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Verfasst: 01.01.2008, 09:31
von maatsch
Hallo Holger,
danke für den Tip mit der Pumpe - könnte ich mir gut vorstellen.
Dann werde ich mich wohl, wenn es das Wetter und die Zeit wieder erlaubt, mal daran machen, erst den Dreck dort los zu werden
MfG Maatsch
...der jetzt nach Jena aufbricht, um dort den Rest der Woche neue Server in Betrieb zu nehmen :-/
Verfasst: 05.01.2008, 18:54
von MichaelH
Kaltstartprobleme hab ich mit meinem U1000 ebenfalls - und wenn er denn mal angesprungen ist, läuft er erstmal wie ein Sack voll Nüsse: ein oder auch mehrere Zylinder brauchen eine Extraeinladung.
Ein alter Mercedes-Meister hat mich da aber auf was aufmerksam gemacht:
Der Rücklauf der Einspritzdüsen geht bei manchen Mogs (und auch meinem) in die (Sprit-)Ansaugleitung. Und weil sich in dieser Rücklaufleitung durchaus mal Luft ansammeln kann, wird diese vom System erstmal mit angesaugt.
Also: Rücklauf der Düsen in die Rücklaufleitung zum Tank- und Ruhe is.
Bei genauem Hinsehen sind es nämlich auch genau die Symptome von "Luft gezogen"...
Klingt absolut logisch und wird so bald wie möglich gemacht

Verfasst: 08.01.2008, 16:44
von holgi63
Hallo, Michael,
der Logik kann ich aber nur bedingt folgen...
Wo soll denn in einem geschlossenen System diese Luft herkommen?
Die Rücklaufleitung wird - wie es der Name schon sagt - mit dem rücklaufenden Kraftstoff der Einspritzdüsen beaufschlagt. Dies geschieht mit Überdruck. Das gesamte Kraftstoffsystem ist ab dem Steigrohr im Tank ein in sich geschlossenes System. Luft kann nur dort rein, wo eine Leckage ist.
Natürlich kann diese auch in der Rücklaufleitung auftreten, aber per se ist diese keine potenzielle Stelle, wo Luft eintreten kann.
Es mag nach dem Düsenwechsel möglich sein, dass nach der Montage die in den Rücklaufleitungen enthaltene Luft nach und nach in den Kreislauf entweicht und mal für eine Störung verantwortlich sein kann, aber das dürfte die Ausnahme sein...
Klärt mich auf, wenn ich ganz falsch liege...
Grüße
Holger
Verfasst: 08.01.2008, 20:39
von mogler74
Hallo Mogler,
ich möchte euch auch mal von meinem " Kaltstartproblem" berichten. Mein 406 stand etwa 2-3 Wochen bei der Kälte und als ich ihn anlassen wollte hat mir die Batterie was gehustet. Das Problem war nach 3-tägiger frische Kur am Ladegerät behoben. Volle Batterie rein, ein Knopfdruck und der Mog hat gelaufen aber wie! Wie ein Sack voller Nüsse, der Motor sägte auf und ab und es fühlte sich an als ob ein sechs Zylinder Benziner nur auf vier Töpfen laufen würde. Bei vorsichtigem betätigen des Gaspedals und somit leicht erhöhter Drehzahl ist es weg. Mir ist auch aufgefallen das der Mog leicht weiß gequalmt hat. Der Mog verbraucht sehr wenig Öl und meiner Meinung nach null Kühlwasser.
Was könnte das sein?
Grüße aus Hessen Jens
Verfasst: 12.01.2008, 13:07
von holgi63
Hallo, Jens,
ist es weg, wenn er warm ist, alo läuft er da normal?
Grüße aus Oberhessen
Holger
Verfasst: 13.01.2008, 14:35
von mogler74
Hallo Holger,
wenn der Mog warm ist läuft er ganz normal!
Jens
Verfasst: 13.01.2008, 15:28
von holgi63
Hallo, Jens,
nach längerem Stillstand ist natürlich alles steif und bei der Kälte sowieso.
Das Rumpeln - oder wie Du sagst, der Sack voller Nüsse - hat seine Ursache, wenn es sonst keine graverenden Mängel sind, mit hoher Sicherheit in der Kraftstoffaufbereitung.
Im Winter ist aufgrund der Kälte das gesamte Gusseisen des Motors derartig "gierig", Wärmeenergie zu vernichten, dass grobtropfig eingespritzter Kraftstoff keine Chance hat, ordentlich zu verbrennen.
Am Rand der groben Tropfen zur verdichteten Luft hin finden ein paar Selbstzündungen statt, aber die können nicht den gesamten Kraftstoff entflammen, weil keine Verwirbelung und keine Vermischung zur Erzeugung eines homogenen Luft-Kraftstoffgemisches stattfindet bzw. stattgefunden hat.
Da der Direkteinspritzer (OM314 und OM352) keine Möglichkeit hat, irgendwo eine glühende Stelle bereitzuhalten, die ein Verdampfen des Kraftstoffes einleiten kann, was ja auch eine Verwirbelung und Vermischung darstellt, ist die Einspritzdüse allein für diese Aufgabe zuständig.
Je älter diese nun ist, desto schlechter, speziell bei der langsamen Anlassdrehzahl, ist die Einspritzung.
Der Idealfall wäre, den Kraftstoff bis auf Molekülgröße zu vernebeln oder zerstäuben, weil dann an jedes Molekül sich der zur Verbrennung erforderliche Sauerstoff anlagern kann. Dann findet pro Molekül eine Selbstzündung statt - die optimale Verbrennung.
Eine neue Einspritzdüse kommt diesem Ideal aber näher, als eine alte.
Mach Dir mal Gedanken über einen Düsenwechsel. Dabei Förderbeginn checken.
Seit bei meinem neue drin sind, springt er kalt super an und läuft sofort rund und das sogar richtig sanft und fast schon leise...
Grüße
Holger
PS: Vielleicht haltet Ihr mich für ein wenig zu verliebt in dieses Thema, aber der Effekt an meinem 406 war wirklich durchschlagend...
Verfasst: 14.01.2008, 19:19
von mogler74
Hallo Holger,
wenn ich das so lese dann muß ich doch ernsthaft über den Tausch der Einspritzdüsen nachdenken. Mal sehen was der Frühling bringt!
Danke Jens