Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#560196
Liebe Unimog-Freunde,

bei Verwendung des SMART-Motorölfilters sollte man sich die stark unterschiedlichen Motorgrößen und den Unterschied in der Technologie vergegenwärtigen. SMART Diesel 0,8 l Hubraum, OM636 1,8 l Hubraum. Nach Milchmädchenrechnung sollte man die Wechselintervalle also deutlich verkürzen auf einen Bruchteil von ... ?

Beim SMART SAE 0W-40 passt auch nicht zu 15W-40 beim Unimog ... !

Der Motorölfilter ist ein Konstruktionselement des Motors. Einen alternativen Filter sollte man entsprechend gewissenhaft auslegen. Und nicht nur verbauen, weil er zufällig passt.
Liebe Grüße

Christoph

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optimog@gmx.de
#560212
Hallo miteinander,

das Lob freut mich wirklich sehr! Danke :D

Hallo Christoph genau deswegen konzentrieren wir uns auch auf den Mahle OX 360 d. Wobei ich sagen muss das ich den Smart Filter zu Anfang auch gefahren bin ohne auffälliges Verhalten.

Hier nochmal ein paar Bilder der Dimension der OX 360d. Sein Außendurchmesser entspricht dem des originalen Spaltfilters.

Dasselbe Thema hat Andreas (Landmog411) sehr professionell gelöst und in diesem Beitrag beschrieben.
post351417.html#p351417
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IMG-20210414-WA0050.jpeg (1.82 MiB) 1244 mal betrachtet
Hier sieht man noch einen der ersten Versuche, hier habe ich mir aus einem Alu Bleche eine Distanzscheibe herausgearbeitet und so den Längenausgleich realisiert(keine Sorge der verschmierte Filter ist mein Dummy gewesen)
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IMG-20190613-WA0177.jpeg (1.74 MiB) 1244 mal betrachtet
Und das ist der Patient der etliche Versuche und Tests mit mir durchleben musste um gesicherte Erkenntnisse zu erreichen, zum Beispiel auch das der Differenzdruck bei Smart Filter recht hoch ist. Der Filter wird nicht kolabieren da er einen stabilen Plastik-Käfig besitzt der den Filter im Inneren stützt aber ich denke wir brauchen das nicht diskutieren dass das nicht gut sein kann.
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IMG-20201126-WA0038.jpg (102.44 KiB) 1244 mal betrachtet
Zu den Daten des Smart Filters habe ich jetzt einige Zeit gesucht, mich würde mal interessieren wieviel Förderstrom bei wieviel Druck da im Smart durch geht. Egal, den Mahle OX 360d ( nicht der Smart Filter!) habe ich über etliche Kilometer und in mehreren Motoren getestet und da habe ich keine schlechten Erfahrungen sammeln können, zu dem hat dieser Filter festangegossene Oringe zum Abdichten gegen den Filterträger, sodass man ihn bei richtiger Bearbeitung auch dicht bekommt..
Viele liebe Grüße Hannes
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Projekt: 57er 411.110 Agrar

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Unimog 411.110 Patina forever
#560220
Hallo Hannes,

ein Datenblatt zu Mahle OX 360 d konnte ich nicht finden. Doch in den Kompatibilitätslisten von Audi, Seat und VW sind nur Benzinmotoren aufgeführt.

Das sollte zu denken geben.

Hast Du denn mal die Drücke vor und nach dem Filter bei Startviskosität und im weiteren Verlauf bei maximaler Drehzahl gemessen?

