Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Der Mogler steht im Vordergrund: Unimogtreffen, Ausfahrten, Berichte, TV-Tipps, Unimog-Witze.

Moderator: -Martin.Glaeser-

Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 10.02.2016, 15:11

Helmut-Schmitz hat geschrieben:Hallo Martin
ich hätte hier jetzt ein Vollmodell in Catia oder NX erwartet.


Servus Helmut,
ich hätte erwartet dass Du mich mittlerweile auch etwas kennen dürftest :shock: und obwohl ich ein kopfgsteuerter Studierter bin auch mal was pragmatisch angehe :lol: ....es muss ja nicht immer technischer/CAD-Virtueller Auslegungsoverkill sein :roll: .
Du bist doch auch eher ein Freund das pragmatischen Vorgehens.... :roll: :wink: , oder hast Du Dich so verändert die letzten Tage oder sind das die Nachwirkungen der holländischen Kekes :party :party :shock: :wink. Nix für ungut!

Eine abschließende Bitte noch: Richte hier mal lieber im Community Forum ein Vorstellungsforum ein (es werden zum Glück täglich mehr), bevor Du hier rumnölst :roll: :wink: . Das Fehlen ist anderen auch schon aufgefallen.

Viele Grüße
Martin
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 23.05.2016, 23:20

Servus liebe UVGler und Gschichtenleser,
es geht weiter mit den Virusgschichten. Auch wenn es die letzten Monate hier in der UC etwas ruhiger um mich war, ist es trotzdem weitergegangen. Nach knapp sechs Jahren hat sich der Kreis wieder geschlossen. Der eine oder andere wird sich vielleicht an eine meiner ersten Unimogvirusgschichten erinnern, in der ich über den Auslöser für den UNIMOG-Kauf erzählt habe. Den Auslöser gabs es im januar 2010, als mein Vater und ich im Wald waren und uns kurzfristig spontan ein Nachbar mit seinem Eicher inkl. Holzspalter beim Spalten behilflich war.
nachbar im Einsatz 2010-01-07.jpg
Januar 2010: Bei der Holzaktion mit Nachbarschaftshilfe reifte der Entschluss einen UNIMOG zu kaufen

