Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Der Mogler steht im Vordergrund: Unimogtreffen, Ausfahrten, Berichte, TV-Tipps, Unimog-Witze.

Moderator: -Martin.Glaeser-

Der Unimogvirus & Ich - "Abendliches Stillleben mit Stern"

Beitragvon martin71 » 11.11.2013, 20:12

Servus liebe UVG-Interessierte und Bilderliebhaber,
hier als eine kleine bildliche Überbrückung ein "abendliches Stillleben mit Stern" bis zur nächsten UVG.

Viele Grüße
Eurer Martin
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Abendstimmung mit Stern.jpg
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Der Unimogvirus & Ich - Der Mog bekommt Ausgang ...

Beitragvon martin71 » 13.11.2013, 00:31

Servus Bilderliebhaber,
hier nochmal ein kleiner Bildbeitrag bei zur nächsten UVG. Komme wahrscheinlich erst am Wochenende zum Schreiben.
"Der Mog bekommt Ausgang zum Dampfstrahlen!". Jahrzehnte alter Dreck mußte runter!

Viele Grüße
Martin
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Ausgang zum Dampfstrahlen.jpg
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon oberwaller » 14.11.2013, 00:36

Hallo Martin, hallo alle ‚Kollegen’,

- MARTIN Du möchtest meine >> Wie kommst Du zum Unimog<< - Geschichte unbedingt hören... . ??

Na gut,

die Geschichte fängt ebenfalls in meiner Kindheit an - bin ja nun auch schon fast 54 Jahre alt.... – also so vor etwa 43 Jahren begann es....
Mein Onkel – damals jung und dynamisch – verdiente seinen Lebensunterhalt als Metzger, nebenher wurde bei Hausschlachtungen geholfen. So auch bei einem lieben aber armen Grafen mit Landwirtschaftsbetrieb in der Nähe. Bezahlt wurde die Nebentätigkeit häufig mit Naturalien. So auch in jenem Jahr. Sodann durfte sich mein Onkel in dem gräflichen Buchen -Jungforst als "Durchforster" austoben und das Brennholz nach Hause holen. Es wurde bei ihm ausschließlich mit Holz geheizt. Mein Onkel hatte damals einen alten Unimog – vermutlich für die Brennholzzwecke sowie auch zur Unterhaltung eines mittelgroßen Wirtschaftsgartens. – Es muss ein 2010er oder 401er gewesen sein. Aufgrund der größeren Holzmenge bat er damals meinen Vater ihm bei der Holzerei zu helfen – wurden auch ihm dafür wiederum Naturalien in Form von Hausschlachtung bei uns zu Hause in Aussicht gestellt.
Sicher war er dabei, und auch wir 3 Söhne. Zum Zusammensuchen und Aufladen des Holzes waren wir 3 Brüder bereits “fähig“, mein Vater und mein Onkel kümmerten sich ums Sägen und Spalten. Zum ersten Mal sahen wir bewusst einen Unimog und bekamen den kernigen Klingelklang sowie die Dieselwolken, oder waren es Heizölwolken?, hautnah zu spüren. Und dann kam die Überraschung - damit es schneller ging und mein Onkel nicht immer ein und aussteigen musste durften wir Brüder abwechselnd im Bestand hin und herfahren. Ein großartiges Gelände,- da ging es nur mit Allrad voran....
Ich glaube, da war es um uns geschehen.

Etwa ein, zwei Jahre später konnte mein Vater im Tausch gegen ein großes Schweißgerät und schlosserischer Handwerkerarbeiten bei einem weitläufig verwandten Landwirt in der Soester Börde ebenfalls einen alten Unimog 2010 oder 401 „abstauben“.
Wofür das ? - man hatte damals schließlich andere Sorgen - ich kann es nur ahnen ... einerseits als Spaßfahrzeug für Fahrten in den Wald - dass war Samstags Nachmittags immer Programm bei uns zu Hause. Die Nachbarskinder kamen angerannt wenn der Motor erklang, die Pritsche war immer voll mit Kindern, hin und wieder auch mit den Nachbaronkels...
Und – wie gesagt, ich kann es nur ahnen- - mein Vater war der jüngste Spross von 13 Geschwistern. Und 14 Jahre jung als der zweite Weltkrieg endete. Er bekam davor natürlich mit, wenn die Wehrmachtsfahrzeuge mit stolzen Soldaten und auch manchmal mit mehreren seiner Soldatenbrüder, einige sind im Krieg gefallen, vor dem Haus vorbeifuhren, vor dem Haus gar auf Stippvisite anhielten.
Da schwärmt er heute noch von,- "das war was, wenn meine Brüder in Uniform" zu Hause vorbeikamen" ... – auch wenn für den „Kochtopf“, - im Wald hin und wieder gewildert werden musste, oder den Bauern vom Feld Kartoffeln geklaut wurden. Die Not war groß, es war halt so - ich denke das hat ihn geprägt.

