Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Der Mogler steht im Vordergrund: Unimogtreffen, Ausfahrten, Berichte, TV-Tipps, Unimog-Witze.

Moderator: -Martin.Glaeser-

Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon pelisol » 07.02.2015, 17:31

Lieber Martin.

was willst du uns denn damit sagen? dass du den Virus nicht mehr hast? das glaube ich nicht - dafür bist du in der Com doch schon wieder rege aktiv, sagen wir einfach mal einen Art Winterschlaf bei gedrosselter Drehzahl - denk an deine XXXL Baustellen welche zur Zeit gerade dein Leben durchziehen - irgendwann hat dein Körper gelernt Prioritäten zu setzen, und dein Kopf geht mit, ansonsten ja umgekehrt, oder hat das sagenumwobene Unterbewusstsein den Hebel umgelegt? Dein Geist kann auch eine Zeitlang ohne Fahren auskommen (mit dem Wissen dass der sagenhafte Unimog in mehrfacher Ausführung in den Kathedralen der bayrischen Landwirtschaft und den heiligen Hallen der Fahrzeugtechnik, gut behütet, also sicher untergebracht ist).

Ich weiß Es: 1x Virus = immer Virus, ansonsten stelle ich hier in den Raum, - das schönste Hobby der Welt, ohne gesundheitliche Gefahren (außer dem Wahnsinn)kann und darf Mann einfach nicht aufgeben, nicht bekämpfen, es gibt keine Arznei - auch du mein lieber Martin, denk an deine Verantwortung gegenüber deinem Sohne - du hast hier eine riesen Aufgabe für die Zukunft - den Maxl in die letzten Geheimnisse der mechanischen Wunderwelt einzuführen, als Vater, bis Prüfung des Bundes auf Lebenszeit, den Sohn zu begleiten.

Geh in Dich, zweifle nicht an Dir und glaube an das Wesentliche - den Unimog

Dein Bruder im Geiste - Stefan
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon ret » 07.02.2015, 18:39

Amen :spitze
Liebe Grüße,

Reiner (jetzt mit Edelmog)

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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon OPTI-MOG » 07.02.2015, 19:14

Götzendienst = Sünde :wink:

Man kann ja alles Mögliche mit dem Unimog anstellen und an ihm festmachen, aber anbeten sollte man ihn doch lieber nicht. :)

Der Unimog ist eine der schönsten Nebensachen - würde ich sagen.

Außerdem ist von einem Virus befallen zu sein eine passive Angelegenheit. Daher sehe ich mich lieber als Unimog-Begeisterten, der mit ihm einen Teil seines Lebens gestaltet. :wink:
Liebe Grüße

Christoph

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Mit zwei Unimog 411 im Schlagraum https://youtu.be/OnCnQ_sFmOU


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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon blanko411 » 08.02.2015, 21:34

Hallo zusammen,
mei der eine meint „Virus“ der Andere die „schönste Nebensache...“

Ich hoffe das an Martin seine Schreiblaune mal wieder etwas mehr wird, wobei eine so schöne und ausführliche Geschichte muss auch irgendwann Enden.
Sonst werden die Geschichten noch Langweilig.

Ich möchte damit aber hier auch keine Diskussion beginnen.
Gruß
Wolfgang
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon Helmut-Schmitz » 08.02.2015, 22:26

Hallo
die Sache mit dem Virus ist entgegen der oft geäußerten Aussage noch lange nicht für alle User hier zutreffend. Ich z.B. kann es ganz gut ohne das beheizte und lärmende Gaggenauer Hockergrab aushalten.
Mit Maxl spielen und einen bunten Luftbalon aufblasen macht sicherlich mehr Freude als in gebückter Haltung abends über der Asphalt zu hopsen.
Lieber Martin, ich lese deine Geschichten sehr gerne und habe viel Freude daran. Aber es gibt Zeiten, da wünsche ich dir schönere Beschäftigungen als unter dem Unimog-Virus zu leiden. Die Rostkrücken warten auch in Zunkunft, sie laufen dir nicht davon, nur die verpasste Zeit mit deinem Sohn ist unwiederbringbar verloren.
Maach et jot äwer net ze offt
Helmut

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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon MatzeR » 09.02.2015, 03:02

Hallo Martin,

ich tippe jetzt auch mal afu zwei Dinge:

1) Quartalsvirus. Er kommt also mit voller Wucht wieder zurück und du kannst nichts dagegen tun.
2) Wie Helmut so schön und auch völlig richtig geschrieben hat. Blech wartet in der Ecke, dein Sohneman aber nicht. Daher gibt es wichtigere Prioritäten, vor allem in den ersten Jahren.

