Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#562305
Hallo an die Unimog (OM636) - Freunde.

Ich bin völlig neu hier, denn ich habe seit ca 1 Jahr gleich zwei OM636 Motoren in meinem Besitz.
Eingebaut in einem Segelboot aus der 80ern.

Gestern , nach etwa 45 min Betrieb bei 1600 U/min. ( Für unser Bootsfreunde - ca 6 Knoten Fahrt) blickte ich in den "Motorraum". und bemerkte einen Nebel , der zum Einen roch wie Öl und zum andern sah ich gegen das Licht eine dezente Wasserdampf sich aus dem einen der beiden Motoren entwickeln.

Ich habe Hier auch kleines Video davon.

https://www.dropbox.com/s/7vaamtnopni8n ... .mp4?dl=0


Auch konnte ich währenddessen an einer Stelle der Zylinderkopfdichtung austretendes /stehendes Öl erkennen , welches vermutlich verdunstetet und den Ölgeruch erzeugte . Nach dem Abkühlen des Motors war von dem Öl nichts mehr zu sehen

Hier das Foto dazu:

https://www.dropbox.com/s/5f8qd239i1ke8 ... .png?dl=0
Ansonsten: Man sieht man im Auspuff kein Wasserdampf, Auch das Öl schaut noch "Normal aus" ( kein Wasser darin sichtbar)

Im Leerlauf beim kurzen Gasstößen rußt er aber ordentlich , was der andere(gute) OM636 nicht tut.

Hier die Teile Nummern des "Problem Motors":
Motorblock Nr. 636 011 0801
Seriennummer ( daneben) : 636 917 441 096415

Weiter unten am Motorblock: "6D 72" ( vermutlich nicht wichtig)
Zylinderkopf: 636016 1 4(oder 8? ) 01

Hat jemand eine Ahnung , wie das Problem weiter eingrenzen kann.
Was könnte es ausser Zylinderkopfdichtung noch sein ?

Welche Zylinderkopfdichtung ( Hersteller) könnt Ihr empfehlen ? ELRING ?

Glücklicherweise habe ich im Boot ein WHB von Mercedes. Das kann mir dann ein guter Ratgeber bei der Umsetzung sein, aber zunächst möchte ich die Diagnose "Zylinderkopfdichtung" absichern, bevor ich loslege.

Ist es im allgemeinen zu empfehlen den Zylinderkopf glätten zu lassen, oder kann man erkennen ,ob dies notwendig ist ?

Freue mich über Eure Hinweise und Tipps. ( Habe vor 20 Jahren mal bei meinem Passat Diesel die ZKD gewechselt....das sind meine Erfahrungswerte zu dem Thema Diesel Motor Reparaturen)

Im Voraus vielen Dank, Hirschle1
Zuletzt geändert von hirschle1 am 19.05.2022, 13:49, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße, Christoph
#562306
Hallo,

ich würde mal die Kompression messen. Wenn man außen nichts sieht und auch nichts austritt ist das eine Möglichkeit. Der schwarze Rauch kann auch von einer hängenden Düse kommen.

Der Kopf beim OM 636 (beim Boot möglicherweise wegen der Wasserkühlung /Marinisierung anders) ist schnell abgenommen. Eine neue Zylinderkopfdichtung sollte bei dieser Arbeit bereit liegen.
Gruß
Markus
#562307
Hallo und herzlich willkommen,
jetzt wäre es schön Dich richtig mit Deinem Vornamen ansprechen zu können, so ist es hier gern gesehen und daher auch in der Netiquette festgelegt.

Dein Video ist leider nicht sichtbar, Du hast stattdessen wohl versehentlich einen anderen Beitrag aus der Community verlinkt. Der Beschreibung nach würde ich auch auf die Zylinderkopf Dichtung tippen.
Die Motorblocknummer ist nur die Guß nummer des Blockes aber die Seriennummer gibt etwas Aufschluß, Dein Motor ist als OM 636.917 vom Band gelaufen. Elring ist ein aanerkannt guter Hersteller aber meines wissens gibt es unterschiedliche Dichtungen je nach Reperaturstufe des Motors. Dies müsstest Du also wissen bzw messen.
Wie Markus schreibt fang mit der Kompressionsprüfung an.

