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U421_Ölverlust über die Radnabe

Verfasst: 13.08.2006, 14:33
von HAJÜ
Hallo liebe Forumsmitglieder,

bei Montagearbeiten ist mir aufgefallen, dass vorne rechts auf der Innenseite der Felge eine Ölspur sichtbar ist. Nachdem ich das Vorderrad und Bremstrommel abgenommen habe, hat es den Anschein, als ob das Öl aus den Bohrungen an der Radnabenaußenkante herauskommt. (siehe Bild).

Kann mir dies jedoch nicht richtig erklären, da die Abdichtung doch über den Verschleißring erfolgt, auf den wiederum die Radnabe aufgeschraubt ist. Dann sollten doch eigentlich auch Ölspuren zwischen Radnabe und Vorgelege sichtbar sein. Auf der Radnabenseite, die dem Vorgelege zugewandt ist, ist jedoch alles trocken!

Kann es sein, dass der Wellendichtring undicht ist und das Öl über den Ölfänger in die Radnabe abgeleitet wird und dann dort über die Bohrungen austritt?

Wenn ja, dann würde ich den Wellendichtringring wechseln und in diesem Zusammenhang gerne auch die untere Achsschenkellagerung ersetzen (hat spürbar Spiel).

Kann ich den Achsschenkel mit Vorgelege und Antriebswelle kpl. an einem Stück aus dem Achstragrohr herausziehen oder fällt mir dann das halbe Achsinnenleben zusammen? (Vorderachse rechts U421_140 -Bj. 74, Fahrzeug wurde die vergangenen 3 Jahre nicht bewegt)

Für Eure Unterstützung, Tips und Antworten besten Dank.


MfG
Jürgen

Verfasst: 13.08.2006, 18:46
von canadienhusky
Hallo Jürgen,
ich bin beim Unimog Jahrestreffen mit meinem 411er im Gelände gefahren und hatte anschließend Ölverlust durch die Löcher an einer Radnabe. Da beim Jahrestreffen auch einige "alte Hasen" von Werk vor Ort waren bekam ich den Tipp den Ölstand im Getriebe, Differenzial und dem entsprechenden Vorgelege zu prüfen. Durch die Geländefahrt mit sehr starker Steigung und einer sehr hohen Aussentemperatur hat sich das Getriebeöl durch die Schubrohre und das Differenzial bis in das Vorgelege weitergedrückt. Wenn das dann zu voll ist, läuft das Öl durch diese Bohrungen nach Aussen. Beim mir war genau das passiert. Das meiste Öl aus dem Getriebe war jetzt im Differenzial und im Vorgelege. Nach dem Korrigieren der Ölstände (Getriebe auffüllen und Differenzial sowie Vorgelege ablassen) war wieder alles in Ordnung.
Seit dem habe ich keinen Ölverlust mehr durch die Nabe.
Irgendwo zwischen Getriebe und Schubrohr steckt ein Schmierfilz, der vom Getriebeöl Tropfenweise mit Öl versorgt wird und damit das Schubrohr versorgt.
Vielleicht ist es bei Deinem Mog genauso nur dass der Ölverlust durch die lange Standzeit aufgetreten ist. Prüfe mal die Ölstände und fahre den Mog und prüfe dann erneut. Wenn Du Glück hast ist es damit getan.

Verfasst: 13.08.2006, 22:35
von 702-411abss
hallo jürgen

meistens ist es der äusere wellendichtring!!(hinter der radnarbe) :cry:
probier es aber erstmal,was michael geschrieben hat,hatte ich auch schon!
du kannst das radvorgelege in einem stück am achsschenkel abbauen
und aus der achse ziehen! :wink:
ich würde aber vorher die schrauben SW24 an der narbe lösen mit rad
dran und fahrzeug abgebockt,die sitzen ziemlich fest!!!

gruß arne

Verfasst: 14.08.2006, 20:57
von HAJÜ
Hallo Michael, Hallo Arne,

für Eure Antworten vielen Dank.

Ich denke, im 1. Step werde ich wie von Michael vorgeschlagen die Ölstände überprüfen. Dann den Mog ausgiebig bewegen und hoffen, dass sich das Problem damit reduziert oder noch besser verflüchtigt hat.

Arne, falls dies nichts bringt, werde ich mich an den Austausch des Wellendichtrings machen. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, kann ich also die gesamte Einheit, bestehend aus Vorgelege, Achsschenkel und Antriebswelle ohne Gefahr aus dem Achstragrohr herausziehen.
Ich frage nur deshalb noch mal nach, weil ich glaube mich dunkel erinnern zu können, etwas über Montage-Probleme (evtl. mit den Sperren???) in diesem oder einem ähnlichen Zusammenhang gelesen zu haben. Vielleicht bringe ich hier auch etwas durcheinander.


Für Dein Feedback vielen Dank.

Gruß
Jürgen

Verfasst: 14.08.2006, 21:08
von 702-411abss
hallo jürgen

hast du richtieg gelesen,bei neuer achse kann man die welle einfach ziehen
da fällt keine sperre auseinander!! :wink:

gruß arne
ach so,zur warnung anderer,die es lesen :bei alter achse nur mit gesperrter achse zerelegen!!!
alte achse:große schraube SW55 als radnarbe!!

Verfasst: 14.08.2006, 21:26
von HAJÜ
Hallo Arne,
für Deine rasche Anwort herzlichen Dank.

Prima finde ich Deinen abschließenden Hinweis an alle mit der alten Achse!!


Gruß
Jürgen

Verfasst: 15.08.2006, 03:06
von MagMog
guude,

zur verdeutlichung: sperren nicht nur betätigen, sondern welle auch noch drehen, damit die sperren auch einrasten. sonst nutzts nix.

mit gruß, justus.