Hallo Holzwürmer,
habe mal die aktuellen Preise für Polterholz (Buche) im
Großraum Heidelberg/Heilbronn ermittelt. Im Schnitt sind es
pro Festmeter (Ster * 1,4) zwischen 32 und 80 Euro inkl. Steuer ab
Waldweg. In Heidelberg (mann höre und staune) bekommt man das Holz mit 31,50 E je FM am günstigsten. Sinsheim gehört mit 32 E je FM zum unteren Preissegment, im eigentlich waldreichen Odenwald (Mosbach)
zahlt man aktuell 35 Euro. Im nördlichen Landkreis Karlsruhe sind 38 Euro fällig.
Im Landkreis Heilbronn wird das Polterholz wegen der enormen Nachfrage generell versteigert, Durchschnittserlöse je FM Brennholz 50 Euro.
Ganz teuer wird es beispielsweise Richtung Stuttgart oder Ludwigsburg. Hier liegen die Preise für Buchenpolter um 80 Euro/Fm.
Nachteil der ganzen Preisdiskussion: In der Regel sind die Gemeinden
Waldbesitzer und demnach auch Verkäufer des Holzes. Angesichts der
leeren Kassen kommunaler Haushalte werden die Gemeinderatsgremien
künftig versuchen, über höhere Holzpreise das Finanzloch in der Gemeindekasse zu stopfen. Nach verbindlicher Auskunft eines großen Waldbesitzers (evangelische Kirchenschaffnei) wird 2006/07 der Preis bei Brennholz mindestens um 15 Prozent verteuert, "wir passen uns der allgemeinen Preisentwicklung an".
Originaltext Forstdirektor Dr. Josef Klebes vom Forstrevier Kraichgau (Sinsheim) mit 9000 ha Laubwald:
"Der künftige Holzpreis wird von der Preisentwicklung des Öls abhängen. Eines sei aber sicher: "Diese Preissprünge wie beim Heizöl möchten wir als verantwortungsvolle Förster nicht mitmachen, "wir wollen schließlich unsere Kunden nicht verprellen. Diese Empfehlung geben wir auch an die Gemeinden weiter, die für ihren Wald das individuelle Preisniveau bestimmen."
Die rege Nachfrage nach Brennholz hat aber einen unerwarteten Nebeneffekt: Auch das Industrieholz hat im Preis deutlich angezogen. Hier wurde der Markt "von unten aufgemischt", Abnehmer von Schwach- und Industrieholz müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Ebenso sorgen die so genannten Schwellenländer für eine "Globalisierung" des Holzmarktes im Kraichgau. Denn laut Dr. Klebes gehen mittlerweile stattliche Mengen von Buchenholz nach China, um den dortigen Hunger der boomenden Wirtschaft nach Holz zu stillen."....
(Vielleicht machen die aus deutscher Buche und Eiche die Essstäbchen, na denn Mahlzeit...)
Info stammt aus meiner Holzreportage für die RNZ
v. 15. Februar 06
Übrigens: Ich hätte Gelegenheit für umsonst an jede Menge Eichenholz zu kommen. Einziger Haken dabei:
Das Holz befindet sich in den Vogesen, d.h bei den aktuellen Brennholzpreisen in Deutschland lohnt sich ein Transport kostenmäßig noch nicht.
Oder hätte jemand eine Idee, wie man günstig das Holz rd. 500 Kilometer nach Deutschland
transportieren könnte? Holztransporter (Langholzer/Rungenwagen kann max 28 FM laden)
mfg Michael