Einspritzpumpe OM 314 für U 54

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

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Re: Einspritzpumpe OM 314 für U 54

Beitragvon kfrptr » 28.02.2018, 22:17

Hallo Reiner,

wie weiter oben schon geschrieben, ist es nicht zwingend notwendig den Mitnehmer zu demontieren. Ob man das Reglergewicht wieder so eingeschoben bekommt, dass die Gummipuffer wieder richtig sitzen weis ich nicht. Du kannst es ja einfach mal probieren und falls es nicht geht musst du den Mitnehmer halt doch abziehen, da ist wie vorne am Antrieb auch ein Konus auf der Nockenwelle.

Gruß Peter
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Re: Einspritzpumpe OM 314 für U 54

Beitragvon benz » 02.03.2018, 12:28

Hallo zusammen,

das hier sind die beiden geänderten Werkzeuge zum lösen der Rundmutter hinten und der Mutter vorn am Antriebsrad.

Bild

Bild

Nachdem ich versucht habe "trocken" also ohne Dichtung oder Dichtmasse das Reglergehäuse wieder zu montieren bin ich beim einsetzen des Regelstangenanschlages an der Gelenkgabel gescheitert. Ich habe es bisher noch nicht geschafft den Anschlag am Hebelbolzen und vor der Schraube an der Gabel gleichzeitig einzusetzen. Die Einspritzpumpe stand dabei waagerecht.

Mache ich bei der Montage etwas falsch oder gibts noch einen Trick den ich nicht herausgefunden habe?

Bild

Die Dämpfungselemente ließen sich wie o. g. einsetzen und die Kappe aufschieben. Bei senkrecht stehender Einspritzpumpe, dann die Welle so hin drehen dass man durch die seitliche Bohrung eine Öffnung der Kappe sehen kann.

Mit 2 gleich breiten 5mm-Flachschraubendrehern lässt sich der Abstand auf beiden Seiten gleichmäßig einstellen. Dann die Welle, die Zapfen am Regler, sowie die Öffnungen in der Kappe etwas einölen. So lässt sich der Regler mit sanftem Druck zwischen die Dämpfungselemente einschieben.
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Re: Einspritzpumpe OM 314 für U 54

Beitragvon kfrptr » 02.03.2018, 19:23

Hallo Reiner,

super,das du das Reglergewicht wieder zusammengebaut bekommen hast, ohne den Mitnehmer zu demontierten.
Zum Thema Volllastanschlag montieren: Da gibt es keine Anleitung für den Zusammenbau, einen einzelnen Trick gibt es auch nicht wirklich, ich kann nur sagen es ist eine Fummlerei.
Versuche doch mal, wärend du versuchst den Volllastanschlag in Position zubringen, einmal die Regelstange hin und herzubewegen, sowie den Drehzahlverstellhebel zubewegen. Ich wünsch dir viel Glück dabei.
Hast du den irgend einen Fehler gefunden, warum die Regelstange nicht immer in Startposition geht?

Gruß Peter
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Re: Einspritzpumpe OM 314 für U 54

Beitragvon benz » 02.03.2018, 20:34

Hallo Peter,

kann man es als Funktionsprobe "werten" wenn sich bei korrekt aufgesetztem Deckel mit dem mit dem Verstellhebel sich die Regelstange nach vorn bewegen lässt und man sie mit dem Vollastanschlag dann wieder zurückziehen kann? Dann sollte der Vollastanschlag ja vor der oben im Bild zu sehenden Schraube stehen.

Das Zwischengehäuse ist zwar noch nicht dran weil ich mir nicht sicher bin ob der Vollastanschlag wirklich in Position ist.

Wenn dem so ist dann baue ich das Ganze wieder auseinander und baue es mit Dichtmasse wieder zusammen.
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Re: Einspritzpumpe OM 314 für U 54

Beitragvon Helmut-Schmitz » 02.03.2018, 21:49

Hallo Reiner

grundsätzlich ist es richtig, wenn du mit dem Volllastanschlag die Regelstange zurückziehen kannst. Auf deinen Bildern ist der automatischen Volllastregelstangenanschlag zu sehen, der Volllastanschlag ist im Stillstand frei und kann die Regelstandge bis zur Startmenge vorlaufen lassen. Erst nach erreichen der Abregeldrehzahl wird die Anschlaglasche vom Kipphebel (2283) angehoben, so das die Schraube gegen den Volllastanschlag läuft. Erst dann könnte die Regelstange mit dem Volllastanschlag zurückgezogen werden.
Bild
Die Frage zur Funktionsprobe kann ich somit nicht beantworten., also Jein :roll: :?:
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Re: Einspritzpumpe OM 314 für U 54

