittlerweile auch einen Forstmog auf Basis eines 406 Cabrios. Der Mog II trägt den Spitznamen „Monster“ :twisted: , den ihm meine Freundin wegen seines brachialen Aussehens und der Lautstärke (hochgelegter Auspuff!) gegeben hat. Außerdem hat er mir zusammen mit meinem MM (Müller Mitteltal Einachskipper) den fast den kompletten Ringfinger „abgebissen“: . Naja, Nomen est omen. Hab schon überlegt im einen kompletten Maulkorb zu verpassen.
Für das „Monster“ ist das Hardtop ideal. Nur habe ich bisher noch keine Zeit gefunden, das Hardtop komplett zu restaurieren. Zerlegt ist es schonmal. Aber die nächsten Weihnachtsferien nahen ja. Um Anfragen vorzubeugen, nein ich beabsichtige nicht, das übrige Klappverdeck zu verkaufen. Tut mir leid!

Viele Grüße und bis zum nächsten UVG-„Adventstürchen“
Euer Martin

P.S.: Wenn ich im Tagesrythmus so weiter mach, hab ich bald keine Geschichten für den richtigen Advent mehr. Mal sehen….Vielleicht muss ich auf Mehrtagesabstand umstellen um dann zum 1.12. wieder zurückzukehren.
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HT Behelfsverdeck.jpg
Vorher Bild - ohne Markisse gings naß rein - einer der Gründe für den Hardtopkauf
HT Mog I mit Hardtop und HKH-Gestänge.jpg
Mog mit Hardtop und mit "ohne Scheibe"
HT Mog I Teure Schiebescheibe.jpg
Zuletzt geändert von martin71 am 08.11.2013, 19:32, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 08.11.2013, 18:41

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HT Mog I Mit Hardtop und Fenster.jpg
Nachher = Vorher weil ich es bereits wieder herunten hab zum Herrichten fürs Monster
HT Mog II Restauration.jpg
Herrichten fürs Monster - in Zerlegung
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 08.11.2013, 22:00

oooppppss :oops: Ich seh gerade, ich habe die Reihenfolge vertauscht, heute sollte eigentlich wie angekündigt die UVG vom Frontkraftheber kommen. Egal, dann wisst Ihr halt jetzt, um was es morgen geht :D .

Viele Grüße
Martin
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon deichkind » 08.11.2013, 23:37

Moin Martin, tolle Geschichten und Bilder!
Freue mich jedesmal, wenns was neues gibt.
Bitte weiter so! :spitze
Grüße aus dem Norden Jan.
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Der Unimogvirus & Ich - UVG zum FKH und UFS

Beitragvon martin71 » 09.11.2013, 01:21

Liebe UCler, Geschichten- und Bildinteressierte,
ist den heute schon morgen? ja! "Adventstürchen" werden normalerweise am Morgen aufgemacht. Für die Frühaufsteher unter uns gibt es die UVG (Unimogvirusgschicht), schon als Nacht- bzw. Frühausgabe.
Heute gibt’s eine neue, die zum Frontkraftheber.
Ich habe Euch ja schon geschrieben, dass ich mir einen Spalter und eine Winde kaufen wollte um damit Holz zu machen. Da ich damals nur einen Mog hatte, ging ich als typisch Kopfgesteuerter erstmal der theoretischen Betrachtung nach, wie ich am besten beide Geräte in den Wald transportiere. Entweder zweimal fahren, oder einmal fahren und zwei Mitnahmemöglichkeiten haben. Eine hatte ich mit dem HKH und dem frisch geliehenen Gestänge schon. Obwohl Unimogfahren wahnsinnig Spaß macht, hat dann doch der Drang nach mehr Ausstattung gesiegt. Also brauchte ich noch einen Frontkraftheber und zu dessen Befestigung einen Unterfahrschutz inkl. Anbauböcke. Also wurde bei einem Spezl anlässlich meines Geburtstages vor ziemlich genau drei Jahren ein Frontkraftheber und der Unterfahrschutz erstanden.
Die Teile hab ich in üblicher Manier gleich auf der Garageneinfahrt montiert. Hier die Bilder dazu. Praktisch dabei war auch der Einsatz des Wagenhebers aus dem Bordwerkzeug, den ich zum Glück bisher noch nie zum Reifenwechseln aufgrund eines Plattfusses gebraucht hab.

