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Hinterachse beim 416 identifizieren

Verfasst: 03.02.2006, 14:40
von GernotM
Hallo zusammen,
bisher war ich nur stiller Beobachter in dieser Runde, aber jetzt stehe ich vor einem technischen Problem.
Ich habe einen 416 dreiachser von dem es keine kompletten Unterlagen gibt. Da ich einen Schaden an der Hinterachse habe, möchte ich sie gerne auswechseln. Ich würde aber gerne wissen um welchen Achsentyp es sich handelt bevor ich irgendwo eine kaufe. Es ist kein Typenschild vorhanden.

Für eine sehr baldigen Hinweis zur Idenfizierung wäre ich sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen an Alle
Gernot Meiser

Verfasst: 03.02.2006, 19:16
von Unitrac
Hallo Gernot!

Über die Fahrgestellnummer deines Mogs lässt sich mit der EPC herausfinden welche Achsübersetzung du an der VA hast und somit auch an der HA.
Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass LESA Hinterachsen mit einer anderen Übersetzung als die VA verbaut haben.

Soweit ich auf dem kleinen Bild erkennen kann, sind die Achsen mit Trommelbremsen ausgestattet.

Eventuel könnte man auch über die Höchstgeschwindigkeit die Übersetzung herausfinden.


MfG Clemens

Verfasst: 04.02.2006, 09:49
von GernotM
Danke für den Tipp!
Leider habe ich das Programm noch nicht. Die Leute bei Mercedes im Saarland haben das nicht herausfinden können. Da ich eine sehr schnelle Lösung brauche hier die Fahrgestellnummer:
416 133 10 002356
Vielleicht kann jemand für mich nachschauen.
Jetzt schon vielen Dank

Verfasst: 04.02.2006, 16:46
von unimurr
Hallo Gernot,

mit dem Baujahr Deines Unimogs kann ich Dir weiterhelfen.
Anhand der Seriennummer hast Du F- Achsen und Trommelbremsen mit einer Übersetzung von i=6,5. Also Standard.

Gruß

Franz

Verfasst: 04.02.2006, 17:29
von Luheli
Hallo

mal ne Frage am Rande:
Wie ist denn beim Dreiachser der Antrieb (bzw. die Aufhängung) der hinteren Achse gelöst?


Gruß aus dem Odenwald
Lutz

Verfasst: 04.02.2006, 19:52
von Unitrac
Hallo Lutz


Beim LUF IIIA sind die beiden Hinterachsen auf einer Blattfeder je Seite aufgehängt; die Achsführung erfolgt weiterhin über Schubrohr und Panhardstab.

Bild

Ich glaub der Antrieb erklärt sich von selbst. Wenn nicht, einfach fragen.



MfG Clemens

Verfasst: 04.02.2006, 20:02
von Luheli
Hallo Clemens

Danke für die Antwort.

d.h. beide Hinterachsen leiten ihre Kraft über das Schubrohr ins Getriebe ein?

Wie ist denn der Antrieb zwischen den Hinterachsen gelöst?



Gruß aus dem Odenwald
Lutz

Bilder zum LESA 6x6

Verfasst: 05.02.2006, 17:58
von GernotM
Hallo zusammen!

Wegen zahlreichen Anfragen findet ihr hier eine paar Bilder
von meinem LESA 6x6 Unimog.
Zum Einen ein paar technische Bilder
und zum Anderen ein paar Impressionen von unterwegs

http://africanodyssee.de/unterwegs/
http://africanodyssee.de/restaurieren/

Gernot

Verfasst: 05.02.2006, 18:37
von Unitrac
Hallo Lutz
Luheli hat geschrieben:d.h. beide Hinterachsen leiten ihre Kraft über das Schubrohr ins Getriebe ein?
Beim "normalen" Unimog werden die Längskräfte die auf die Achse wirken über Schubrohr und Getriebe in den Rahmen geleitet.

Bei LUF III A von LESA werden die Längskrafte von den Achsen über das Schubrohr, Schubkugelgehäuse und Querträger direkt in den Rahmen geleitet. D.h.: das Getriebe überträgt keine Achsführungskräfte mehr!


Beim LUF IIIA geht vom Getriebe eine Kardanwelle durch das Drehgelenk zum Verteilergetriebe.
Bild
Bild
Am unteren Ausgang ist an einem Zwischenflansch das Schubkugelgehäuse befestigt, an dem die 1. HA hängt.
Am oberen Abtrieb ist wiederum eine Kardanwelle angflanscht, die zur Halterung des Schubkugelgehäuses führt.
Bild
Im Hintergrund erkennt man die Lagerung für das zweite Schubkugelgehäuse.


Es gibt 4 verschiedene Antriebsmöglichkeiten:
-) 1. HA
-) 1.+2. HA
-) VA+1. HA
-) alle 3 Achsen


Vielen Dank an Gernot für das bereitstellen der Bilder.




MfG Clemens

Verfasst: 14.05.2008, 13:27
von Jerry
:D :D :D
Jetzt muß ich mal einen alten Beitrag wieder hochholen.

Ich habe mir gestern einen Unimog 406 6x6 angeschaut… 8) Leider waren die Sichtverhältnisse nicht so gut und eine Kamera hatte ich nicht dabei, denn ich wusste nicht was mich erwartet…mein Kumpel erzählte mir nur von einem „alten Unimog“. :roll:

Ein seit ca. 10 Jahren in einer trockenen Halle abgestellter 6x6 Muldenkipper, für den sich scheinbar niemand mehr interessiert!!! Auf den ersten Blick und nach den Bildern hier im Forum u.A. von Clemens und Gernot zu urteilen, handelt es sich um einen LESA.
Als Kind konnte ich ihm noch beim Arbeiten zuschauen, er lief in einer Tongrube. Die Tongrube wurde in den 90igern aufgegeben, ein Privatunternehmer hat sie gekauft.

Der Unimog sieht so aus, als wäre er nach erledigter Arbeit abgestellt worden um am nächsten Tag wieder zu schuften.

Dementsprechend hatte ich seinen Zustand eingeschätzt… was sich als Irrglaube erwies!
Einzig ein Plattfuß hinten rechts und eine fehlende Batterie zeugen von „Nicht- Einsatzbereitschaft“. Die Kabine ist nahezu ROSTFREI, alles schien auf den ersten Blick komplett. Der „hintere“ Rahmen hat Rost angesetzt und die Achsen (alle 3) auch.

Ich kann mir vorstellen, Öle ein-/ nachfüllen, entlüften, Reifen wechseln (es stehen noch 5 Ersatzreifen auf Felge und ein neuer Reifen rum; Ridgon 12.5/20 AS), Batterie anklemmen und los geht’s… 8)

Wie oft wurde dieses Fahrzeug gebaut? Ich habe mich schon durch das Forum gesucht, die Fa. LESA existiert ja leider nicht mehr.

So, jetzt kommt die Frage aller Fragen, die man wahrscheinlich nicht pauschal beantworten kann, da ja die Beschreibung nicht gerade detailliert und der „Haben-wollen-Faktor“ mitschwingt…

„Was kann man für diese Rarität geben?“