Leistungssteigerung beim OM 636

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderatoren: Torsten Pohl, stephan, Bernd-Schömann

Beitragvon 702-411abss » 13.01.2006, 21:44

hallo joachim

neuer versuch,nachdem ja einiges veschwunden ist!!
du kannst gerne nen staplermotor einbauen!!
der grundmotor ist ja gleich,ausser das es verschiedene kurbelwellen
und nockenwellen giebt!!
ganz WICHTIEG bei hohem rahmen muss der block die zweite bohrung fürs oelfilter gehäuse haben:das heist er wird durch schwencken an der M8
befestigungs schraube leicht schräge nach oben gestellt!!
diese zweite gußnase haben alte blöcke nicht!!
gefahr,bei geländefahrt kann der filter auf dem rahmen aufschlagen
und abbrechen!!!!
dann giebt es zwei ausführungen an oelwannen!!
auch ganz WICHTIG!!bei neuer achse brauchst du auch die neuere ausführung mit grösserer ausbuchtung!!
sonst haut dir das differentialgehäse ein loch in die wanne bei gelände fahrten!!
bei alter achse ist es egal welche wanne,hauptsache für mog motore
eignet!!
einpritzpumpe usw kan man ja alles belibieg tauschen!!
nur auf die werte von regler und pumpe achten und danach einstellen!!
motoren mit hoher PS leistung haben sie leider auch nur bei recht hoher drehzahl,was beim mog nicht hilfreich ist!!
da braucht man leistung im unterem drezahl bereich!!
nur durch hochschrauben der drehzahl erhält man nicht merkbar mehr leistung!!
aber motoren schäden und verschleiß!!!!
mehr mag ich erstmal nicht schreiben!!
hoffe das hilft schon mal!!
mit worten aus dem mund könnt ich hier glaube ich besser helfen!!

gruß arne
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Beitragvon JAS » 13.01.2006, 23:03

Hallo Hobby-"Tuner",

zun Thema Thermische überlastung:
Das Prop ist ja wie bereits durch den ein oder anderen festgestellt wurde, das der Motor für max 36PS konzipiert wurde (Ölbohrungen, Kühler, Kühlkreislauf, Fördermenge Ölpumpe, Fördermenge Wapu). Ein motor tut Thermisch Überlasten wenn:
-das Kühlwasser nicht mehr ausreichend Kühlt,
-Öl zu dünflüssig wird und nicht mehr richtig schmiert (an Lagern etc haften bleibt) (man kann Motorenöl bis 120°C heiss fahren aber ab dann sollte man gemütlicher werden da auch Öl überlastet werden kann)
wenn jetzt der Motor zu heiß wird dehnt gibts einen Kolbenfresser und der Motor ist am A....lerwertesten.
Wohlgemerkt könnte man einen Grösseren Wasserkühler stärkere Pumpen und evtl einen Ölkühler einbauen um das Kühlungsprop einzudämmen.

Gruß
Jens-Alexander
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Beitragvon 702-411abss » 13.01.2006, 23:13

hallo jens
die kühler selber sind aus reichend!!
das problem ist,das der 636 die wärme an einer seite der zylinder und
um die ventiele nicht gut los wird!!
das zeigt einem aber die temperaturanzeige nicht an!!

gruß arne
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Re: Leistungssteigerung beim OM 636

Beitragvon buziwa » 21.02.2019, 21:48

Den 636er Motor auf 40-45 PS zu bringen ist kein Hexenwerk, bringt aber nicht viel, weil der Hubraum fehlt. Ich habe einen 616er Motor mit 72 PS verbaut. Obwohl alle gesagt haben das geht nicht, habe ich es in Angriff genommen. Es war nicht einfach, habe fast aufgegeben, der Motor ist drinn ohne eine äußerliche Veränderung. Jetzt macht das Fahren richtig Spaß, muß fast nicht mehr Schalten und läuft 90.
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Re: Leistungssteigerung beim OM 636

Beitragvon scatman » 24.02.2019, 17:59

Hallo Buzweda, ein Herzliches willkommen im Forum und natürlich meinen Glückwunsch zu dem Motoreinbau und auch besonders nicht aufgegeben zu haben.
Würde mich über Bilder sehr freuen.
Hier in diesm Forum finde ich die Höflichkeit sehr gut ich schreibe immer mit Begrüßungsgruß und Abschiedsgruß.
Weiterhin viel Erfolg und Spaß am fahren.