Noch am gleichen Abend stand für mich der Entschluss fest, eine Holzspalter zu kaufen und für den Holzspalter als passendes Trägerfahrzeug einen UNIMOG. Ich hatte ohnehin schon längere Zeit mit einem UNIMOG geliebäugelt. Gesagt getan, die Suche dauerte leider etwas länger und ich hatte zwischendrin auch einen Fehlkauf, aber letztendlich fand ich dann doch den passenden UNIMOG. Dass noch einige andere folgen sollte, ahnte ich bis dahin nicht. Es wurde wie geplant ein Holzspalter und eine Dreipunktwinde dafür angeschafft. Nur mussten die Geräte vorerst auf Ihren Einsatz warten, da im mich über Weihnachten entschloss, am UNIMOG a bisserl was zu machen. Aus dem "a bisserl was machen" wurde eine Fastkomplettrestauration, wie Ihr ja in den ersten UVGs nachlesen könnt. Als nach einen guten halben Jahr der UNIMOG im frischen Lack restauriert dastand machte ich die erste Stippvisite in seinem zukünftigen Einsatzgebiet. Der erste Kratzer in der frisch lackierten Tür brachte mich zum Entschluss, dass der UNIMOG nichts mehr groß arbeiten sollte und ich mir ein Arbeitsgerät anschaffen möchte, bei dem es egal ist, wenn eine Delle reinkommt oder der eine oder andere Ast seine Spuren hinterlässt und der vor allem auch im Winter eingesetzt werden kann. Das sollte meiner erster restaurierter Mog definitiv nicht.
Ich stellte mir wenn möglich einen Forstunimog vor. Also ging die Suche wieder los, aber ich wurde diesmal relativ schnell fündig. Nur wenige Monate nach der Fertigstellung der Restauration von Mog I stand Mog II auf dem "Hof".
Nur kam der erstmal auch nicht im Wald, sondern auf unseren mehrjährigen Hausbaustelle zum Einsatz.
Die Dreipunktseilwinde wurde wieder verkauft, der Forstmog hatte ja eine doppelte Rahmenseilwinde, und der Holzspalter stand ungenutzt an verschiedenen Standorten. Ich hatte den Holzspalter nur von Zapfwellenbetrieb auf direkten Hydraulikanschluss am Forstmog umgerüstet. Mit den ersten Tests war ich zufrieden, aber außerordentlich schnell lief der nicht, aber ich war zumindest zufrieden einen funktionierenden Holzspalter zu haben. Den konnte ich auch am Frontkraftheber transportieren, den ich vom Mog I auf den Forstmog umgebaut habe.
Am Anfang der Bauphase hatte ich aber den Frontkraftheber gegen ein Werner-Fronthubgerüst (Frontpolter mit abnehmbarer Polterschild) getauscht und mir somit die Transportmöglichkeit für den Holzspalter genommen. Zurückrüsten wollte ich nicht mehr. Also hatte ich in den letzten Monaten mir Gedanken gemacht wie ich den Holzspalter am Fronthubgerüst/Frontpolter befestigen kann und eine Konstruktion gemacht und diese vorletzte Wochen zum Metallbauer gebracht, nur der hatte vorerst keine Zeit die so schnell umzusetzen.
Da wir die vorletzte Woche gearbeiteten Meterstücke, unter denen einige Käferbäume waren, so schnell wie möglich spalten wollten und abtransportieren wollten, entschluss ich mich kurzerhand den Holzspalter auf Zapfwellenbetrieb zurückzubauen und den Mog I für den Einsatz zu nutzen, obwohl der eigentlich gemäß dem zwischendrin gefassten Entschluss nicht mehr im Wald zum Einsatz kommen sollte.
In der Zwischenzeit bin ich aber auch immer mehr vom Frischlack-/Hochglanzfetischismus abgekommen und immer mehr zum Patinafreund geworden, und fand es durchaus okay, wenn Mog I die eine oder andere Schramme bekommt und wieder seine natürliche Gebraucht-Patina, vor allem weil ja jede Delle und jeder Kratzer seine eigene Geschichte erzählt und somit der jeweiligs damit verbundene Einsatz in Erinnerung bleibt. Also hatte ich überhaupt kein Problem damit, Mog I für die ursprünglich angedachte Arbeit einzusetzen und zufälliger- bzw. interessanterweise geschah dies am letzten Samstag genau an dem Ort und und der Stelle, wo der Entschluss zu seinem Kauf reifte. So schloss sich dann doch noch der Kreis nach mehr als sechs Jahren und ich war mehr als zufrieden :D !

Unimog im Wald 01 K 16-05-21 .jpg
Mai 2016: Es schließt sich der Kreis - Eigener UNIMOG mit eigenem Holzspalter im ersten gemeinsamen Einsatz


Viele Grüße
Euer Martin
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Der Unimogvirus & Ich - Es kam wie es kommen musste

Beitragvon martin71 » 12.02.2017, 16:27

"UVG: Es kam, wie es kommen musste"

