Ein bisschen Liebe

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Moderator: -Martin.Glaeser-

Ein bisschen Liebe

Beitragvon Franks_MOG » 27.03.2017, 23:24

Einen guten Abend Zusammen,
wenn ich mich mal vorstellen darf:

Mein Name ist Jupp. Bin im Herbst 1965 vom Band gelaufen und dann ging es in den Kreis Oldenburg wo ich gute 10 Jahre auf einem großen Landgut gearbeitet habe. Danach hatte es mich in den Schwarzwald bei Freiburg verschlagen bis ich über viele andere Umwege nun im Rheinland gelandet bin.

Mein neuer Besitzer hatte sich und seine "Krankheit" vorgestellt. Zum Glück hat er eine verständnisvolle Partnerin und somit ist es gekommen das er mir ein bisschen Liebe und Zuneigung schenken kann.

Angefangen hat es damit das ich bald zur regelmäßigen Untersuchung muss. Da ich nun ja auch schon 52 bin haben die Jahre harter Feldarbeit ihre Spuren hinterlassen. Daher muss für den TÜV noch ein paar Arbeiten durchgeführt werden.

Damit ich dem "Doktor" sauber gegenübertreten kann und auch die Umwelt schone wollte man mir nur meiner Inkontinenz nachgehen. An einem Schlauch vom Kombipresser lief leicht Öl raus. Das kann ja so nicht weiter gehen.

Nachdem der Schlauch nicht richtig los wollte wurde der Kühler ausgebaut und was soll ich sagen. Der sah so aus:
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Kuehler.jpg
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Re: Ein bisschen Liebe

Beitragvon Franks_MOG » 27.03.2017, 23:36

Das war aber noch nicht alles. Die Suppe aus dem Kühler war wohl noch eine Orignialbefüllung. Die Ursache für die Farbe liegt wohl in einer Oxidation. Diese hatte auch das Verbindungsrohr zur Ausgleichbehälter befallen. Der wird demnächst gewächselt.
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Rohr.jpg
Aterienverkalkung
Kuehlmittel.jpg
Kühlmittel bzw. eine Art von Flüssigkeit
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Re: Ein bisschen Liebe

Beitragvon Franks_MOG » 27.03.2017, 23:41

Meine anderen Säfte sachen aber auch nicht besser aus. Als das Öl aus dem Hydraulikbehälter abgelassen wurde kam folges zum vorschein. Wohlgemerkt es ist nicht das Motoröl sonder Hydrauliköl.
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Hydraulikoel.jpg
Woher kommt es? Motor oder doch nicht?
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Re: Ein bisschen Liebe

Beitragvon OPTI-MOG » 28.03.2017, 10:30

Hallo Frank,

in der Draufsicht lässt sich eine Flüssigkeit schlecht beurteilen. Giesse mal den Behälter gaaanz langsam aus und gebe den letzten Rest in ein kleines Glas. Dort kannst Du dann besser analysieren.

Auf dem Boden des Behälters findet sich bestimmt auch der eine oder andere Partikel und möglicherweise sogar ein paar Wassertropfen.

Ich lasse beim Ablassen von Flüssigkeiten diese stets in einen weißen Eimer laufen, sich absetzen und erst nach einiger Zeit leere ich den Eimer langsam aus. Der Bodensatz ist oft sehr aufschlussreich. :idea:
Liebe Grüße

Christoph

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Mit zwei Unimog 411 im Schlagraum https://youtu.be/OnCnQ_sFmOU


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Re: Ein bisschen Liebe

Beitragvon Franks_MOG » 28.03.2017, 22:56

Hallo Christoph,
da waren schon noch andere Rückstände dabei. Aber zum Glück kein Wasser. Also außer beim Kühlwasser :-) Die schwarze Suppe aus den Hydraulikleitungen war auch der Grund weshalb ich Jupp den Kombipresser entnommen habe um den einmal zu zerlegen. Im Vorratsbehälter war einiges an Fremdstoffen. Mal sehen wie der im Inneren aussieht wenn er am Wochenende zerlegt wird.

Danke für deine Unterlagen.

Schönen Gruß

Frank und Jupp
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Re: Ein bisschen Liebe

Beitragvon Franks_MOG » 28.03.2017, 23:22

So die nächsten Abdichtungen an Jupp. Hier am Stundenzähler fehlt eine Abdeckung. Fehlt da nur das "Fenster" oder gehört da noch ein anderes Teil dazu?

Gruß

Frank
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Stundenzaehler.jpg
Fehlt da nur das Fenster?
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Re: Ein bisschen Liebe

Beitragvon OPTI-MOG » 29.03.2017, 18:17

Hallo Frank,

wenn das Räderwerk komplett ist, fehlt nur das Fenster. Es wird die Zeile oberhalb der horizontalen abgelesen. Entsprechend ist das originale Fenster, in dem nur die eine Zeile zu sehen ist, geneigt.
Liebe Grüße

Christoph

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Re: Ein bisschen Liebe für den Kombipresser

Beitragvon Franks_MOG » 31.03.2017, 21:03

So heute lag der Kombipresser auf dem OP Tisch. Nachdem der Presser zerlegt war konnte man das Ausmaß erkennen. Ich muss sagen da hat Jupp noch mal bisschen Glück gehabt. Jetzt Teile beschaffen und wieder zusammen bauen.
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Kolben.jpg
Glück gehabt? Nun ja zumindest ist nicht alles zerbröselt und hat den Zylinder zerstört. Von daher "Glück gehabt"
Zylinder.jpg
Die Lauffläche des Zylinders sehen ja ganz passabel aus. Glück gehabt!
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Kombipresser