Und nun off topic von Segler zu Segler, was ist das für ein Segelboot mit gleich zwei OM636 Motoren?
Haltet Abstand, lasst Euch impfen und bleibt gesund
Bis dene
Gruß
Jürgen von der hessischen Kinzig

Bild

Truck-Trial und mehr auf unserer TeamPage
Team-FaMoS
Termine
#562331
Hallo Jürgen,

vielen Dank für dein Willkommensgruß und für die Hinweise bzgl Namen und Signatur. Habe das gleich geändert, so wie das hier üblich ist. Hoffe das ist jetzt besser so ?
In meiner Originalnachricht habe ich auch inzwischen den LINK ( Video) aktualisiert. und ein weiteren LINK ( Bild) eingefügt. Vielleicht gibt das mehr Aufschluß über meine Problemsituation.

Ich vermute auch das das Rußen eine separates Phänomen ist ( andere "Baustelle") - vielleicht auch einfach ein verstopfter (zu dichter) Luftfilter ?

Das Boot ist aus den 80ern. Ist ein Stahlschiff ( "Reinke Hydra") und auf dem Avatar abgebildet. Ich bin erst seit ca 1 Jahr in das Segeln eingestiegen, zusammen mit meiner Frau.
Habe früher immer schon hobbymässig etwas an Autos und Motoren rumgeschraubt und so habe ich also keine Angst vor den OM636, zumal die ja bzgl. Ausdauer einen guten Ruf haben.

Ich habe vielen Unterlagen vom Schiff , aber eine "Reparaturstufe" ist mir bisher noch nicht untergekommen. Vielleicht müsste ich da nochmal kramen.
Wie kann man die Reparaturstufe denn ermitteln , was muss man ausmessen ? ( Zylinderdurchmesser ?)
Kompression habe ich auch noch nie gemessen . Gibts da Geräte am Markt ? Empfehlungen. ?

Freue mich gerne über weitere Tipps.
Viele Grüße, Christoph
#562335
Hallo Christoph
neben der Kompressionsprüfung besteht auch die Möglichkeit der Druckverlustprüfung. Statt der Glühkerze kann ein Anschluss für den Kompressionsdruckschreiber oder für einen Druckluftanschluss eingeschraubt werden. Der Motoir wird dann auf "Zünd-OT gestellt und Druckluft auf den Anschluss gegeben. Die Luft entweicht im Idealfall geringfügig ins Kurbelgehäuse (blow by) oder über undichte Ventile in den Ansaug- /Abgaskanal oder in den Kühlwasserkreislauf. Die Kopfdichtung brennt gerne zwischen Zylinder 1 und 2 oder 3 und 4 durch, was im entsprechenden Nachbarzylinder gut feststellbar ist.
hirschle1 hat geschrieben:Wie kann man die Reparaturstufe denn ermitteln , was muss man ausmessen ? ( Zylinderdurchmesser ?)
ja, die Zylinderdurchmesser sind ein Maß. Wenn der Kopf oder Block zwischenzeitlich plangeschliffen wurde, gibt es zum Ausgleich unterschiedliche Dicken in der Kopfdichtung.
Leider sind heute nicht mehr alle Reparaturstufen lieferbar.
Ein weitere Unterschied besteht in den Durchbrüchen für den Kühlwasserkreislauf. Dazu gibt es unterschiedliche Dichtungen mit kleinen Öfnnungen und größeren. Du solltest bei deinwm Motor also genau hinschauen, was bei dir verbaut ist.
Den Zylinderkopf zu demontieren ist kein unüberwindbare Aufgabe, zumal beim OM636 keine Steuerzeiten wie Nockenwelle oder Einspritzpumpe verändert werden.
Du solltest bitte vorher sorgfältig das Wasser aus dem Primärkreis und insbesondere dem Zylinderkopf entfernen, sonst läuft die die Brühe beim Abnehmen in das Motorgehäuse. Beim Bootseinbau ist unten nicht wirklich gut zu arbeiten, um dann eventuell Wasser aus der Ölwanne zu entfernen.
Maach et jot äwer net ze offt
Helmut

Dieses Dokument ist auf elektronischem Weg erstellt und ohne Unterschrift gültig

Et es wie et es
Et kütt wie et kütt
Nix bliev wie et wor
Wat wellste maache
Wat soll dä Quatsch
#562419
Hallo in die Runde.

danke für die vielen Tipps von Euch.

Ich habe hier in Milna ( Kroatien) mal einen erfahrenen Bootservice Fachmann befragt und der hat sich das vor Ort angeschaut , um eine zweite Meinung zu haben:

Zunächst das Ergebnis zusammengefasst:
Die Zylinderkopfdichtungen beider Motoren sind lt dem Bootservice Fachmann OK.
Stattdessen sind die beiden am Zylinderkopf angeschraubten Kühlmittel-Umwälzpumpen etwas undicht.