Eine besondere Geschichte gibt mein Vater heute noch gerne zum Besten:

„Den Nachbarn wurden in den Endkriegsjahren einige Kaninchen aus deren Stall geklaut. Man wusste von den ‚klammen’ Verhältnissen bei der Familie meines Vaters. Viele Mäuler hatten jeden Tag heftig schmacht. Also besuchten die beklauten Nachbarn energisch mittags vor dem Essen meine Oma. Auf die Ansage, dass in dem köchelnden, wohlriechenden großen Topf die Kaninchen stecken würden, hob einer der älteren Brüder meines Vaters entrüstet den Deckel hoch und hielt eine Keule hoch. Brüllend rief er – ist das nun Kaninchen oder Reh ?! „

Stichwort ‚Wehrmachtsfahrzeug’-- . Denn mein ‚geprägter’ Vater hat den kleinen Unimog komplett mit Blechen – als Dach, da das Verdeck sowieso fehlte und auch die Pritsche mit einem riesigen kantigen Blechkasten, der nur hinten offen war zugeschlossert. Was das bedeutet muss Euch klar sein.... Der Krach vom scheppernden Blech war fast nicht auszuhalten. Zu allem Überdruss bekam die Blechkonstruktion auch noch eine dunkelolivgrüne Farbe verpasst. Das kann in jungen Jahren bei ihm nur ‚eingeprägt’ worden sein. Das war andererseits. Er sagt heute, dass der Blechkasten deshalb angebaut wurde, weil uns Mitfahrern die Zweige im Wald um die Ohren hauten.... Na ja, etwas verrückt war die Sache schon...

Nun gut, er hatte seinen Spaß, jedoch hielt der Mog nicht lange, irgendwann war ein Achslager vorne kaputt. Ich glaube, Ersatzteile waren schwierig zu bekommen, Geld war bei 4 Kindern auch nicht viel da, also wurde das „Wehrmachtsfahrzeug“ irgendwann verkauft. Wohin weiß ich nicht mehr. Vorhin sagte er, dass das Fahrzeug an einen Schrotthändler gegangen ist.
( Anmerkung- Anderung vom 14.11.13)
>>
Einige Jahre gingen meinerseits nun ins Land - ohne Unimog – gebastelt wurde jedoch noch schon – Mofa frisieren – Moppedrestauration - Lehre als Betriebsschlosser -Kadettüberholung - NSU 1200 Auffrischung ...- Technikerausbildung - - dann Umzug wegen der Liebe auf ein Dorf, Hochzeit, Bauerhausumbau, Treckerbastelei mit Güldner, Schlüter, Deutz – und so ganz nebenbei, mein Schwiegervater hatte nun seit einem Jahr einen alten 411er-lang, zum Weihnachtsbaumfahren und Holzerei, habe ich im Zuge meines neuen Jobs in ca. 1993 bei einem Werkzeugbau in Lüdenscheid einen alten 411er Cabrio im Hinterhof entdeckt. Der 411er hatte vorher bei einem Möbelhaus seinen Winterdienst verrichtet, ausgestattet mit einem riesigen Schneeschieber. Die Ladefläche und der Rahmen voller Rost. Aber der Motor lief, die Hydraulik funktionierte. Voller Stolz, in Anbetracht des schönen Hobby- Gespräches, demonstrierte mir Meister Werkzeugmacher den Betriebszustand des Rosthaufens. Er schob auch noch sein Garagentor hoch, da staunte ich nicht schlecht, lagen dort komplett restaurierte Einzelteile eines ganzen 411ers. Ein wunderbarer Glanzlackhaufen... Er brauche den Winterdienstunimog nun nicht mehr, da seine Teile komplett wären. Den Ersatzunimog hätte er sich nur für den Fall der Fälle ergattert. Das Teil könnte ich für kleines Geld haben...

