Hilfe bei Getriebeüberholung 411er

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

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Hilfe bei Getriebeüberholung 411er

Beitragvon lukeofg » 12.12.2017, 20:54

Hallo zusammen

Ich restaurier gerade meinen 58er 411.
Nach den beiden Achsen will ich nun das (Synchron) Getriebe abdichten, sowie eventuell defekte Teile tauschen.

Da ich blutiger (Mog) Getriebeanfänger bin, bin ich auf der Suche nach jemanden im Raum Alb, Bodensee, Oberschwaben der sich mit der Materie auskennt, mit mir das Teil anschaut und sagen kann was ich austauschen und / oder überarbeiten muss...
Wohne in 88356

Auch um Tips aus der Community bin ich natürlich froh!
Würde mich sehr freuen wenn sich jemand meldet.

Noch ein paar Details :
Das Getriebe lies sich bis zum Ausbau gut schalten.
Es hat Kriechgänge und Zapfwellenabbtrieb.
Innen ist es nahezu Rostfrei.
Bis zum Ölablassen siffte es gefühlt aus jedem Loch...

DANKE schonmal und schönen Schrauber-Feierabend!
Gruß aus Oberschwaben

Lukas
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Re: Hilfe bei Getriebeüberholung 411er

Beitragvon mhame » 12.12.2017, 22:37

Hallo Lukas,

ich könnte helfen, aber Dortmund ist weit weg. Wie gut kennst du dich mit Mechanik aus?

Gruß
Markus
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Re: Hilfe bei Getriebeüberholung 411er

Beitragvon lukeofg » 13.12.2017, 13:40

Hallo Markus

Zuerst mal Danke !!
Ich bin gelernter Indu Mechaniker und arbeite in der Landwirtschaft. Da reparier ich so gut wie alles selbst. Bei getrieben fehlt mir die Erfahrung Schäden oder Verschleiß zu erkennen...
Zuletzt geändert von lukeofg am 04.02.2018, 20:01, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß aus Oberschwaben

Lukas
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Re: Hilfe bei Getriebeüberholung 411er

Beitragvon F.Rapp » 13.12.2017, 18:32

Hallo Lukas,
wenn ich das richtig verstanden habe, willst du eine Komplette instandsetzug von deinem Getriebe machen. Dies habe ich auch schon hinter
mir. Es ist einiges an arbeit, hat mir aber risig spass gemacht, vorallem wenn man am Ende das Ergebnis sieht. Ich habe mir die Sonderwerkzeuge dort alle selbst gebaut, dank Markus habe ich jetzt aber besser.
Was du brauchst ist eine Art Werkstatpresse um die Zahnräder von der Welle zu bekommen und einen Backofen oder ähnliches um die
Zahnräder bei der montage zu erhitzen.

Wenn ich helfen kann, gerne

Gruß Florian
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Re: Hilfe bei Getriebeüberholung 411er

Beitragvon tkw » 04.02.2018, 15:34

Hallo Lukas,

mir hat es vor 12 Monaten auch das Getriebe zerlegt. Getriebegehäuse Teil ausgebrochen. Wir haben aus 2 Getrieben eines gemacht

Bin gelernter Maschinenschlosser und mein freund Konstrukteur bei einem Sonder-Getriebehersteller :party .

Es geht mit Geduld , dem Werkstadthandbuch von Buch und Bild und vielen Dank der der Community mit den vielen super Beiträgen.

Werkzeuge, ein paar Austreibern, 2-3 selber gedrehten Werkzeugen, Herdplatte usw.

Wir haben dann gleich alle Lager und neue Wellendichtringe eingebaut.

Getriebe ist wieder im 411ér eingebaut, der Mog steht wieder auch Rädern, neue Kupplung, Motor wieder drin. Haben uns aber im April letzten Jahren für die Total-Zerlgeung und Restaurierung entschieden, wenn schon denn schon, aber zwischendurch mal 5 Monate gar nichts gemacht. Zum glück läuft der Eicher ED 13 noch

Gruß Thomas
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Re: Hilfe bei Getriebeüberholung 411er