Beitragvon kfrptr » 02.03.2018, 21:54

Hallo Reiner,

[quote="benz"]Hallo Peter,

kann man es als Funktionsprobe "werten" wenn sich bei korrekt aufgesetztem Deckel mit dem mit dem Verstellhebel sich die Regelstange nach vorn bewegen lässt und man sie mit dem Vollastanschlag dann wieder zurückziehen kann? Dann sollte der Vollastanschlag ja vor der oben im Bild zu sehenden Schraube stehen.


Wenn alles Richtig zusammengebaut ist, muss die Regelstange ganz in Startposition gehen, wenn du den Verstellhebel an seinen Endanschlag bewegst. In diesem Moment darfst du mit dem Volllastanschlag die Regelstange nicht mehr zurückziehen können, da der Kipphebel den Volllastanschlag nach untendrückt, damit die Regelstange ganz auf Startposition gehen kann.

Ist an deinem Reglergehäuse oben ein Stopfen verbaut, den man herausschrauben kann? Kann man auf deinen Bilder leider nicht erkennen.


Gruß Peter
PS. Helmut war wohl wieder schneller
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Re: Einspritzpumpe OM 314 für U 54

Beitragvon benz » 03.03.2018, 12:52

Hallo zusammen,

ich habe gestern abend noch den Vollastanschlag eingebaut und die Gehäuseteile mit Dichtmasse verklebt.

Ja es ist ein Regler mit Öffnung oben im Gehäuse. Dadurch kann man sehen dass der Vollastanschlag sich auf dem Kipphebel 2283 befindet.

Wenn ich jetzt mit dem Verstellhebel die Regelstange ganz nach hinten ziehe kann ich sie durch die Öffnung oben noch ca. 2 mm (mit einem Schraubendreher) weiter federnd nach hinten bewegen.

Wenn ich mit dem Verstellhebel die Regelstange ganz nach vorn fahre also gegen den festen Punkt, dann kann ich sie mit dem Regelstangenanschlag nicht mehr zurückziehen.

Die Einstellmuttern des Vollastanschlages sind genau so wieder eingestellt wie vor dem Ausbau. Dabei war ein Spiel zwischen der hinteren Mutter und dem Zwischengehäuse von ca. 3 mm vorhanden. Haben die Vorbesitzer hier die Einstellung evtl. verändert?

Beim Zwischengehäuse bin ich mir nicht sicher ob die Einbauposition richtig ist, also der Bund zum Regler hin oder zur Abdeckkappe hin (wie auf dem Bild abgelegt) eingebaut werden muss.

Bild

Bild
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Re: Einspritzpumpe OM 314 für U 54

Beitragvon kfrptr » 04.03.2018, 12:20

Hallo Reiner,

liest sich so, alsob alles in Ordnung ist, genauer kann man das natürlich nur auf dem Prüfstand feststellen.
Oder wenn du sie am Motor eingebaut hast. Da würde ich aber, wenn ich dich wäre einen passenden Schlüssel für die Einspritzleitungen bereit legen, das du im Notfall, wenn der Motor durchgeht, die Einspritzleitungen lösen kannst.
Ja das Zwischengehäuse hast du richtig montiert. :party

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Re: Einspritzpumpe OM 314 für U 54

Beitragvon benz » 04.03.2018, 13:01

Hallo Peter,

ich habe das Zwischengehäuse gestern abend noch mal abgebaut.

Es lässt sich nur in einer Richtung montieren. Da die Befestigungsbohrungen abgesetzt sind, sonst könnte man die Nutmuttern nicht einschrauben.
Der 2. Grund ist die Bohrung für den Vollastanschlag der passt nur von einer Seite da rein und da ist ja in der Bohrung auch noch die Führung des Anschlages.

Daraus sollte sich ergeben, dass wenn die Einstellung vorher so war, das Spiel zwischen Kontermutter und Zwischengehäuse auch wieder so sein muss.

Bild

Im Dichtsatz lagen 2 Dichtungen (1420051008), demontiert habe ich nur eine Dichtung die zwischen Zwischengehäuse und Reglergehäuse. Wird die Schutzkappe auch mit Dichtung abgedichtet?

