Mogs zuverlässig?

Hier geht es um Umbauten & Reisen mit dem Unimog.

Moderator: -Martin.Glaeser-

Mogs zuverlässig?

Beitragvon Reykjavik » 18.02.2009, 23:46

Hallo zusammen!!
Ein erfahrener UmdieweltLKWler sagte mir heute: "Lass das mit dem Unimog, der macht Probleme. Da brauchste Ersatzteile mehr als du tragen kannst. Nimm nen MAN 8.136" Irgendwas von den Achsen hat er erzählt. Die gehen oft hops und wenn man dann irgendwo in unentwickelten Ländern ist, bekommt das Teil da keiner montiert. Natürlich darf man nicht alles glauben, was.... Aber der Kerl war echt schon sehr viel unterwegs.

Und ich hab mich da in einen feuerroten 1300 Mog verliebt, der wie eine 1 gepflegt da steht, keinen Rost hat und nette 10.000 Km auf dem Tacho hat. Bj 1988, Heckseillwinde, 136PS Turbo, schnelle Achsen, neue Reifen, alles wie geschleckt, nicht drüberlackierrt... 28000 soll er kosten.
Über den fünften Gang bei Mogs hab ich mich schon aufklären lassen. Der ging erst rein, als er ca. 2Km-warm war, aber dann noch recht hakelig. Wir sind ca. 3 Km gefahren.

Ein anderer, der auch seine Mogs verkaufen will hat mir dann erzählt: "Ah, von der Feuerwehr! Der ist seit 20 Jahren kalt aus der Garage getreten worden. 5ter Gang! Getriebe im Arsch! Herzsück, teuer."

Irgendwie bin ich jetzt durch den Wind. Bisher fahr ich einen 110er Defender, der uns zu klein wird. Jetzt wollen wir uns eine Whnkabine selbst bauen und auf einen LKW setzen, der noch geländegängiger ist als unser Defender und damit erstmal nach Grönland fahren. Dann...?

Was sagt Ihr zu den zwei Herren? Haben die Recht?

Dominik
Reykjavik
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Beitragvon Ole424 » 19.02.2009, 00:31

Hallo Dominik,
Wenn du mal überlegst bei wieviel Rallye`s und bei wieviel Expetitionen die guten Stücke aus Gaggenau :lol: eingesetzt werden und warum wohl :?:
Na weil sie robust sind,und relativ einfach Instantgesetzt werden können, nicht viel High-Tec, sondern gut ausgereifte Mechaniki st dort verbaut.
Prozentual gesehen laufen wohl auf unserer Erde mehr Mogs wie MAN 8.136 und daraus resultierend gibt es wohl auch mehr Ersatzteile fürn Mog.
Was das Getriebe und den 5ten Gang angehen, das ist nicht so dramatisch wenn man langsam Schaltet, solange der Gang nicht immer raus springt würde ich mir diesbezüglich keine Gedanken machen.
Bei einem Feuerwehrauto kannst du davon ausgehen,dass alle Wartungsarbeiten gemacht worden sind, und das so ein Fahrzeug NIEMALS an seine Leistungsgrenze gebracht wurde.

Gruß Olli
Ole424
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Beitragvon rm411 » 19.02.2009, 08:02

Hallo Dominik,

die Aussagen der angeblichen Spezialisten hören sich eigentlich nur nach einem an und zwar nach keiner Ahnung. Wenn einer behauptet der Mog sei generell schlecht ist das einfach dummes Geschwätz. Natürlich haben die einzelnen Baureihen auch ihre Schwachstellen wie übrigens der MAN auch. Aber ein Feuerwehrfahrzeug wird doch eher totgepflegt als totgetreten.
Hör nicht auf diese "Spezialisten ,nimm am besten einen Kollegen hier aus dem Forum oder vom Unimog Club mit zur Besichtigung und Probefahrt deines Traummogs und dann kaufen.
Es können immer irgendwo Teile angegriffen sein, die man auf den ersten Blick nicht sieht, aber das kann bei jedem Fahrzeug passieren. Und wenn du einen Mog probefährst ist es wichtig länger zu fahren, das ganze Öl im Getriebe, in den Achsen und Radvorgelegen muss doch erst Betriebstemperatur haben um über das Fahr- oder Schaltverhalten etwas sagen zu können. Da würde mich auch ein etwas hakeliger Gang noch nicht stören. Dafür bist du zu kurz gefahren.
Ohne dein Traumfahrzeug genau zu kennen, würde ich trotzdem an Hand der wenigen Rahmendaten sagen, das es auf jeden Fall interessant sein könnte. Dazu kommt, das Mercedes für seine Fahrzeuge eine top Ersatzteilversorgung bereit hält, da bekommst du auch im hinterletzten Busch Hilfe.