Schlimme Tage vergingen zu Hause, keine Kohle wegen einer Wohnungserweiterung – zwei Kinder haben sich dazugesellt- , meine liebe Frau fand nicht das richtige Verständnis- es hieß „ ‚Papa’ ( ihr Papa) hat doch einen Unimog – und überhaupt...“

Aber war da nicht auch noch mein Papa ?! der Infizierte ?!!!
Schnell war eine Lösung gefunden, Papa ( meiner) hatte immer „Schwarzgeld“ unter der Fußmatte im Auto- für Eventualitäten auf dem Schrottplatz....( er besuchte den Schrottplatz in Hüsten, neben Unimog Kessler, regelmäßig um Schnäppchen aufzutun.. wie das Schweißgerät, welches in den Tausch gegangen ist...) - Denn einer seiner damaligen Arbeitskollegen hatte einen größeren Unimog für die Nebenerwerbslandwirtschaft – jedoch ohne Schneeschild.... hihi...
Also – Kontakt aufgenommen und das Schild beim ‚Kollegen’ angepriesen....
Alles klar- das Schneeschild kann übernommen werden und mit ein wenig Aufschlag aus der Schwarzgeldkasse kann die Übernahme in Lüdenscheid starten.

Und das ging nun ratz fatz, da ja der Kauf ‚Zuhause’ mit vollem Ausgleich über den Schneeschieber gerechtfertigt wurde.
Und Papa bekommt heimlich seine Kohle in Etappen auch wieder zurück.

Der nächste Samstag wurde angepeilt- Dank Schwiegervaters Lang411er als Schlepper, Papas Unterstützung mit viel Werkzeug, wurde die Straße von Lüdenscheid bis nach Hause mit Rostplatten eingesaut. Zwischendurch als bergwärtige Unterstützung am Lennegebirge der Motor angelassen, das war eine Show - Unimog 411mit Schneeschieber im Schlepp eines Unimog 411....

Zuhause angekommen wurde geplant - und die Schrauberei begann.
Zuerst bekam der Kollege für 900 Mark den Schneeschieber. Damit bekam er dann bei seinem ‚Zuhause’ auch erst mal Stress.....
>>>
Hütte runter---- Chassis aufgebockt ---- Räder ab ---- Rost mit ‚nem Meißel, Beitel, Schraubenziehern und sonstiges Schlagwerkzeug runtergehauen. Da wo es ging auch mit der Schruppscheibe, aber was anderes stand nicht zur Verfügung.
Die Hütte musste geschweißt und der Kipper geflickt werden. Papa half natürlich wo er konnte und Schwiegerpapa kam sehr oft zum Schauen und Klönen vorbei.
Im Nachbarort konnte ich dann auch den fehlenden Kipperstempel für 80Mark organisieren. Irgendwo her habe ich auch das Heckkrafthebergestänge zusammengetragen, aber das stammte vom Trecker ab.

So nach und nach kam dann mit viel LKW- Chassis Lack wieder Fasson an das Gerät. Dank Schuppen konnte auch alles trocken stattfinden.
„Probefahrten“, sehr viele Probefahrten, fanden im üblichen Rahmen – ohne Hütte, mit abgestützter Lenksäule und Holzkiste zum Draufsitzen statt. Sogar für meine beiden kleinen Söhne habe ich darauf einen sicheren Platz geschaffen.
Die Technik, also Bremsen etc. war mit wenig Arbeit in Ordnung gebracht und zum Geburtstag gab es ein neues Verdeck.... Ich glaube, mein Schwiegervater war damals Hauptsponsor dafür.
TÜV- na ja, eine Wiederholung war notwendig... aber dann – Zulassung mit grüner Nummer. Das Finanzamt zeigte sich damals mit der Erklärung zufrieden – „ zwecks und ausschließlich zum Brennholzholen für den eigenen Bedarf“ – das geht heute nicht mehr.... habe es versucht.... eine Drohung wegen Steuerhinterziehung kam prompt....
Auch wieder einige Jahre gingen dann nun mit dem schönen Unimog 411 ins Land.
Zwecks Brennholzholen „ für den eigenen Bedarf“ – auch etliche Zaunpfahllöcher bohren, mit geliehenem Dreipunkt-Erdbohrer ( mittlerweile gab es eine kleine Heidschnuckenschafzucht mit einem Stammtischkollegen zusammen). Eine alte 4,5Tonnen Schlang und Reichart Winde fand auch den Weg an den 411er. Und ein Frontlader wurde komplett selbst gebaut.....
Ein ganz stolzer Unimogbesitzer war ich, und erst meine beiden Jungs – ein Traum für die Kleinen.