Selbst wenn diese Werte zunächst passen würden, führte die hohe Schmutzlast des Uralt-Diesels zu verkürzten Wechselintervallen.
Liebe Grüße

Christoph

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optimog@gmx.de
#560221
Hallo Christoph
OPTI-MOG hat geschrieben: Doch in den Kompatibilitätslisten von Audi, Seat und VW sind nur Benzinmotoren aufgeführt.Das sollte zu denken geben.
gibt es für diese Bedenken dazu Sachargumente ?
Maach et jot äwer net ze offt
Helmut

Dieses Dokument ist auf elektronischem Weg erstellt und ohne Unterschrift gültig

Et es wie et es
Et kütt wie et kütt
Nix bliev wie et wor
Wat wellste maache
Wat soll dä Quatsch
#560222
Hallo Helmut,

ein alter Dieselmotor füllt mit Sicherheit den Filter schneller mit Ruß und Abrieb als ein moderner Benziner. Und selbst ein neuerer Diesel ist partikelmäßig schmutziger als ein Benziner. Stichwort Partikelfilter.
Liebe Grüße

Christoph

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optimog@gmx.de
#564711
Hallo Freunde!

Um die Idee von günstigeren Filterwerten umzusetzen, habe ich mich zuletzt etwas damit beschäftigt.
Meine Absicht war, alles soweit zu belassen,
dass mit wenigen Handgriffen der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt werden kann.
Eventuell darf ich euch meine individuelle Lösung zeigen.
Dazu musste vor allem eine zum Papierfilter passende, vordere Aufnahme angefertigt werden.
26.08.2022 Ölfilter U..jpg
26.08.2022 Ölfilter U..jpg (570.8 KiB) 560 mal betrachtet
Grüße Norbert
Dateianhänge:
26.08.2022 Ölfilter U...jpg
26.08.2022 Ölfilter U...jpg (475.42 KiB) 560 mal betrachtet
#564712
Hallo Norbert,

die Motoröl-Filtertechnologie eines "modernen" Einliter-Benziners auf einen historischen 1,8-Liter-Diesel anzuwenden bedeutet für mich mindestens eine Viertelung des Wartungsintervalls.
Liebe Grüße

Christoph

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optimog@gmx.de
#564723
... ist also nicht der Smart-Filter, von dem ich zunächst ausgegangen war.
Liebe Grüße

Christoph

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optimog@gmx.de
#565141
Hallo Norbert, das sieht nach einer professionell gefertigten Lösung aus! Respekt. Einzig der etwas zusammengedrückte Filter würde mir Sorgen machen, vielleicht kannst du da noch eine Abstandshülse fertigen wogegen der vordere Deckel gezogen wird und immer eine bestimmte Vorspannung auf den Filter ausgeübt wird.

Sooooo, ich hoffe die Ölfilterthematik ist hier jetzt ausdiskutiert.

@Christoph, das es kein Smart Filter sein kann sieht man doch auf den ersten Blick, der ist wesentlich kleiner vom Durchmesser und auch kürzer. Ich verstehe deine Gedanken vollkommen, aber mach doch auch mal ein paar Messungen vor und hinter dem Filter(Papier und Nudelsieb). Ich war sehr erstaunt! Und von verkürzten Wartungsintervalle im Vergleich zu dem sonst verbauten Nudelsieb zu sprechen(welches in den meisten Fällen auch noch schadhaft ist, Drähte sind auseinander gedrückt oder haben Macken) halte ich für überspitzt, denn wenn der Spaltfilter sich zusetzt ist der Motor bereits wesentlich geschädigt. Ich bin den Mahle 360xd schon 100 Stunden gefahren und konnte da keine alarmierende Veränderung feststellen.

Und damit ist das Thema hier auch beendet...