Viele Grüße aus Shanghai,
Matthias
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 09.02.2015, 22:28

Servus liebe UVGler und UNIMOG-Begeisterte,
lieber Stefan, Christoph, Wolfgang, Helmut und Mathias, schön dass es nicht in einen fundamentelen Glaubenskrieg ausgeartet ist :roll: :D ! Davon gibt es schon genug auf der Welt :lol: . Es ist halt für jeden einfach eine andere Sicht der Dinge. Der eine glaubt daran, für den anderen ist es eine der schönste Nebensachen der Welt, für den anderen das Gaggenauer Hockergrab, aber trotzdem sind wir hier gemeinsam mit Eifer und Elan in der UC dabei, die einen mehr, die anderen etwa weniger.
Ja, Christoph hat aus meiner heutigen Perspektive betrachtet, recht. Für mich ist der UNIMOG auch eine der schönsten Nebensachen der Welt, es hat halt nur a bisserl Zeit und vor allem einen Sohn gebraucht, bis sich bei mir die Schwerpunkte wieder Richtung "Normalität" :roll: zurückverschoben haben. Die letzten drei bis vier Jahre standen sehr unter dem Zeichen des UNIMOGs, musste halt einige Jahrzente UNIMOG-loser Zeit aufholen :wink: . Da hast Du Hannes, alias UFH, deutliche Vorteile. Du bist ein Frühunifizierter und früher UNIMOG-Besitzer.
Ob Virus oder Begeisterung, beides ist m. E. energiebilanzmäßig endlich. Meine volle Begeisterung gehört meinem Sohn Max! Da bleibt nicht mehr viel übrig, auch wenn es um eine der schönsten Nebensachen der Welt geht. Aber es geht ja nicht nur den UNIMOG selbst, sondern auch um die große Gemeinschaft Rund um den UNIMOG, sei es in kleinen Stammtischrunden, persönlichen Kontakten oder etwas anonymer hier in der UC, aber auch da sind die Grenzen fließend. Auf alle Fälle freue ich mich hier zu sein, den einen oder anderen persönlich kennengelernt zu haben oder auch viele erst noch Kennenlernen zu können und mich mit Euch auszutauschen und über die unterschiedlichen Sichten zu diskutieren!

Viele Grüße
Euer Martin
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon mevissen4 » 10.02.2015, 13:32

Hallo Martin,

kann Deine Aussagen gut nachvollziehen. Als 2008 meine kleine Tochter kam habe ich auch alles an Hobbys hingeschmissen und war nur noch Papa. Inzwischen ist sie fast 7 Jahre und geht in die Schule. Und dort kommt schon wieder Gedanken an das Hobby auf und mann will auch mal wieder was für sich machen und Zeit für sich haben.
Also viel Spaß mit Max! Und nutze die Zeit, ruck-zuck ist Max groß…


Gruß Ingo
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon Maxl » 22.02.2015, 16:17

Liebe Papis und Unimogfans,
von mir war in den letzten Beiträgen öfters die Rede. Da der Papi momentan weder hier noch mit den Unimog aktiver ist, melde ich mich wieder zu Wort und nehm die Sache in die Hand :wink: . Das im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe heute meinen Blaumann angezogen und mit einem großen Löffel Überkopf-Schraubenschlüsselhalten :technik trainiert :D , damit ich bald bei Papa mithelfen kann, wenn Ihn die Restaurationslust und der Virus wieder packt. Bis ich einen 17er oder vielleicht sogar einen 32er halten kann, muss ich aber noch etwas trainieren :lol: .
Und mal sehen, wie lange die unimoginaktive Zeit bei meinem Papi noch dauert.
Ingo, ich hoffe, dass es keine 7 Jahre dauert, ich freu mich nämlich schon auf die erste Cabrioausfahrt, von der mir mein Papi schon so viel erzählt hat. Aber bis dahin sollte er noch die ISOFIX Konstruktion für meinen Maxicosi, die er angeblich schon länger im Kopf hat, umsetzen. Aber ich glaub er wird bald aktiv werden müssen, da beim Monster der TÜV ansteht :D .

