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OM636: Drehzahl, Förderbeginn, Spritzversteller ...
Verfasst: 07.04.2012, 20:45
von OPTI-MOG
... 411 WESTFALIA, langer Radstand, Spritzversteller, Unterdruckregelung, Einspritzpumpe PES 4A 50B 410 RS 144.
Motor vermutlich zusammen mit der Einspritzpumpe eingebaut.
Woher stammt der Motor? (Nummern des Motors bei Bedarf noch herauszufinden)
OM 636
Verfasst: 08.04.2012, 08:01
von stefanfuchs
So wie ich das erdenke ist das von einem OM 636, sowas war allerdings ohne Spritzversteller im Ersterwerbsmog eingebaut, weitere Motornummer hier 636.930, derartige Einspritzpumpen habe ich an Bootsmotoren, Automotoren und Aggregatsmotoren gesehen, die allgemeine Einbauvielfalt ist aber recht umfangreich.
Stefan Fuchs München
Verfasst: 08.04.2012, 09:38
von mhame
Hallo,
mein 411er aus Portugal, Bj. 1974 hat auc so einen Motor drin. Hat er auch die Aussparung am Spritzversteller für die Riemenscheibe?
Die habe ich bisher nur einmal gesehen.
Markus
Verfasst: 08.04.2012, 10:28
von OPTI-MOG
Hallo Markus, Stefan,
danke für Eure Antworten.
"Mein" Deckel ist ohne die Eindellung, sondern völlig rotationssymmetrisch, also normal.
Ich verstehe immer noch nicht genau, wie es zu den verschiedenen Einstellungen und Ausrüstungen beim OM636 kam. Könnte es so sein?:
..............Abregelbeginn....Einstellung.......Ausrüstung
Motoren bis 2900 min^-1 FB 26° KWvOT ohne Spritzversteller
Motoren bis 3200 min^-1 FB 32° KWvOT ohne Spritzversteller
Motoren bis 3500 min^-1 FB 26-38° KWvOT mit Spritzversteller
Ich kann im Moment nur die hohe Drehzahl als Argument für den Spritzversteller sehen.
Oder findet man den Spritzversteller aus anderen als Drehzahlgründen in besonderen Anwendungen?
Verfasst: 08.04.2012, 10:44
von ret
Moin Christoph,
der Grundgedanke ist, den höheren Zündverzug bei höheren Drehzahlen auszugleichen.
Dadurch erhält man einen günstigeren Verbrennungswirkungsgrad.
Wir hatten die Diskussion doch schon einmal
Ich hatte geäußert, dass der Motor mehr "Power" hat.
Vielleicht hätte ich schreiben müssen, dass er " bissiger" ist.
Noch besser gesagt, er reagiert agiler.
Verfasst: 08.04.2012, 10:53
von OPTI-MOG
Moin Reiner,
was Du sagst mag alles stimmen und klingt auch plausibel. Aber kann man das an irgendwelchen Zahlen oder Werksangaben fest machen?
Meine Tabelle
..............Abregelbeginn....Einstellung.......Ausrüstung
Motoren bis 2900 min^-1 FB 26° KWvOT ohne Spritzversteller
Motoren bis 3200 min^-1 FB 32° KWvOT ohne Spritzversteller
Motoren bis 3500 min^-1 FB 26-38° KWvOT mit Spritzversteller
passt ja auch nicht zu den UNIMOG-Motoren.
Mit ihren max. 2750 min^-1 sollen sie ja auch auf FB 32° KWvOT eingestellt werden.
Verfasst: 08.04.2012, 11:58
von Helmut Schmitz
Hallo
Reiner hat geschrieben:Wir hatten die Diskussion doch schon einmal
jo, ist aber schon über
ein Jahr her
Christoph hat geschrieben: Aber kann man das an irgendwelchen Zahlen oder Werksangaben fest machen?
...
Mit ihren max. 2750 min^-1 sollen sie ja auch auf FB 32° KWvOT eingestellt werden.
Der Zündverzug beträgt ca 1 Millisekunde. Bei festem Förderbeginn musste man halt eine Kompromiss suchen.
Es ergibt sich bei höheren Drehzahlen eine höhere Winkelgeschwindigkeit, die Einspritzdauer zieht sich aber über einen größeren KW hin. (habe zwar keine Werksangaben, ist aber 2. / 3. .Semester allg. Maschinenbau, Kolbenmaschinen
wie, wo war da was? Seiliger Gruß )
Bevor die Schlaumeier aufkreuzen und sagen ja, meiner läuft seit... ohne Sv.
Der
Spritzversteller wurde am Unimog schlichtweg gespart, weil man der Meinung war, dass 25 PS ausreichen, und die gingen auch ohne Sv.
Der
Spritzversteller als ein präzise arbeitendes Teil war damals teuer zu fertigen aber für Bauer Hiebl musste der Mog billig sein, also brauche me net, fott domet, die Schwaben sind halt sparsame Leut
Reiner hat geschrieben:Vielleicht hätte ich schreiben müssen, dass er " bissiger" ist.
Christoph beisst doch hoffentlich nicht
Noch besser gesagt, er reagiert agiler.
Wenn Christoph das auch noch optimiert, habe ich die schlimmste Befürchtung, dass es die Achsen beim Beschleunigen wegreisst.