Servus liebe UVG-Leser, liebe UCler,
der Spruch mag sich vielleicht etwas abgedroschen anhören, stimmt aber immer wieder erschreckenderweise aufs Neue, denn der Lauf der Dinge ist oft sehr ähnlich oder der gleiche.
Was meine ich damit? Es geht um die UNIMOG-Leidenschaft und Aktivität in den unterschiedlichen Lebensphasen (Single-Dasein, mit Partner, Nestbauphase und Kinder).
Was meine ich damit aber konkret? Bei mir war es wie folgt. Ich bin sowohl was den UNIMOG und die Liebe an begeht ein Spätberufener. Meine UNIMOG-Leidenschaft habe ich erst mit Mitte dreißig entdeckt, den ersten UNIMOG gab es mit Ende dreißig, die Liebe meines Lebens mit Anfang vierzig. Dafür habe ich dann aber sehr schnell Nägel mit Köpfen gemacht, um mal wieder in einem Bild zu sprechen, d.h. gemeinsames Hausumbauprojekt (Renovierung eines alten denkmalgeschützten Bauernhauses über ca. 2,5 Jahre hinweg, s. a. UNIMOG im Einsatz auf der Baustelle) angegangen, parallel kam unser erster Sohn Max zur Welt (s. a. Hier ist der Max – Eine NEUVORSTELLUNG!), dann Einzug und Genießen des Geschaffenen und jetzt unser zweiter Sohn Vinenz. In der Zeit war der oder vielmehr die UNIMOGs ein steter Begleiter, mal mehr mal weniger. Genau von dem mehr und weniger möchte ich Euch in dieser UVG (UnimogVirusGeschichte) erzählen.
Zum Glück hatte ich die Restaurationsphase von meinem ersten UNIMOG so gut wie abschlossen, als ich Carmen kennenlernte. Erstens kannte mich Carmen somit nur mit UNIMOG, es war also ein etabliertes Hobby, was mir einige Diskussionen bei den Neuanschaffungen ersparte :D , zweitens stand somit in den letzten Jahren immer ein fahrbereiter UNIMOG zur Verfügung, denn die für UNIMOG zur Verfügung stehende Zeit und die damit verbundenen Aktivitäten rund um den UNIMOG waren sehr schwankend in den letzten Jahren.
Aber zurück zum Anfang. Mir hatte es ja ein 406er Cabrio angetan, das ich mir nach einigen Irrungen und Wirrungen zugelegt und in ca. 9 Monaten restauriert habe. Dabei habe ich alle Höhen und Tiefen eines derartigen Projekts in den jeweiligen Phasen erlebt. Vom unbedarften „Himmeljochjauchzend“ über das „Warum tue ich mir das nur an?“ bis hin zu „ich habe keine Lust mehr“ und dann „oh, ist das schön, es geht vorwärts!“ bis hin zum erfüllenden Moments des Motorwiederanlassens und der ersten Ausfahrt :party . Mir hat aber immer das Bild oder der Moment des erstens Fahrens vor Augen jeweils die Motivation und das notwendige Durchhaltevermögen gebracht. Zwischendrin gab es mal öfters die eine oder andere Planänderungen oder Richtungskorrektur.
Mog R Noch im Werden.jpg

Dann lernte ich Carmen kennen und lieben. Sie hat von Anfang an meinen UNIMOG-Faible akzeptiert und ist mir mit oft schon mit oder sogar schon selbst gefahren. Sie akzeptierte den Faible auch noch, als zum ersten Mog ein Zweiter und dann noch weitere kamen…. Sie wusste schon bald Bescheid was es bedeutete, wenn ich Samstags oder Sonntags mal eben weg war und bei einem Anruf im Hintergrund Autobahnrrauschen zu hören war. Dann war ich mal wieder auf Erkundungs- bzw. Besichtigungstour :lol: . Mit der Zeit bin auch noch einigermaßen hingekommen, das Alles zu organisieren. Aber ein UNIMOG war ja schnell gekauft, in Schuss halten, bzw. TÜV-fertig zu bekommen war was anders. Soweit sollte ich aber nie kommen, alle TÜV-fertig zu bekommen. Denn jetzt stand was Anderes im Vordergrund. Wir wollten uns ein gemeinsames Nest, ein zu Hause schaffen. Wir haben uns dazu entschieden, ein altes kleines denkmalgeschütztes Bauernhaus, das in unserem Familienbesitz war, für uns umzubauen, zu sanieren bzw. modernisieren. Da ich Einzelgewerkevergabe gemacht, die Bauleitung und bei vielen Themen die Konzeptionierung übernommen habe, blieb da keinerlei Schrauberzeit mehr für die UNIMOGs übrig. Es war entweder reines Nutzen des Monsters (406 Forstunimog in Kombination mit meinem Müller-Mitteltal-Anhänger) oder therapeutisches UNIMOG-Fahren zum Streßabbau mit meinem restaurierten 406 Cabrio.

