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Spurstangenkopf herausschrauben zum einstellen der Spur
Verfasst: 08.06.2012, 20:14
von hymer1987
Hallo,
möchte bei meinem U406 die Spur einstellen, habe jetzt das Problem dass am "aufgeschlitzten" Bereich der Spurstange Wasser in das Gewinde (siehe Beispielbild) eingedrungen ist und jetzt festgerostet ist. Nach stundenlangem einwirken von Rostöser tut sich immer noch nichts.
Ich überlege derzeit ob ich axial zum Gewinde auf den Spurstangenkopf eine Mutter aufschweißen soll und anschließend den Schlagschrauber ansetzen soll. Der Spurstangenkopf wäre duch die Hitzeeinwirkung natürlich zum austauschen, die Spurstange wäre dann allerdings noch erhalten.
Was haltet ihr davon bzw. habt ihr Vorschläge mit welchem Werkzeug man am Spurstangenkopf anpacken kann damit man mehr Hebelarm hat?
MfG Andreas.
Verfasst: 08.06.2012, 20:23
von menzimuck
Hallo Andreas
Versuche mit 2 Hämmer zu Arbeiten, Wenn geht einen größere am Rohr zu halten und mit einen etwas kleineren gegenüberliegent rundherum zu klopfen dass müßte denn Rost lösen
Viel glück Hannes
Verfasst: 08.06.2012, 20:33
von 421michimog
Hallo Andreas,
ich hätte keine Bedenken, die Spurstange heiss zu machen (Beginn der Rotglut ist immer unterhalb der Anlasstemperatur von etwa 600 C) und dann geht das wie von selbst mit einer dicken Zange.
Nicht abschrecken!
Gruss aus dem Bergischen, Michael
Verfasst: 08.06.2012, 21:34
von festus
Hallo Michael,
BeitragVerfasst am: 08. Jun 2012 - 19:33
Hallo Andreas,
ich hätte keine Bedenken, die Spurstange heiss zu machen (Beginn der Rotglut ist immer unterhalb der Anlasstemperatur von etwa 600 C)
das würde ich so nicht stehen lassen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Anlassen#A ... beim_Stahl
Verfasst: 08.06.2012, 23:14
von lugge
Große Rohrzange ansetzen am Kopf und gut einspannen. Davor halt mal raufheizen auf das Außenteil- aber nicht glühen, nur warm. Dann geht das ohne weiteres. Nur nicht zu zaghaft!
Verfasst: 08.06.2012, 23:56
von ret
Nur nicht zu zaghaft!
dafür "zügig"

Verfasst: 09.06.2012, 04:18
von 421michimog
Hallo Festus,
es soll ja allerhöchstens bis zum Beginn der Rotglut erhitzt werden.
Das hat mit den "Anlassfarben" aus Deiner Quelle nichts zu tun. Die dortigen Farben sind die Farben des Stahls nach (!) dem Abkühlen wenn zuvor auf die dortigen Temperaturen erhitzt wurde.
Wenn man dann anschliessend nicht abschreckt, kann die Gefügeumwandlung auch wenigstens z.T. rückwärts erfolgen.
Gruss aus dem Bergischen, Michael
Verfasst: 09.06.2012, 10:33
von festus
Hallo Michael,
es lesen doch auch Berufsfremde mit,

die nehmen es dann nicht so genau! Mit dem glühend... hauptsache glühend.

Oder einer wie ich... "Feinmechaniker" ... das sind dann sowieso die schlimmsten.

:D
Verfasst: 09.06.2012, 10:41
von ret
Moin Festus,
aber die skeptischten sind die Dreher

Verfasst: 09.06.2012, 11:05
von festus
Moin Reiner,
jo, besser skeptisch als am Rad "drehen"...

:D
Verfasst: 09.06.2012, 11:13
von menzimuck
Hallo Miteinander
Ich muß auch meinen Semf dazugeben:
An der Lenkung un ander Bremse würde ich nichts Heißmachen.
Ein Bekanter hat die Spurstange an seinen Traktor erneuern müßen da sie bei der Jährlichen Überprüfung gesagt habe: dass gefüge ist zerstört und bei einen schlag auf dass Rad kann sie Brechen.
Gruß Hannes
Verfasst: 09.06.2012, 11:57
von Helmut Schmitz
Hallo
die Rekristallisationstemperatur bei Stahl liegt knapp über 500°C. Zum entspanne recht bereits ab 480°C.
Erste Rotttönung beginnt ab ca 680°C, d.h. eine ggf vorliegende Werkstoffvergütung z.B. durch Kaltumformung ist dann hinüber.
Solange keine gesicherte Wewrkstoffeigenschaften vorliegen, bleibt der Brenner kalt.
Es wäre mal angeraten, mit Sprüchen über den Griesheimer Schlüssel etwas bedachter umzugehen. Ein Fahrzeug ist keine Bauschlosserbaustelle.
Verfasst: 09.06.2012, 13:17
von lugge
Große Rohrzange ansetzen am Kopf und gut einspannen. Davor halt mal raufheizen auf das Außenteil- aber nicht glühen, nur warm. Dann geht das ohne weiteres. Nur nicht zu zaghaft!
Wer allerdings dann wärmt bis es glüht sollte lieber alles sein lassen.
Ein Normaler Bunsenbrenner mit kleinster Einstellung reicht hierfür schon absolut aus. Schon interessant, welche Tips hier gegeben werden.
Und wenn es sich drehen lässt sofort mit Schmiermittel bearbeitet drehen.
Aufscheißen etc würd ich da nix- wozu auch!?
Verfasst: 09.06.2012, 14:58
von 421michimog
Hallo Helmut,
"die Rekristallisationstemperatur bei Stahl liegt knapp über 500°C. Zum entspanne recht bereits ab 480°C.
Erste Rotttönung beginnt ab ca 680°C, d.h. eine ggf vorliegende Werkstoffvergütung z.B. durch Kaltumformung ist dann hinüber."
So nicht!
1. Beginn der Rotglut ist bei etwa 550 Celsius zu erwarten
2. Vergütung ist Härten mit anschliessendem Anlassen und die Anlasstemperatur liegt oberhalb von 550 Celsius also oberhalb des Beginns der Rotglut.
Ich habe mich aber sicherlich falsch ausgedrückt. Ich meinte wirklich nicht Erhitzen bis zur Rotglut sondern "heiss machen". Andreas hat das sicherlich richtig verstanden, da er auch imstande ist, eine Mutter auf den Spurstangenkopf zu schweissen.
Ausserdem ist eine warm gemachte Spurstange nichts gegen das was sonst hier noch an Eigenbaumassnahmen offenbart wird (z.B. RBZ mit grösserem Durchmesser wenn schon bei den kleineren das Bremspedal seinen Druckpunkt erst kurz vor dem Bodenblech findet usw.)
Trotzdem Gruss aus dem Bergischen, Michael
Verfasst: 09.06.2012, 16:41
von ret
.....besser skeptisch als am Rad "drehen"...
Moin Festus,
ich geb Dir Recht
Hier wird auch grad wieder kräftig "gedreht"