Beitragvon lukeofg » 04.02.2018, 19:59

Hallo Miteinander

Danke für Eure Antworten!
Ich bin nun auch schon ne Weile dran, habe alles zerlegt, dank WHB und Markus' TDV (Danke!!) auch alles soweit verstanden. Mir macht die Arbeit am Getriebe und das Anfertigen von Sonderwerkzeugen sehr viel Spaß, einen Teil kauf ich wegen der perfekten Ausführung beim Markus :spitze

Ich musste ein paar Wochen "Getriebepause" machen wegen anderer Arbeiten...
Bis jetzt sind der Getriebedeckel mit Schaltwelle (Schaltwelle und -Gehäuse waren komplett verschlissen) und Schaltplatte, der Neberantrieb, das KKG überholt und der Block entkernt und entlackt.
Jetzt werd ich Anfangen die Wellen zu zerlegen, von der Werkstatausstattung her dürfte das kein Problem sein.

Auf der Vorgelegewelle muss ich die Synchronringe und wahrscheinlich auch die Schaltmuffen tauschen.
Verwendet ihr beim 5ten Gang den Synchronrich aus Stahl oder den Standart?
Und wechselt ihr die Federnäpfe? Wenn ja die Starken?
Dateianhänge
_20180204_204100.JPG
"gestriptes" Gehäuse
Gruß aus Oberschwaben

Lukas
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Re: Hilfe bei Getriebeüberholung 411er

Beitragvon krabbler » 04.02.2018, 22:22

Hallo Lukas,

zu den Federnäpfen steht im Werkstatthandbuch glaube etwas, da gabs verschiedene Farben von, eine Charge ist nicht dauerfest und sollte unbedingt ersetzt werden. Ich hab das Handbuch grad nicht zur Hand, sonst könnt ichs dir direkt sagen.
Falls deine Federn nicht dazu gehören, solltest du sie dir trotzdem gut angucken und bei Anzeigen von Verschleiß austauschen. Das Risiko ist nicht im Verhältnis zur Ersparnis...

Hier hatte ich mal Fotos von defekten Teilen gezeigt:
probleme-unimog-411-getriebe-t71293.html

MfG
Fabian
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Re: Hilfe bei Getriebeüberholung 411er

Beitragvon Örkel » 04.02.2018, 23:01

Moin,
Die spät gebauten 411er hatten auch schon einen 5. Gang mit Stahl-Syncronring. Den würde ich da auch verbauen - mein Tauschgetriebe aus '74 hatte ihn verbaut. Guck auch mal ob der Schalthebel für den 5. Gang der unten an der Platte hängt nicht verbogen ist oder nachgeben kann - das hat meinem originalem Getriebe den Hals umgedreht. Der Gang wurde schon von der Betätigung nicht richtig eingelegt und konnte dadurch herausspringen.
Es gibt da verschieden Starke Schaltplatten, die späten sind so stabil das da nichts mehr verbiegen kann - dann ist aber ein Riebenscheibenantrieb am Getriebe nicht mehr möglich, die Verstäkung sitzt vor dem Loch im Gehäuse.

Hier hatte ich mal die Verschiedenen Schaltplatten gezeigt: u-411-119-soll-wieder-leben-und-freude-bringen-t91159.html

Zu den Federnäpfen: Die würde ich alle neu machen, das sind am Ende Pfenningbeträge. Ich habe nur neue und von DC verbaut, alle gleich Stark. Da geht dann das Getriebe am Anfang sehr schwer zu schalten, nach ein paar Betriebsstunden wird es leichter da die Näpfe dann schon nachgeben und "Einlaufen". Ob man für die Umschaltung der Vorstufenwelle von 1/2 zu 3/4 wieder schwächere einbaut - ich weiss es gerade nicht was da noch lieferbar ist. MIt den starken Näpfen geht es am Anfang beänstigend schwer.
Aber - Zitat eines alten Unimogschlossers: "Ein Getriebe das sich frisch nach der Überholung sehr schwer Schalten lässt wird bei gutem Fahrer nie durch einen Syncronringtod sterben, da wackelt auch nach 10tsd Stunden keine Schaltmuffe.

Gruß
Alex
Wenn alle Stricke reißen kann man immer nochmal Schweißen.
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Re: Hilfe bei Getriebeüberholung 411er

Beitragvon mhame » 04.02.2018, 23:43

Hallo Alex,

mein 1974er hatte ab Werk keinen Stahlsynchronring beim 5. Gang verbaut.

Gruß
Markus
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