Viele Grüße
Martin
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Montage Unterfahrschutz.jpg
Zur Montage brauchts ...
Montage Unterfahrschutz I.jpg
nicht nur die notwendigen Kleinteile ...
Gut sortiertes Werkzeug.jpg
sondern auch "gut sortiertes" Werkezeug ;-)
Zuletzt geändert von martin71 am 09.11.2013, 01:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Der Unimogvirus & Ich - UVG zum FKH und UFS

Beitragvon martin71 » 09.11.2013, 01:28

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Teile FHKII.jpg
Als Montagehilfe für die nicht ganz leichten FKH-Teile konnte wunderbar
Montage FKH II.jpg
der Bilstein-Wagenheber aus dem Bordwerkzeug eingesetzt werden
Montage FKH III.jpg
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Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 10.11.2013, 09:44

Liebe UCler, und UVG-Interessierte und Bananennichtwegschauer,
heute geht die UVG (Unimogvirusgschicht) über die Winde und den Holzspalter, was Euch wahrscheinlich nicht sonderlich überraschen wird.
Da Holzmachen und der dafür notwendige Holzspalter und die Seilwinde die Argumentationshilfe für den Unimogkauf waren, mußte ich natürlich langsam Fakten schaffen und Taten folgen lassen, da ich den Unimog bereits 2 Monate in meinem stolzen und glücklichen Besitz hatte.
Ich hatte mich schon hinsichtlich der Geräte bei meinem Händler des Vertrauens beraten lassen. Es sollte ein 12 Tonnen Holzspalter von Forestello werden und eine 4,5 t Winde von Taifun. Größere Geräte oder einen Binderberger wollte und konnte ich mir nicht mehr leisten, da das Portemonnaie bereits stark geplündert war, und schließlich brauchte ich auch noch den einen oder anderen Euro für das „a bisserl was macha“.
Die Geräte wollte ich auch unbedingt mit dem Mog selbst abholen. Ihr seht vermutlich langsam die Logik bzw. den roten Faden der vorherigen UVGs. Mit dem HKH und dem geliehenen Gestänge konnte ich ein Gerät aufnehmen, das andere am FKH oder zur Not Huckepack.
Also bin ich mit dem Mog los zum Händler, Sachen gekauft und aufgeladen bzw. angebolzt.
Aufgeladen deswegen, weil die Spurweite am FKH für den Spalter nicht gepasst hat. Also kam die Winde auf die Pritsche, der Spalter hinten dran auf den HKH.
Überglücklich mit meiner Fracht bin ich losgedüst nach Hause. Bisher bin ich quasi nur mit mir oder maximal einem Beifahrer beladen gefahren und kannte nicht, wie sich das Fahrverhalten beladen ändert. Meine Unimog-Fahrpraxis belief sich bisher auf maximal 4-5 Stunden, und die unbeladen.
Im Gegensatz zu den vermutlich meisten von Euch, konnte ich in meiner Jugend keine Unimogfahrpraxis sammeln, weil der Bund mich nicht wollte. Aber darüber bin ich nicht allzu traurig. Und das mit dem Unimogfahren kann man ja alles nachholen. Ich bin somit sozusagen ein Spätunifizierter.
Zurück zur Geschichte. Ich war auf dem Heimweg mit den in Summe ca. 500 kg am Heck bzw. auf der Pritsche mit gut 70 km/h fröhlich :D unterwegs, auf einer kurven- und wellenreichen Landstraße. Bereits nach einer der ersten langgezogenen Kurven und einer langen Bodenwelle wurde mir ziemlich mulmig, als der Unimog ziemlich aus den Federn gehoben wurde um kurz danach wieder stark einzufedern und gleichzeitig eine mehr oder minder starke Wankbewegung zu machen. Mein Herz ist mir dabei auch ziemlich stark in Richtung Magengegend eingefedert :shock: . Mit dem stark veränderten Schwerpunkt, hätte ich mir das eigentlich denken können, aber ich musste anscheinend zuerst fühlen. Ab dem Moment bin ich schön brav mit 60 km//h weitergefahren und heil zuhause angekommen.
Dort wollte ich natürlich gleich die Winde herunterheben, aber beim benachbarten Sägewerk war keiner mehr da, der mir die Winde mit Stapler runterheben konnte. :(
Also wurde ich erstmal wieder auf eine Geduldsprobe bis zum nächsten Tag gestellt. Gleich am Morgen hat mir der Sepp mit seinem Manitou die Winde runtergehoben. Also stand einem Probeverbau der Geräte, d. h. Holzspalter vorn und Winde hinten nichts mehr im Weg :mrgreen: .
In der Zwischenzeit wurde auch die Aufnahme vom Holzspalter angepasst, damit die Spurweite passte und in der Richtung Position verbolzt werden konnte. Das Ergebnis seht Ihr hier.

