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holzpreise

Verfasst: 20.10.2004, 17:56
von hessenunimog
hallo,

bin gerade dabei mir einen unimog 406 zu kaufen und plane auch meinen privaten holzbedarf mit dem mog zu bearbeiten und heim zu fahren. bin seit diesem jahre stolzer bestizer eines posch 12 tonnen spalters und einer posch wippsaege. mein eigentlicher traum war es, beide geraete an den mog zu haengen (front- und heckanbau) und dann in den wald zu fahren und alles ofenfertig auf 33 cm zu schneiden. mitlerweile hat auch mich die realitaet eingeholt (drehrichtung der frontzapfwell nach links) und ich werde die vorhandene fronthydraulik nur zum transport in den wald benutzen. gerade heute habe auch mit einem techniker im posch- werk in oesterreich geprochen, seine loesungen waren aber zu teuer und haette reine frontgeraete kreiert, was mit auch nicht recht ist. jetzt geht es darum die drehrichtung vorne am mog zu veraendern, fallen euch dazu technische loesungen ein, die man auch kaufen kann?

zu den holzpreisen:
komme aus dem rhein-main-gebiet, dort ist der meiste wald in oeffentlichen besitz. d.h. die preise sind ueberall gleich. wobei jeder foerster auch so seinen freiraum hat.
folgende m 3 preise sind mir aus dem letzten jahr in erinnerung:
(immer fuer buche oder eiche, was anderes kaufe ich nicht)
kronenholz zum selbermachen 7-9 eur
polter am waldweg.....selbst mit dem auto zu erreichen 15-18 eur
auf meter genschnitten, gerueckt und grob gespalten 45-55 m3
am billigsten wird eiche verkauft am teuersten hainbuche.


bei kronenholz muss man kein los steigern oder alles rausholen, man nimmt einfach das mit was man braucht/will und der foerster misst es im wald oder zu hause aufgesetzt aus.

ohne jetzt jeden beitrag genau gelesen zu haben, meine ich, dass meine preise (vom Staat) sehr guenstig sind. besonders wundert es mich, dass viele hier aus holzreichen, laendlichen gebieten kommen und trotzdem soviel pro m3 selbst fuer nadelholz bezahlen muessen. gebt ihr mir da recht?

noch eine frage:
ich habe mit meinem holzbspalter bisher 20 m3 holz gespalten, aber irgendwie kriege ich nicht richtig den dreh raus, dieses ding schnell und
moeglichst logisch zu benutzen. ich kenne zwar diese sprueche alla:
"wie der vogel schei..., so auch das holz aufreisst". aber viel hat mir das noch nicht gebracht. ich schaue mir zwar jeden scheit an, schaue danach wie es gewachsen ist und wo es reissen muesst, nur es klappt dann oft nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe.

zu eurer info: ich bin bankkaufmann und betrachte das ganze thema als augleich fuer meinen buerojob.

vielen dank fuer eure geduld und hoffentlich vielen antworten

andreas

Verfasst: 20.10.2004, 21:33
von mannix
Also, wenn sich Träume immer so einfach verwirklichen lassen.

Du brauchst für die Fronthydraulik ein Umkehrgetriebe, kostet je nach Ausführung 200 bis 400 Euro. Erhältlich bei Anbietern von Landw. Fachbedarf (z.B. Westfalia, Ritec, Faie alle mit www). Bestimmt auch bei einem örtlichen gut sortierten Landmaschinenhändler. Wenn der Mog sowieso angeschafft wird, fallen diese paar Euronen nicht ins Gewicht.

Was hat Dir der Mann von Posch erzählt???

Mit was hast Du bisher Holz gemacht???
bzw. den Hydraulikspalter betrieben???

Wo liegt den die Schwierigkeit beim Spalten???

Manfred

P.S. Als Bankkaufmann solltes Du auf bessere Syntax achten.

Verfasst: 20.10.2004, 22:00
von Torsten Pohl
Ähm ich glaub Ihr macht da was verkehrt, ist zwar ne Weile her wo ich das gemacht habe, ließe sich aber jederzeit wieder ankurbeln.
Bei uns liegt der m³ Buche in Meterstücken am Waldweg gestapelt bei 32Euro, Ofenfertig (2Jahre gelagert warum kommt gleich) hab ich das für heute umgerechnet 5-6Euro pro Bananekiste an Pizzerien geliefert.
Ein Meter ist ungefähr20-30 Bananenkisten = 100 - 150Euro.
Vorteil regelmäßige Abnahme, höherer Erlös.
Nachteil öfters ma anliefern als bei Großabnahme.

Ich glaub ihr habt ein Marketingproblem!

Tschau Torsten

Verfasst: 20.10.2004, 22:03
von Torsten Pohl
Achja ich unterstütze die Forderung nach einem Holzthread voll, wollt ich ma gesagt haben. Ist ja heute so interessant wie nie.

