Rockinger Anhängerkupplung

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

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Rockinger Anhängerkupplung

Beitragvon Rolf424 » 01.01.2011, 19:07

Hallo 424-Fahrer,

am 1200er lässt sich die Anhängerkupplung (Typ Rockinger 279g) trotz massivem Brechstangeneinsatz nicht mehr drehen.

Kann mir jemand mit einem Tipp weiterhelfen?

Mfg

Rolf
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Beitragvon 403er » 02.01.2011, 10:31

Hallo Rolf,

zunächst mal ein gutes neues Jahr, hatte selbes Problem Anfang letzten Jahres.
Ging wie folgt vor:
Sicherungssplint aus Kronenmutter entfernt, Kronenmutter abgeschraubt,
langes Vierkantrohr (ca.2m) quer in die Rockinger stecken, so dass man damit hebeln kann.
Dann mit Heißluftpistole (ACHTUNG KEINE OFFENE FLAMME) den feststehenden Teil der Rockinger erwärmen.
Darauf achten dass man mit der HLP nicht nur punktuell erwärmt,
sonst läuft man Gefahr die Gummipuffer innen drin zu stark zu erwärmen und dann würde unweigerlich ein Klebeeffekt entstehen.Nach guter Anwärmung, auf das in der Rockinger steckende Rohr steigen und versuchen mit Hüpfbewegungen die Kupplung zum drehen zubringen.Immer wieder Anwärmen, ich brauchte bestimmt 3-4 Stunden bis sich die Kupplung mal um
ein paar mm bewegte, ging aber dann immer besser, bis Sie sich nach einer Ewigkeit komplett drehen und auch herausnehmen lies.
Dateianhänge
Rockinger_Einzelteile.jpg
Links im Bild der feste Teil mit Gummipuffern innen, rechts der drehbare Teil
Rockinger_Einzelteile.jpg (53.12 KiB) 2433-mal betrachtet
Mit freundlichem Unimoggruß

Jürgen
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Beitragvon minibenz77 » 02.01.2011, 11:25

Hallo Ralf,

ein gutes neues Jahr.
Ich hatte das selbe Problem, habe den Sicherungssplint aus Kronenmutter gezogen und dieKronenmutter abgeschraubt. Danach ich die Kupplung mit einem hydraulischen Richtsatz rausgedrückt. Ging damit recht einfach, dauerte nur eine knappe halbe Stunde. Danach alle Teile vom alten Fett befreit, entrostet und mit neuen Fett wieder zusammengebaut.

Hoffe konnte dir weiter helfen.

MfG
Matthias
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Beitragvon ghoose2 » 02.01.2011, 11:49

Frohes Neues.

Da bin ich aber froh, daß sowas nicht nur mir passiert.
Hab dasselbe Problem, weil der Vorbesitzer scheinbar keine Lust zum abschmieren hatte.
Gibt es dann für den Zusammenbau wieder einen neuen Dicht- oder Lagersatz, oder kommt da nix rein ?

Gruß Thomas
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Beitragvon 403er » 02.01.2011, 12:36

Hallo Thomas,

Habe meine Rockinger zunächst mal vom alten und verhartztem Fett befreit
und anschließend wieder mit säure freiem Abschmierfett befüllt.
Seitdem bekommt die Rockinger alle 2 Monate eine Abschmierung, ah ja
die Abschmiernippel habe ich auch erneuert.
Mit freundlichem Unimoggruß

Jürgen
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Beitragvon ug427 » 02.01.2011, 13:34

Hallo Rolf,
bei meinem 1200er ging auch nichts mehr.Selbst eine zwei Meter lange Eisenstange brachte nichts!
Ich habe den Schmiernippel entfernt(abgerissen)und das alte Fett so mit WD-40 aus der Kupplung gespült.Nach zweiTagen fing sie an, sich leicht zu bewegen.Das ganze hat eine Woche gedauert und ca.750ml Rostlöser verbraucht!Die Kupplung lies sich trotzdem noch lange nicht abmontieren!Sie war an der Hecktraverse dermaßen festgerostet,daß nur noch ein Baum und eine Kette halfen.Beim ersten Versuch gab die Kette nach,beim zweiten Versuch die Kupplung!
Die Kupplung war tatsächlich durch Rost an der Hecktraverse verschweißt!!!

Kupplung und Unimog haben bei der Aktion keinen Schaden bekommen!!

Gruß
Thomas
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Beitragvon Rolf424 » 06.01.2011, 14:02

Hallo 424-Fahrer,

ersteinmal vielen Dank für die vielen Antworten.

