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Heizen mit Getreide
Verfasst: 27.07.2006, 10:30
von Nieswurz
Moin,
momentan beschäftigen wir uns mit dem Thema Heizung. Eine Alternative (Resthof, viel Platz) wäre eine Feststoffheizung auf Basis von Getreide (würde dann wohl im Jahr 10to Weizen benötigen, hätte ich was für den Mog zum fahren

).
Hat hier jemand Erfahrungen zu diesem Thema?
Gruss
Michael
P.S. Bitte keine Beiträge zum Thema Ethik, verhungernde Kinder und so....
Verfasst: 27.07.2006, 11:00
von stephan
Verfasst: 27.07.2006, 11:18
von Nieswurz
Danke, das ist schon mal ein Anfang, grade die Information, dass das ganze verboten sein könnte (noch) war interessant.
Wer weiss was über Kessel (Haltbarkeit, Art, ...), Schornstein und Brenner für die Geschichte (wie wird angeheizt (Gas?)?
Michael
Verfasst: 27.07.2006, 14:09
von rm411
Hallo Michael,
sehr interessantes Thema, habe da im Fernsehen ein Bericht gesehen, in Ländern wie Schweden/ Norwegen scheint das schon länger zu funktionieren. Da wurde auch über ein Dorf irgendwo im bayrischen berichtet, das komplett so heizt.......
An sich könnte das jede Pelletsheizung, habe nur gehört, das die Asche beim Verbrennungsvorgang in den Zügen sitzen bleibt und sich dann verfestigt. Die würde nur wie normale Asche nach unten fallen, wenn sie gekühlt würde- wie auch immer das geht.
Dazu kommt, daß die Verbrennungsabgase wohl aggresiver sind und dadurch der Brennraum angegriffen wird??
Wie es da mit der Haltbarkeit aussieht??
Bei google sind interessante Seiten zu finden wie z.B. "getreideheizung. de" ....
Grüße
Ralf
Verfasst: 27.07.2006, 19:15
von hgrube
Moin Michael,
Du liest doch das Bauernblatt, oder ? Das sind immer mal wieder fundierte Artikel / Untersuchungsergebnisse drin. Zur Zeit laufen irgendwo in Deutschland Pilotprojekt(e), um Erfahrungswerte zu sammeln.
Eine Getreide-Rubrik findest Du auch hier:
http://www.carmen-ev.de/phorum/index.php
Gruss,
Holger
Verfasst: 28.07.2006, 09:50
von inge-k
Moin!
Gestern Abend gab es zu dem Thema einen kurzen Bericht bei einem der privaten Sender.
Ein Bauer in Bayern wurde gezeigt, der vor ein paar Jahren von Kühen auf Roggen umgestellt hatte. In dem Zuge wurde wohl auch eine Korn-Heizung nach dänischem Vorbild konstuiert und betrieben.
Mit der schwarzen Zunft gab es wohl jede Menge Probleme, aber der Bauer sieht es wohl sportlich. Er kann wohl alle Abgaswerte einhalten und betriebt die Anlage wohl mit Duldung des Schonrsteinfegers. So richtig zugelassen scheint sie aber nicht zu sein.
Aber so lange Nahrungmittel (Getreide) noch günstiger wie Holzabfälle (Pellets) sind, möchte der Bauer dabei bleiben.
Gruß Inge
Verfasst: 28.07.2006, 14:16
von mogli406
Sorry aber der Bauer hat recht!
Wenn man so sieht was für Getreide bezahlt wird....
Gruss Michael
Verfasst: 20.08.2006, 17:28
von moggale
Moin Moin Michael,
vorgestern war mein Neffe bei mir und hat von seinem neuesten Projekt // Chinagras // erzählt. Insgesamt beschäftigt er sich aber schon seit drei Jahren damit. Die ersten Setzlinge kaufte er bei einer
Deutschen Forschungsanstalt. Diese Setzlinge brachten aber nur mäßigen Ertrag.
Er sagt die Pflanze brauche 2 Jahre bis zur ersten Ernte mit dem Maishächsler danach kann Jährlich geerntet werden. In Österreich wird diese Pflanze schon länger und ohne Fruchtfolge mit großem Erfolg kultiviert. Und so machte sich mein Neffe zusammen mit Freunden auf nach Österreich um „Setzlinge" zu beschaffen.
Die Kollegen aus Ö hatten gerade zuvor ein Feld abgeerntet und umgebrochen, das ganze Feld war nun voll von „Wurzelklaubern" die selbsgeklaubte Wurzel wird mit 10 ect vom Bauern versilbert die geklaubte mit 25 ect. Für 1 Hektar hat mein Neffe mit seinen Freunden 10.000 Wurzeln geklaubt. Das sei aber gar nix im Vergleich mit anderen Klaubern, die jeweils bis zu 100.000 Wurzeln und mehr geklaubt hätten.
Nach Aussage des Österreichischen Bauern verblieben nach diesen Klauberexczesse jedoch stets ausreichend Wurzeln im Boden für das kommende Jahr,da Chinagras wie "Unkraut" wächstwenn es erst mal etabliert ist.
So ist momentan ganz gut „Kohle" zu machen mit Chinagras.
Ach ja, lt. den Österreichern sind pro Hektar Erträge zu erzielen die einer Heizleiszung von 6.000 bis 6.500 Ltr. Heizöl entsprechen.
Früh einsteigen lohnt also, allein schon wegen der Wurzeln!
Ciao Armin P.