Detailbeschreibung:

Um das "Motorproblem" ( verdacht auf Zylinderkopfdichtung des Bb Motors ) zu testen, sind wir am 20.5.2022 um 8.30h in der Bucht von Milna mit 1200 U/min herumggefahren und haben den Bb Motor ( der "Problem" Motor) beobachtet. Nach ca 30 Min wurde wieder in der vorderen rechten Ecke des Zylinderkopfs Flüssigkeit sichtbar, aber es roch weder nach Öl. noch entwickelte sich der Wasserdampf. wie beim Betrieb mit 1600 U/min drei Tage zuvor. Auch nach 1 Stunde war bis auf die o.g. geringe Mange sichtbare Flüssigkeit nichts auffällig.

Um 10 Uhr hatten wir uns mit dem Bootservice Fachmann verabredet, damit er sich das dann mit heißem Motor auch mal anschaut.

Seine Analyse ging schnell und war eindeutig:

Die Flüssigkkeit am Zylinderkopf ist kein Öl sondern Kühlwasser, welches von der darüberliegenden Kühlwasserpumpe wegen einer Undichtigkeit austritt. Die Zylinderkopfdichtung konnte er ausschließen, da weder das Öl noch das Kühlwasser Milchig ist.

Zum Thema "Rußen" sagte er daß es bei alten Dieselmotoren Motoren normal daß die Rußen wenn man kurz Gas gibt oder auch beim Starten. Entscheidend ist aber, daß sie im Dauerlauf / Dauerlast nicht rußen dürfen. Dies ist also bei unseren beiden Motoren dann soweit OK.

Somit wäre der Verdacht auf Zylinderkopfdichtung wieder vom Tisch , was uns natürlich sehr gefreut/erleichtert hat.

Bzgl der Wasserpumpe sagte er ,müsste man mal einen Spezialisten fragen wie man die wieder dicht bekommt. Solange nur kleine Mengen Kühlwasser austreten, ist die Undichtigkeit völlig unproblematisch und man kann einfach das Boot weiterhin unbeschwert nutzen. Wenns allerdings zuviel wird sollte man etwas unternehmen.

Übrigens: Auch die Stb Motor Wasserpunpe verliert etwas Wasser. Vermutlich ist das schon lange so und noch niemanden aufgefallen.

Christoph ( hirschle1) ist allerdings ein Kühlwasserverbrauch schon letztes Jahr aufgefallen, den er bisher nicht zuordnen konnte. Hier könnte dafür also die plausible Antwort liegen.

Der Stb Motor hat eine scheinbar schwitzende Zylinderkopfdichtung. Auch hier konnte der. Bootsservice Fachmann erstmal entwarnen. Es handelt sich hierbei zwar um Öl, aber welches entlang der ZKD verläuft. Es stammt vom darüber liegenden und etwas undichten Stb Zylinderkopfdeckel. Wenn das austretende Öl bei der Zylinderkopfdichtung "ankommt", dann wandert es entlang der Zylinderkopfdichtung und verteilt sich und sieht dann aus wie ein "schwitzender" Motor. Also auch hier Entwarnung zu unserer Freude.

Vielleicht kam also der gelblicher Ölnebel auch daher ?
Da sind wir uns noch nicht so sicher.

Hat jemand Ahnung wie man die Wasserpumpe vom OM 636 wieder dicht bekommt ( s.o.) ?
Viele Grüße, Christoph
#562421
Hallo,

wenn es die vom OM 636 bekannte Wapu ist, ist der Kauf einer neuen votzuziehen. Der Dichtsatz für die Schleifringdichtung kostet meist den halben Preis der neuen Pumpe. Dann kommen ggf. noch zwei Radialdichtringe und zwei Lager hinzu. Zusammen mit dem benötigten Sonderwerkzeug (oder zumindest guten Abziehern) und der Arbeitszeit lohnt das nur für Bastler und Originalos. IM WHB OM 636 ist die Repararur beschrieben.

Wenn das Flügelrad der Pumpe acu noch durch Korrosion oder Kavitation angefressen ist, ist eine neue Pumpe die beste Wahl.
Gruß
Markus
Sammlungsauflösung 411 3 Fahrzeuge

Hallo Unbekannte, In diesem Portal gibt es besond[…]

Hallo Jochen Meinbrexen ruft schon :D

Getriebeöl läuft in die Vorderachse

Hi Robert! Guter Einwand! Diese Dichtfläche […]

Unimog 411

Verkaufe Unimog 411 Baujahr 1968 Standort Süd[…]