Alles war gut.... bis - , ja bis dann... hihi - das erzähle ich einander mal, ist schon spät...
Fotos gibt es auch von der Aktion, jedoch auf Papier, und die sind in den vielen Alben ‚verlegt’. Ich grabe die mal aus und scanne die bei Gelegenheit einmal ein... aber erst demnächst mal...

Und irgendwann – nach Ford 2000 mit Kyrill, dann Same Minitauro60 Allrad, - - genau Ende Februar 2012 kam der 406er zu uns – auf der Achse - über 800 km, bei minus 15°C, über Nacht... - auch die Geschichte kommt demnächst mal... demnächst.... Martin will die unbedingt hören....

Bis dann und viele Grüsse aus dem Sauerland - Berthold
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon oberwaller » 14.11.2013, 14:15

Hey,

habe vorhin noch einmal mit Vattern gesprochen, ein paar kleine Änderungen habe ich bereits in die Geschichte eingebaut.

Nach so einer Gedächnisaufarbeitung lässt einen das Thema nicht mehr los, denn es kamen viele weitere Nebengschichten rund um das Thema nach vorne, unglaublich... es sind zig Neben- bzw. Parallelgeschichten. Ich muss das mal in Ruhe aufs Papier ziehen... Gruss Berthold
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Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimogrestauration

Beitragvon martin71 » 14.11.2013, 20:48

.... Berthold, mir fehlen fast die Worte!
ich bin tief ergriffen. Das ist nochmal eine ganz andere Hausnummer, Nachkriegsgeneration und die Problematik, wie man bzw. vielmehr Frau die vielen Kinder satt bekommt. Bin ergriffen und gespannt wie es weitergeht. Ich freu mich auf Deine Geschichten....

Wie versprochen, versuch ich mal meine UVG fortzusetzen, auch wenn es mir momentan etwas "dünn" erscheint mit den trivialen technischen oder organisatorischen Problemen gegenüber den existentiellen Problemen wie Hunger und Mundraub...Ich versuch es trotzdem mal und hoffe es ist ok für Dich bzw. Euch.

Liebe UCler, und UVG-Interessierte,
es ist soweit. Ich hab die hatte bzw. habe erste Schreibblockade. Ich weiß nicht wie ich weitererzählen soll, vor allem nach der UVG von Berthold. Jeden Tag von meiner Restauration zu berichten würde zu weit führen und würde ich auch nicht mehr hinbekommen, dafür hat es auch zu lange gedauert. Über eine sinnvolle Zusammenfassung muss ich mir erst noch Gedanken machen… Naja, obwohl, ich kann ja einfach mal aus dem Gedächtnis anfangen.
Vom Anfang hab ich noch relativ wenige Bilder. Aber erst nachdem mir mein verwandter Fuhrunternehmer gesagt hat, ich soll mir gleich beim Auseinanderbauen Gedanken machen, wie ich es wieder zusammenbekomme, hab ich die Schrauben wieder auf die Teile gesteckt und die Mutter drauf mit den jeweiligen Scheiben dazwischen. Vor dem Auseinanderbauen wurden Bilder mit Metermaß für die Erfassung der Schraublänge gemacht, usw. Das hab ich aber nicht nur für die Schrauben, sondern auch für die jeweiligen Positionen und Anordnungen gemacht. Geöffnete Schlauch-/Rohrverbindungen wurden mit einem Klebeband und der entsprechenden Beschriftung versehen. Die Aufkleber wurden dann auch inkl. Den Teilen fotografiert. Schließlich war spätestens nach dem Entlacken bzw. dann beim Grundieren Schluss mit Aufkleben. Somit mußte ich zumindest anhand der Bilder wiedererkennen können, wohin welches teil gehört. So dachte ich mir zumindestens als kopfgesteuerter Theoretiker dass es mir leichter bei einem Zusammenbau sein würde. Ich hatte noch nie zuvor ein Auto zumindest ansatzweise zerlegt geschweige denn wieder zusammengebaut. Insofern war dies schon relativ mutig, aber dank dem Virus völlig normal. Schließlich gab es für mich nur diesen Weg zu einem eigenen restaurierten Mog. Und letztendlich ist es auch eine Frage der Ehre den Mog selbst herzurichten. Und - es macht richtig stolz und ist richtig genial wenn nachher beim ersten Knopfdruck der Motor anspringt!
Aber bevor es jeweils ans Abschrauben ging, musste ich den Mog jeweils immer noch „entdrecken“. Schließlich befand ich mich noch in der „Öl und Dreck-Phase“. Ich glaube eine Restauration läßt sich sehr gut in verschiedene Phasen einteilen. Zuerst die „Öl- und Dreckphase“ kombiniert mit der Abschraubphase bzw. Zerlegephase. Dann kommt die Schleif- und Entlackenphase. Dann Schweiß- und Reparaturphase die dann Teil für Teil in die Grundier- und Lackierphase übergeht um zum guten Schluss in die Zusammenbauphase, der schönsten Phase, zu münden. Ich glaub das könnte ein ganz guter Faden bzw. Gliederung für die Geschichten werden. Natürlich verschwimmen die Phasen ineinander. Zum Schluss der heutigen UVG noch ein paar Bilder.