.
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Re: Leistungssteigerung beim OM 636

Beitragvon Alteisen » 24.02.2019, 23:01

Liebe 411`er Freunde!
Lieber "buziwa"

Ebenso meine Anerkennung, für das sicher sehr herausfordernde Unterfangen deines Motorumbaues.
Klarerweise gestaltet jeder sein Hobby so wie er es gerne hat, und sein "Männerspielzeug" nach persönlichen Geschmack.
Es ist auch richtig, dass in den ungezählten Beiträgen hier, oftmals über das Thema Leistung/Geschwindigkeit speziell beim 411 diskutiert wurde.
Genaugenommen also kein Bedarf an einem Beitrag von meiner unberufenen Seite.

Es ist mir trotzdem ein Anliegen, da ich wirklich gerne verstehen möchte!
Diese Frage stellt sich, seit ich vor Jahren begonnen habe, das Unimog-Forum zu lesen.
In keinem anderen, ist das ein nennenswerte Sache, weder bei englischen Autos oder bei deutschen Motorrädern,
weder bei Vor-Kriegs Fahrzeugen noch bei historischen Traktoren. Da verfolge ich so einiges, da ich einige besitze.

Warum würde sich jemand z.B. einen originalen Ford 12M 1963 zulegen.
(Eines der kleinsten Fahrzeuge des Herstellers damals).
Mit enormen Aufwand den Motor rauswerfen/umbauen, um damit anstatt der konstruktiv möglichen etwa 120km/h danach 220km/h zu fahren?
Nebenbei; die gesamte Fahrzeug Konzeption: Räder, Bremsen, Aufhängungen, Dämpfung, Achsgeometrie sind dafür ungeeignet.
Man erwirbt also den kleinste/langsamsten MOG, und möchte damit so schnell sein, wie ein 406 mit 3 mal soviel Hubraum!! - der natürlich dafür insgesamt so konstruiert wurde...
Oder ich neh`m meine BMW R35 1939 mit 14PS verpasse dieser ein Triebwerk, um anstatt 100km/h 180km/h zu fahren.
Geht möglicherweise;
ist schon mehr als LEBESGEFÄHRLICH und vor allem: niemand würde das Rad je als BMW R35 bezeichnen!!!

Zudem vergisst man, dass der 411 sowieso vom Werk aus bestimmt doppelt so schnell fuhr, als die meisten vergleichbaren landwirtschaftlichen-Zugfahrzeuge seine Zeit.

Wie gesagt, fällt mir echt schwer das so zu begreifen (liegt wohl an mir).

In einem der Beiträge oben schreibt ein Freund: "Dies hier ist ein Forum für Fragen zur Technik am Unimog."

Ja!
Reine TECHNIK ist es, solange es niemand anderen berührt, was aber im Straßenverkehr unmittelbar geschieht.
Spätestens dann hat Technik sehr viel mit Ethik zu tun.

freundschaftlich
Norbert
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Re: Leistungssteigerung beim OM 636

Beitragvon scatman » 26.02.2019, 09:59

Hallo Norbert, ich glaube es geht nicht ums schnell fahren.(Nur nebenbei ich bin für Tempo 120 auf Autobahnen).
Es geht einfach darum das der Unimog genauso schnell bergauf fährt ,wie in der Ebene.Dabei ist es mir besonders wichtig das es wenig verbraucht. Ich hatte auch mal einen 406,wirklich schnell war der aber mit seinen 3,5 Tonnen nicht,hab ihn dann schnell verkauft.
Natürlich ist es auch Geschmacksache,kann Dir aber verraten das es unheimlich Spaß macht mit einem umgebauten Auto zu fahren.Das kann man mit Worten nicht beschreiben.Im Ruhrgebiet sag man(So als wennze flichst).
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Re: Leistungssteigerung beim OM 636

Beitragvon Alteisen » 26.02.2019, 22:30

Hallo Uli!