Liebe Grüße
Euer Max
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FRUST!

Beitragvon martin71 » 30.03.2015, 21:20

Lieber Max, liebe UVGler,
der letzte Schnee hinterm aus ist zwar noch nicht ganz geschmolzen, aber es wird von Woche zu Woche deutlich wärmer, die Frösche schwärmen aus und laichen ab, kurzum man merkt recht deutlich dass es Frühling wird. Mit dem Frühling erwachen die Gefühle und auch bei mir tut sich was :oops: :) ....... Es naht wie Max geschrieben hat nicht nur beim Forstmog der TÜV, sondern es steigt bei mir sowohl der Bedarf des UNIMOG-Einsatzes auf der Baustelle als auch das Bedürfnis mal wieder den Startknopf zu drücken.....

Also wurde ich gestern etwas aktiv, aber es endete relativ schnell im Frust :fluch ..... Kennt Ihr auch das Gefühl nach wochenlangen Aufraffen endlich bereit zu sein nehmt Anlauf und dann werdet Ihr gleich bei den ersten Schritten durch eine Mauer gestoppt :mauer

Um Euch kurz abzuholen, wo die Aktivitäten stehengeblieben sind: Nach dem Motorschaden und anschließenden Motorwechsel hatte ich nach kurzen Probefahrten und der Entdeckung, dass einiges an Leistung fehlt den UNIMOG im Stadl abgestellt und das Wasser abgelassen, da ich ohne Frostschutz mit normalen Wasser den Motor erstmal durchspülen wollte. So halbfertig stand das Monster seit Mitte November im Winterquartier, da es sowohl an schrauberfreundlichen Temperaturen als auch vielmehr an Zeit und Lust fehlte.
Jetzt im erwachenden Frühjahr und Baustellenaußenaktivitäten bzw. dem anstehenden TÜV wollte ich den UNIMOG fertig machen. Die Batterie war schon wieder voll geladen, musste nur noch eingebaut werden, dann Frostschutzmittel aufgefüllt und das Verdeck montiert werden.
Da ich bei der letzten Fahrt Probleme mit dem Anlasser hatte, probierte ich gleich nach dem Batterieeinbau den Anlasser aus. Und es tat sich Nichts! Kein erhofftes Klackgeräusch, kein kurzes Anlassgeräusch um dann in den wohlvertrauten Klang des OM352 überzugehen....
Ich hatte mich so auf den Klang gefreut....... schade. Ein Überbrücken direkt am Anlasser wie bei den letzten Malen wollte ich nicht. Ich wollte das er richtig funktioniert, das er wieder zuverlässig seinen Dienst auf der Baustelle machen kann.
Ich bin im Kopf dann gleich mal die anstehenden Arbeiten durchgegangen. Anlasser aus dem UNIMOG ausbauen, dann den Anlasser von dem Motor mit Motorschaden ausbauen um diesen dann wieder im UNIMOG einzubauen um dann im nächsten Schritt das Kühlwasser aufzufüllen. Das war nix so mal eben für die Sonntag-Mittag-Zwischendrin mal schnell Mog startklar machen. Ich hatte ein ziemlich volles Nachmittags-Programm, darin kein Platz für das Monster.... Schade... ich hätte mal gerne wieder den UNIMOG-Virus Live in Ton und Dieselgeruch zelebriert. Naja, es blieb leider nur Frust..... zumindest was das Monster anbegeht.