Viele Grüße
Euer Martin

Nachtrag: Wenn ich mir die eingestellten Bilder betrachte, fallen mir doch ein paar Details zur "Öl und Dreck-Phase" ein. Den Unimog habe ich ohne groß zu Waschen angefangen zu zerlegen, da der Mog vorher schon gereinigt wurde, zumindest oberflächlich. Entsprechend sah ich am Anfang auch aus. Aber einige Stellen waren im zusammengebauten Zustand auch gar nicht zugänglich. Also hab ich sukzessive Teile abgebaut, die Einzelteile abgestrahlt und regelmäßig den Mog wieder vor das Tor gerollt, um den Restmog abzustrahlen. Aber bei der fast restlos mit Dreck aufgefüllten Hecktraverse konnte auch der Dampfstrahler nichts ausrichten. Da half nur Auskratzen mit dem großem Schrauberdreher!
Meine Hände sahen auch immer entsprechend aus. Am Samstagabend war mir das egal, aber Sonntagabend, ging es dann ans großen Schruppen. Aber ganz sauber hab ich Sie nie bekommen. Dazu sind außerdem die vielen Schrammen gekommen, die einfach beim Schrauben bzw. Abrutschen von einer ölverdreckten Schraube oder beim Hängenbleiben an irgendeinem scharfkantigen Teil entstehen. Mein Chef hat mich Montagmorgen in unserem Regeltermin vielsehend angesehen, wenn er meine Hände gesehen hatte. Da war für Ihn wieder alles klar und brauchte mich nicht zu fragen, was ich so am Wochenende gemacht habe.
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Entdreckphase I.jpg
jahrzentealtes Konglomerat aus Dreck und Öl. Da hilft erstmal nur ..
Entdreckphase II.jpg
mechanisches Abtragen mit dem großen Schlitzschraubendreher. Soviel kam raus! Zur Skalierung: Das kleine Werkzeug in der Mitte ist eine mittelgroße Ratsche!
Entdreckphase III.jpg
Zuletzt geändert von martin71 am 14.11.2013, 21:17, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon martin71 » 14.11.2013, 20:52

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Dokumentatioin.jpg
"Das ist die Schraube und da war sie verbaut" - Wenn eine Schraube oder ein Teil abmontiert wurde, hab ich die Schraube bzw. das Teil und den Verbauort gleich fotografisch festgehalten
Dokumentation II.jpg
Schmutzige Hände.jpg
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Beitragvon martin71 » 14.11.2013, 20:55

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Vermessung beim Zerlegen.jpg
Ölphase I.jpg
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon oberwaller » 14.11.2013, 22:56

Hey Martin - schön weiterschreiben.... - mach Dir keinen Kopf, mein Vater sagt, dass es allen trotz der Not relativ gut ging. Zu essen war immer da, dafür haben die älteren Brüder und sein Vater irgendwie gesorgt, egal wo es her kam....
Nach dem Krieg hatten auch alle Arbeit und waren gut versorgt. Reichtümer hatten die Tante und Onkels zwar nicht, aber alle waren zufrieden. So wie wir ! Habe noch sechs Onkels und eine Tante kennenlernen dürfen. Es gab so manche lustige Familienfeier mit denen... Mein Vater und einer seiner Brüder leben noch.

