Seite 1 von 1
Holzspalter betreiben mit 1000er Zapfwelle und Standgas
Verfasst: 11.04.2009, 23:05
von kai76
Hallo,
ich habe gesehen, wie ein Holzspalter (Binderberger H17) bei nem Traktor mit etwas Drehzahl (ca. 1000) prima mit der 540er Zapfwelle betrieben wurde.
Meine Frage: Kann ich so einen Holzspalter an meinem 417 mit der 1000er Zapfwelle im Standgas betreiben? Kann es irgendwelche Schäden am Motor wegen fehlener Ölschmierung bzw. Öldruck geben, wenn der Spalter mal 4-5h am Stück betrieben wird? Habt ihr Erfahrung (Geredet wird ja viel), denn ich will nicht nen Motorschaden riskieren
Danke euch schon mal vorab für eure Antworten.
Gruß
Kai
Verfasst: 12.04.2009, 10:03
von Herbylix
Hallo Kai!
Schäden wird es bei einen intakten Motor nicht geben.
Trotzdem mag es ein Direkteinspritzer nicht sonderlich gern lang auf niederer gleicher Drehzahl zu laufen.
Ich spalte oft den ganzen Tag mit 700 U/Min, ich gebe alle 2 bis 3 Stunden einmal kräftig Gas um die Brennräume wieder zu säubern.
Verfasst: 12.04.2009, 18:23
von Helmut Schmitz
Hallo Kai
die Bedenken von Herbert würde ich nicht teilen, m.E. ist dem Betrieb bei konstanter Drehzahl von ca 1000U/min eigentlich nichts zu entgegnen. Motore können ohne Bedenken bei konstanter Drehzahl laufen, (siehe auch Aggregat- oder Stationär-Motore) Da der OM353 in deinem Fahrzeug schon mit Ventilschaftabdichtungen ausgerüstet sein müsste, dürfte auch der Ölverbrauch und damit die Verkokung des Brennraumes gering sein.
Allerdings ist des nicht sehr ökonomisch, einen so großen Motor dafür zu betreiben.
Der Motor wäre bei der Drehzahl in der Lage, ca 30PS abzugeben, elektro-hydraulische Spalter gleicher Leistungsklassen haben ca 7 bis 9KW Antriebsleistung.
Verfasst: 12.04.2009, 23:37
von Moggälä
Hallo
@Kai: Schau mal in deine Betriebsanleitung rein, ob da beim 417 die selbe Angabe steht wie beim 406, nach der der Schalthebel für den Standbetrieb in einer bestimmten Stellung stehen muss, sonst Getriebeschrott. Hat ein guter Bekannter mit seinem 900er-turbo-Trac erlebt - is teuer...
@Helmut: Ab wann gabs da jetzt die Ventilschaftdichtungen - kannst Du das mal genau erklären?
Dazu gibts leider ein zu verwirrendes Hin- und Her!
352 mit:
http://www.unimog-community.de/index.ph ... dichtungen
352 ohne:
http://www.unimog-community.de/index.ph ... dichtungen
http://www.unimog-community.de/index.ph ... dichtungen
Da meiner ein 406 mit 353 und BJ88 ist, würde mich doch mal verlässlich interessieren, ob meiner jetzt welche hat oder nicht - ohne ihn deshalb gleich zerlegen zu müssen!
wieder mal etwas verwirrt
mfG
Axel
Verfasst: 13.04.2009, 06:55
von Matthias1807
Ich betreibe meinen 406 mit Spalter auch mit der 1000er Zapfwelle im Standgas.So braucht er keine 3 Liter Diesel pro Stunde. Der Öldruck steht zwischen 2 und 3 bar. Ich hab da keine Bedenken.

Verfasst: 13.04.2009, 08:14
von Herbylix
Hallo Helmut!
Meiner Erfahrung nach kommt es bei älteren (mit entsprechender Betriebstundenzahl) Direkteinspritzern bei langen Leerlauf zum Austritt von Öl (oder ähnlicher schwarzer Flüssigkeit) beim Auspuff.
Das haben ich und andere bei verschiedensten Fabrikaten und auch beim OM 352 beobachtet. Das tritt wie gesagt nur bei langen Laufen mit leicht erhöhter Leerlaufdrehzahl auf, bei allen sonstigen Betriebsbedingungen NICHT.
Ob es dem Motor schadet oder nicht kann ich nicht beurteilen.
Hinweis: Standbetrieb mit eingeschalteter Zapfwelle
Verfasst: 16.04.2009, 17:50
von Karl_Bauer
Betriebsanleitung U 421 U 600 .. Buch und Bild, 08.91
Seite 21,
++++++++
2.2.4 Standbetrieb
Bei Betrieb mit der Zapfwelle sowie auch bei Langsamfahrt kann die gewünschte Motrodrehzahl mit dem Motor-Regulierhebel fest eingestellt werden. Hierzu die Feststellscheibe (4) anziehen.
Bei Standbetrieb mit eingeschalteter Zapfwelle darauf achten, dass der Hauptschalthebel zwischen dem 5. und 6. Gang steht, damit die Ölversorgung aller umlaufenden Teile des Getriebes sichergestellt ist.++++++++
Die hängt mit der Schleuderölschmierung des Getriebes zusammen, wie seinerzeit schon Helmut Schmitz uns belehrte.
Wollte nur nochmals herausstreichen, da es an die Substanz gehen kann. in älteren Betriebsanleitungen steht es auch.
Gruß! Karl
[/b]