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Inbus in Schraube abgebrochen

Verfasst: 15.07.2007, 20:24
von FrankFuhrer
Hallo,

ich wollte an meinem U1200 das Lenkgetriebe (LS 3 B) ausbauen.

Jetzt ist mir aber der 14er Inbus in einer der Schrauben bzw. im Schraubenkopf abgebrochen, und dazu noch ziemlich bündig.

Das Lenkgetriebe ist mit "versenkten" Inbusschraubenköpfen am Rahmen befestigt. Da es Schrauben mit der Güte 10.9 sind und der Inbus bestimmt auch gehärtet ist, bin ich ziemlich ratlos wie ich die Schraube jetzt aufbekommen soll.

-Aufschweißen geht leider nicht, da ich den Rahmen wahrscheinlich mit beschädigen würde.
-Beim warm machen weiß ich nicht was das Lenkgetrieb dazu sagt.

Gibt es vielleicht einen speziellen Bohrer die diesem gehärteten Material standhalten? HSS Bohrer sind nämlich ziemlich schnell stumpf.

Oder hätte mir noch jemand einen anderen Tipp?

Danke

Gruß
FF

Verfasst: 15.07.2007, 20:47
von Bernhard.U421
Hallo Frank

berufsbedingt muss ich ab und zu mal eine abgebrochene Schraube irgendwie herausbringen. Wenn der Schraubenkopf abgebrochen ist hat das Gewinde ja nichts mehr zu halten und kann mit einem Körner oder Reissnadel evtl. bewegt werden. Sonst reinbohren und mit einem Linksausdreher herausdrehen. Wenn es festgerostet ist wird nur Variante 2 gehen.

Gruss Bernhard

Verfasst: 15.07.2007, 20:50
von ThorstenStreit
mittig ankörnen und mit HSS-E Bohrern so groß wie möglich ausbohren, den Rest mit dem Schraubenausdreher entfernen. Warmmachen würd ich an der Stelle auf keinen Fall!

Verfasst: 15.07.2007, 21:09
von JürgenAhlden
Was auch sehr gut geht. Linksgewinde schneiden (hat nur fast keiner), geht besser als mit dem Linksausdreher. Das Teil bricht leider sehr schnell ab.
Gruß Jürgen

Verfasst: 15.07.2007, 21:19
von lugge
Willst du den schlüssel rausbekommen, oder die schraube?

schlüssel:
Mir auch schon passiert => Magnet und dann schlüssel wieder schön abschneiden, und neuer versuch, wenn du denn den schlüssel meinst.

Schraube selber ist ja noch ganz, was ich herauslesen kann...

Verfasst: 15.07.2007, 22:03
von fuxel
lugge hat geschrieben:.............

Schraube selber ist ja noch ganz, was ich herauslesen kann.......
Ja, so hab ich es auch verstanden.

Einfach auf die Inbusschraube eine kräftige Sechskantschschraube schweissen und dann herausdrehen. Etwas normales Schmieröl auf die noch heisse Inbusschraube geben - das Öl kriecht in den Gewindegang - erleichtert das ausdrehen.

BG,
fuxel

Verfasst: 15.07.2007, 22:53
von FrankFuhrer
Hallo,

erst einmal Danke für die schnellen Antworten!

Schraube aufschweißen geht leider nicht, weil der Schraubenkopf im Rahmen versenkt ist, und ich wahrscheinlich auch den Rahmen mit anschweißen würde. Herausbrennen geht auch nicht, weil der Rahmen ganz bleiben soll.

Sorry habe ich vergessen, 14er Inbus war eine Nuß für die Rätsche und
der Stummel von der Nuß hat sich jetzt im Schraubenkopf richtig verkanntet.

Der Schraubenkopf ist noch ganz und in diesem steckt jetzt noch das Stück vom Inbus. Ach ja die Schraube ist event. eine M12 oder M14 mit Feingewinde und ca. 10-15cm lang, Gewinde ist nicht durchgehend bis zum Kopf. Sie wird nur durch das Rohr gesteckt (Rahmen) und hält auf der anderen Seite das Lenkgetriebe.
Die Schraube selber muß nicht überleben.

Gruß
FF

Verfasst: 15.07.2007, 23:03
von lugge
War am ende vom Inbusschlüssel eine art Kugel dran?
Ist der da gebrochen?

Sonst versuchs einfach nochmal mit dem abgeschnittenen Inbus, wenn der rest aus der schraube herausen ist!

Hallo

Verfasst: 16.07.2007, 06:45
von rainer124
Um harte Materialien auszubohren nimmst du einen VHM (Vollhartmetall) Bohrer. Sehr teuer ab ca. 20¤ pro Stück aufwärts (Durchmesserabhängig). Der ist aber für Stationärmaschinen ausgelegt und nicht für Freihandbetrieb. Danach ist er bestimmt auch kaputt, aber für "ungenaue" Arbeiten wie von dir beschrieben optimal. Frag sonst mal in einem Handwerksbetrieb nach einem ausgemusterten. Für sowa sind die allemal ausreichend. Hab damit schon Kurbelwellenschrauben etc. ausgebohrt. Viel Glück dann.
Gruß Rainer

Verfasst: 16.07.2007, 11:04
von lugge
Beim Anschweißen musst du ja nicht unbedingt in einem drumherum "heizen"
Wenn du die immer herumheftest, abgesetzt, und entgegengesetzt, geht das schon. Nur halt nicht so eine große Mutter / schraube aufsetzen, dass kein Platz mehr am Senkkopf für die Hefter ist

Verfasst: 16.07.2007, 14:35
von Bernhard.U421
Hallo Frank

sorry, ich habs falsch verstanden. Aber in diesem Fall könnte ein Körner das verkantete Stück Inbusschlüssel wieder lose bekommen. Oder halt bohren mit Hartmetall.
Hoffe Du bekommst es heraus.

Gruss Bernhard

Verfasst: 16.07.2007, 19:35
von FrankFuhrer
Danke für die guten Tipps!

Inbus war ein 14er 3/4" Nuß von Gedore ohne Kugel.

Irgend wie habe ich es leicht geahnt, daß ich um die Arbeit mit dem Körner und der Bohrerei nicht herumkomme.
Ich werde mich jetzt halt drei Wochen mit meinem Mißgeschick beschäftigen müssen :-)

Nochmals Danke und Gruß an Alle.

FF

Verfasst: 25.07.2007, 23:20
von FrankFuhrer
Hallo,

habe die Inbus-Schraube herausbekommen :-)

Leider haben die Gewindegänge im Lenkgetriebe sehr gelitten, und nun haben sie das ewige Gewinde.(trotz nachschneiden)

Weiß vielleicht jemand wo ich eine 14er Inbus-Schraube (mit Mutter)
10.9 M18 x 1,5 Feingewinde, die mit Kopf ca.12,5(+)cm, ohne Kopf ca.9,5cm lang ist, herbekomme?
Ich würde sie jetzt durch den Rahmen und das Lenkgetriebe schieben und auf der anderen Seite mit einer Mutter sichern. Oder spricht etwas gegen diese Methode?
(Orginal Schraube ist mit Kopf ca.8,5cm, ohne Kopf ca. 6,5cm lang.)

Gruß
F.F.

Verfasst: 26.07.2007, 10:45
von ThorstenStreit
Schrauben Jäger in Karlsruhe, die haben alles was mit Schrauben und Befestigungstechnik zu tun hat. Evtl. kannst Du eine Gewindebuchse einbauen. Hat außen und innen Gewinde und dient als Reparaturlösung im Maschinenbau