Grüße

Ralf
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Beitragvon -Martin.Glaeser- » 19.02.2009, 09:27

Hallo Dominick,
est mal herzlich willkommen hier - bist ja erst seit gestern angemeldet.

Wie ich deinen Beitrag gelesen habe

U1300 Mog
kein Rost
10.000 Km
Bj 1988
Heckseilwinde
136PS Turbo
schnelle Achsen
neue Reifen
28,000 Euro VB

habe ich nur gedacht, DA KANN MAN NIX FALSCH MACHEN.

Schlag zu!

Mit Standschaeden ist hier eigentlich nicht zu rechnen,
und auch nicht mit Betriebsschaeden.

Normale Wartung:
Also alle Betriebs-Fluessigkeiten (und das sind beim Unimog tatsaechlich ein paar mehr, wegen der Getriebe in den Achsen)
Regelmaessig, nach km-Stand.
Das ist's!

Also,
Mach mal!
Das sind gut angelegte 28 k-Euro....

-M-
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Beitragvon HorstPritz » 19.02.2009, 10:50

Hallo Dominik,
ich fahre jetzt seit 30 Jahren Unimog als Fernreisefahrzeuge. Der erste war eine 404er mit 5 Zyl.Diesel und seit 93 fahre ich jetzt einen 416er. Zusammen sind es rund 260.000 Reisekilometer. Keiner der beiden hat mich je in Stich gelassen. Der 416 wurde von mir nach der Anschaffung überholt, AT-Motor und Getriebe und läuft seitdem 150.000 km rund um den Globus ohne Probleme. Lediglich ein Radvorgelege mußte erneuert werden. Jedes Fahrzeug kann natürlich Probleme machen, oft liegt es aber auch an den Nutzern. Allerdings sollte man sich vor der Anschaffung schon Gedanken machen, ob ein Unimog das richtige Fahrzeug für einen ist, relativ langsam - meiner läuft mit schneller Achse max 100 kmh -, kräftiger Spritverbrauch und eingeschränkter komfort. Von Umweltzonen nicht zu reden. Wenn man einen hat, hat man aber ein stabiles, betriebssicheres und vor allem extrem Geländegängiges Fahrzeug. Übrigens hat ein Bekannter von mir einen MAN der zu Beginn seiner Weltreise neu war, wenn ich an seine technischen Probleme denke, graut mir davor.
Viele Grüße,
Horst
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Beitragvon holgi63 » 19.02.2009, 13:50

Hallo Dominik,

mein 406 muss zwar keine Weltreisen bewältigen, aber zusammen mit zwei MBtrac 440, die ja bekanntlich in den "Herzstücken" identisch sind mit 403/406 betreibe ich einen landwirtschaftlichen Betrieb, in welchem die Fahrzeuge durchaus an der Leistungsgrenze betrieben werden.
Dreischarpflug, Kreiselegge-Packerwalze-Drillmaschinenkombination und das in z.T. extremen Hanglagen, wo in Schichtfahrt manchmal 1 Rad fast 90% des Gesamtgewichtes tragen muss...

Die Gesamtsumme aller Schäden, die durch Gebrauch verursacht wurden, beträgt seit 1983 0,- EUR.
Die Summe an Defekten durch Alterung, wie versprödende Dichtungen etc. liegen im Marginalbereich. Hier mal ein Simmerring, dort mal ne Dichtmanschette...

http://www.unimog-community.de/modules/ ... l_gen2.jpg
http://www.graulich-online.de/mb-trac/DSCI0005.JPG
http://www.graulich-online.de/6570/65707.jpg
http://www.graulich-online.de/406/406p1.JPG

Unter dem gelbgrünen und dem grauroten Kleid verbirgt sich ein 403 auf eigenem Rahmen. Motor, Getriebe und Achsen sind identisch.

Wie gesagt, das ist kein Globetrottereinsatz, aber es zeigt trotzdem, dass diese Technik sooooo schlecht nicht sein kann...
Wenn man bedenkt, dass im Agrareinsatz über viele Stunden hohe Drehmomente über die Antriebe laufen müssen, ist das schon härter, als auf der Straße mal über den nächsten Berg, hinter dem es dann ja auch wieder mal bergab geht.
...der graurote ist Baujahr 1975 und seitdem permanent im Einsatz.

