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kompressor ohne belastung laufen lassen?

Verfasst: 26.12.2005, 23:30
von OliverMalms
Hallo

Ich hoffe ihr habt bzw. hattet schöne weihnachtstage.... Ich habe mal wieder eine kleine frage. Bringt es etwas wenn ich an einem 411er mit einem Kombinierten Kompressor, den ich eigentlich ausschlißelich wegen der hydraulik brauche einen druckabgang zu öffnen um dadurch den kompressor zwar mitlaufen zu haben aber er keinen druck aufbauen muß? Bringt das etwas bezüglich der schonung des Luftpressers und eventl auch der leistung des Fahrmotors? Wäre schön wann einer auf die vielleicht dumme frage eine antwort weiß....

schönen Feiertage noch.....

gruß Olli

Verfasst: 27.12.2005, 10:32
von Heino-Hechenbichler
Hallo Olli,

auf dem Kompressorkopf ist eine Schraube. Ich glaube SW34.
Wenn Du anstelle der Schraube eine andere mit Entlüftung einbaust, läuft der Kompressor quasi leer mit. Ich würde aber die Entlüftung so gestalten,
dass sie auch eine Luftfilternde Funktion hat. Sonst saugt er sich den ganzen Dreck direkt in den Zylinder statt über den Luftfilter.
Die Motorleistung steigt dadurch natürlich nur geringfügig.
Wenn, dann müstest du auch die Hydraulikpumpe deaktivieren (Keilriemen ab). Dann ist aber der Kompresor sowieso tot und du kannst dir den ganzen Aufwand sparen.
Bei längeren Fahrten zu Treffen häng ich immer den Keilriemen ab.

Lustpressende Grüße

Heino

Verfasst: 27.12.2005, 11:20
von ret411
Moin Oliver,

ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass die Pumpe einige spürbare PS schluckt.

Ob eine "Stillegung" des Kompressors sich spürbar auswirkt, weiss ich nicht.
Das könntest Du doch leicht herausfinden, s. Vorschlag von Heino.

Verfasst: 27.12.2005, 19:28
von heinz401
Hallo PS-sparer,
ich habe mich mit dem problem auch schon beschäftigt. Den kompressor brauche ich auch nur für das bißchen luft für die sperren, ansonsten würde er nur warme luft pusten.
Das problem wurde in der community meines wissens auch schon mal angesprochen.
Es zeichnen sich mehrere lösungen ab:
a)wer nur luft braucht und sparen will könnte den kompressor über eine elektomagnetische kupplung schalten, ähnlich klimakompressor , die wiederum von einem elektrischen druckwächter gesteuert wird. Hoher mechanischer aufwand, aber effektiv und elegant.
b) ganz auf die luftanlage verzichten und einen elektrischen 12V-minikompressor von Westfalia oder ähnlich auf eine kleine luftflasche zur versorgung der sperren arbeiten lassen, natürlich auch über druckwächter
c) wer die hydraulik des kombiaggregates braucht aber die luft nicht, könnte doch den luftansaug verschließen, vielleicht noch mit einer durch zug betätigten klappe. Was soll da eigentlich passieren? beim ansaugen müsste es einen kleinen unterdruck geben, je nachdem wie dicht die klappe schließt, der dann beim kopressionshub wieder ausgeglichen wird.
Schmutz wird nicht angesaugt.
Ich bastle z.zt. an der kleinen lösung als interimslösung mit minikompressor und miniflasche über el. druckwächter, da ich keine hängerbremsanlage anbaue. Vielleicht stelle ich die lösung mal ins forum wenn interesse besteht.
Wie ist die expertenmeinung über die ansaugklappe.?
mfg Heinz401
vom fuße der Wartburg

Verfasst: 27.12.2005, 20:46
von ferdinand
heinz401 hat geschrieben:c) wer die hydraulik des kombiaggregates braucht aber die luft nicht, könnte doch den luftansaug verschließen, vielleicht noch mit einer durch zug betätigten klappe. Was soll da eigentlich passieren? beim ansaugen müsste es einen kleinen unterdruck geben, je nachdem wie dicht die klappe schließt, der dann beim kopressionshub wieder ausgeglichen wird.
Schmutz wird nicht angesaugt.
Hallo Heinz
ich denke das die Ansaugluft auch nee kühlende Funktion hat ...........

Gruß Ferdinand

Verfasst: 27.12.2005, 22:42
von Heino-Hechenbichler
Hallo Heinz,

mal ne dumme Frage.
Was soll es bringen, wenn über eine Klappe der Ansaug verschlossen-
ein Unterdruck aufgebaut -und dann beim Kompressionshub wieder ausgeglichen wird ? :?:
Dann arbeitet der Kompressor schon beim Ansaugen gegen einen erhöhten Wiederstand und der ganze Spass erübrigt sich !!

Ich habe nur durch das Abschalten der kompletten Luftpresser/Hydraulikeinheit einen merklichen Leistungsgewinn.
a)wer nur luft braucht und sparen will könnte den kompressor über eine elektomagnetische kupplung schalten, ähnlich Klimakompressor , die wiederum von einem elektrischen Druckwächter gesteuert wird. Hoher mechanischer Aufwand, aber effektiv und elegant.
Mangels Platz am Riemenantrieb nicht zu bewerkstelligen.
Und wie Du so schön sagst "
Hoher mechanischer Aufwand, aber effektiv und elegant.
Hoher mechanischer Aufwand und / aber uneffektiv.

Luftpressende Grüße

Heino

Verfasst: 27.12.2005, 22:47
von ret411
Moin,

was haltet Ihr Luftpresser davon, den Kolben auszubauen?