Verfasst: 08.04.2012, 14:29
von d177s
Verfasst: 09.04.2012, 11:33
von OPTI-MOG
Liebe UNIMOG-Freunde,
die allgemeinen technischen Zusammenhänge sind mir ja bekannt. Trotzdem Helmut nochmal herzlichen Dank für seine Bemühungen.
Es scheint also tatsächlich keine klaren und einheitlichen Regeln gegeben zu haben, nach denen die Einstellwerte und Ausrüstung der Motoren erfolgten. Da waren wohl zu viele "faule Kompromisse" darunter.
In den Herstellerangaben (Betriebsanleitung) heißt es z. B., dass "Hubstaplermotoren auf FB 26° KWvOT" einzustellen sind. Das Thema hatten wir auch schon mal und scheint sich leider nicht aufklären zu lassen. Denn es wurden auch Motoren ohne
Spritzversteller für den Hubstaplerbetrieb deklariert, die einen Abregelbeginn bei 3000 min^-1 oder mehr hatten. Und da macht FB 26° keinen Sinn.

Verfasst: 09.04.2012, 12:35
von Helmut Schmitz
Hallo Christoph
Es scheint also tatsächlich keine klaren und einheitlichen Regeln gegeben zu haben, nach denen die Einstellwerte und Ausrüstung der Motoren erfolgten. Da waren wohl zu viele "faule Kompromisse" darunter.
das ist wohl in der Tat so.
Zündung vor OT ist vom Wirkungsgrad her immer schädlich. Abgasqualität und Geräusch werden jedoch erheblich davon beeinflusst. Eine heiße Verbrennung reduziert den Rußausstoß, erzeugt im Gegenzug unweigerlich auch NOX.
Funktionieren tut der Motor über einen breiten Bereich.
Dass der Spritzverstelle auch bei langsam laufenden Motoren Sinn macht zeigt auch die Einführung bedi den echten (langsamlaufenden) LKW-Motoren bereits in den 50ern.
Der Zündverzug ist konstant ca 1 msec und nicht beeinflussbar, weshalb auch bei modernsten Dieselmotoren, einschließlich der Rennsportvarianten bei ca 5000U/min Schluss ist.
Verfasst: 09.04.2012, 15:03
von ALLDOG
Helmut-Schmitz hat geschrieben:
Der Zündverzug ist konstant ca 1 msec und nicht beeinflussbar,
Selbstverständlich ist der Zündverzug beeinflussbar

Verfasst: 09.04.2012, 16:15
von OPTI-MOG
Hallo Alldog,
kannst Du uns auch freundlicherweise verraten, wie und zu welchem Zwecke Du den Zündverzug "verstellst"?
Verfasst: 09.04.2012, 16:31
von Helmut Schmitz
Selbstverständlich ist der Zündverzug beeinflussbar
waaow, was du auch alles weisst, KS
Lieber Heinz du hättest zmindest den Klugscheissmodus aktiveren sollen,
Im Bereich von 0,9 bis 1,1 msec top, beim alten Hanomag mit den Pissdüsen aber eher noch weit drüber, aber klasse beobachtet.
Wenn du mehr nachweisen kannst, schlage ich dich als Kandidat für den kombinierten Nobel-Preis vor
Verfasst: 09.04.2012, 16:58
von ALLDOG
Helmut-Schmitz hat geschrieben:Selbstverständlich ist der Zündverzug beeinflussbar
waaow, was du auch alles weisst, KS
Lieber Heinz du hättest zmindest den Klugscheissmodus aktiveren sollen,
Im Bereich von 0,9 bis 1,1 msec top, beim alten Hanomag mit den Pissdüsen aber eher noch weit drüber, aber klasse beobachtet.
Wenn du mehr nachweisen kannst, schlage ich dich als Kandidat für den kombinierten Nobel-Preis vor
Hallo Motzki Helmut,
den Ball gebe ich gerne zurück
Fakten sind nun mal wichtiger, als Diffamierungen
Der VDI Verlag sollte Dir ja bekannt sein, oder
Im Kraftfahr- Technisches Taschenbuch aus 1970, auf Seite 245 u. 246
kann man es nachlesen, wie sich ein Zündverzug bis 2,0 msec auswirkt
Was die Düseneinsätze angeht, hat doch ein Bäumchen Wechsel dich bei OM 636 stattgefunden
Hättet ich bald vergessen, vielen Dank für Deinen Besuch auf meiner HP!
Verfasst: 09.04.2012, 17:11
von OPTI-MOG
Hallo Alldog,
Du kannst ja viel schreiben. Aber kannst Du diese einfache Frage nicht auch klar beantworten?
kannst Du uns auch freundlicherweise verraten, wie und zu welchem Zwecke Du den Zündverzug "verstellst"?