Tschau Torsten

Verfasst: 20.10.2004, 22:22
von NEW-MOG421
Hallo

Ich danke schon mal allen die zu dem thema eine antwort geschrieben haben.

da ich den stein ins rollen gebracht habe finde ich es sehr interessant wie die preise regional so sind

macht weiter so .

VIELEICHT BEKOMMEN WIR HOLZLER DOCH NOCH EIN FORUM :party:

@ MANNIX
danke für den link ist interessant

Verfasst: 21.10.2004, 08:16
von hessenunimog
manix

der mann von posch konnte mir nur vorschlagen, in die wippsaege ein anderes getriebe zu haengen(sie ist noch unbenutzt) und in den spalter eine linkdrehende oelpumpe. damit haette ich aber beide maschinen auf reinen frontbetrieb umgestellt und das kann auch nicht sinn der sache sein.

bisher habe ich mein holz mit einem geliehenen traktor (fendt) und einem einachser marke eigenbau nach hause gefahren, der spalter wurde parallel von einem separaten traktor betrieben.

wippsaege und spalter sind kombi-geraete mit dreipunkt anhaengung, die sowohl mit zapfwelle oder strom betrieben werden koennen.
der spalter hat einen 4 kw motor die saege wird serienmaessig mit einem 5,5 kw motor betrieben, wobei ich mich fuer die groessere variante mit 7,5kw entschieden habe.

die schwieigkeit beim spalten liegt daran, das es mir noch nicht schnell genug geht, ich oft andere stuecke bekomme, als ich sie haben wollte und
ich das gleiche stueck zu oft in die hand nehmen muss, bis ich es so auseinander habe, wie ich es mir vorher vorgestellt habe. oft reisst es auch nicht so nach unten durch, wie ich oben den spalter angesetzt habe.

tut mir leid, wenn ich alles klein schreibe, ich denke aber, dass man es trotzdem lesen kann, ausserdem diskuttieren wir hier ja nicht ueber die letzten beitrag ueber holz im feuileton der "Süddeutschen Zeitung"

Verfasst: 21.10.2004, 09:50
von mannix
@ Torsten

Genial,
ist doch die Geschäftidee.

Ich möchte mich hiermit als Unterlieferant bewerben, so für 1000 Kisten wöchentlich.

Ich glaub dann gibts kein Marketingproblem, sondern ein Absatzproblem
:lol: :lol: :lol:

Manfred

P.S. wie stellen sich die Gesamtkosten dar?

Zeitaufwand Kiste packen, ausliefern, Spritkosten

Verfasst: 21.10.2004, 09:57
von LKW-Stefan
Manfred stelle mich als UnterUnterlieferant für die Bananenkisten dar,
(nur die Kisten) liefer dir dann 2000 Stück pro Woche :D

verdammt wo krieg ich soviel Kisten her??? :lol: :?: :D

Verfasst: 21.10.2004, 09:58
von thorsten.schlote
Wir machen meistens Lesholz. (Buche Kronen) Ist mal mehr mal weniger dran, aber meist gut zugänglich. Wenn nicht rücken die Hafermotoren.
5 Euro der Raummeter.

Wenn sich die Gelegenheit ergibt, durchforsten wir junge engstehende Buchenbestände.
Stammdurchmesser so um 25cm. Ist ein schönes Arbeiten, da die Teile nicht zu schwer sind und sich gut spalten lassen.
Durch den eng stehenden Bestand rücken wir dann allerdings auch mit dem Klepper statt Schlepper.

Kostet dann auch 5 Euro. Der Förster spart halt den Fäll- und Rückelohn.
(Eigentlich müsste er noch was dazu bezahlen)

Wenn's mal schnell gehen soll, Industrieholz, das an den Wegrand gerückt ist. Je nach Angebot und Nachfrage 18-24 Euro Festmeter.

Holzanteil an der Heizung ist bei mir ca. 70-80%. (Es gibt noch ne E-Heizung im Häuschen, Warmwasser über Strom)
Jahresverbrauch ca. 10-12 Meter, Bullerjan zentral im Flur schickt bei meinen kleinen Räumen dicke.
Säge und Schlepper kann ich so nicht rechnen. Hätte ich sonst auch.
Spalter wird mit 4 Mann benutzt. (Eigenbau). Die Arbeitszeit ist für mich Ausgleich für den sonstigen Bewegungsmangel.

Bild

@hessenmog.
Hessen wo?