Verfasst: 27.12.2005, 22:53
von Heino-Hechenbichler
Kolbenausbau :shock: :lol: :lol: :lol: :lol: :rofl:
Wie wäre es mit Ballast abwerfen ?
Motor raus und treten 8)

Verfasst: 31.12.2005, 12:14
von Gundo
Reiner hat ja gar nicht unrecht: wenn man den Kompressor überhaupt nicht braucht, die Hydraulikpumpe aber laufen muss, könnte man ohne weiteres Kolben und Pleuel aus dem Kompressor ausbauen. Immerhin gab es den Unimog mal in einer Ausführung, wo statt des Kompressors ein "Dummygehäuse" mit durchgeführter Kurbelwelle eingebaut war, und daran war dann die Hydraulikpumpe ganz normal (wie an den Kompressor) angeflanscht.
Wer's mag, kann diesen Zustand ja herstellen. Da aber der Kompressor normalerweise bei Erreichen des Fülldrucks im Kessel durch das Druckregelventil auf "Durchzug" geschaltet wird, also schlicht und einfach ohne Druckaufbau ins Freie bläst, dürfte der Leistungsverbrauch des Kompressors sich in diesem Zustand auf schätzungsweise höchtens 300 Watt belaufen. Und das entspräche etwa 0,4 PS...
Gundo

Verfasst: 06.01.2006, 00:45
von bogge
Die Hydraulikpumpe hat doch auch einen drucklosen Umlauf, wenn die Ventile nicht betätigt sind. Schluckt die trotzdem soviel Leistung, daß man es spürbar merkt?

Gruß Markus

Verfasst: 06.01.2006, 09:21
von Bertl76
hallo luft-manager!

hab selbiges problem, jedoch nicht so akut zu lösen jetz..

durch versuch am schraubstock hab ich festgestellt,
dass ein kompressor, welcher leer fördert, sprich ohne gegendruck,
tatsächlich mehr leistung
aufnimmt, als einer, dessen ansaug verschlossen ist und
quasi ständig vakuum innerhalb des zylinders zieht.
wieso, das sollen mal ingenieure erklären, ist halt so.
ich vermute mal, weil die öffnungsdrücke beider ventile (einlass und druckvent. ) wegfallen.
die angesprochene kühlung durch die durchgeförderte luft
dürfte ein problem werden, im dauerbetrieb hab ichs noch nicht
ausprobiert, glaub jedoch nicht, dass da übermässig wärme entsteht,
wird ja nix komprimiert, im gegenteil, die auseinandergezogene luft wird
ja kalt.

die sache mit dem pleuel-ausbau würd ich nicht machen,
da die kurbelwelle des kompressors ja auswuchtbacken hat,
dessen gewicht die dynamische unwucht des eingebauten pleuels
mitkompensiert.
ich würde da eher den kolben opfern und in den kolbenboden viele löcher bohren, dass da nur noch ein leiser wind durchbläst ;-)

und wie schon angesprochen, den kompressor ganz auszubauen, anstatt dessen nur eine hy-pumpe zu montiern und die achs-sperr-luft per elektrokompressor zu erzeugen scheint mir die optimalste lösung, die ich wahrscheinlich auch wählen werde.
kleiner 12v-kompressor, der kessel wird eine ausrangierte 2-liter-sauerstoffflasche (mit 2 oder 3 f?) aus dem medizinbereich. druckschalter dran und schon braucht man sich nicht mehr kümmern.
für die sperrung der achsen reichen durch einen versuch schon 3,5 bar.

vielleicht hat jemand schon mal sowas mit e-kompressor gelöst, würd mich interessiern


grüsse aus dem bayerwald (geiler schnee hier)

bertl

Verfasst: 06.01.2006, 13:02
von ret411
Moin,

ob die Pumpe oder der Kompresser drucklos laufen oder nicht, es ist eine Masse, die bewegt werden muß, und das kostet Kraft.

Und Kraft ist nun mal nicht im Überfluß vorhanden.

Nehmt einfach mal den Keilriemen ab, dann werdet ihr eine spürbare Mehrleistung bemerken.


die sache mit dem pleuel-ausbau würd ich nicht machen,
da die kurbelwelle des kompressors ja auswuchtbacken hat,
dessen gewicht die dynamische unwucht des eingebauten pleuels
mitkompensiert.
Das ist auch meine Befürchtung :roll:

Ich denke, das die Lager leiden.

Verfasst: 06.01.2006, 13:27
von AndreasU406
Moin,
aber durch Löcher in den Kolben bohren,würde man die Auswuchtung genauso zunichte machen,wie bei einem Ausbau des Kolbens.

Gruß
Andreas

Verfasst: 06.01.2006, 14:38
von ret411
Moin Andreas,

nicht in dem Maße wie bei einer total Amputation.

Trotzdem müssen Kolben und Pleuel bewegt werden.

Der ganze Aufwand bringt nicht viel.

Außerdem wäre es schade solch eine Anlage zu zerstören.

Also, alles belassen wie es ist und ein paar dicke Lufthörner einbauen, damit der Luftpresser seine Berechtigung findet. ( Hab ich so gemacht)

Verfasst: 06.01.2006, 14:50
von OPTI-MOG
Moin Reiner,

die heftigen Lufthörner sind ja meist nicht zulässig für den Straßenverkehr.
Ich habe z.B. eines von einer DB-Lok (Makrofon Zöllner Kiel).
Wenn ich da auf's Ventil drücke, springt garantiert Alles zur Seite.
Ich werde das Ding mal an mein Schutzgitter an der Pritsche montieren.
Wie hast Du Deine Hörner montiert und sind sie koscher?

Mit freundlichen Grüßen

Christoph