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Oelfilter am OM352 Motor / U406
Verfasst: 03.06.2009, 00:20
von onkelharms1
Moin,
Ich habe ein Problem, was den Oelfilter meines U 406 betrifft. Ich habe mir im Netz einen Filter, wie ich dachte auch den passenden, bestellt. Dieser ist aus Papier. Nun die Ueberraschung beim Oelwechsel! Ich fand zwei Metallfilter vor. Einen zum Reinigen, einen zum Tausch. Der neue Filter wuerde passen. Nun meine Frage: Kann ich den Papierfilter nehmen, oder brauche ich den passenden Einsatz aus Metall?
Ich bin dankbar für jeden Rat!
Gruß aus Ostfriesland,
Menno
Verfasst: 03.06.2009, 10:50
von Tobs406
Hi Menno,
Es gibt für den OM352 im U 406 verschiedene Filter.
Bei deinem ist die alte Version mit Hauptstrom- (Siebmantelfilter) und Nebenstromölfilter (Wechselkartusche) verbaut.
Aus deinem Text geht jetzt nicht hervor welchen Papierfilter du besorgt hast. Eine pauschale Antwort kann dir daher niemand geben.
Es gibt auch Papierfilter die in dein Gehäuse passen wenn du auf reine Hauptstromfiltrierung umbaust. Dieter (flugzeugschlepper) hat das Prinzip und den Umbau auf seiner Hompage ganz anschaulich dargestellt:
http://www.flugzeugschlepper.de/technik ... ilter.html
Du kannst aber auch einfach nur die Wechselkartusche ersetzen. z. B. durch ein Mann PF 1155 oder anderem Hersteller. Vgl:
http://www.mann-hummel.com/mf_prodkata_ ... 3.2.0.21.2
Grüße
Tobias
Verfasst: 03.06.2009, 22:51
von onkelharms1
Danke für Deine Antwort! Damit ist mir geholfen!
Grüße aus Ostfriesland,
Menno
Homepage
Verfasst: 15.11.2009, 14:57
von Namara2
Tobs406 hat geschrieben:Hi Menno,
Es gibt auch Papierfilter die in dein Gehäuse passen wenn du auf reine Hauptstromfiltrierung umbaust. Dieter (flugzeugschlepper) hat das Prinzip und den Umbau auf seiner Hompage ganz anschaulich dargestellt: http://www.flugzeugschlepper.de/technik ... ilter.html
Grüße
Tobias
Hallo Tobias,
das gleiche Problem habe ich nun auch. Leider kann ich die o.a. Homepage nicht erreichen ??
Michael
Verfasst: 15.11.2009, 17:50
von Tobs406
Hi Michael,
ja stimmt. Dieters (flugzeugschlepper bzw. DiDoRo) schöne HP ist abgeschaltet. Auch die Bilder im Forum gibts nicht mehr zu sehen. Schade
Aber wenn du folgenden Link benutzt
http://www.unimog-community.de/index.ph ... ile=search dann kommen so einige Beiträge zu dem Thema. U. A. die beiden:
http://www.unimog-community.de/index.ph ... %F6lfilter
http://www.unimog-community.de/index.ph ... %F6lfilter
Evtl. findet sich auch in der Unimog-Bildergalerie noch was zu dem Thema.
Das Prinzip des Umbaus ist einfach. Alte Nebenstomkartusche rausschmeißen, Hauptstrom-"Sieb" rauswerfen und die kleine Bohrung in der langen Halteschraube des Ölfiltergehäuses verschließen. Dann neuen Hauptstromölfiltereinsatz (mit oder ohne zusätzlichen Ring) einbauen.
Grüße
Tobias
PS: frag halt mal bei Dieter (flugzeugschlepper) an (PN!) ob er dir die Bilder mailen kann.
Oelfilter
Verfasst: 25.10.2011, 16:45
von remawa
Hallo zusammen
Ich wollte mich mal in das Thema Oelfilter Wechsel bzw. Umbau einklinken.
Hab heut meinen Oelfilter am OM 352 ebenfalls umgebaut.
War aber beim wechseln doch sehr erstaunt. Ich muss sagen, dass es der erste Ölwechsel an diesem Fahrzeug war.