Also - versorg uns mit hochinteressantem Lesestoff ....
Bis dahin - Berthold
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 18.11.2013, 21:10

Servus Berthold,
Liebe UVG-Leser,
ich fürchte ich bin etwas zu optimistisch gestartet, im kurzen Abstand hier UVGs einzustellen, ich schau aber, dass ich Euch demnächst wieder mit Lesestoff versorgen kann.
In der Zwischenzeit gibt es erstmal eine kleine Fotostrecke. Ich fand es immer wieder schön, bei der Zerlegung nicht nur "Dokubilder", sondern auch Stimmungsbilder zu machen. So ist dann auch die Rubrik "Stillleben" entstanden und ich kann aus einem großen Fundus an Bilder schöpfen.
Als ich fertig war, hab ich mir selbst auch einen 50-seitigen Bildband gemacht und blättere heute noch gerne darin. Also meine Empfehlung an Alle, in welcher Phase ihr auch gerade seid, macht ausreichend Bild! Ihr werdet Euch später daran erfreuen. Einfach als Erinnerung oder als Hilfestellung es wieder wie vorher zusammenzubekommen.
So und jetzt geht´s erstmal kurz in den Stadl zu den kleinen Mogs, mal nach dem rechten sehen :D .

Bis bald
Euer Martin

Fotostrecke: Der etwas andere Adventskalender ... (geht nur bis drei)
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Mog I Res Anzeigen I.jpg
Erst eins,
Mog I Res Anzeigen II.jpg
dann zwei,
Mog I Res Anzeigen III.jpg
dann drei ....
Zuletzt geändert von martin71 am 21.11.2013, 22:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 20.11.2013, 23:06

Liebe Unifizierte und UVG-Leser,
entschuldigt bitte die Abstinenz, aber ich war die letzten Tage etwas eingespannt und hatte nicht die Muse gefunden, eine UVG zu schreiben.
Zurück zum roten Faden der UVG, der eigentlich eine ölig schwarzer oder sandig körniger sein müßte. Ich befinde mich in der Erzählung gerade in der "Öl- und Dreckphase" bzw. in der damit verbundenen „Abschraube- und Zerlegephase“ und ich muss zugeben, ich habe einiges an „Dreck gefressen“. Die ersten großen Teile wie Verdeck, Sitze, Stoßstange, Gestänge Heckkraftheber, usw. waren schnell abmontiert.
Noch war Stand der Winter am Anfang und war der Hallenbereich in dem ich schraubte, gut gefüllt mit Holz. Entsprechend eng ging es auch zu. Die abgeschraubten Teile hab ich erstmal unsinniger Weise auf die Pritsche bzw. unter den Mog gelegt. Also musste ich die Teile einmal mehr anfassen. Aber ich sollte jedes Teil im Laufe der Restauration ohnehin zigmal in den Händen halten. Mal fragend, wohin gehört es, mal freuend, weil es noch im guten Zustand ist, mal grübelnd, wieviel ich an dem Teil noch machen muss.
Da der Platz immer enger und die Teile mehr wurden, hab ich erstmal in der Halle aufgeräumt und Platz geschaffen. Draußen vor der Halle hab ich viele mittelgroße stapelbare Metallkisten- bzw. container gefunden. Also hab ich mir ein Ordnungssystem überlegt. Jedes Box hat eine Beschriftung mit den entsprechenden Arbeiten bekommen. „Dampfstrahlen“, „Sandstrahlen“, „Entlacken/Abschleifen“, usw. Am Anfang waren es fast nur Dampfstrahlkisten.
Regelmäßig hab ich die Teile vor die Tür nach draußen gebracht um bei Temperaturen um die Null Grad bzw. teilweise auch Minusgraden die Teile „Dampfzustrahlen“. Dabei hat das Wort Dampf eine ganz neue Bedeutung bekommen. Oft stand ich in dichten Nebel und konnte nur erahnen wo das bzw. die Teile sind. Bei kleineren und verwinkelten Teilen sind auch mal öfter welche durch den Druck „davongeschossen“ und es hat irgendwo pling oder plong gemacht, je nachdem wo das Teil gerade „eingeschlagen“ bzw. gelandet ist. Oft wußte ich schon vom Geräusch, wo ich suchen mußte. Aber zum Glück habe ich wieder alles gefunden, bis auf ein kleines Teil das mir in der „Sandstrahlphase“ abhanden gekommen ist. Davon aber später, wenn wir soweit sind.
Bei den verwinkelten Teile ist es auch häufiger vorgekommen, dass ich entweder ein Sackloch oder ein Ecke erwischt habe und ich einen Schwall Wasser-Dampf-Dreckgemisch abbekam.
Leider gibt es davon keine Bilder, also muss ich es kurz beschreiben. Rote Kappe für den Schmutzschutz der Haare, Schutzbrille für die Augen, Gehörschutz wegen Tinnitus und ganz viele Dreckspritzer überall. So sehen für mich übrigens die typischen Virussymptome aus.
Meist hab ich entweder kurz vor der Mittagspause oder Abends kurz vor Ende den Dampfstrahler verwendet, da ich danach klitschnass und einmal Umziehen fällig war. Also hab ich davor die Teile abgeschraubt und dann sauber gemacht.
Zwischendrin gab es auch mal angenehmere Arbeiten wie z. B. Kombiinstrumente ausbauen. Da war es nur staubig. Das war schon eine richtige Wohltat. Mein Plan war auch, wennmöglich vor dem Abschrauben den jeweiligen Restmog sauber zu machen. Als die elektrischen Komponenten noch verbaut bzw. offen waren, hab ich mich damit zurückgehalten. Aber als die dann draußen waren, wurde der Restmog regelmäßig vor die Tür geschoben, um das Dreck- und Ölgemisch abzubekommen und manche Schrauben erst richtig zugänglich zu machen. So jetzt ein paar Bilder dazu.