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Bei den vier kleinen UNIMOGs bin ich entweder kaum, oder gar nicht weitergekommen. Ich war schon gut damit beschäftig, aufgrund von leider notwendigen Stellplatzwechseln, die Unterbringlogistik zu organisieren. Ans Schrauben war da nicht groß zu denken. Gemeinsame Schrauberaktionen :technik wie etwa der Motorausbau vom Dieseli mit Freunde des UNIMOG-Stammtisches waren da eher die seltene, aber schöne Ausnahme.

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Zum Glück hatte ich bereits mit dem 406 Cabrio ein komplettes Restaurationsprojekt durchgezogen und hatte somit Erfahrungen mit den emotionalen Höhen und Tiefen einer Restauration. Bei der Hausrestauration bzw. sanierung war es genau so, es wiederholte sich Alles, nur das Projekt und das Budget war um einige Nummern größer.
Ein gutes halbes Jahr, bevor wir ins Haus eingezogen sind, kam unser Max zur Welt. Und schlagartig ändert sich Alles. Die Verantwortung und das Interesse änderte sich völlig. Der UNIMOG stand auf einmal völlig hinten an, es wurden nur dringlichste Reparaturen/Instandhaltung gemacht. Das war auch gut so. Ich hatte auch einfach nach einem halben Jahr entkernen und der anschließenden zweijährigen Bauphase gar keine Lust zum Schrauben, da ich sowohl beruflich als auch auf der Baustelle ausreichend eingespannt war und schließlich wollte ich mich jetzt um meinen Sohn kümmern. Da hat es schon gereicht, wenn ein kleiner Defekt kam, wobei der Motorschaden beim Monster leider Alles andere als ein kleiner Defekt war. Aber auch so Kleinigkeiten wie Ursachen für Bremsausfällen zu finden ziehen sich dann auf einmal über Wochen und Monate hin.
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Ich habe mit Max relativ früh erste UNIMOG-Touren gemacht oder den UNIMOG einfach als Transportmittel für Vater-Sohn-Ausflüge benutzt. So ist nach und nach der UNIMOG-Funke immer mehr aus Max übergesprungen so dass er bereits nach relativ kurzer Zeit voll unifiziert war. Somit konnte ich einen Teil der Zeit mit Max mit dem Hobby UNIMOG verbinden. Nach der reinen Nutzerphase während des Baus kam es also wieder zu einer intensiveren Genußphase nach dem Bau mit Max und Carmen, aber dennoch blieb kaum Zeit, mich den anderen nicht fahrfertigen UNIMOGs zu widmen, die ich in den ersten Jahren mit Carmen weiter angesammelt habe. Mir dämmerte, dass sich das so schnell nicht ändern würde, aber wahrhaben wollte ich es nicht. Aber auch das mit dem wahrhaben wollen änderte sich über die letzte Zeit. Der Entschluss, einen UNIMOG zu verkaufen, reifte und wurde auch in die Tat umgesetzt. Der 401 Toskana-UNIMOG wurde verkauft. Aber es blieben noch sechs übrig. Zu jedem UNIMOG hat man eine Geschichte bzw. eine Beziehung, zumindest geht es mir so, also fällt da trennen schwer, da braucht man schon einen konkreten Schubs, um wieder aktiv zu werden. Ein Schubs bzw. Denkanstoss kam, als ich aus einem meiner angemieteten Stadel rausmusste, in dem das Monster und der MM-Anhänger untergebracht war.
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Der restaurierte Erstmog und ein Dieseli standen inzwischen bei mir in der Garage, die ich mir beim Hausumbau gegönnt habe. Den Anhänger brachte ich nach einer Aufräumaktion noch in der Garage unter, aber für den Forstmog hätte ich weder Platz noch die nötige Einfahrtshöhe von 2,75 m gehabt. Also Überführung nach Ingolstadt, wo ich einen weiteren Stadel für 2 andere UNIMOGs hatte. Dort gab es erstmal Bremsausfall und dann noch mächtig Knatsch mit dem Vermieter, dann erneuter Standortwechsel zu einem UNIMOG-Kollegen, bei dem wir auch die Brems in Stand gesetzt haben, danach Anmiete einer Stellplatzes in Königsdorf und wieder 140 km Überführungsfahrt zurück….. Ihr merkt schon, das ging in die Zeit, ohne dass ich inhaltlich voran kam.
