Hallo, Torben,
Motor:
15W40 ist das letzte in Westeuropa noch überall erhältliche Motorenöl auf vollmineralischer Basis und als einziges Mehrbereichsöl geeignet, in sehr alten Motoren eingesetzt zu werden.
Es gibt sicher auch noch Einbereichsöle (SAE 10 bis SAE 30) über spezielle Beschaffungswege in der Oldtimerszene, aber das muss nicht sein und ist - zumindest für unsere Zielgruppe - viel zu teuer.
Die teil- und vollsynthetischen Öle bergen aufgrund des erheblich höheren Schmutzlöse- und -tragevermögens ein gewisses Risiko, alten Motoren zu schaden, obwohl die Meinungen hierzu auch in der Fachwelt auseinandergehen. Ältere Dichtungen können im Einzelfall von synthetischem Öl angegriffen werden.
Mit 15W40, das zudem das preisgünstigste Öl am Markt ist, dürftest Du nichts falsch machen.
Getriebe:
Als geeignetes Getriebeöl kann und sollte GL4 eingesetzt werden, das es als Ein- und Mehrbereichsöl zu kaufen gibt. Geeignete Viskositäten für Deinen Fahr liegen bei 80 bis 90, im Fall von Mehrbereichsölen auch bis runter auf 75 (75W80 oder 75W90).
Hypoid-Getriebeöl (GL5) sollte nur dort zum Einsatz kommen, wo es vorgeschrieben ist, da die Legierungen dieser Öle Dichtungen und Werkstoffe angreifen und zerstören können.
Dein alter Fahr dürfte kein Hypoid-Getriebe haben.
(Als Hypoid-Getriebe bezeichnet man ein Winkelgetriebe, bei dem die Achsen von Kegelrad und Tellerrad nicht in einer Flucht liegen.
Siehe auch:
http://www.fzg.mw.tum.de/pictures/fzg_zahnraeder_8.gif
Damit dieser Achsversatz möglich ist, haben Teller- und Kegelrad eine spezielle, eben die hypoide Verzahnung. Da sich diese Verzahnung komplex abwälzt, benötigt es die höher legierten Öle...)
Grüße
Holger