Fortsetzung folgt!

Viele Grüße
Euer Martin
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Anfang.jpg
Die großen Teile sind schnell weg..
Dreck übersehen.jpg
Beim Dampfstrahlen eine Dreckecke übersehen
Hupe.jpg
Zuletzt geändert von martin71 am 21.11.2013, 22:53, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 20.11.2013, 23:10

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Dampfstrahlen I.jpg
Dampfstrahlen IIIA.jpg
Dampfstrahlen IV.jpg
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 21.11.2013, 23:05

Nachtrag bzw. kleine Korrektur zur letzten UVG:
Das Gedächtnis hat mir einen kleinen Streich gespielt. Ich hatte in der letzten UVG geschrieben,

Da der Platz immer enger und die Teile mehr wurden, hab ich erstmal in der Halle aufgeräumt und Platz geschaffen. Draußen vor der Halle hab ich viele mittelgroße stapelbare Metallkisten- bzw. container gefunden. Also hab ich mir ein Ordnungssystem überlegt. Jedes Box hat eine Beschriftung mit den entsprechenden Arbeiten bekommen. „Dampfstrahlen“, „Sandstrahlen“, „Entlacken/Abschleifen“, usw. Am Anfang waren es fast nur Dampfstrahlkisten.


Anhand von Bildern hab ich mein Gedächtnis etwas aufgefrischt. Das mit der Containerphase sollte noch etwas dauern, davor war eher Teilelager auf allen Ablagemöglichkeiten angesagt, wie z. B, die Bordwände quer auf eine mit Holz gefüllte Gitterbox gelegt und als Ablagetisch benutzt. Platznot macht eben erfinderisch.

Hier ein paar Bilder dazu.

Viele Grüße
Martin
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Teilelage III.jpg
Jede Ablagemöglichkeit wurde genutzt bzw. geschaffen
Teillager I.jpg
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Der Unimogvirus & Ich - "Gschicht zum Bild"

Beitragvon martin71 » 22.11.2013, 18:37

Liebe UVG-Interessierte und Bilderfans,
heute erzähl ich Euch die „Gschicht zum Bild“. Wie ich am Anfang erzählt habe, bin ich beim Umzug in die Werkstatt liegengeblieben :( , wegen versulztem Sommerdiesel. Aber ich hätte fast genauso gut wegen eines leeren Tanks stehenbleiben können. Es war nur noch ein fingerbreit Diesel drin, wenn überhaupt.
Also hat ich erstmal in der Werkstatt angekommen, dort ca. 60 Liter getankt, noch nicht ahnend, wie groß das „a bisserl was machen“ werden sollte.
Beim Auseinanderbauen in der Zerlegephase kam natürlich auch der Tank runter. Mit den 60 Litern Diesel war er dann doch etwas unhandlich :| . Also hab ich den vor wenigen Tagen befüllten Tank mühsam mit einer Handpumpe wieder entleert und in 3 Kanister abgepumpt, die mir dann die nächsten Monate des Öfteren mal im Weg rumstehen sollten. Naja, also hab ich gelernt, dass es nicht schlecht ist, wenn man ein Konzept bzw. einen roten Faden hat und etwas überlegten an die Sache rangeht. Aber es hat sich die anscheinend jahrelang aufgestaute Schrauberlust erstmal freie Bahn verschafft. Und da ging es halt ab und zu mal nicht ganz so überlegt zu.