Den Forstmog alias Monster habe ich gekauft, weil mir der damals frisch restaurierte Erstmog für den Wald zu schade war. Mit dem häufigen Gebrauch meines Erstmogs änderte sich das und witzigerweise war man Monster bis dato so gut wie nur auf der Baustelle im Einsatz. Als ich den aber für den Wald gebraucht hätte, stand er in Ingolstadt. Also habe ich kurzerhand wie in der letzten UVG beschrieben, den Erstmog genommen, so dass der zu seinem ursprünglichen Anschaffungsziel, dem Einsatz im Wald kam.
Und mit jedem Tag wurde mir auch klarer, dass ein Forstmog für meinen geringen Waldbesitz bzw. Holzbedarf, den ich habe, ein ziemlicher Luxus ist. Klar, genial und brachial ist der schon, aber richtig brauchen tue ich den nicht. Und so was braucht schon Zeit, sich das erstmal gegenüber sich selbst einzugestehen bzw. auch dazu zu stehen und anderen davon zu erzählen. Aber jetzt stehe ich dazu. Die Tage des Monsters sind gezählt. Es war ein langer innerer Kampf, aber ich bin froh, dass der Entschluss feststeht.
Seit fast zwei Jahren wohnen wir jetzt im Haus, somit ist das bisheriger Einsatzgebiet des Monsters beendet, wenn man mal von der Sandkastenaktion für Max absieht. Ansonsten war das Monster für mich fast nur noch Ballast in der geänderten neuen Lebenssituation (mit Haus und Kind). An der wird sich so schnell auch nicht ändern, denn es ist zum Glück mein zweiter Sohn Vincenz zur Welt gekommen, der jetzt auch nach Aufmerksamkeit verlangt und die ich ihm aber auch liebend gerne gebe. Ein Grund mehr, den Forstmog abzugeben an jemanden, bei dem es passt und der ihn mehr einsetzen kann.
Warum schreibe ich Euch das Alles? Ich weiß es nicht, muss ich ehrlich sagen. Naja, etwas angeschubst hat mich Fabian alias krabbler. Er vermisste die UVGs und Erzählungen. Nur mangels UNIMOG-Aktivitäten konnte ich da nicht viel schreiben, außer zu dem Thema hier, das mich schon länger umtreibt. Es wollte jetzt einfach so raus. Es jetzt auch kein verstecktes Inserat (das werde ich bei Gelegenheit schalten), um Himmels willen, sondern ich möchte Euch einfach an meiner Geschichte teilhaben lassen. Apropos Inserat: Früher habe ich mich immer wieder über die üblichen Anzeigentexte wie „UNIMOG aus Zeitmangel“ oder „umstandshalber“ abzugeben gewundert. Ich konnte das früher nie richtig verstehen. Jetzt kann ich das um so mehr nachvollziehen, da es mir selbst so geht.
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Wie soll es weitergehen und was sind die Ziele für die nächste Zeit? Ich werde den Bestand mittelfristig weiter abbauen, Neuanschaffungen erstmal nur im Spielzeugbereich tätigen, um dann gemeinsam mit meinen Jungs die Restauration eines verbliebenen Frosches und Dieselis anzugehen und parallel mit dem Erstmog :mog4 Ausflüge zu machen. Soweit heute meine Planungen, ob es so kommen wird, weiß ich nicht, aber das Bild trage ich erstmal in mir, solange ich keinen größeren „Denkanstoß“ bekomme, der mich davon wieder abbringt oder die Richtung ändern läßt.
Und wenn ich dann irgendwann mal wieder etwas mehr Zeit haben sollte, also in den nächste Lebensphase komme, d.h. wenn dann die Jungs aus dem Haus sind, kommt sicherlich das eine oder andere Projekt über den Weg. Ob es ein UNIMOG sein wird, wir werden sehen, aber unwahrscheinlich ist es nicht. Der UNIMOG-Virus ist immer da, nur hat er je nach Lebensabschnitt mehr oder weniger Platz, sich auszubreiten. Aber UVGs wird es weiterhin geben, mal mehr und mal weniger!

