Motoröl OM 636

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

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Motoröl OM 636

Beitragvon RolfU401 » 08.08.2018, 16:37

Hallo Zusammen,

kann ich auf meinem OM 636 im U 401 mit dem normalen, alten Siebfilter bedenkenlos 15W40 Motoröl fahren?
Was ist in der originalen Betriebsanleitung für ein Öl angegeben?
Hab gerade einen Bericht über alte Motoren und den nötigen Schmierstoffen gelesen und bin jetzt ein wenig unberuhigt, das ich da was kaputt mache.

Gruß Rolf
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Re: Motoröl OM 636

Beitragvon Jochen.Schäfer » 08.08.2018, 17:22

Hallo Rolf,
In der Bedienungsanleitung stehen noch Einbereichsöle, für Sommer und Winterbetrieb verschieden.
Du kannst problemlos Mehrbereichsmotoröl 15W40 nehmen.
Ich würde dir aber eher Motoröl 20W50 empfehlen. Das passt besser zu den Toleranzen im Motor.

Bei den neuen Ölen empfiehlt sich ein regelmäßiger Wechsel da die Schmutzstoffe in der Schwebe gehalten werden und durch den Drahtfilter nicht gut abgeschieden werden.


Gruß
Jochen
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Re: Motoröl OM 636

Beitragvon mhame » 08.08.2018, 17:35

Hallo,

meine Empfehlung Mannol Safari Diesel SAE20W50.

Gruß
Markus
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Re: Motoröl OM 636

Beitragvon F.Rapp » 08.08.2018, 20:47

Hallo Rolf,
Der Herr der meinen Motor überholt hat, hat mir bei der Ölfrage für den frisch überholten OM 636 auch
SAE 20w50 empfohlen.
Ich habe mich dann auch für Mannol entscheiden.

Gruß Florian
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Re: Motoröl OM 636

Beitragvon rifelito » 08.08.2018, 21:17

Es gibt für das Öl eine tolle Ölfibel von Oldtimer Markt.
Also ich verwende ein Einbereichsöl mit altem Filter. Ein Mehrbereichsöl würde ich nur mit Papierfilter verwenden.
Ich hab da in meinem Blog auch was drüber geschrieben da ist auch der Link zu dem Ölberater den ich freundlicherweise verlinken durfte.


Mit freundlichen Grüßen
Thomas
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Re: Motoröl OM 636

Beitragvon schnullercruser » 09.08.2018, 08:35

Ich nutze auch "Mannol SAE 20W50 Oldtimer". Damit hat mein Motor auch nach einigen Stunden Laufzeit im Standgas noch ca. 1,5 bar Öldruck. Nur im Winter bei unter -10°C tut sich der Anlasser bei kaltem Motor und dem dicken Öl sehr schwer. Da werde ich wohl beim nächsten mal vorher doch auf 15W40 wechseln.
Viele Grüße aus Nordhessen,
Jörg
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Re: Motoröl OM 636

Beitragvon RolfU401 » 10.08.2018, 13:08

Hallo Zusammen,

das heißt also als Konsens, Mehrbereichsöl ist grundsätzlich nicht falsch oder schlecht und es geht auch nicht's kaputt.
Danke Euch!

Gruß Rolf
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Re: Motoröl OM 636

Beitragvon rifelito » 10.08.2018, 13:57

Guten Rolf,

also das wird dir keine Unterschreiben denk ich. Es ist eben so, dass in dem Mehrbereichsöl Stoffe sind, die Schlacke und Ablagerungen lösen sollen. Diese werden dann im Papierfilter gehalten und aus dem Kreislauf entnommen. Eben das ist die Problematik wenn du alte Filter verwendest da hier die Stoffe teilweise nicht aufgehalten werden. Das soll dann nach meiner Recherche auf lange Sicht zu erhöhtem Verschleiß führen. Was der 636 allerdings dazu sagt und wann sich das bemerkbar macht ist allerdings wieder eine andere Frage. Bei dem alten SAE Öl wird im allgemein empfohlen immer woeeer mal die Ölwanne abzubauen und dort die Ablagerungen zu entfernen. Wie du siehst gibt es viel Theorie und 100 Beispiele die gut mit dem Gegenteil leben.
Andere Frage was spricht gegen den Umbau auf Papierfilter / die Verwendung eines Einbereichsöls? Beides würde die Frage erübrigen.

Thomas
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Re: Motoröl OM 636

Beitragvon M.Beele » 10.08.2018, 15:24

Hallo zusammen,

ich habe mich auch für ein modernes Mehrbeichsöl, Mannol Safari Diesel SAE20W50, in meinem OM636 entschieden.
Um den beschriebenen Nachteile dieser Mehrbeichsöle zu entgehen, habe ich auf eine Papierfilterpatrone mit einem entsprechenden Ölfilteradapter gewechselt.