Viele Grüße
Euer Martin

P.S.: Ein kleiner Nachtrag. Die Winde kam aufgrund der kurz danach begonnenen Restauration erstmal nicht zum Einsatz. Nach der Fertigstellung vom Mogl stand aber auch bald der 406er Forstmog alias „Das Monster“ vor der Tür, so dass ich die Winde unbenutzt wieder verkauft habe. Von da an habe ich mir vorgenommen etwas langfristiger zu denken und zu planen. Mir ist es häufiger, aber noch nicht immer gelungen. Der Virus bricht dann doch immer mal wieder akut aus, und es wird eine Kleinigkeit, wie ein Druckluftschlauch zum Anschluss an die Bremsanlage oder ein Zusatzgerät wie z. B. ein Frontpolter angeschafft. Aber bisher konnte ich bis auf die Winde alles Angeschaffte sehr gut gebrauchen. Das gilt vor allem auch für das Monster, das mir auf meiner aktuellen Baustelle wertvolle Dienste erweist. Mehr dazu erzähl ich Euch in späteren UVGs. Schön der Reihe nach. Jetzt kommen erstmal die UVGs vom Zerlegen, Sauber machen, Entlacken, Lackieren und Zusammenbauen vom Mogl.
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Mog I Kauf Spalter und Winde.jpg
Neue erstandenen Geräte gut nach Hause "geschaukelt" :-)
Mog I Montierter Spalter.jpg
Jetzt könnt´s losgehen ...
Mog I mit Winde.jpg
Zuletzt geändert von martin71 am 10.11.2013, 15:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon dr.doolittle » 10.11.2013, 10:45

Hallo Martin,
Danke für deine wunderbaren Gschichtln bei denen wir alle mitleben und Mitfühlen dürfen!
Vieles davon steht mir erst bevor, aber ich freu mich drauf!

LG Hannes
mit 406er Feuerwehr-Mog
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon hollyz » 10.11.2013, 18:30

Hallo Martin

Auch von mir Danke für die tollen mit Bildern gespickten Geschichten aus deinem Leben
als Univizierter. Weiter so!!
Einige Geschichten die Du geschrieben hast, haben in ähnlicher Form bei mir auch stattgefunden.
Bei mir ist der Virus nur kein Cabrio.


Gruss Holger
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Der Unimogvirus & Ich - Umzug ins Winterquartier

Beitragvon martin71 » 10.11.2013, 21:00

Servus Hannes und Holger,
Vielen Dank für das nette Dankschön, ich freu mich sehr :D über die anerkennenden Worte.