Viele Grüße
Euer Martin
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon krabbler » 13.02.2017, 15:41

Moin Martin,

vielen Dank für das Update und die aufschlussreichen Schilderungen!

Und natürlich herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs sowie alles Gute für euch vier!

Respekt für die Entscheidung mit dem Forstmog, ich bin mir sicher du wirst es nicht bereuen. Du hast genügend weitere Spiel- und Schraubzeuge, so dass sicherlich keine Langeweile aufkommen wird. :wink:
Etwas Wehmut ist immer dabei, mir fiel die Entscheidung zum Abgeben des größten Wracks hier auch nicht leicht. Aber er ist in sehr gute Hände gekommen, bei deinem Unimog wird das nicht anders laufen. Vielleicht begegnet er uns ja auch in Zukunft häufiger in der Community.

Viel Spaß mit dem Nachwuchs, Erfolg bei der Unifizierung des Zweiten und lass wieder von dir hören. :party
Deine Geschichten sind immer wieder eine Freude!

Viele Grüße,
Fabian
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon Helmut-Schmitz » 13.02.2017, 16:48

Hallo Martin
ich kann deine Entscheidung sehr gut nachvollziehen. Deinem Aufwand für die Restaurierung und auch deiner wunderschönen Geschichte dazu zolle ich meine höchsten Respekt.
Aber die ganze Geschichte mit einem, zwei oder gar drei weiteren durchzuziehen, das wäre eine Herrausforderung, für die man manchens andere hintenanstellen müsste.
Warte ein paar Jährchen, vielleicht wollen die Jungs später sinnvoll beschäfftigt werden. Wen du für jedes Familienmitglied einen über hälst und restaurierst, bleiben noch immer genügend Arbeit für die späteren Jahre. Die Kuschelzeit mit den Bälgen verfliegt so schnell vorbei, dafür solltest du ruhig ein paar Tage aussetzen, die Arbeit läuft nicht weg.
Wenn ich die Fertigstellung deines letzten Mogs noch erlebe, ist es noch früh genug.Bild
Aber die Abweichung in die MB-trac-Szene bereitet mir arge Kopfzerbrechen. Die Kinder müssen artenrein erzogen werden.:D
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon RainerausRhedeems » 13.02.2017, 22:07

Moin
schöne Story zu der ich eine Empfehlung abgebe:Doka kaufen+die ganze Familie fährt Unimog!
Gruß,Rainer
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 15.02.2017, 01:08

krabbler hat geschrieben:Moin Martin,

vielen Dank für das Update und die aufschlussreichen Schilderungen!
....
Etwas Wehmut ist immer dabei, mir fiel die Entscheidung zum Abgeben des größten Wracks hier auch nicht leicht...