Bei dem was du sagst, bin ich voll bei dir.
Mein 411 läuft wirklich nicht schlecht, aber beladen und eventuell mit Anhänger wird alles bedächtig.
Der Wunsch nach mehr Drehmoment scheint durchaus legitim.
Wie auch gerade unter diesem Thema zuvor exakt benannt: (ich zitiere z.B.)

"Das Problem ist immer noch das Drehmoment, so dass ich bei leichten Steigungen auch noch hochschalten und beschleunigen kann."

oder wie Arne schreibt:
"Motoren mit hoher PS Leistung haben sie leider auch nur bei recht hoher Drehzahl,
was beim mog nicht hilfreich ist!! da braucht man Leistung im unterem Drehzahl Bereich!!

Ein nennenswert höheres Drehmoment geht beim Saugmotor wirklich kaum anders, als durch erheblich mehr Hubraum, der beim 411 nun mal absichtlich bescheiden gehalten wurde.
Dafür ist er leichter als seine Brüder und verbraucht weniger!
Jedenfalls sind auch bei der reinen Nm Überlegung, (ohne eine Veränderung der zul. Höchstgeschwindigkeit anzustreben) von der Kurbelwelle über Antriebsstrang bis zur Reifenaufstandsfläche, relativ Grenzen gesetzt.

Denk mal, was müsstest in Folge alles verstärken... (genau das ist, was der Hersteller bei einem größeren Modell geplant umsetzt).

Ebenso stimme ich dir gerne zu, wenn du sagst, dass flott reisen Spaß macht.
Für jedes mögliche Tempo gibt es nun entsprechend ausgelegte Fahrzeuge.
Mit meinem MG kann ich halt keine 5 oder 6 Festmeter Holz heimfahren;
mit dem MOG schon, bloß seeehr gemütlich...

Norbert
PS.:
hier im Forum gibt es unter anderem ein Thema über "Unfälle mit dem Unimog"
(ich hab dort wohl zu oft reingesehen).
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Re: Leistungssteigerung beim OM 636

Beitragvon scatman » 27.02.2019, 09:47

Hallo Norbert,
oder wie Arne schreibt:
"Motoren mit hoher PS Leistung haben sie leider auch nur bei recht hoher Drehzahl,
was beim mog nicht hilfreich ist!! da braucht man Leistung im unterem Drehzahl Bereich!!
Ich glaube Arne ist leider in seinem viel zu kurzen Leben nie in den Genuß gekommen einen "modernen Diesel "probezufahren dann hätte er gemerkt das ab ca.1000U/min der moderne Motor schon das doppelte Drehmoment liefert wie ein OM.
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Re: Leistungssteigerung beim OM 636

Beitragvon krabbler » 27.02.2019, 11:47

Hallo Uli,

ich glaube du kanntest Arne nicht.
Und ich glaube du kennst moderne Diesel nicht.

Norbert schreibt zurecht und ganz bewusst von der Drehmomentsteigerung durch Hubraum bei Saugdieselmotoren. Wenn du hier von den tollen Drehmomenten moderner Dieselmotoren bei 1000 U/min phantasierst, redest du über Turbomotoren. Das sind zwei Welten.
Du schmeißt hier Dinge und Argumente durcheinander, das ist die wahre Pracht.