Grüße

Holger
Zuletzt geändert von holgi63 am 19.02.2009, 22:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Reykjavik » 19.02.2009, 21:05

1000 Dank Jungs, Ihr seit super!

Ja, ich bin auch Eurer Meinung! Es ist ein Mercedes!
Ich war mal in Guatemala Stadt in der Vertragswerkstatt von Mercedes Benz. Ein Palast! ...und wenn ein Kind einen LKW zeichnet, wie schaut der aus? Wie ein Unimog!!

Am Samstag bin ich in Falkenberg beim AIGNER und fahr auf dem Testglände ein paar verschiede Mogs von der Bundeswehr. Im schnitt kosten die 20.000 Euro und haben 30 - 50 K auf der Uhr. Die Firma Hellgeth in Wurzbach-Rodacherbrunn macht mir auch einen sehr guten Eindruck.

Dominik
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Beitragvon holgi63 » 20.02.2009, 10:14

Hallo Dominik,

wenn Du allerdings mit dem Moggele dorthin möchtest, wo Dein nickname hindeutet, solltest Du eventuell für den Seeweg doch lieber eine Fähre nutzen! Ds Moggele kann schon sehr viel, aber das hier:

http://www.youtube.com/watch?v=AdVQILn4rcw

...kann er dann doch nicht...

Grüße

Holger

PS: Bilder, wenn er auf dem Hof steht!
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Beitragvon Reykjavik » 21.02.2009, 02:21

Hi Holger,
na das is doch mit ein bissl schrauben beim Moggele auch drin!! :D

...und Bilder vom Moggele gibts auch bald. Bundeswehr 1300L 8000 Km 20000 Euro? Boooh aber den U4000 hab ich heute bei Merzedes Henne auch gesehen! AAAAH! Hammer Ding!! Aber a bissele teuer des Moggele... und auserdem gefällt mir der Purismus aus den 80er Jahren besser. Ein Super Ding, aber so viel blinki blinki und Digital-ich-sag-dir-was-du-machen-musst. :shock:

Gruß
Dominik
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Beitragvon Lassie » 04.03.2009, 06:55

Hi Dominik,

so wie es ausschaut, hab ich einen Bruder von deinem Mog: meiner war Bj 87, hat den neueren OM366A (orig 136 PS), war auch von der Feuerwehr, rostfrei und hat mich mit 14.511 km rund 26 t¤ gekostet. Mittlerweile hab ich EINIGES daran gemacht: Splitgetriebe, Viskolüfter, Vorgelege-Entlüftungen, grosse Tanks, neuer Auspuff, grosse Reifen, 2. Lima, Leistungssteigerung, bessere Stossdämpfer, etc etc etc

Bei unserer letzten Reise ans Nordkapp waren wir rund 9.700 km unterwegs und ich hab nur ein wenig Öl nachgefüllt. Defekte gab es wie, wie zu erwarten war - keine.
Der richtig harte und lange Einsatz wird noch kommen, aber ich denke, dass ein durchrepariertes Fzg (vor allem die alten Dichtungen wollen erneuert werden), welches nicht überladen ist (mein Mog wiegt 'nur' 6,2 to), ordentlich gewartet und anständig gefahren wird (keine Vollgas-Orgien) verdammt lange hält und auch viel Fahrspass vermitteln kann.

Man muss allerdings zugeben, dass der U1300L als 20 Jahre altes Fzg nicht den Komfort eines modernen LKW's mitbringt. Das Getriebe UG3/40 ist leider keiner 'Sternstunde' der Stuttgarter Ingeneure entsprungen und lässt sich kalt immer schwer schalten. Ist der Wagen etwas warm gefahren, geht es aber.

Nach meinen Erfahrungen (jetzt 4 Jahre und 20 tkm) auf unserem Mog, würde ich wieder zu einem FW-Mog greifen. Allerdings sollte man sich auch im Klaren sein, dass moderne Euro4 und Euro5-Transporter der 3,5 to Klasse fast genauso weit fahren können, wie unser Gaggenauer Edelmetall - nur halt weniger verbrauchen, in Feinstaub- und gewichtsbeschränkte Zonen dürfen und ähnlich viel Wohnraum bieten.

Die Faszination Unimog ist nicht unbedingt billig - ich hab unter dem Strich deutlich mehr Geld als geplant ausgegeben, hab aber dafür auch meist ein breites Grinsen während dem Fahren :)

Auf unserer website findest du einige Bilder und Beschreibungen: unser Moggel

Viele Grüsse und happy Mogging,

Jürgen
... was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest ?!
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