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Längsschnittkette für Zaunpfosten?

Verfasst: 14.05.2010, 20:15
von manül
Hallo Miteinander,

ich habe heute Zaunpfosten gemacht. :rums:
Ich hatte noch ein paar Eichenstammstücke mit ca. 30 - 40 cm Durchmesser, die zu krumm zum Brettersägen waren.
Ich habe die Stammstücke mit der Motorsäge der Länge nach mehrmals durchgesägt, so wie man einen Kuchen aufschneidet :flex:

Das Ganze hat super funktioniert, aber habe mal gehört, dass es auch Längsschnittketten gibt, und wollte nun fragen, ob jemand sowas hat, und was genau der Vorteil ist? :?:

Hier kommen noch Fotos von der Aktion. :mrgreen:

Habe die Ehre,
:trink1:
Manuel

Verfasst: 14.05.2010, 20:16
von manül
Noch zwei Fotos:

Verfasst: 15.05.2010, 08:34
von nickb
Hallo,

ich meine mich daran zu erinnern, dass Längsschnittketten quasi nur im andern Winkel geschärfte Sägeketten sind. Der Winkel der Hobelzähne ist flacher. Mit einer normalen Kette kann es sehr schnell passieren, dass die Späne lang wie Holzwolle werden, und alles zusetzen. Das passiert dann mit der Längsschnittkette angeblich nicht.

Gruß Niklas

Verfasst: 15.05.2010, 12:52
von beneU406
Hallo!

Längsschnittketten sind für Kleinsägewerke gedacht. Sie erzeugen ein saubereres Schnittbild und sind üblicherweise im 10° Winkel geschärft.

Eine scharfe Vollmeisselkette tuts für den Normalanwender auch.

Grüße Bene

Verfasst: 15.05.2010, 12:55
von Hanno
Hallo Manuel,
wie Niklas schon schreibt unterscheiden sich Längsschnittketten nur durch den Schärfwinkel. Während der Winkel normalerweise um die 30° liegt ist die Längsschnittkette mit etwa 0° geschliffen.
Neben den bereits schon erwähnten problematischen Spänen (Holzwolle) "rupfen" die normalen Sägeketten bei einem Längsschnitt.
Ich habe mir für meine große Säge eine Längsschnittkette gekauft und bin ganz zufrieden, allerdings bin ich die ganzen Jahre davor auch ohne ausgekommen :wink:
Ist die Frage ob sich das für ein paar Schnitte lohnt.
Frohes Sägen.
Hanno

Verfasst: 15.05.2010, 12:58
von Hanno
Da war Bene wohl schneller

Verfasst: 15.05.2010, 21:26
von manül
Hallo Miteinander,

vielen Dank für die Antworten!
Ich hatte mir sowas schon gedacht.

Also so eine Kette rentiert sich für mich nicht.
Zum einen hat es mit der normalen Kette super funktioniert, es kamen relativ kleine Späne, und das Holz ließ sich sehr gleichmäßig sägen.
Das kann natürlich daran liegen, dass es Eichenholz war.
Außerdem habe ich heute noch ein paar Pfosten geschnitten, und das wars jetzt erstmal wieder.
Vor allem, wenn man eine solche Kette hat, und fünf normale dazu, wie unterscheidet man die dann?
Mir ist jetzt schon klar, dass ich nach ein paar Wochen Pause nicht mehr wüsste, an welchem extra Nagel nun die Längsschnittkette hängt.

Was mir aufgefallen ist, die Säge hat unheimlich viel Sprit gebraucht.
Normalerweise kann ich mit einer Tankfüllung mindestens ein bis zwei große Fichten fällen und entasten.
Hier hat eine Tankfüllung nicht einmal gereicht um einen Stamm in 6 Teile zu zerlegen.

Alles in allem war das eine tolle Aktion, die Pfosten machen sich richtig gut.
Weil es aber ein ziemlicher Aufwand ist, rentiert sich das nur, wenn man ein Holz hat, das dann auch eine zeitlang hält, also Eiche, Akazie, Kastanie oder so was.

Wenn der Zaun dran ist, stelle ich noch mal Fotos ein.

Habe die Ehre,

Manuel

Verfasst: 15.05.2010, 22:11
von beneU406
Hallo!

Wiedererkennen der Kette ist relativ einfach, da sie ja einen deutlich anderen Schärfwinkel hat.

Der Spritverbrauch is klarerweise beim Pfosten schneiden wesentlich höher, da fährst Du die Säge die ganze Zeit Vollgas. Ich gehe nicht davon aus, das du beim Asten soviel Gas brauchst ;)

Grüße Bene

Verfasst: 15.05.2010, 22:49
von manül
Hallo Bene,

wie gesagt, ich kauf mir einfach keine.

Du hast recht, da schneidet man mit Vollgas und bei Vollast.
Wenn man tiefer reinschneidet, merkt man das gleich, dabei ist die Säge kein Spielzeug und hat richtig Dampf.

Habe die Ehre,

Manuel