Die angehängten Bilder sind hoffentlich ausagekräftig. An der tiefsten stelle der Olfiltergocke war ne ganze Menge Ölschlamm. Ist das normal und worauf lässt dies schliesen.
Außerdem waren auf dem "Nudelsieb", in einem Bereich ca. 6x 10 cm, lauter kleine kupferfarbenen Späne.
Woher könnten die wohl kommen????
Gruß der Rene
Verfasst: 25.10.2011, 18:24
von OPTI-MOG
Hallo Rene,
gesund sieht das nicht aus. Aber als Ursache kommen viele Dinge in Betracht.
Vielleicht hat man nur den Behälter nicht regelmäßig sauber gemacht.
Oder der letzte Ölwechsel liegt schon übermäßig lange zurück.
Bei Verwendung von Einbereichs-Motorölen kann/soll sich Schlamm bilden (bei höher legierten Mehrbereichsölen darf normalerweise keiner entstehen).
Wenn der Schlamm kein Schlamm, sondern eher Pudding ist, könnte es sein, dass mit Pflanzenöl gefahren wurde und die dann erforderlichen verkürzten Ölwechselintervalle nicht eingehalten wurden.
Verfasst: 25.10.2011, 21:25
von sl-fahrer
Hallo Rene,
den gezeigten Ölschlamm führe ich auf zu lange Ölwechselintervalle und- oder -minderwertiges Öl zurück.
Die Rückstände am Sieb lassen sich optisch, ohne `Fingerprobe`, nicht beurteilen. Das können auch Putzlappenreste sein.
Ich würde Dir empfehlen, den Ventildeckel abzunehmen, dann siehst Du, ob der Motor sauber oder verschlammt ist. Bei dieser Gelegenheit lässt sich dann auch gleich das Ventilspiel kontrollieren.
@ Christoph: Bei dem gezeigten Ölschlamm kann eine Polymerisation mit Pflanzenöl allein von der Konsistenz her ausgeschlossen werden.
Eie Anmerkung zum Filterumbau:
Diese Filter mit Sieb im Hauptstrom und Einsatz im Nebenstrom haben ihren Dienst, entsprechende Pflege vorausgesetzt, immer klaglos verrichtet und ein Element im Nebenstrom filtert nun einmal feiner als ein reiner Hauptstromeinsatz.
Gruß Franz
Verfasst: 26.10.2011, 22:43
von Helmut Schmitz
Hallo
Eie Anmerkung zum Filterumbau:
Diese Filter mit Sieb im Hauptstrom und Einsatz im Nebenstrom haben ihren Dienst, entsprechende Pflege vorausgesetzt, immer klaglos verrichtet und ein Element im Nebenstrom filtert nun einmal feiner als ein reiner Hauptstromeinsatz.
Dazu möchte ich folgendes anmerken
Die Filtertechnik stammt aus der "Gründerzeit" des OM352, also die späten 50er Jahre.
Sie ist abgestimmt auf die Schmieröl-Entwicklung sowie die zur Verfügung stehenden Filtermedien dieser Zeit.
Es wurde Einbereichsöl gefahren und im Sommer bzw Winter auf eine andere Viscosität gewechselt.
Die damaligen Schmieröle waren unlegiert oder sehr mild legiert. Der Abriebsetzte sich im Ölsumpf ab.
Es war eine Grundkenntnis beim Ölwechsel, den Motor bzw das Schmierölvolumen in der Ölwanne auf Betriebstemperatur zu bringen und anschließend möglichst heiß abgelassen zu werden. Dabei war die Ablasschraube so lange zu öffnen, bis kein Öl mehr nachtropfe. So wurde erreicht, das die Schmutzablagerungen im Ölsumpf möglichst vollständig ausgetragen wurden.
Heute sind fast sämtliche Öle derart legiert, dass sie die Schmutzpartikel in der Schwebe halten.
Das Ölvolumen war früher bedeutend größer, das "Totvolumen" unterhalb der Entnahmestelle der Ölpumpe diente als Absetzzone für die eingtragenen Schmutz- und Abriebspartikel.