Gruss Micha
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Re: Motoröl OM 636

Beitragvon Helmut-Schmitz » 10.08.2018, 23:18

Hallo
Andere Frage was spricht gegen den Umbau auf Papierfilter / die Verwendung eines Einbereichsöls?
auch die Einbereichsöle haben Aditiver zum Schmutzhaltevermögen, nur unlegierte Öle setzen den Abrieb in der Ölwanne ab.
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Re: Motoröl OM 636

Beitragvon mhame » 11.08.2018, 11:12

Hallo,

das Schlimmste für eine hydrodynamische Gleitlagerung ist keine Flüssigkeitsfilm. Also besser "unsauberes" ÖL als kein Öl. Wenn das Öl aufgrung großer Spaltmaße und geringer Viskosität zu schnell fließt und die Pumpe nicht nachkommt, ist es besser eine etwas höhere Viskosität zu wählen. Das geht natürlich auch nur begrenzt.

Die Filtration des Öles ist eine weiterer Aspekt. Hier kommt es darauf an, wie das Öl sich gegenüber Verunreinigungen verhält. Bei Ölen mit Additiv ist sicher eine moderne Filterpatrone passend. Diese Umbausätze sind sind in den letzten (10) Jahren beliebt geworden. Was war vorher? Da gab es auch schon diese modernen Öle.

Auch die Ölwechselintervalle sind ein nicht zu verachtender Parameter. Aber hier hat jeder so seine eigene Philosophie.

Mit den vorgeschlagenen Viskositäten werden zum mindest einige Motoren mit guten Erfahrungen betrieben. Leider veröffentlichen hier nur wenige ihre Erfahrung. Je mehr Erfahrungen, je klarer das Bild.

Gruß
Markus
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Re: Motoröl OM 636

Beitragvon Helmut-Schmitz » 11.08.2018, 13:25

Hallo
Diese Umbausätze sind sind in den letzten (10) Jahren beliebt geworden. Was war vorher? Da gab es auch schon diese modernen Öle.
vorher gab es die Originalos die behaupten, ein OM636 verschleißt nicht. :wink: Diese Auguren gibt es auch noch heute, trotzdem verschleißen die Motore ganz einfach, das wurde früher als gegeben hingenommen.
Von der Überholung hat ein ganzer Industriezweig gelebt. Für die Truckerfahrer gabs bei 500tsd Km eine Uhr vom Werk, warum wohl?
Anderes Beispiel, die Flugmotoren von Continental und sind ebenfalls nur mit einem Siebfilter versehen. Deshalb müssen die Motore nach 2000h zerlegt und neu gelagert werden, Kosten ab 20.000€, ist halt normal, die Motoren sind immer noch aktuell.
Beim OM352 gab es den Filterumbausatz ab Werk, kam für meinen aber definiv zu spät, die Lager waren nach 6000Std durch bis auf den Buntmetalkörper.
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Re: Motoröl OM 636

Beitragvon krabbler » 12.08.2018, 20:03

Helmut-Schmitz hat geschrieben:Hallo
Andere Frage was spricht gegen den Umbau auf Papierfilter / die Verwendung eines Einbereichsöls?
auch die Einbereichsöle haben Aditiver zum Schmutzhaltevermögen, nur unlegierte Öle setzen den Abrieb in der Ölwanne ab.


Ganz genau, HD-Öle mit schmutzlösenden Eigenschaften wurden in der ersten Hälfte der 1950er Jahre eingeführt und sind seither absoluter Standard. Selbst Lanz hat in den Zweitaktern ab 1952 HD-Öle empfohlen, Deutz und all die anderen Traktoren- und Motorenhersteller ebenso. Die Motoren sind also schon ihr Leben lang damit gelaufen.

Ob es sich dabei um ein Ein- oder Mehrbereichsöl handelt, ist völlig irrelevant. Die Zusätze vor denen alle Angst haben verstecken sich hinter der HD-Kennzeichnung.

mfG
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Re: Motoröl OM 636

Beitragvon OPTI-MOG » 12.08.2018, 20:39

Hallo Fabian,

zum "Nudelsieb" passen unlegierte Öle (SAE30 o. ä., Rasenmäheröl, Oldtimeröl), weil sich dann die Partikel in der Ölwanne absetzen können (Sedimentation).

Werden moderne legierte Öle mit Detergentien verwendet, bleiben die Partikel in der Schwebe und müssen mit einem Feinfilter herausgefiltert werden.

Das hat Helmut mit anderen Worten schon zu erklären versucht.

Mit dem Umölen von unlegierten auf legierte Öle sind Risiken (Mangelschmierung) verbunden. Da aber die meisten von uns schon längst auf z. B. SAE 15W-40 umgestellt haben ohne auch auf den Feinfilter umgerüstet zu haben, ist das wohl oft geglückt ohne zu wissen, ob das zur Verkürzung der Lebensdauer geführt hat oder führen wird. Die Filterumrüstung sollte deshalb schnellstens gemacht werden.
Liebe Grüße

Christoph

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