Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier wird in Plattdeutsch über den Unimog geschnackt.

Moderator: Nieswurz

#432219
Moin Reiner

du hast dich mit deinem Thema unten im Norden versteckt, da geht ja nicht jeder hin und die Bayern können das vielleicht nicht lesen.
Wie so ein Ding von innen aussieht weiß ich nicht, ich müsste deinen Schilderungen glauben. Da ich dir aber alle Schlechtigkeit der Welt zutraue, sag ich mal lieber gar nichts, dann kann ich auch gar nicht über deine Stolperstricke fallen. :P
Aber wenns fertig ist, gibts es wohl hoffentlich einen schönen Bericht für die Wissendatenbank.
So un nu schwat nicht soviel, hau rein. :technik
#432243
WIR hängen an deinen Lippen
Moin Jochen,


Igitt, das verbitte ich mir :mauer
du hast dich mit deinem Thema unten im Norden versteckt, da geht ja nicht jeder hin und die Bayern können das vielleicht nicht lesen.
Blödsinn, die Bayern können lesen und der Norden war und ist Oben
Aber wenns fertig ist, gibts es wohl hoffentlich einen schönen Bericht für die Wissendatenbank.
Darüber lass ich noch mit mir handeln :spitze
könnt ihr den trööt nicht in den technikbereich verschiebe?
:shock:

Von einem Flensburger hätte ich etwas mehr Nationalbewußtsein erwartet, und an meine Füße lass ich nur noch Seife, "Flens" ist gestrichen!
#432390
Moin Reiner,

kann man die Animation auch zum besseren Verständnis in Zeitlupe laufen lassen?

Nee, ich will nicht meckern! Das hast Du richtig gut dargestellt. Besonders die klappbaren Füll(Nachsaug)- und Druckventile.

Aber den Schmodder solltest Du schnellstens aus Deinen "frischen" Fotos entfernen. :wink:

Die Dämpfungswirkung ist nicht zuletzt eine Frage des Passungsspiels und der Oberflächen"güte" zwischen Kolben und Zylinder.
#432396
Moin Christoph,

noch langsamer? :lol:


ich kann Dich beruhigen, der Schmodder ist längst hinfort geflossen.

Was die "Passungen" betrifft: Daran wird bereits gearbeitet (ich will doch Neuwertige) und zu gg. Zeit berichtet. :)

EDIT:
Die Dämpfungswirkung ist nicht zuletzt eine Frage des Passungsspiels und der Oberflächen"güte" zwischen Kolben und Zylinder.
Das ist sogar die einzige "Frage", denn andere "Abdichtungen" gibt es nicht.
#432455
Moin,


Wie „wirkt/arbeitet“ ein Hebelstoßdämpfer (HSD)?

Der HSD ist nichts anderes als ein am Rahmen des Unimog befestigter, liegender Zylinder mit einem mittig liegenden Kolben. (jeweils eine Druckkammer links und rechts) und einer Vorratskammer für Öl.

Beim Ein – Ausfedern wird der Weg der Achse, über eine an der Achse befestigte Stößelstange, auf einen Hebel übertragen.
Dieser Hebel, auf einer Welle im HSD befestigt, überträgt die Bewegung in den HSD auf eine Welle.

Auf der Welle sitzt ein „Schaltfinger“, der mittig in den Kolben greift und ihn nach links oder rechts verschiebt.

Der Kolben ist in Längsrichtung, vom Kolbenboden zur Mitte, durchbohrt, so dass es eine Verbindung der beiden Druckkammern zum Vorrat gibt.
Beide Bohrungen sind mit einem Füll/Saugventil verschlossen.

Weiter führt (im Gehäuse) jeweils ein Kanal, von den Druckkammern links und rechts zum Vorrat.
Diese Kanäle sind mit einem einstellbaren Druckventil verschlossen

Das ganze System ist mit Öl gefüllt.

Federt die Achse ein oder aus, wird der Kolben nach links oder rechts verschoben.

Bei ebener Straße und dabei nur leichten Auf/Ab- Bewegungen der Achse, kann das Öl auf der jeweiligen Druckseite des HSD über eine winzige Bohrung im Druckventil in die Vorratskammer abfließen.

Durch den Sog auf der gegenüber liegenden Seite des Kolbens öffnet das Saugventil und Öl aus dem Vorrat fließt nach.

Das heißt, dass das Öl beim Ein/Ausfedern eigentlich nur im Zylinder hin und her „geschoben“ wird.

Durch den Widerstand der winzigen Bohrung im Druckventil wird so eine Dämpfung erreicht.

Bei größeren Unebenheiten, wenn schlagartig größere Ölmengen von der Druckseite abfließen müssen, öffnet das Druckventil und gibt somit eine größere Bohrung frei.

Die Druckventile werden auf unterschiedliche Werte eingestellt.

Um das schnelle Abfließen des Öls aus der Druckkammer, beim schlagartigen Einfedern zu gewährleisten, wird das dazu gehörige Druckventil auf einen niedrigeren Wert eingestellt.

D.h. dass das nachfolgende Wiederausfedern, wegen des höheren Druckwertes verzögert und ein „Nachschwingen“ verhindert wird.

Diese Drücke könnten also, je nach Beladung, verwendetem Öl und/oder Fahrstil, individuell ein gestellt werden.

Die HSD sind werkseitig auf einer Seite mit einem „H“ gekennzeichnet.