Beitragvon Franks_MOG » 14.04.2017, 11:20

Nun ja der Kolben ist organisiert und der Zylinder wird dann gebohrt. Was noch ein wenig Sorgen bereitet ist das Pleuel. Das hat sich "zart" an die Seite der Hydraulikpumpe angelegt und ist eingelaufen. Die Lagerschalen sind auch nicht mehr das was sie mal waren und jetzt muss ich einmal überlegen was man machen kann. Neuteile gibt es ja nicht mehr :-(
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Pleuel.jpg
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Re: Ein bisschen Liebe für das Anhängersteuerventil

Beitragvon Franks_MOG » 14.04.2017, 11:38

Da ich Gestern schon Langeweile hatte wurde das Anhängersteuerventil mal abgebaut und zerlegt. Dieses hatte permanent Luft abgeblasen und das gefällt dem TÜV ja nicht wenn Jupp zur Untersuchung kommt.

Äußerlich war das Ventil dicht. Also nichts auf der Bremsenseite. Die Luft wurde über das dafür vorgesehene Gitter abgeblasen.

Der Grund war auch schnell gefunden. :party Bei einem der Vorbesitzer war das Ventil wohl schon einmal undicht und man hatte es versucht zu reparieren. Der "Erfolg" ist erklärbar.

Auf dem Bauteil welchses das Ventil gegen die Umgebung abdichtet und vom Steuerkolben der Bremsseite bewegt wird ist die Dichtung abgefallen und somit ... nun ja was soll man dazu sagen.

Die Dichtung hat auch eher den Status einer handwerkliche mittelmäßigen Schnittsarbeit. Zudem ist es den vorherigen "Mechanikern" nicht gelungen eine langfristige Verbindung zwischen dem Gummi und dem Metall herzustellen.


Also bei WABCO das Rep.-Kit bestellen so lange es das noch gibt und dann sollte es wieder funktionieren. Auch wenn Jupp wohl nie was mit Luft unterstützen muss.

Mal sehen wie die Verbindung im Rep.Kit aussieht. Oder kennt jemand eine Möglichkeit eine dauerhafte Verbindung herzustellen?
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Situation.jpg
Beim Zerlegen lag die "Dichtung" einsame und verlassen vor dem Auslass
Dichtung.jpg
Das Eckige muss auf das Runde
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Re: Ein bisschen Liebe für den Betriebsstundenzähler

Beitragvon Franks_MOG » 14.04.2017, 11:50

Da ja jetzt noch die Ostertage vor der Türe stehen kümmere ich mich mal um den Betriebsstundenzähler von Jupp. Nach dem ersten reinigen sieht er ja schon mal wieder manierlich aus. Man bekommt ihn auch sogar zum Drehen.

Na mal schauen wie es nach Ostern aussieht :-)
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Stundenzaehler.jpg
vom Gröbsten befreit
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Antriebswelle Vorgelege aber richtig?

Beitragvon Franks_MOG » 23.03.2019, 12:34

Guten Morgen Zusammen,
langsam aber sicher geht es immer etwas weiter. Jetzt ist der Simmerring im Achsrohr fällig. Es gibt ja einige schöne Anleitungen dazu inkl. Zerlegung des Vorgelege. Ich will jedoch nur den Simmerring tauschen.

Meine Frage ist:

Baut ihr das Radvorgelege inkl. Antriebswelle vom 411er (neue Achse) gemeinsam als "Block" ab oder zerlegt ihr das Vorgelege um am Schluss die Antriebswelle aus dem Achsrohr zu ziehen?

Hintergrund der Frage ist das ich mir nicht sicher bin wie man den ganzen Krempel nachher wieder sauber einbauen kann. Das Vorgelege inkl. Antriebswelle sauber durch den neuen Simmerring zu bekommen ohne diesen zu beschädigen.

Ich hoffe mal auf gute Antworten und wünsche allen ein schönes Wochenende.

Gruß

Frank
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Re: Ein bisschen Liebe

Beitragvon tomtom411 » 23.03.2019, 21:02

Moin Frank,
das Vorgelege im angebauten Zustand zu zerlegen ist nicht sinnvoll. Man kann das gesamte Vorgelege mit der Doppelgelenkwelle aus der Achse ziehen. Auch retour geht, besser mit einem 2.Mann. Alternativ kann man die Doppelgelenkwelle im eingebauten Zustand "zerlegen", aber hier ist die Remontage sehr fummelig!
Und denk dran: Diff-Sperre einschalten, Achse aufbocken und am Rad drehen, bis die Sperre hörbar einrastet!
Viel Erfolg und Gruß aus Hamburg
Thomas
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Re: Ein bisschen Liebe

Beitragvon Franks_MOG » 23.03.2019, 21:10

Hallo Thomas,
wieso die Sperre rein? Leider kann ich im Moment nicht sperren da das Ventil nicht angesteuert werden kann.

Gruß

Frank
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Re: Ein bisschen Liebe

Beitragvon F.Rapp » 24.03.2019, 11:42

Hallo Frank,
Ich hoffe ich liege jetzt nicht ganz falsch, aber bei der neuen Achse braucht man die Sperre nicht einschalten.
Hätte zumindest bei meiner Instandhaltung keinen Sinn gemacht, da die Achsen ausgebaut waren und ohne Luft auch keine Sperre.
Bei der alten Achse ist die Funktion noch mechanisch.

Ich würde das Vorgelege komplett mit Antriebswelle abziehen.
Macht vom Arbeitsablauf am meisten Sinn. Die Montage ist nicht so schwierig. Alles ordentlich Ölen und etwas vorsichtig ans Werk gehen dann passiert dem Simmering nichts.

Gruß Florian
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