Zurück zum Text, wie ich bereits am Anfang beschrieb nahm ich bei der Demontage den Kopf herunter schaute nach dem Russ der Verbrennung, auf allen Zylindern gleichmäßig keine Verfärbungen oder Auswaschungen keine ersichtlichen Risse. Nun holte ich den Kopf wieder hervor und was ich da bei der Reinigung vorfand war gar nicht schön und hatte ich so auch noch nie gesehen.
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IMG-20220111-WA0017.jpeg (1.86 MiB) 317 mal betrachtet
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IMG-20220111-WA0015.jpeg (2.45 MiB) 317 mal betrachtet
Die Vorkammern waren am Brenner sowas von ausgeglüht das habe ich vorher und nachher nie wieder gesehen(eine Folge des völlig verstellten FB der vorherigen "Überholung"?), die Vorkammern stehen auch bei mir aufem Schreibtisch zwischen anderen besonders brutal aus dem Dienst geschiedenen Teilen. Die Vorkammern waren aber nicht das Hauptproblem, der Kopf hatte Risse ohne Ende, leider Schrott. Das sind so Punkte wo man sich fragt was bleibt denn nachher noch von einem ach so guten Motor. Egal, nur der Rumpf hilft keinem. Dann habe ich mal ein bisschen gewühlt und einen 68er Kopf gefunden, der war zwar schon x mal geplant worden, die Wasserteiler waren aber alle noch vorhanden und nach genauer Prüfung war er rissfrei und hatte schonmal neue Ventilführungen(auch in der richtigen Ausführung mit Nut) und neue Ventile bekommen. Das sollte er nun werden der neue Kopf für den 70er Rumpf. Die Ventilsitze wurden gefräst, die Planfläche wurde geplant und die Ventile wurden geschliffen, sowohl am Ventilteller als auch am Schaftende.
Zuletzt geändert von UFH am 13.10.2022, 17:35, insgesamt 1-mal geändert.
Viele liebe Grüße Hannes
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#565142
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DSC_4999.JPG (5.13 MiB) 312 mal betrachtet
Die Sitze der Vorkammern wurden ausgiebig gereinigt und alle Gewinde nachgeschnitten auch die der Gewinderinge.

Ich wusste gar nicht, dass ATE auch Ventile herstellte...
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DSC_5020.JPG (3.53 MiB) 312 mal betrachtet
Dann erfolgte die Montage des Kopfes, Ventile in Führung, Schaftabdichtung über den Schaft des Ventils bis in den Sitz der Führung drücken, Feder aufsetzen, Federteller aufsetzen, quadratischen Gummiring über die Führung bis in den Sitz im Federteller dann Keile einsetzen und weiter...
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DSC_5046.JPG (5.43 MiB) 312 mal betrachtet
Vorkammern verwendetet ich originale Mercedes ohne Kugelstift.

Dann hieß es Gewinde der zylinderkopfschrauben reinigen und Montage.
Viele liebe Grüße Hannes
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Unimog 411.110 Patina forever
#565143
Verwendet wurde eine Kopfdichtung von Mercedes die 1996 eingelagert wurde, von Elring nicht selbstklebend.
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DSC_5572.JPG (5.19 MiB) 307 mal betrachtet
Die Kipphebel waren wirklich das einzige was ich für gut befand, die Wellen sind in den 80er wohl genauso neugekommen wie die Kipphebel selbst. nach ausgiebiger Reinigung konnte ich diese ohne schlechtes Gewissen verwenden.
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DSC_5576.JPG (7.05 MiB) 307 mal betrachtet
Doch durch den anderen Kopf kam ich mit den 314mm langen Stösselstangen nicht aus, der Einstellbereich des Kugelbolzens am Kipphebel war fast erschöpft, Ventilspiel einstellen war zwar noch möglich aber das ist nicht meine Art. Also nochmal einen anderen Satz Stösselstangen mit 309mm verbaut.
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DSC_5577.JPG (6.3 MiB) 307 mal betrachtet
Viele liebe Grüße Hannes
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Unimog 411.110 Patina forever
#565144
Hallo Hannes,

wo hast Du so einfach die andere Länge (309 oder 310 mm) der Stößelstangen bekommen?

Das Thema hatte ich auch schon mal: bilderraetsel-om636-fuer-halbblinde-sto ... Felstangen

Damals (2015) hat mir - einschließlich Mogparts - kaum einer geglaubt, dass es überhaupt verschiedene Längen gibt.
Dateianhänge:
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P1190788_zu_klein.jpg (22.45 KiB) 301 mal betrachtet
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P1110500_klein.jpg (85.89 KiB) 305 mal betrachtet
Zuletzt geändert von OPTI-MOG am 13.10.2022, 17:55, insgesamt 2-mal geändert.
Liebe Grüße

Christoph

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