Viele Grüße,
Fabian


Servus Fabian,
Danke für die Blumen, aber Du musst da etwas mißverstanden haben :roll: :wink: . Das Monster ist nicht mein größtes Wrack was ich abgeben will. Das war mein Toscanamog, das Monster ist nach dem restaurierten Erstmog der zweitbeste UNIMOG den ich habe :wink: :) . Aber dennoch habe ich mich dazu entschlossen, da ich ihn nicht wirklich brauche, auch wenns schwer fällt :( .

Helmut-Schmitz hat geschrieben:Hallo Martin,
ich kann deine Entscheidung sehr gut nachvollziehen. Deinem Aufwand für die Restaurierung und auch deiner wunderschönen Geschichte dazu zolle ich meine höchsten Respekt.
.
.
Aber die Abweichung in die MB-trac-Szene bereitet mir arge Kopfzerbrechen. Die Kinder müssen artenrein erzogen werden.:D



Ach Helmut, das geht runter wie Öl :D :party !
Helmut, Du musst aber genau lesen, ich habe zum Schluß von Traktor und nicht mehr unbedingt von MB-Trac geschrieben. Es kann also auch gut sein, dass es ein Johnny oder Fendt wird :lol: .

@Rainer,
meine Lieblingsdoka gibt es vermutlich nur einmal oder evtl. schon gar nicht mehr, ein Dokafrosch! Aber dann hab ich ja gar keine Gründe mehr dafür, die drei verbleibenden UNIMOGs zu behalten.... :roll: :wink: .

Viele Grüße
Martin
Zuletzt geändert von martin71 am 15.02.2017, 09:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon ret » 15.02.2017, 09:29

@Reiner,

meine Lieblingsdoka gibt es vermutlich....



Moin Martin,

das war für Rainer!!!!!!

Auch wenns noch relativ früh ist, die Feinheiten der deutschen Sprache sind zu beachten. :lol:
Liebe Grüße,

Reiner (jetzt mit Edelmog)

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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon Helmut-Schmitz » 15.02.2017, 12:56

Hallo Martin
Du musst aber genau lesen, ich habe zum Schluß von Traktor und nicht mehr unbedingt von MB-Trac geschrieben. Es kann also auch gut sein, dass es ein Johnny oder Fendt wird :lol: .
konnte ich nicht mehr, Schwächeanfall. Wir sind gegenüber anderen Fabrikaten sehr tolerant, egal ob von Jony oder Fendt, Hauptsache es ist ein Unimog. :mrgreen:
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon schiller1977 » 15.02.2017, 13:54

Hallo Martin,

hatte dir eine PN geschickt, leider habe ich keine Antwort bekommen?

LG
Gunnar
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon krabbler » 15.02.2017, 21:25

Hallo Martin,

dass das Monster nicht dein größtes Wrack ist, sondern eigentlich sogar der zweite fahrbereite Unimog, ist mir schon klar. :wink:
Das mit dem Wrack bezog sich lediglich auf mich.

Das Monster ist mit der Ausrüstung ja augenscheinlich doch ein ganzes Stück unhandlicher, wartungsunfreundlicher und auch wartungsintensiver. Daher kann ich die Entscheidung absolut verstehen.
Wenn ich jetzt Argumente wie "zwei vom gleichen Typ" oder "Nutzwert wird eh nicht gebraucht" schreibe, kriege ich ärger und wende andere Maßstäbe als bei mir an... :mrgreen:

Viele Grüße,
Fabian
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 15.02.2017, 22:33

Hemut-Schmitz schrieb:
konnte ich nicht mehr, Schwächeanfall. Wir sind gegenüber anderen Fabrikaten sehr tolerant, egal ob von Jony oder Fendt, Hauptsache es ist ein Unimog. :mrgreen:


Servus Helmut,
einen Schwächeanfall in Deinem zarten Alter, das kann ich mir jetzt gar nicht vorstellen :roll: :wink: ... aber wahrscheinlich ist nur der Koffein- und Nikotinspiegel zu weit gefallen und Du hast es einfach nicht gemerkt, weil Du hier in der UC gespannt und kaffee-zigarettengedankenlos die Beiträge verfolgt hast :wink: :lol: :party !