Viele Grüße
Euer Martin
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Der Unimogvirus & Ich - Die Dieseli´s

Beitragvon martin71 » 05.04.2015, 13:05

Liebe UVGler,
zu Ostern gibt es eine erfreuliche UNIMOG-Virus-Gschicht (UVG), sozusagen ein Oster-UVG.
Ich hatte Euch schon ein paar Gschichten erzählt, wie es zu dem einen oder anderen Unimogkauf bei mir gekommen ist. Ich möchte die Reihe fortsetzen und Euch über die Dieselis berichten.
Úm Euch kurz abzuholen, was bisher geschah. Ich hatte meinen ersten UNIMOG restauriert, das Monster als Arbeitsgerät zugelegt, dann konnte ich dem Froschgrinsen nicht widerstehen und es hatte mich auch die Urform angetan, die fehlte noch in meiner Sammlung. Also sollte meine "UNIMOG-Durst" erstmal gestillt sein, sollte man zumindest meinen. Doch weit gefehlt, aber zuerst war da erstmal Ruhe.
Ich war regelmäßig in verschiedenen Portalen unterwegs, da ich ein paar Teile für den Frosch suchte. Als ein 2010er Rahmen angeboten worden, hatte ich zugeschlagen, da ich Streben aus dem Heck gebrauchen konnte und so ein Rahmen ist ja immer gut daheim.
Der Rahmen musste lediglich noch vom Rest des Fahrgestells befreit werden. Zusammen mit dem Verkäufer war dies in einer kurzen Aktion erledigt. Natürlich fand sich zwischendrin Zeit dafür, sich gegenseitig zu beschnuppern und Leidenschaften und die Bestände auszutauschen bzw. was noch ganz oben auf der Wunschliste stehen bzw. was einen interessieren würde. Ich sagte, eigentlich bin ich ganz zufrieden, derzeit wunschlos glücklich, aber wenn, dann würde mich noch eine Schweizer Armee UNIMOG interessieren.
Das wäre noch so ein richtiges Schmankerl für meine kleine Sammlung. Aber das war einfach nur so dahin gesagt.
Aber ich dachte das würde nicht so einfach werden, aber weit gefehlt.
Kurz darauf, beim Stöbern in den üblichen Foren, wurden auf einmal zwei Schweizer Armee Unimogs im Doppelpack angeboten. Mein Herz hüpfte, das Adrenalin schoß durch meinen ganzen Körper und mit leicht zitternden Hand griff ich zum Hörer. Ich war der dritte Anrufer...... :-(, verdammt doch zu spät... mal sehen. Auf alle Fälle unterhielt ich mich hervorragend mit dem Verkäufer, wir waren auf einer Linie. Nichtsdestotrotz war ich der dritte Anrufer. Also musste erstmal mit den beiden anderen geklärt werden, ob ein tatsächliches Kaufinteresse besteht. Ich selbst war mir da mit den Kaufabsichten noch nicht so sicher. Der Verkäufer wollte das Kaufinteresse der anderen Interessenten klären und sich wieder melden... ich dachte mir, ok das wars, aber das Glück war mir hold. Tags drauf klingelte das Telefon. Der erste Kaufinteressent war nur an fertig restaurierten UNIMOGs interessiert, insofern abgesprungen, der zweite war anscheinend jemand vom Beruf "Sohn" und dem Verkäufer unsympathisch und wurde deswegen übersprungen. Also war ich am Zug. Wir einigten uns schnell auf einen Besichtigungstermin. Nur das war nicht ganz so einfach. Der Verkäufer kam aus Regensburg, die Dieselis standen ca. 100 km nördlich von Bamberg, aber auch das wurde pragmatisch geregelt. Wir trafen uns in Erlangen und nahm den Verkäufer mit. Das gab reichlich Gelegenheit sich näher kennenzulernen und Gschichten zu erzählen.

Der Verkäufer hatte ein sehr interessante Vita hinter sich insofern hatten wir reichlich Gesprächsstoff. Die Fahrstrecke verlief wie im Flug und schon standen wir vor der Scheune, in der die UNIMOGs seit ca. 15 Jahren unberührt standen. Mit Herzklopfen stand ich vor dem Scheuentor war ganz gespannt darauf, was sich dahinter verbergen würde. Der typische Edelschrott der gerne als "Scheunenfund" teuer verkauft wird oder wirklich gute Substanz. Als das Scheunentor beiseite geschoben wurde, konnte ich mein Glück kam fassen als ich das herrliche Stillleben sah.

