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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#563038
Liebe Unimog-Freunde,

wenn ich Öl ablasse, wird das auch untersucht.

Dann gibt es zwei Möglichkeiten.

1. Sofort augenscheinlich, und wenn keine Auffälligkeiten, alles ok
2. Sonst genauer, meistens

Hier zum Beispiel ist viel Eisen im Öl, und auch Wasser. Beim Ablassen war nur die dunkle Färbung zu sehen gewesen.
Nach 2 Wochen geht die Untersuchung weiter.
Dateianhänge:
P1300634.JPG
P1300634.JPG (4.55 MiB) 1009 mal betrachtet
P1300623.JPG
P1300623.JPG (4.63 MiB) 1009 mal betrachtet
Liebe Grüße

Christoph

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optimog@gmx.de
#563061
Hallo Christoph,

das Öl hast Du wo abgelassen? Und wartest Du jetzt zwei Wochen vor der erneuten Befüllung oder Zerlegung des Aggregates?

Generell natürlich gut wenn man immer alles analysiert aber wenn ich das bei jedem Radvorgelege Ölwechsel mache komme ich nicht mehr zum spielen.
Haltet Abstand, lasst Euch impfen und bleibt gesund
Bis dene
Gruß
Jürgen von der hessischen Kinzig

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#563064
Hallo Jürgen,

zwei Wochen Standzeit dienen dazu, dass sich die schweren Schwebstoffe weitgehend absetzen können. Neues Öl ist natürlich auch schon wieder eingefüllt.

Die Analyse wird bald fortgesetzt. Sie dient der Früherkennung sich anbahnender Schäden.

Öle, die so aussehen wie auf den beiden Fotos im ersten Beitrag habe ich bei einigen Unimog sowohl in den Differenzialen als auch in den Radvorgelegen vorgefunden. Dies ist also nur ein Beispiel mehr.
Liebe Grüße

Christoph

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optimog@gmx.de
#563322
Liebe Unimog-Freunde,

just in time, jetzt und sofort, funktioniert manchmal nicht. Jedenfalls nicht bei meiner seit Jahren praktizierten Ölanalyse. Das abgelassene Öl muss ein paar Tage bei möglichst hohen Temperaturen in Ruhe stehen können. Dann nämlich setzten sich die schweren Schwebstoffe ab. Wasser lässt sich hingegen auch sofort identifizieren, indem es sich im weißen Eimer am Boden deutlich zeigt. Ebenso größere Partikel aus Gummi oder Metall.

Der zweite Teil der Analyse erfolgt zwei bis drei Wochen später, oftmals mit erstaunlichem oder gar erschreckenden Ergebnis.
Liebe Grüße

Christoph

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optimog@gmx.de
#563383
Liebe Unimog-Freunde,

nochmal ein Beispiel. 2 Liter Öl aus einem Differenzial. Schwarze Brühe. Aufgrund von Verfärbung oder sehr feiner Partikel? Das Absetzen dauert mir zu lange. Deshalb nehme ich eine Teilmenge heraus, verdünne sie ein wenig und lasse sie zwei Tage auf dem starken Magneten von einem Linearmotor stehen. Danach ist das Öl klar und die Eisenspäne liegen dicht gedrängt auf dem Boden des Messbechers. Die absolute Menge ließe sich durch Öl abgießen und auswaschen noch bestimmen. Aber schon jetzt ist klar, dass im Getriebe ein bedenklicher Verschleiß stattfindet.
Dateianhänge:
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DSC04807.JPG (6.53 MiB) 480 mal betrachtet
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DSC04805.JPG (8.16 MiB) 480 mal betrachtet
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DSC04809.JPG (5.43 MiB) 480 mal betrachtet
Liebe Grüße

Christoph

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optimog@gmx.de
#563384
... und zum Vergleich eine Probe aus einem besseren oder guten Getriebe, nach gleicher Prozedur. Nur ein leichter dunkler Schleier am Boden, aber auch aus magnetischem Material, denn das Raster der Magnetschiene ist sichtbar.
Dateianhänge:
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DSC04813.JPG (5.69 MiB) 478 mal betrachtet
Liebe Grüße

Christoph

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optimog@gmx.de
#563427
Liebe Unimog-Freunde,

auch das abgelassene Motoröl kann man sich genauer ansehen.

Nach einem Tag Ruhezeit Überstand abkippen und mit dem kleinen Rest Eimer schräg stellen. Am Boden sieht man einige gröbere Partikel, meist weich, Dichtmittel? Und ein paar Wassertropfen. Das ist normal, Kondenswasser. Selbst bei intakten Motoren bei guter Wartung und im Langstreckenbetrieb. Wasseransammlungen in Teelöffelgröße oder mehr wären allerdings verdächtig.

Nach weiterer Ruhezeit des schräg gestellten Eimers mit der kräftigen Magnetschiene eines Linearmotors dahinter wird dessen Raster sichtbar. Im Öl ist neben der Schwarzfärbung aus Ruß also auch ein geringer Anteil an feinen ferromagnetischen Spänen, die im Betrieb stets durch das Schmiersystem strömten. Mehr davon finden sich sicherlich im Motorölfilter. Hier wird der ständige und unvermeidliche Verschleiß im Motor deutlich sichtbar.
Dateianhänge:
P1300874.JPG
P1300874.JPG (4.97 MiB) 382 mal betrachtet
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P1300878.jpg (5.71 MiB) 382 mal betrachtet
Liebe Grüße

Christoph

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optimog@gmx.de
#563438
OPTI-MOG und hydraulicus danken Justus für das Kompliment!

Um das Thema abzurunden oder gar abzuschließen fehlt noch die Analyse des Hydrauliköls. Sie wurde auch schon an anderer Stelle hier im Forum behandelt.
neukonstruktion-warnung-vor-diesem-ruec ... 01875.html

Im Hydraulikkreislauf findet mechanischer Verschleiß hauptsächlich in der (oder den) Pumpe(n) statt. Was das Hydrauliksystem aber vom Motor oder den Getrieben unterscheidet ist, dass es nicht geschlossen ist, sondern Einfallstore für Schmutz in Form der Schnellkupplungen bietet. Entsprechend kann man im Hydrauliköl die unterschiedlichsten Stoffe finden. Zum Stahl-, Rotguss- und Aluminium-Abrieb der Pumpen kommen Sand, Ziegelstaub, Tannennadeln, Insekten und alle möglichen Eindringlinge hinzu. Hier lohnt es sich das Öl von den Partikeln abzuspülen und sie sich unter dem Mikroskop anzusehen. Doch oft ist schon mit bloßem Auge das Ausmaß der Verschmutzung sichtbar. Diese Verschmutzung von außen kann das Hydrauliksystem natürlich besonders stark schädigen.

Dies alles zeigt deutlich, wie wichtig eine gute Filterung von Motor- und Hydrauliköl und generell ein regelmäßiger Ölwechsel ist. Und selbst das verhindert nicht, dass stets eine gewisse Menge an feinen Partikeln im System unterwegs ist.
Dateianhänge:
Bild 3.jpg
Bild 3.jpg (5.15 MiB) 270 mal betrachtet
Liebe Grüße

Christoph

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