Achtet doch mal darauf, wann diese Beitragsfolge gestartet wurde.
Das ganze wurde von einem Neuling wieder aufgekocht, der sich bisher nur ein einziges Mal hier zu Wort gemeldet hat, ohne Gruß und irgendwas.

MfG
Fabian
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Re: Leistungssteigerung beim OM 636

Beitragvon Helmut-Schmitz » 27.02.2019, 17:55

Hallo
wie lautet das Thema doch Leistungssteigerung beim OM 636, da sind die göttlichen Ratschläge zu anderen Motoren ein wenig falsch plaziert, auch wenn manche ihre Überzeugung jedem kundtun möchten.
Für andere Motoren im 411 gibt es ein eigenes Thema, da kann sich jeder austoben wie er möchte. Das Thema hier läuft vollkommen aus dem Ruder.
Wenn jamand die Leistung von 25 aauf 34 PS oder mehr anheben möchte, hhelfen die Ratschläge zu modernen Dieselmotoren keine Umdrehung weiter.
Sofern jemand zm OM636 mit Fakten oder trechnische Hilfe zum Thema beitragen kann oder möchte, gerne.
H (Mod)
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Helmut

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Re: Leistungssteigerung beim OM 636

Beitragvon Alteisen » 28.02.2019, 00:05

Ein Hallo an alle die 7000 bis jetzt mit-lesenden,
und besonders an Helmut!

Ein Danke für deine Wortmeldung.
Weil es ja um Verbesserungen beim zum 411 PASSENDEN Motor, den OM 636 gehen sollte!
(Um diesen Grundgedanken habe ich mich -wie nicht verborgen geblieben ist- bemüht).

Sollte wirklich ein "Neuling" etwas über das Ziel hinausschießen, mag ihm das verziehen werden.

Lieber Helmut, du hast vor Jahren hier richtigerweise folgendes geschrieben:
"Anderseits sind auch manche Themen trotzt immer wiederkehrender Fragen berechtigt,
neu gestellt zu werden, ..."


Üblicherweise haben alle Serienprodukte eine gewisse Bandbreite im Herstellungsablauf und in Folge bei Bearbeitungstoleranzen.
Bei Verbrennungsmotoren kann das mitunter mehr als 10% Unterschiede im Wirkungsgrad bewirken.
Zusätzlich werden, wie wir ja wissen, vom Hersteller über einen längeren Zeitraum Optimierungen eingebaut.
Überdies gibt es bekannterweise beim 636 recht unterschiedliche Einsatzgebiete und daher Ausstattungsunterschiede.

Da suchen, nachlesen, gute Kombinationen finden, in die Jahre gekommene Technik optimal zu justieren ist für viele von uns eine befriedigende Aufgabe.
Und so gestehe ich, auch einige technische Abweichungen umgesetzt zu haben.
Vor allem, wenn sich diese leicht rückgängig machen lassen.

Der Luftfilter ist seit einiger Zeit auf Papiereinsatz umgestellt.
Praktische Ergebnisse: nicht wirklich, außer dem geringeren Service-Aufwand.
Ich habe keinen Einspritzzeitpunkt-Versteller, aber Düsen, die vom Fachbetrieb auf 140bar reguliert sind.
Ergebnis: leichte Leistungssteigerung im Vergleich zu 115bar und WESENTLICH reduzierter Abgasrauch!
Ja, und seit kurzem probiere ich ein besonderes Getriebeöl 70W-75 aus.
Sollte sich dabei nennenswertes bemerken lassen, teile ich es wenn gewünscht, mit.

Gerne würde ich von den reinen Ackerstollen-Reifen wegkommen,
kennt jemand Reifen der originalen Dimension 10,5-18 mit etwas geschlossenerem Profil
(wie etwa die alten Conti SR1) ??