Martin´s Dieselis 1.jpg


Martin´s Dieselis 1F.jpg


Martin´s Dieselis Abholung 1.jpg


Sicherlich, es waren Restaurationsobjekte, aber in gutem unverbasteltem Zustand. Nur kam nun die Qual der Wahl. Ich wollte eigentlich nur einen, aber für welchen sollte ich mich entscheiden. Der einen war komplett, nur die typischen Fahrerhausecken etwas rostig, und ansonsten im passablen Zustand mit schöner Gebrauchs- Patina. Der andere war eine begonnene Restauration, bei denen das Führerhaus und der Pritschenrahmen bereits sandgestrahlt und feuerverzinkt waren und in Summe in einem besseren Zustand, aber halt zum Teil zerlegt, aber offensichtlich weitestgehend komplett, abgesehen von den Bordwänden.
Der Verkäufer wollte am liebsten beide zusammen verkaufen, ich zwar eigentlich nur einen, aber aufgrund meiner Unentschlossenheit kaufte ich kurzerhand beide. Der Kaufvertrag wurde mit Handschlag besiegelt und anschließend in einem fränkischen Lokal gefeiert. Dann ging es wieder nach Erlangen und von dort an getrennt weiter.

Wegen Abholung der Dieseli drängte nicht die Zeit. Die Scheunenmiete war bis Ende Dezember bezahlt und so hatte ich ca. 4 Monate Zeit, die Unimogs und die Teile abzuholen. Aber natürlich drückte es mich schon sehr, die Dieselis so bald wie möglich heimzuholen. Nur wohin? Ich Stadl standen schon zwei, für mehr reichte der Platz nicht. Also entschied ich mich kurzerhand meinen Tiefgaragenstellplatz zu opfern und im Winter erstmal draußen zu parken.
Als das Unterbringungskonzept stand, ging es dann erstmal ans Heimholen. Mir war klar, dass da mindestestens 3 Fahrten notwendig waren.
Also erstes wollte ich den komplett Dieseli holen. Mehr davon demnächst hier in den UVGs.

Viele Grüße und ein Schönes und Frohes Osterfest
Euer Martin
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon ret » 05.04.2015, 13:32

Der Verkäufer wollte am liebsten beide zusammen verkaufen,...

...ich zwar eigentlich nur einen, aber aufgrund meiner Unentschlossenheit kaufte ich kurzerhand beide.


Moin Martin,

das ist die merkwürdigste "Entschuldigung" die ich je gehört/gelesen habe. :lol:


Frohe Ostern, an Dich und Deine Lieben!
Liebe Grüße,

Reiner (jetzt mit Edelmog)

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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon mogsammler87 » 05.04.2015, 16:07

Hallo Martin,

so ähnlich erging es mir bei meinem 244DL, eigentlich kam ich nur um Ihn anzusehn aber nach der probefahrt als er mich fragte ob ich Ihn kaufen wolle sagte ich dann auch einfach "Ja"....
Mit dem Unimog auf weiter entfernte Treffen zu fahren ist halt doch nicht das Wahre und so hab ich eben einen Ausfahrts-Oldie :)

gruß
Robert
Eine Lösung hatte ich, nur leider passte sie nicht zum Problem...
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon Helmut-Schmitz » 05.04.2015, 19:16

Hallo Martin
Der Verkäufer wollte am liebsten beide zusammen verkaufen, ich zwar eigentlich nur einen,
ich kann dich gut verstehen. Du hast wirklich Glück gehabt, wie sonst will man ein ganzes Leben lang dem quälenden Alptraum entgehen, man hätte den verkehrten gekauft.
Frohe Ostern
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 13.04.2015, 20:32

Lieber Helmut,
vielen Dank für das Verständnis und die Ostergrüße, ich hoffe der Osterhase war bei Dir auch sehr fleißig :D . Du hast die etwaigen Probleme und Alpträume bestens erfasst, aber was gibt es Schöneres, aus der Not eine Tugend zu machen zu können um die Alpträume zu umgehen…..

