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Seilwinde Werner F 64 wieder undicht

Verfasst: 19.05.2010, 19:09
von Jürgen411
Hallo,

als ich die Seilwinder erwarb tropfte sie am Zapfwelleneingang, ich habe dabei gleich die Zahnräder gesäubert und einen neuen Dichtring eingebaut. Darauf war sie auch dicht.
Neulich habe ich den Frontlader stark belastet und nun tropft die Winde stark am Zapfwelleneingang. Die Winde ist ohne Gelenk direkt auf die Frontzapfwelle gesteckt. Ich vermute, dass durch die starke Frontladerbelastung sich irgendwie der Rahmen verwunden hat und der Dichtungsring gedrückt wurde?
Leider ist kein Platz um ein Doppelgelenk mit Rutschkupplung wie z.B. bei der Mercedeswinde eingebaut ist zu montieren.
Soll ich das Teil wieder zerlegen und einen neuen Dichtungsring einbauen, hoffentlich ist nicht was anderes kaputt, oder ich lass es und fülle Fliessfett ein?

Servus Jürgen

Verfasst: 19.05.2010, 19:21
von OPTI-MOG
Hallo Jürgen,

au weh zwick. Da könnte sogar die Zapfwelle abbrechen, weil die Lagerung überbestimmt ist.

Ich würde einfach das Zapfwellen-Stehlager ausbauen. Dann prüfen, ob die Zapfwelle ohne Zwängung läuft. Ggf. die Seilwindenbefestigung nochmal gut ausrichten. Danach Dichtring wechseln und hoffen, daß die Verwindungen sich nicht so stark auswirken, daß die Dichtung wieder beschädigt wird.

Verfasst: 19.05.2010, 19:24
von alexmog
Hallo Jürgen,

Ich habe eine HPC Winde die auch Undicht ist
Darauf hin habe ich bei HPC nach gefragt wie es mit der Verwendung von Fließfett aussieht

HPC empfehlt keine Verwendung von Fließfett

Allerdings kann ich dir aus Erfahrung sagen das sich nach einiger Zeit das öl im Fett absetzt und es Tropft wieder….


Gruß Alex

Verfasst: 19.05.2010, 19:45
von Jürgen411
Danke für die prompten Antworten,

mich hat auch gewundert, dass die Werner Winde direkt ohne Gelenk auf der Frontwelle sitzt.
Ich würde auch keine Werner Seilwinde mehr kaufen, das original Seil klemmt sich gerne fest. Die Winde von Mercedes ist da viel schöner zu bedienen.
Ich hab schon daran gedacht das Profil von dem Wellenstummel der auf dem Frontzapfwellenbock sitzt und in die Winde reingesteckt ist irgendwie auszuleiern damit etwas Spiel entsteht?

Servus Jürgen

Verfasst: 19.05.2010, 20:49
von Helmut Schmitz
Hallo
UuUnimog hat geschrieben:Da könnte sogar die Zapfwelle abbrechen, weil die Lagerung überbestimmt ist.
Hey Christoph, woher weißt du dass die Welle überbestimmt ist, kennst du den Antrieb?
Ich kenn nur die der F56, der Antrieb sieht von außen genauso aus. Wenn ich davon ausgehe, dass Werner den Antrieb überall gleich konzipiert hat, dann kann die Welle die Bewegungen problemlos ab, die Antriebwelle ist eine Gelenkwelle.

Verfasst: 20.05.2010, 17:40
von Jürgen411
Der Platz zwischen Winde und Zapfwellenbock ist so knapp, dass da kein Gelenk reinpasst, beim Kauf war auch nur so ein Wellenstummel dabei.

Verfasst: 20.05.2010, 21:38
von Helmut Schmitz
Hallo Jürgen

die Antriebsschnecke ist eine Hohlwelle mit einem beweglichen Stummel.
die Antriebwelle ist eine Gelenkwelle
das muss ja nicht unbedingt ein Kreuzgelenk sein.
Am besten beschaffst du dir von Werner die Unterlagen, dann siehst du wie das funktioniert.
Hast du den Wedi von Werner oder aus dem Werkzeughandel, evtl ist original ein Wedi mit mehr Bewegungsspiel verbaut.

Verfasst: 21.05.2010, 19:20
von Jürgen411
Na, da hat mir damals der Verkäufer nicht das richtige mitgegeben.
Die Antriebswelle, vom Lagerbock Unimog zur Seilwinde ist eine starre Welle mit Zapfwellenstummel bzw. Zapfwellenmuffe 1 3/8 Zoll ähnlich wie eine Zapfwellenverlängerung.
Bin gespannt ob es da noch Unterlagen von Werner gibt.

Herzlichen Dank

Jürgen

Verfasst: 21.05.2010, 21:27
von mhame
schaut mal hier, da gibt es einen Werner-Download:

http://classicunimogs.com/unimog_winch_manuals.html


Gruß,
Markus

Verfasst: 22.05.2010, 08:35
von Helmut Schmitz
Hallo Jürgen

der Verkäufer hat dir das schon richtig mitgegeben, der Antriebstummel endet innen in einer Hohlwelle. Jedenfalls ist es bei dem mir bekannten Modell so. Der Wellenstummel kann sich darin bewegen. Zumindest ist es bei dem mir bekannten Wir hatten nämlich das Problem, dass der Wellenstummel hinten abgeschert ist und genau dieses Hohlwelle dann miterneuert werden muss, da die neue Version mit der damaligen nicht kompartiebel ist.

Verfasst: 23.05.2010, 17:54
von Jürgen411
Herzlichen Dank Helmut und Markus!

Sobald ich Zeit habe nehme ich die Winde ab und schau mir an was undicht ist und wieviel Spiel der Wellenmstummel hat.
Jetzt mit den Daten geht`s .

Herzlichst Jürgen

Verfasst: 23.05.2010, 18:34
von Jürgen411
Ich hab noch ein Bild in der Broschüre gefunden, da ist ein Gelenk dran, aber bei mir ist das zu wenig Platz.

Verfasst: 23.05.2010, 20:26
von rm411
Hallo Jürgen,

könnte es an der Befestigung der Winde liegen? Ich hatte diese auch schon am 411er montiert und meine war nicht mit Schrauben sondern mit Bolzen an den Windenhaltern gesteckt. Diese sind zwar auch stramm gesessen, aber eventuell doch mit etwas mehr Luft wie deine Schrauben?
Auf dem letzten Bild mit der roten Winde siehst du auch die Bolzen.

Grüße

Ralf

Verfasst: 23.05.2010, 20:35
von mhame
Hallo Ralf,

solange die Schrauben nur durchgesteckt sind und nicht klemmen (Vorspannen durch das Gewinde, d.h. nicht angezogen sind) besteht kein Unterschied zum Bolzen. Wenn die Schrauben aber die Winden auf den Halten festsetzen, dann bleibt die Beweglichkeit auf der Beifahrerseite eingeschränkt. Auf der Fahrerseite ist am Halter zusätzlich noch ein Bolzen. Dort kann sich die Winde sowieso nicht im Halter drehen.

Markus

Verfasst: 23.05.2010, 20:42
von rm411
Hallo,
das ist klar, aber entspricht das nicht der Dreipunktlagerung und somit der Verwindungsmöglichkeit des Rahmens?

Grüße
Ralf