Dank im Voraus
Norbert
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Re: Leistungssteigerung beim OM 636

Beitragvon UFH » 28.02.2019, 01:37

Hallo Norbert,
sind denn die Düsen vorher intakt gewesen und einfach nur eingestellt worden? Sonst hast du ja einen relativ schlechten Vergleich, verschlissene Düseneinsätze vernebeln nicht so schön vielleicht noch undicht und tropfen, da ist es klar das nicht volle Leistung und klare Luft rauskommen. Würde mich sehr interessieren.
Viele liebe Grüße Hannes
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Re: Leistungssteigerung beim OM 636

Beitragvon Alteisen » 28.02.2019, 12:54

Servus Hannes!

Deine Frage kann ich gerne und klar beantworten.

Bei der Instandsetzung vor mehreren Jahren hab ich vieles -so auch die Düsen- aus Vorsicht ersetzt.
Die Düseneinsätze wurden von einem namhaften deutschen Teilelieferanten erneuert.
(Neue hab ich jedenfalls bezahlt).
Bei meiner Frage, ob nicht die ebenfalls angebotenen 135bar vorteilhaft sein könnte,
wurde geantwortet: wenig Leistungszuwachs aber lauteres Dieselnageln.
Daher blieben wir bei 115bar.
Allerdings war das Abgasverhalten von Beginn an nicht zufriedenstellend, was differenzierte Ursachen haben kann.
Dazu hab ich verschiedenes nachgelesen und ausprobiert.
Ohne Vollständigkeit: Speziellen Treibstoff, anderes Motoröl, Spritzzeitpunkt justiert, Feder in der Membrankammer weicher gewählt (=magerere Eistellung im gesamten Drehzahlbereich); usw.
Was kaum Verbesserung bewirkte.
In einer Info stand, dass man in Stationär-Motoren 636, Einspritzdüsen bis zu 150bar verwendete,
um Abgase günstig zu beeinflussen!
Nun, das hab ich gemacht.
Meine alten Düsen wurden von einem in Wien ansässigen Boschdienst auf 140bar gestellt. (Auch neue Einsätze).
Das positive Ergebnis hat mich überrascht und gefreut.
(Zwar muss ich der Vollständigkeit halber anfügen:
beim Düsentausch baut ich zeitgleich meine Ersatz E-Pumpe ein, um diese auch mal zu testen.
Eher sicher scheint, dass die exakt baugleiche E-Pumpe hier kaum Einfluss hatte.)

Das allgemeine Ansprechverhalten hat sich insgesamt auch um Nuancen angehoben.

Nebenbei, es ist mir auch gelungen den Kühlkreislauf ohne großen Aufwand zu optimieren.
So bleibt noch einiges zu regeln bis ein zufriedenstellendes Niveau erreicht sein wird.

freundlichst
Norbert
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Re: Leistungssteigerung beim OM 636

Beitragvon UFH » 28.02.2019, 15:20

Hallo Norbert,
schön das du dem so umfangreich geantwortet hast! Warum hast du nicht erstmal die Volllastmenge (die regelt die Dieselmenge solange bis abgeregelt wird)verändert? Mit weicherer Feder regelt der Motor früher ab(mehr quälen durch weniger Drehzahl ist die Folge(minimal auch weniger Diesel Einspritzung vorm Abregeln)
Was ich nicht ganz verstanden habe sind nachweislich neue Einsätze bei den 115 Bar eingebaut worden oder bist du dir nicht sicher hast aber dafür bezahlt? Hast du bei den 140 bar Einstellung dieselben Düsen verwendet die auch vorher schon die 115 Bar Einstellung hatten oder nochmal andere, das kommt mir nämlich sehr komisch vor, das der Mog bei 115 Bar merklich mehr russen soll als mit 140 Bar. Wäre interessant zu wissen, wenn nicht ist auch egal.
Zum Kühlsystem, was hast du da gemacht? 3 Wege Thermostat wäre schonmal der Anfang in eine konstantere Kühlwasser Temperatur.
Viele liebe Grüße Hannes
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