Liebe UCler, und UVG-Interessierte,
weiter geht’s heute mit einer Abendwochenausgabe für die nächste Woche mit einer Gschicht aus der Reihe „Rund um den Unimogvirus“ über den "Umzug ins Winter- bzw. Werkstattquartier".
Oft haben wir Unimogliebhaber und Besitzer das Problem, "wo stell ich den Mog unter?". Ich hatte Glück, dass ich selbst einen alten kleinen Stadl hab. Dort hat mein Vater vor vielen Jahren die eine Wand der Waschküche herausgebrochen, um Platz zu schaffen für unseren kleinen Wohnanhänger. Der Platz war wie gemacht für den Mog. Schmatzend saugend passt er rein, nur das HKH-Gestänge hat etwas vom ersten Schnee abbekommen, aber das ließe sich ja abnehmen. Ein ideales Quartier zum Überwintern, aber nicht zum Schraub. Aber genau das wollte ich machen, den ich sollte gemäß Luggi´s Auftrag am Mog „scho a bisserl was macha“.
Auf der Suche nach einer größeren Garage bin ich nicht weitergekommen. Aber das eigentlich Gute lag so nah. Ein Verwandter hat ein Fuhrunternehmen und eine entsprechend große Halle bzw. auch Werkstatt dazu. Nur hatten wir kaum Kontakt zu Ihm.
Dennoch hab ich angerufen und angefragt, ob es möglich wäre über den Weihnachtsurlaub bei ihm unterzukommen und etwas am Mog zu schrauben.
Nach anfänglichem Zögern war die Sache geritzt. Ein „Bezugstermin“ wurde auch gleich vereinbart. Als Erstes musste aber ein schmaler Zugang zum Stadl vom ersten Schnee freigeräumt, es lagen schon einige cm Schnee, da der Winter schon Einzug gehalten hat. Nur mein Mogl war, vorerst zumindest, nicht umzugswillig, auch wenn es nur 2 km waren. Er sprang nicht an! Bei ca. -5 bis -10 Grad will ich es ihm auch nicht verdenken.
Da der Mogl einige Wochen nicht bewegt wurde und länger stand, vermuteten wir die Batterie als Schwachstelle. Der benachbarte Bauer kam eben schnell mit seinem Same und einer Batterie im Frontlader vorbei, das hat aber auch nichts gebracht.
Also haben wir meinen Verwandten angerufen, „Du es sieht schlecht aus, er springt nicht an!“. Der hat kurz überlegt, ist ins Auto gesprungen, hat noch ein paar frische Dieselfilter eingepackt, und ist wenige Minuten später bei uns gewesen. Als erstes gleich die Filter gewechselt, aber der Mogl sprang trotzdem nicht an. Also tippten wir auf die Batterie. Die haben wir erstmal rausgeschraubt und bei Ihm in der Werkstatt ans Ladegerät gehängt. Der Ladestrom lag bei Vollausschlag, also die Batterie leer und ich hoffnungsvoll, dass es nur an der Batterie lag. Den Startpiloten hatte ich kurz überlegt, aber einige Kollegen haben abgeraten. Außerdem hatte ich auch keinen zur Hand.
Also mußte ich mich erstmal bis zum nächsten Tag gedulden, bis die Batterie geladen war. Vor lauter Ungeduld stand ich am nächsten Tag schon um kurz vor 8 Uhr bei Ihm in der Werkstatt, hab die Batterie abgeholt und eingebaut. Und siehe da, der Mogl sprang nach der 2. Umdrehung an, zwar mit etwas Qualm, aber bei den Temperaturen darf er das. Dann erstmal den Allrad und den Rückwärtsgang rein (oh verdammt, welche Hebel war das nun wieder…) und die verschneite Einfahrt am Hang rückwärts hoch. Erster Wintertest bestanden. Dann bin ich vorsichtig die kleine Abkürzungsstraße zum Verwandten gefahren. Es war verdammt kalt, aber ich freudig erregt über meine erste „Winterausfahrt“. Wenige Meter bevor ich kurz auf eine Bundesstraße einbiegen mußte, ging mit einem Schlag der Motor aus und war auch nicht mehr anzubekommen. Also bin ich die restlichen Meter zu Fuß gelaufen. Bevor wir groß auf Fehlersuche mitten am Straßen- bzw. Feldrand gehen, haben wir beschlossen, den Mogl abzuschleppen. Gesagt, versucht, mit einem Fiat Ducato. Aber keine Chance, also hab ich mich nach Hause fahren lassen, um meinen Allradkombi zu holen, der den Mogl dann problemlos rausgezogen hat. Leider gibt es von der ganzen Aktion keine Bilder! Es war ein herrlich verschneiter Wintermorgen, tiefblauer Himmel mit Bergpanorama und einem „abgesoffenen“ Mogl. Das wenige Sommerdiesel war im Kraftstofffilter bzw. in der Einspritzanlage einfach versulzt.
Also mußte der Mogl geschobener Weise sein „Winterquartier“ beziehen. Dass es sich auch zum Frühjahrs- und Sommerquartier entwickeln würde, sollte sich erst im weiteren Verlauf der Zerlegung bzw. Restauration entwickeln. Mehr dazu aber später.
Mehr erstmal zum „Winterquartier“. Es war eine abgetrennte kleinere Halle, mit zwei großen Industrietoren, schätzungsweise 5 – 6 m Raumhöhe und vor allem wohltemperiert. Neben Lkw-Komponenten wurde darin neben Metallhalbzeug vor allem Holz gelagert, da die Werkstatt am anderen Ende des Gebäudes mit einer Scheitholzheizung beheizt wurde. Apropos Heizung: Mein Raum war auch beheizt, sozusagen wohltemperiert. Und die Werkstatt war mit allem erdenklichen Werkzeug ausgerüstet. Also kurzum: der ideale Standort und schlichtweg für mich ein Paradies :D . Und vor allem stand mir nicht nur der Besitzer, sondern auch die Angestellten bei kniffligen Themen mit Rat und Tat zur Seite :technik .
Glücklich und frohen Mutes habe ich am Abend die Werkstatt verlassen :) . Es sollte aber im weiteren Verlauf auch Abende geben, an denen es nicht ganz so war.

Viele Grüße
Euer Martin

P.S.: Aus Zeitgründen kann es sein, dass Ihr bis zu den nächsten Gschichten etwas warten warten müsst.
Dateianhänge
Mog I Sein erstes Zuhause.jpg
Unterkunft im Stadl
Umzug Freischaufeln.jpg
Freischaufeln für den Zugang
Umzug Spuren im Schnee.jpg
Spuren im Schnee
Zuletzt geändert von martin71 am 10.11.2013, 21:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Der Unimogvirus & Ich - Umzug ins Winterquartier

Beitragvon martin71 » 10.11.2013, 21:08

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Umzug - Da bin ich liegengeblieben.jpg
Da bin ich liegengeblieben ...
Winterquartier.jpg
Mog Winterquartier 1 Zerlegungstag II.jpg
Ergebnis 1. Arbeitstag im Winterquartier
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