Auf Motorschmierung bezogen bedeutet dies, dass früher ein relativ "sauberes Öl" im Umlauf war, die leichten Schmutzpartikel versuchte man mit dem Feinfilter im Nebenstrom abzufangen.
Fast sämtliche Öle, die heute im normalen Handel zur Verfügung stehen, sind derart legiert, dass sie die Schmutzpartikel in der Schwebe halten.. Sie werden dann im Hauptstromfilter abgeschieden.
Der Filtergrad eines heutigen Hauptstromfilters ist unbestritten um das 1o-fache feiners als der damalige Siebfilter, dementsprechend ist auch die Ölqualität der Umlauföls.
Diese Erkenntnis ist nun nicht neu, dem wurde bereits 1978

im Unimog Rechnung getragen, als ab der Motor-End-Nr 505229 derHauptstromfilter A3141801810 beim OM352 eingesetzt wurde.
Im übrigen ist dieses
Thema in der Wissensdatenbank ausführlich beschriben.
Verfasst: 26.10.2011, 22:52
von OPTI-MOG
Hallo UNIMOG-Freunde,
was Helmut da schreibt, ist uneingeschränkt richtig. Aber es hilft für die Praxis nicht wirklich weiter.
Wer den Filterumbau nicht machen möchte, der greift eben auf die "alten" Öle zurück. Es gibt sie nämlich noch, die "guten" Sachen!
Z. B. hier:
http://www.liqui-moly.de/liquimoly/prod ... nt&land=DE
Verfasst: 26.10.2011, 22:57
von lugge
Es ist aber auch zusätzlich interessant insofern, als dass der Ölstrom zu 100% an die Lager gelangt und ned teilweise ungenutzt zurück geht.
Warum also nicht einfach den Filter umbauen und moderne Arbeitsergebnisse nutzen? Immerhin ist der Mog kein uraltwertvollgefährt wo man tunlichst nichts umbauen sollte weil der Wert beeinträchtigt wird ... oder sowas in der Richtung halt.
Verfasst: 27.10.2011, 08:59
von 421michimog
Hallo Rene,
die kupferfarbenen Späne, wenn es denn Kupfer war, können nur aus den Lagerschalen stammen.
Ich empfehle, den Öldruck zu beobachten, heiss im Leerlauf nicht weniger als 0.3bar, und das Öl mindestens noch zweimal kurzfristig zu wechseln zusammen mit dem Filter.
Danach können wir ja nochmal kommunizieren.
Gruss aus dem Bergischen, michael
Verfasst: 09.11.2011, 09:10
von remawa
Hallo
Vielen Dank für eure hilfreichen Antworten.
Ich werde in nächster Zeit einen zusätzlichen Ölwechsel einplanen. Und den bisher recht guten Öldruck im Auge behalten.
Gruß der Rene
Verfasst: 25.05.2012, 22:38
von remawa
Ich melde mich nochmal zu Wort. Das Motorenöl habe ich nochmals gewechselt und habe dabei keinerlei Metallabrieb finden können. Die oben gezeigten Bilder spiegel wohl den schlechten Wartungszustand wieder.
Dies hat sich auch beim wechsel des Getriebeöles gezeigt, das Öl war tiefschwarz. Woher kommt das?
Kann dies ausschlaggebend dafür sein, dass sich der dritte Gang meines Fahrzeuges nur sehr schlecht einlegen lässt?
(im Stand und im Fahrbetrieb/ Sechsgang G- Getriebe/ 11600 Km)
Gruß der Rene
Verfasst: 26.05.2012, 07:26
von moggl48
Hallo zusammen,
ich habe mir vor einigen Wochen, in einer Unimogwerkstatt, einen neuen Ölfilter besorgt. Einen PF 1155 wieder.
Weil das Thema mit dem Ölfilter hier immer wieder auftaucht, habe ich den Meister gefragt, was er denn von einem Umbau des Filters halten würde.
Der hat das Gesicht verzogen, und abgewinkt: "Wenn das wesentlich besser wäre, hätten wir die alten Filter bei unseren Kunden längst umgebaut. Bau das Ding ein und gut."
Gruß Lothar