Das ist die Seite mit dem höheren Druckwert. (für das Ausfedern)

Somit wurde jeder Mog mit 2 x 2 HSD ausgerüstet.

Vorn links und hinten rechts, sowie vorn rechts und hinten links sind identisch
Somit dürfen die beiden HSD einer Achse nicht vertauscht werden!

Gelangt Sand/Dreck in die HSD, sorgt das für einen erhöhten Verschleiß des Kolben und seiner Laufbahn.
Durch Riefen kann das Öl ungehindert von der Druckseite zum Vorrat fließen und eine Dämpfung ist nicht mehr gewährleistet.

Sand/Dreck wird auf jeden Fall in den HSD gelangen, wenn der spezielle Wellendichtring auf der Welle verschlissen ist. (zu erkennen am austretenden Öl)
Außerdem wird die Dichtfläche der Welle beschädigt.

Sind die eingestellten Drücke zu hoch, führt das zu einem Verschleiß der Lagerbuchsen der Welle. (auch die Verzahnung der Welle und des Hebels kann in Mitleidenschaft gezogen werden).

Mögliche Leckagen sind: def. Wedi auf der Welle, Papierdichtung unter dem Deckel oder den beiden seitlichen Verschlusskappen, sowie schadhafte oder gar fehlende Cu Ringe unter den Deckel-Schrauben, bzw. den Verschluss-Kappen der beiden Druckventile.

Für Ersatzteile habe ich Firmen, die HSD reparieren, angeschrieben, aber entweder keine Antwort erhalten. oder den freundlichen Hinweis, dass sie nur reparieren! :lol:

Fröhliches „Selbermachen“!

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#432513
Moin Rainer,

es hat mich schon lange gestört, dass die Hebelstoßdämpfer ein "Geheimnis" waren.

Niemand konnte (oder wollte) Auskunft geben, anscheinend niemand hat sich intensiv mit Ihnen beschäftigt.

Einige haben mir erzählt, dass sie Einen oder auch mehrere Dämpfer in den Schrott geschmissen haben.

All das hat mich gereizt, die Sache an zu gehen und meine Dämpfer selber zu reparieren.


Technisch ruht das Thema im Augenblick aus organisatorischen Gründen, deshalb zur Zeit nur Theorie. :)

Anfang des neuen Jahres wird es weitergehen.


@Lothar

falsche Teile hatte ich nie in den Fred geschmuggelt, sondern "richtige" Teile "vergessen". :wink:

Die entsprechenden Bilder sind aber schon eingefügt


@alle

falls irgend etwas unklar ist, oder nicht schlüssig ist, oder sogar falsch scheint, meldet Euch bitte.

Auch ich befinde mich noch in der Lernphase, und bin für jede Anregung dankbar.
#432532
Hallo
Die Dämpfungswirkung ist nicht zuletzt eine Frage des Passungsspiels und der Oberflächen"güte" zwischen Kolben und Zylinder.
eine gewisse Leckage ist zulässig. Zum einen muss das Öl aus der Arbeitakammer verdrängt werden, , bei abdichtungen durch Manschetten müssen dann die Ventile die gesamte Ölmenge händeln. Da die Anforderungen an die Dämpfung nur geringfügig unterhalb eines Formel 1 Boliden liegen, ist eine Leckage hinnehmbar, in jeder Einspritzdüse funktioniert das ja auch.
Zum anderen hat eine gewollte Leckage den Vorteil, dass infolge des Ölfilms eine Flüssigkeitsreibung der zwischen Kolben und Gehäuse vorliegt.

Die Ventilpättchen wären durch Laserteile simpel zu ersetzen, schwieriger wird es mit den passenden Federn.

Das schwierigste wird wohl die Abstimmung der Zug-Druckstufe sein, im gefürchteten holsteinischen Bergland sind die Geschwindigkeiten und straßenverhältnisse ja deutlich anders wie bei den Flachländern.
Du wirst also nicht umhinkommen, in jeder Region Testfahrten für das passende Setup durchzuführen.

Achso, dass der Norden "oben" am Rand der Scheibe liegt glauben nur noch die Nordmänner, bei dennen fließt das Wasser ja berauf. Neuere Karten sehen anders aus, guckst du hier
#432539
Hallo Helmut,
eine gewisse Leckage ist zulässig.
... nicht nur das, sondern auch notwendig - wie Du anschließend selbst erläutert. Aber sie sollte eben verschleiß- und korrosionsbedingt nicht so groß sein, dass sie die erforderliche Dämpfungswirkung einschränkt.
#432544
Moin Ihr Zwei,

ich hatte ausdrücklich sachdienliche Hinweise/Anregungen gewünscht, aber keine "Wortklaubereien" :lol:

Da es in den HSD keine manschettlichen Dichtungen gibt, ist eine Verlust-Öl-Schmierung absolut sinnvoll.

Deshalb ist mir klar, dass nicht mit zu wenig Spiel gearbeitet werden darf. (über den Wert bin ich mir noch nicht in Klaren. Habt Ihr eine Vorstellung?)

Für den "Rückfluss" des Öls ist andererseits schon Vorsorge getroffen worden. (Bilder folgen)
#432552
Moin Du Einer,

üblich für Kolben im Zylinder sind die Spielpassungen H7/f7 oder H7/g6. Jedenfalls leichte Verschiebbarkeit ohne merkliches Spiel. Zu großes Spiel fördert nämlich den mechanischen Verschleiß und erhöht die Gefahr, dass gröbere Partikel in den Spalt geraten und dort zerstörerisch wirken.
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