Thorsten
(Asylhesse, nördlicher Rand vom Vogelsberg)

Verfasst: 21.10.2004, 10:07
von hensenpe
Also wir hier im Sauerland zahlen 40 Euro/RM für Buche/Eiche.
Schon fertig in 30cm gespalten und geschnitten. Muss ich nur noch mit meinem MOG abholen und schön aufstapeln.
Zum Glück wohne ich nicht im München. :wink:

Verfasst: 21.10.2004, 10:25
von mannix
Hallo Andreas,


Thema Spalter:
-Nach meiner Erfahrung sollten bei einem stehenden Spalter mind. 3 Mann (od. Frau) :lol: arbeiten.
Einer reicht die Roller zum Spalter, einer spalten, einer wegräumen.
Dann ereicht man eine hohe Effektivität bzw. Spaltleistung.
Alleine richtest Du wenig aus, und läufts Dich zu Tode

-generell reißt langfasriges Holz (Kiefer u. Birke) naturgemäss schlechter auf als z.B. Buche. Auch Kronenholz reißt wegen der eingewachsenen Äste schlechter als Stammholz. Auch reißt Frischholz besser als dürres, oder bereits ausgetrocknetes oder Käferholz
Wenn Du frisches Buchenholz z.B. aus einer Durchforstung nimmst mit ca. 20 cm BHD (Brusthöhendurchmesser) reißen die untersten Roller schon beim Anblick des Spaltkeils :lol: will sagen einmal andrücken bis unten durch.

Manfred

P.S. Der letzte Satz beim oberen Posting war auch gar nicht böse gemeint.

Verfasst: 21.10.2004, 12:09
von Torsten Pohl
Ja Ja verulkt mich ruhig, hab ich kein problem mit 8) , aber versucht ma im Frankfurter Raum Holtz in dieser Art zu kaufen, kriegt Ihr im Baumarkt für 6Euro im 25kg Sack und sonst eigentlich nirgends, ratet ma wo die pizzerien einkaufen?????

Tschau Torsten

Ps. Alleine in dem Stadtteil wo ich wohne sind ca,20 Pizzabuden mit Holzfeuerung, jede baucht so 4-5Bananekisten am Tag, rechnet weiter könnte sich lohnen!
Ach ja warum ich aufgehöhrt gabe? Nur Vorrübergehend :P .

Verfasst: 21.10.2004, 12:18
von hessenunimog
manix

klar, muss man am spalter mindestens zu dritt sein, ansonsten ist es dieselverschwendung. mein problem genauer beschrieben liegt darin, dass ich als bediener des spalters, mich oft an einem stueck zu lange aufhalte. bei meinem polter letztes jahr wahren bis zu 70 cm dicke hainbuchenstaemme dabei, diese mussten jedesmal bis unten durch gespalten werden, obwohl sie saufrisch waren. ich habe mich z.t. bis zu 10 min an solch einem brummer aufgehalten. logisch springt buche frisch bis 20 cm schon beim anschauen auseinander, sowas hat man dann eher, wenn man das kronenholz selbst macht und sich die stuecke aussuchen kann.

ich glaube, dass ich den spaltkeil irgendwie falsch ansetze, ich versuche, JEDES stueck erstmal in der mitte zu teilen, egal wie gross es ist.

Verfasst: 21.10.2004, 20:37
von ThorstenStreit1
Hallo,
wenn wir Industrieholz machen schauen wir uns die Polder natürlich vorher an und suchen die passenden raus. Max. Durchmesser ca. 50cm, darüber wirds zur Plackerei, trotz Hydraulikspalter. Die normalgewachsenen, geraden Stücke spalte ich allerdings schneller mit dem Spalthammer auf als mit dem Hydr-spalter! Zum Aufstellen der schweren Stücke hab ich für meinen Spalter einen einfachen Bügel geschweißt den ich oben am Spaltkeil einhänge und mit einfahrendem Zylinder hebt sich der Bügel samt Stamm an, geht bis ca. 45 Grad, der Rest geht dann leicht von Hand. Beim Spalten sind wir meist nur zu zweit, das reicht weil wir einen Tag nur Meterstücke sägen und den anderen Tag nur spalten. Am nächsten Tag ist dann Abfuhrtag. Nach dem spalten nehm ich halt immer noch einen Unimog voll mit nach Hause, Leerfahrten kosten unnötig Sprit. Zum drehen des Stammes hab ich mir für den kommenden Winter eine runde Stahlplatte gerichtet die ich mit einer zentrischen Bohrung und einem Bolzen versehen hab. Die Platte setzt ich auf die Fußplatte des Spalters und kann so den Stamm leichter drehen. Die Idee hab ich mal in einem Prospekt so gesehen, warum soll ich das Ding kaufen wenn ich es selber bauen kann? Am Samstag kommen wieder zwei Kunden die Kaminholz abholen, jaja, der Winter kommt!!

Verfasst: 21.10.2004, 21:48
von NEW-MOG421
Hallo andreas (hessenmog)

bau doch den spalter um den hängst du vornr dran dan spaltest du das holz sägst es hinten und kannst es gleich auf die ladefläche werfen und zuhause nur noch abkippen am besten gleich ins trockene :)



mfg NEW-MOG421 BASTI