P.S.: Sag mal, wie schreibst Du denn Johnny???? Du, bist doch immer derjenige, der auf Orthographie soviel wert legt :lol:

Servus Gunnar,
Du hast eine Antwort, entschuldige bitte.

@Frank,
was soll ich da drauf antworten? Am besten Nix :lol: :mrgreen:!

Die nächste UVG wird jetzt wohl die vom traurigen Abschied nehmen..... :cry: :cry: :cry:

Viele Grüße
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon OPTI-MOG » 15.02.2017, 23:21

Servus Martin,

die Zwänge Deines Alltags spielen dem Unimog-Virus offenbar übel mit.

Man kann dem Unimog-Virus aber auch sonst wirksam begegnen.
Es hat zwar den Anschein als könne man nichts dagegen unternehmen – als wären wir ihm also hoffnungslos ausgeliefert.

Mit etwas Überlegung und Anstrengung geht da doch was, wie folgende Beispiele zeigen.

1. Lebensabschnittspartnerin vor einer Investition in eine „Occasion“ befragen. Sie sagt bestimmt NEIN!

2. Vor der Entscheidung für das Objekt der Begierde Bankkonto in Hinblick auf laufende Kredite, Rückstellungen für den Ausfall von Haushaltsgeräten und alltäglichen Fortbewegungsmitteln … überprüfen. Wenn man ehrlich ist, bleibt da oft nicht viel übrig.

3. Je nach Lebensalter auch mal ins Kalkül ziehen wie man die „Klamotten“ wieder loswird, wenn man einmal nicht mehr in den Mog rein- oder aus ihm rauskommt und sich auch nicht mehr darunterlegen möchte.

4. Wie lange werden unsere Dreckschleudern von der Politik noch geduldet? (Vergleiche Änderungen in der Waffengesetzgebung)

5. Die Ersatzteile werden immer knapper und teurer!

6. Was fangen meine Nachkommen mit dem ganzen Zeug an? Haben die überhaupt Interesse und können sie die Materie beherrschen?

7. Nicht fragen: Wonach steht mir der Sinn? Sondern sagen: Das ist jetzt nach objektiven Maßstäben vernünftig!



Hiermit möchte ich mir selbst und auch sonst niemandem den Spaß an der Freude nehmen. Aber ernsthaft nachdenken darf man doch mal. :wink:

In diesem Sinne uns allen noch viel Freude mit unserem begeisterungswürdigen Hobby! :mog4
Liebe Grüße

Christoph

Bild

Mit zwei Unimog 411 im Schlagraum https://youtu.be/OnCnQ_sFmOU


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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon martin71 » 16.02.2017, 23:50

Ach Christoph,
vielen Dank für den Lebensratgeber, aber das Leben ist viel zu kurz, um immer vernünftig zu sein :D :party.
Ich komme wunderbar klar damit, so wie es ist, da ist vielleicht was falsch rübergekommen. Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann und Nachteile hatte ich dadurch keine, eher im Gegenteil :D ! Wollte Euch halt einfach was zum Schmunzeln geben :)!

@Gunnar,
diesmal habe ich keine Antwort bekommen :wink: .

Viele Grüße
Martin
Zuletzt geändert von martin71 am 17.02.2017, 19:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Der Unimogvirus & Ich - Meine Unimoggeschichte

Beitragvon OPTI-MOG » 17.02.2017, 00:23

Ach Martin,

Du glaubst doch nicht etwa, dass ich das wirklich ernst gemeint habe? :lol:

Jedenfalls bin ja auch ich in höchstem Grade unvernünftig und kann froh sein, dass meine Frau das mitmacht.
Liebe Grüße

Christoph

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Mit zwei Unimog 411 im Schlagraum https://youtu.be/OnCnQ_sFmOU


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