Das habe ich eigentlich bisher immer so gemacht, wenn ich eine zerlegte oder unbekannt EP eingebaut habe, dass ich Werkzeug zum lösen der Einspritzleitungen parat gelegt habe.

Wie verhält es sich mit der Ölfüllung dieser Pumpe vor der Inbetriebnahme?

Bei der anderen o. g. EP mit RSV-Regler war es laut Boschdienst nicht nötig vorher Öl einzufüllen.
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Re: Einspritzpumpe OM 314 für U 54

Beitragvon kfrptr » 04.03.2018, 15:10

Hallo Reiner,

Ja, die zweite Dichtung ist für den Verschlußdeckel für den Volllastanschlag.
Falls die Einspritzpumpe am Motorölschmierkreislauf hängt, ist es nicht nötig in die Einspritzpumpe Öl aufzufüllen. Ich öle mit dem Ölkänchen, vor der Inbetriebnahme, immer die Rollenstößel, damit sie nicht ganz trocken laufen bis das Motoröl in der Einspritzpumpe ist.

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Re: Einspritzpumpe OM 314 für U 54

Beitragvon benz » 04.03.2018, 17:20

Hallo zusammen,

da ja offensichtlich nichts wirklich defekt war, ist der Fehler für das Problem des gelegentlichen schlechten Startens noch nicht gefunden.

Evtl. liegts gar nicht an der Einspritzpumpe sondern an meinem pneumatischen Absteller?

Was wäre wenn der Absteller-Zylinder den Verstellhebel nicht immer weit genug, also bis zum Anschlag, zurückzieht? Denn der Motor stirbt ja auch ab wenn man den Verstellhebel aus Standgasstellung ca. 10 mm weiter in Richtung "Stop" bewegt.
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Re: Einspritzpumpe OM 314 für U 54

Beitragvon kfrptr » 04.03.2018, 17:39

Hallo Reiner,

Wenn dein Phneumatischer Absteller den Verstellhebel nicht ganz frei gibt, kann die Regelstange natürlich auch nicht auf ihre Startposition gehen und er springt dann auch nicht gut an. Da hattest du aber bis her noch nicht erwähnt, das du einen Phneumatischen Absteller besitzt. Ich dachte du stellst deinen Motor über das zurück ziehen des Handgashebels ab.

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Re: Einspritzpumpe OM 314 für U 54

Beitragvon Helmut-Schmitz » 04.03.2018, 18:08

Hallo Reiner
wichtig ist auch, dass der Absteller bis ganz hinten abstellt, erst dann wird der Kipphebel für den Startmengenanschlag betätigt. Der Motor stirbt schon vorher ab, was aber nicht bedeutet, dass der Verstellbolzen hinten in Endlage ist. Nur dann wird der Kipphebel betätigt und klappt die Anschlaglasche nach unten.
Genau dieses Problem hatte ein Kollege bei einem Umbau auch bemängelt, der Gaszug war zu kanpp eingestellt und konnte somit nie die Startmenge erreichen.
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Re: Einspritzpumpe OM 314 für U 54

Beitragvon benz » 04.03.2018, 18:15

Hallo zusammen,

Asche auf mein Haupt ich habe weiter oben das falsche Bild mit der EP drauf eingestellt.

Hier auf diesem sieht man den Abstellerzylinder.

Bild

Auf jeden Fall schaue ich mir das nach dem Einbau noch mal genau an.
Denn eine weitere Möglichkeit wäre dass der Zylinder gegen Anschlag zieht aber das Halterelais zu früh löst und der Zylinder die Endstellung verlässt bevor der Motor steht.

Aber wie schon gesagt das ist nicht immer nur manchmal.
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Re: Einspritzpumpe OM 314 für U 54

Beitragvon benz » 13.03.2018, 15:47

Hallo zusammen,

beim ausbauen des Druckventilhalters zur Einstellung des FB hat sich der O-Ring zerlegt. Es sollte A 009 997 42 48 sein oder gemessen 17,0x2,0.
Evtl. war das Ganze auch nur durch die dicke Farbschicht dicht. Ich denke ich tausche die anderen O-Ringe mit aus.

Wie verhält es sich mit den dünnen Kupferdichtungen am Ventil. Gleich mit erneuern? Wie kann man eine Undichtigkeit an diesen Cu-Dichtringen feststellen?
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