Viele Grüße
Euer Martin
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon Waldmonster » 23.11.2013, 11:16

kann gut nachvollziehen was Du durchmachst, hab auch schon einige Gaggenauer hergerichtet, mit ähnlichem oder geringerem Aufwand- je nach Ausgangsbasis. Nach nunmehr über 22 Jahren Unimog glaub ich daß es bei mir Zeit für was Neues ist- ich such einen Fendt Allradschlepper :)
Dir weiterhin viel Erfolg beim schrauben- und irgendwann mal fahren!
LG Thorsten
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 24.11.2013, 02:56

Servus Thorsten,
danke für die aufmunternde Worte. Mich hat der Unimogvirus noch voll im Griff! Erst heute hab ich wieder dem herrlichen Klang der 5,7 Liter Maschine gelauscht. :mrgreen: Ein Traum. Kleiner Hinweis noch am Rande. Die UVGs sind eine kleine Retrospektive, ich fahr zum Glück schon wieder seit gut 2 Jahren :party .

Liebe UVGler,
hier geht's weiter mit der nächsten Gschicht. Heute möchte ich Euch erzählen, wie die „Hüttn“ runterkam. Bisher hat der Mog ja noch wie ein Mog ausgesehen. Die Hüttn (Kabine) und die Pritsche waren ja noch drauf. Also kam jetzt die nächste größere Aktion, bei der ich auf Hilfe angewiesen war. Die Hütte sollte runter. Also kam Freddy gerade recht, der mit dem Atlas-Bagger von einer Baustelle kam. Er hat mal kurz mit dem Arm in die Halle gegriffen, einen Schlupf umgehängt und runter war die Hütte. So schnell kann´s gehen. Die Hütte hab ich erstmal in der Nebenhalle abgestellt.
Jetzt konnte ich erstmal ungehindert an den Motor und die ganzen Nebenaggregate. Also bin ich erstmal wieder vor die Tür zum Dampfstrahlen, bevor es fleißig weiter ans Abschrauben ging.
Der Platz in der Nebenhalle wurde allerdings wieder gebraucht, also kam die Hüttn erstmal Huckepack auf die Pritsche.
Ich hab gesehen, dass es so nicht weitergehen kann. Also hab ich eine größere Aufräum- und Platzmachaktion gestartet. Jetzt war ausreichend Platz, dass die Hüttn und die Pritsche hochkant abgestellt werden konnte. Auf einmal war der Mog nur noch ein Fahrgestell mit vier riesigen Rädern. Das hab ich erstmal wieder zum Saubermachen vor allem der richtig mit Schutz aufgefüllten Hecktraverse nach draußen gerollt. Nur zurück ging es über die Kante schwer, selbst zu zweit.
Auch auf die Gefahr hin, dass ich das Rätselbild von einem früheren Beitrag wiederhole, möchte ich die Geschichte hier mit erzählen. Es war der 23.12. gegen nachmittag, als es auch in der Werkstatt stiller und mit Riesenschritten auf Weihnachten zuging. Also habe ich auch langsam meine Sachen zusammengepackt, auch wenn es mir schwer fiel, die Füsse bzw. Schrauberhände über die Weihnachtsfeiertage ruhig zu halten.
Tja, nur der Mog bzw. vielmehr der Restmog, stand noch vor der Tür und wir bekamen den Mog nicht mehr zu zweit über die Kante geschoben. Also hat der Anton kurz den guten alten Hanomag Radlader angeworfen (von dessen kantigen Formen ich schon als Kind fasziniert war) und den Mog in die Weihnachtsruhe geschoben. Aber keine Angst, die UVGs machen erstmal keine Pause bis Weihnachten. Es geht kontinuierlich weiter.

Viele Grüße
Euer Martin
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Hüttenverladen.jpg
Hüttn Huckepack.jpg
Mehr Platz.jpg
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