liebe UVGler und Dieselifans,
wie versprochen möchte ich hier meine Dieseli-Gschicht fortsetzen.
Der Kauf der beiden Dieselis war mit Handschlag besiegelt, dann ging es nachdem nach einigen Wochen die Unterbringungsmöglichkeit vorübergehend geklärt war, ans Heimholen.
Zuerst wollte ich den zusammengebauten Dieseli heimholen. Also Anruf bei dem mittlerweile mir gut bekannten Anhängerverleih, dann gings darum, ein passendes Zugfahrzeug mit großem Kofferraum zu organisieren. Schließlich wollte ich beim ersten mal so viel wie möglich an Teilen mitnehmen. Auch das war gefunden, also ging es wochentags nach der Arbeit die ca. 180 km gen Norden. Normal ist das schnell erledigt, aber mit Hänger kommt einem das schon sehr langsam vor.....
Der Verkäufer hatte den Bauern, bei dem die Diesels in der Scheune untergestellt war, informiert und der erwartete mich bereits mit Frau und Sohn, die beim Aufladen behilflich waren. Insofern waren die Anbauteile vom Dieseli wie Verdeck, Sitze und die anderen Teile des zweiten teilzerlegten Dieselis schnell verstaut. Außerdem erwies sich die Rangierstange mit Pkw-Maul, die beim Kauf mit dabei war, als sehr hilfreich. Damit hab ich den Dieseli aus der Scheune gezogen und ihn in geeignete Position gebracht, um den mit der Seilwinde auf den Hänger zu ziehen.

1898
1899

Jetzt musste der Unimog noch verzurrt werden und dann ging es wieder die 180 km zurück. Ein bekanntes wohliges Gefühl stellte sich wieder ein und es kam mir fast wie ein Dejavu vor, da ich dieses Ritual schön öfters praktiziert hatte. Das Objekt der Begierde gut am Hänger verzurrt, das zusätzliche Gewicht hinten drauf dann doch deutlich spürbar, der Dieseli grinste mich im Rückspiegel mit seinen Scheinwerfern und dem Böhringergrill an und ich mit breitem zufriedenen Grinsen zurück. Ich war glücklich.
1900

Knappe drei Stunden war ich wieder daheim, aber es musste noch abgeladen werden, da sowohl der geliehene Hänger am nächsten Morgen vor der Arbeit und als auch das geliehene Auto zurückgebracht werden musste.
Jetzt wurde es eng: und zwar bei der Einfahrt in die Tiefgarage. Aber eine erste Begutachtung ergab, es müsste reichen. Also bin ich vorsichtig eingefahren. Zur Sicherheit hab ich zwischendrin mehrmals angehalten um nochmal zu kontrollieren. Und siehe da, die Garagendecke war nicht parallel zu Einfahrtsrampe sondern senkte sich ab. :shock:

1901

Jetzt wurde es wirklich eng. Das Lenkrad stand an. Was tun? Luft ablassen, Lenkrad abbauen oder Augen zu und durch. Ich war zwar glücklich, aber saumüde und wollte ins Bett, da vor allem am nächsten Tag früh Aufstehen angesagt war. Also entschied ich mich für Augen zu und durch. Ich hinterlies einen kurzen und einen längeren schwarzen Strich an der Decke..... aber sonst war Alles gut :D .

1905

Jetzt ging es ans Rangieren mit dem ca. 11 Meter langen Gespann in der Tiefgarage. Mir wurde da schon etwas unwohl, aber schließlich stand der Hänger so wie ich ihn haben wollte. Naja, nicht ganz, es kam die nächste Rampe und Engstelle. Rohrleitungen an der Decke :cry: . Das darf doch nicht wahr sein...... :mauer

1902
1903

Verdammt ich bin saumüd und will ins Bett und mich nicht von einem Problem zum anderen hangeln. Aber so ist es halt mit dem UNIMOG. Hast Du ein Problem gelöst, kommen zwei andere. Also hies es abladen und den Unimog die letzten 40 Meter auf meinen Parkplatz schieben. Mit viel Schwung und den letzten Kräften war auch das erledigt :party .

1904


Es war mittlerweile 24 Uhr geworden, aber leider noch nicht Schluss, da das Auto noch voll war und entladen werden musste. Aber was macht mann nicht Alles für sein Hobby! Also ab zum Stadl in der Nähe und die Einzelteile abgeladen. So jetzt war ich aber wirklich bettreif. In weniger als fünf Stunden klingelte schon wieder der Wecker.... und das ganze hatte ich die Woche nochmal vor, um den zweiten Mog abzuholen, aber das gibt in der nächsten UVG.
Ich hoffe die UVG hatte Euch etwas Freude bereitet und auch das eine oder andere mal zum Schmunzeln gebracht!

Viele Grüße
Euer Martin
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