Allerdings muss ich mich entschuldigen da ich mich beim ablesen am Typenschild vertan habe.

Meine Rockinger ist vom Typ 279 F und hat keine Kronenmutter hinten und auch keine Schmiernippel. Hinten ist einfach eine Scheibe/Ring angeschweißt.

Deshalb auch meine Ratlosigkeit.

In der Hoffnung auf weitere Hilfe von Euch grüßt

Rolf424
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Beitragvon ghoose2 » 06.01.2011, 22:29

Hallo Rolf.

Kannst du mal ein Bild von dem Dilemma einstellen ?
Ich glaube mein alter 406 hatte die Kupplung auch mal.

Wer gut schmiert, der gut fährt. :D

Gruß Thomas
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Beitragvon Loki » 06.01.2011, 23:09

Hallo Rolf,
ich denke Du hast die Kupplung die mit zwei Bolzen am Mog befestigt wird. Ich hatte bei meinem U1000 genau dasselbe Problem. Habe den Kupplungskopf zerlegt um diesen in einen großen Schraubstock einzuspannen. Nach ein paar Schlägen mit nem großen Hammer gegen die Aufnahme bewegte sich diese etwas. Dann immer wieder Rostlöser von hinten auf den Sprengring und mit einer Brechstange immer ein bisschen hin und her bis ich sie ganz drehen konnte. Ich habe sie dann anschließend mit einem Schmiernippel versehen wie es die späteren Kupplungen dieses Typ´s hatten.
Mit Geduld und zärtlicher Gewalt geht immer was!

Gruß Hilger
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Beitragvon Rolf424 » 09.01.2011, 14:00

Hallo Hilger,

du hast das Problem erkannt, ich werde mal deinen Tipp in die Tat umsetzen, in der Hoffnung auf Erfolg.


Vielen Dank und Gruß an alle!

Rolf
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Re: Rockinger Anhängerkupplung

Beitragvon schlalfrest » 21.10.2019, 19:28

Hallo und guten Abend,

habe an unserm 424 auch die Rockinger mit 2x Bolzen. Ist eine 279F mit Oberteil (Automat) einer 227/G110 (grünem Typenschild). Da hat wohl einer der Vorbesitzer mal etwas gebastelt.

Nun zu meiner eigentlichen Frage. Wie leicht lässt sich die Anhängerkupplung bei Euch drehen?
Habe es mit einer Stange etwa 1 m lang versucht und ich habe die Kupplung etwa drehen können. Dann hat es sich so angefühlt, als würde ich sie gegen eine Feder drehen.

Hätte auch mal gewusst, welchen Durchmesser die 2x Bolzen bei Euch haben?
Bei mir sind es 28 mm Bolzen. Haben mir gestern eine 279F angesehen, die hatte nur 26 mm Bolzen.

Besten :danke schon mal
Viele Grüße aus Nordhessen
Stephan
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Re: Rockinger Anhängerkupplung

Beitragvon Imkermog » 21.10.2019, 21:28

Hallo Stephan,

die Rockinger- AK Typ 227/ G110 D an meinem 411er MOG lässt sich mit etwas Kraftaufwand mit beiden Händen drehen.

was meinst Du mit 2x Bolzen?

Gruß
Wolfgang
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Re: Rockinger Anhängerkupplung

Beitragvon Jochen.Schäfer » 22.10.2019, 08:32

Hallo Stephan,
Wie Wolfgang schon schreibt, sollte die Hängerkupplung mit den Händen oder Werkzeug leicht zu drehen sein.
Meistens sind die Rastbolzen im inneren festgegammelt.
Zum Drehen der Anhängerkupplung:
rockinger-anhangerkupplung-t60194.html

Ein Bild der Rockinger 279 mit Befestigungs-Bolzen 25mm
RO_279.gif

Qelle: Jost
https://www.rockinger-agriculture-catal ... nheit.html

Gruß
Jochen
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Re: Rockinger Anhängerkupplung

Beitragvon schlalfrest » 22.10.2019, 22:44

Hallo,

danke für Eure Antworten!

An meine 424/U1000 ist die Rockinger 279, wie Jochen geschrieben hat, wird diese mit 2x Bolzen an der Hecktraverse des Unimogs befestigt.

Die 279 hat nur keine Kronenmutter mit Sicherungssplint. Diese hat hinten einen Sprengring wie Hilger (Loki) geschrieben hat. Ob die 279 einen Gummipuffer hat, kann ich nicht mit Gewissheit sagen!?!

Habe heute die Seite mit den Sprengring mit Rostlöser eingesprüht.
Viele Grüße aus Nordhessen
Stephan
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