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Differentialsperre 406, Verschraubungen
Verfasst: 20.01.2011, 21:29
von joachiml
Hallo,
habe gerade im Zuge der Restaurierung (bald ist er "fertig", dann lest Ihr von mir auch mal bei den Vorstellungen) die Differentialsperren neu angeschlossen.
Dabei habe ich auch die Verschraubungen in den Achsen getauscht (da die alten Leitungen abgerissen waren). Die alten Doppelnippel haben unten einen Absatz, der in eine Nut in der Welle greift. Wozu ist der gut? Hat der verdrehsichernde Zusatzfunktion? Ist das wichtig, oder kann ich eine handelsübliche Verschraubung einsetzen?
Gruß,
Joachim
Verfasst: 24.01.2011, 00:03
von SimonGoik
Hallo Joachim,
die Original-Verschraubungen sind wichtig, damit sich der Kolben der Differentialsperre im Betrieb nicht verdrehen kann. Die Dichtringe dichten in der axialen Bewegung gut ab, vertragen aber keine radiale Belastung.
Grüsse
Simon
Verfasst: 25.01.2011, 23:04
von joachiml
Super, vielen Dank!
Ich habe so etwas geahnt und daher die alten Doppelnippel wieder reingeschraubt und von den neuen nur die Überwurfmutter verwendet. Funktioniert super.
Gruß,
Joachim
Verfasst: 30.01.2011, 20:32
von joachiml
Moin,
es ist eine weitere Frage zu der Differentialsperre aufgetaucht, also schreibe ich sie einfach mal hier drunter.
Der Unimog läuft wieder und ich konnte mit Minimalausstattung (keine Hydraulik, keine Türen, keine Motorhaube etc.) eine erste Probefahrt im Garten machen (dort liegen derzeit festgefahrene Erdhaufen). Dabei stellte sich heraus, daß die vordere Sperre nicht schaltet (ich bin ja schon froh, daß die Druckluft überhaupt funktioniert; als ich ihn bekommen habe, ging gar nix). Der Anschluß vorn an der Achse war abgeklemmt, als hätte es vorher schon nicht funktioniert. Ich habe nun eine neue Leitung gelegt.
Was jetzt tun? Einen Schluck Öl rein und etwas fahren; dabei ein- und ausschalten? Oder muss alles auseinander?
Gruß und Vorfreude auf Antworten,
Joachim
Verfasst: 31.01.2011, 00:06
von SimonGoik
Hallo Joachim,
Öl einfüllen ist eine gute Idee. In dem Zylinder der Sperre sollte lt. BD.-Anleitung sowieso eine kleine Ölmenge vorhanden sein (1cm3).
Ich nehme dafür Kompressorenöl (Öl für Druckluftwerkzeuge).
Am Besten bockst Du den Mog auf und betätigst die Sperre mit Druckluft aus dem Werkstattkompressor. Dann kannst Du hören ob die Sperre schaltet.
Oder am Rad drehen, dann sieht man es.
Wenn Sie dann immer noch nicht funktioniert, muss die Achse leider geöffnet werden.
Viel Erfolg
Simon
Wiederinbetriebnahme Sperren
Verfasst: 31.01.2011, 12:32
von oe-u406
Hallo Joachim,
ich hatte bei mir auch das Problem, das mein Vorbesitzer beide Leitungen und sämtliche Ventile ausgebaut hatte. Als ich den Mog gekauft habe, war nichts mehr dran. Habe nun mit neuem Überströmventil, neuem Schaltventil und ein paar Meter Leitungen und Anschlüssen das ganze wieder in Betrieb genommen. Vorne ging dann auch erst nichts. Ich habe Korrosionsschutzöl ( Ballistol ) eingesprüht und 1 Woche gewartet. Dann wieder probiert, ging immer noch nicht. Dann habe ich mit einer Heißluftpistole das Achsrohr in dem Bereich der Sperre erwärmt, keine Angst, wird nur leicht warm, da geht nichts kaputt. Und das Öl mit Luft aus der Ablassschraube geblasen und wieder neues reingesprüht. Dann noch mit Hammer und einen Hartholz einige Male kräftig gegen das Achsrrohr geschlagen. Und immer wieder warm gemacht und geölt. Nach 2 Stunden Arbeit ging die Sperre wieder, alles dicht , wie neu, geht seit nun 2 Monaten ohne Probleme. Vielleicht hilft´s .
Viel Glück,
Gruß Hartmut